Schweiz
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Ein Mitarbeiter der nationalen Koordinationsstelle zur Bekaempfung der Internet-Kriminalitaet (KOBIK) fahndet am 3. Oktober 2007 in seinem Buero in Bern nach kinderpornographischen Inhalten im World Wide Web. Die KOBIK verfolgt Meldungen aus der Bevoelkerung und sucht aktiv nach deliktischen Webinhalten. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Einem SBB-Mitarbeiter wurde zu Recht fristlos gekündigt, weil er sich während seiner Arbeitszeit auf einschlägigen Seiten bewegt hat. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

80 Stunden Pornos in 17 Tagen: SBB-Mitarbeiter wurde laut Bundesgericht zu Recht gekündigt



Auch nach 22 Jahren untadeliger Arbeit ist eine fristlose Kündigung wegen des Besuchs von Pornographie-Websites während der Arbeitszeit gerechtfertigt. Dies hat das Bundesgericht im Fall eines ehemaligen SBB-Mitarbeiters entschieden.

Der Angestellte war im Herbst 2014 entlassen worden. Der Informatikdienst hatte einen intensiven Besuch pornographischer Websites festgestellt. Beim Beschwerdeführer zeigte sich, dass er während 17 Arbeitstagen mehr als 80 Stunden auf solchen Seiten zugebracht hatte.

Unter diesen Seiten waren auch solche, die strafrechtlich relevanten Inhalt aufwiesen, schreibt das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Urteil.

Zwar wurden bei der Ermittlung des Mitarbeiters Fehler in Bezug auf den Datenschutz begangen. Dennoch durfte gemäss Bundesgericht auf das Ergebnis als Beweis zurückgegriffen werden. Neben dem Beschwerdeführer wurde zum gleichen Zeitpunkt einem weiteren Mitarbeiter fristlos gekündigt.

Das Vertrauensverhältnis sei wegen der Verfehlung des Mitarbeiters derart zerrüttet gewesen, dass eine fristlose Kündigung der einzig mögliche Weg gewesen sei, folgert das Bundesgericht. Dieser Schritt sei auch notwendig gewesen, um das Ansehen der SBB wieder herzustellen. (Urteil 8C_79/2016 vom 30.06.2017) (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • herrderfliegen 29.07.2017 12:49
    Highlight Highlight Da hat wohl einer zu viel mit seiner Märklin-Eisenbahn gespielt;)
  • bracher tinu 29.07.2017 00:22
    Highlight Highlight Diese Nachricht löst bei den Beamten bestimmt Panik aus! Bei denen gehen ja auch 40% aller Internetzugriffe auf Pornoseiten!!
  • Ass 28.07.2017 17:39
    Highlight Highlight Nicht schlecht 3 Wochen arbeiten, 2 Wochen Pornos gucken...
  • reputationscoach 28.07.2017 15:55
    Highlight Highlight Ich hoffe nur, dass war nicht im Gleisstellwerk.
  • Mia_san_mia 28.07.2017 15:45
    Highlight Highlight Wow der hatte wohl nicht viel zu tun...
  • Makatitom 28.07.2017 12:47
    Highlight Highlight Und was passiert dem IT-Leiter? Der sollte doch dafür sorgen, dass der Besuch solcher Seiten gar nicht erst möglich ist. Nicht falsch verstehen, die Kündigung ist auf alle Fälle gerechtfertigt. Aber es sollte halt auch mal im sogenannten "Kader" dieses halbstaatlichen Betriebes Konsequenzen geben
    • ujay 28.07.2017 15:14
      Highlight Highlight Falsch. Hat mit dem IT Leiter nichts zu tun. Man kann davon ausgehen, dass der Mitarbeiter muendig ist und sich der Tragweite seines Handelns bewusst war. Doofheit wird bestraft. Ich war jedenfalls noch nie in einer Firma, die den Internetzugang beschraenkte. Hat mit Vertrauen zu tun und zeigt vielleicht auch, dass man die Mitarbeiter nicht fuer unmuendige Menschen haelt.
    • andrew1 28.07.2017 18:15
      Highlight Highlight Der angestellte ist selbst dafür verantwortlich das er nicht 5 stunden am tag auf solchen Seiten ist. Das sollte man sich noch denken können das dies eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird von der firma.
    • Makatitom 28.07.2017 19:59
      Highlight Highlight In mehreren Betrieben von der ungefähren Grüsse der SBB, in denen ich bis jetzt gearbeitet habe, war der Zugriff auf solche Seiten gesperrt und der Versuch wurde bereits gelogged. Wieso sollte das also bei der SBB-IT nicht möglich sein? Natürlich ist er selber dafür verantwortlich, was er tut, aber mMn haben da direkte Vorgesetzte und eine Infrastruktur, die das auch ermöglicht schon eine Mitverantwortung
  • ChlyklassSFI 28.07.2017 12:07
    Highlight Highlight Das sind im Schnitt fast 5 Stunden pro Tag. Ich denke, dass er sich eine Freundin suchen sollte.
    • Blitzableiter 28.07.2017 14:22
      Highlight Highlight Oder einen Psychologen aufsuchen.
    • Tobi23 28.07.2017 14:58
      Highlight Highlight Wenn er nur noch 3h pro Tag arbeitet, sollte entweder die Stelle aufgehoben oder er befördert werden. Scheint ja lange keiner gemerkt zu haben 😄
    • reputationscoach 28.07.2017 15:56
      Highlight Highlight Soviel zur Effizienz der SBB mit Steuergeldern.

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