Schweiz
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Täter im Aarauer Messermord laut Gutachten schuldunfähig



Tötungsdelikt Aarau

Der Tatort wurde von der Polizei abgesucht. Bild: az

Der geständige Täter im Messermord von Aarau vom Januar dieses Jahres ist laut einem psychiatrischen Gutachten schuldunfähig. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragt deshalb statt einer Anklage wegen Mordes die Anordnung einer stationären Massnahme.

Der 28-jährige Kroate hatte am 17. Januar eine 66-jährige Schweizerin in Aarau mit mindestens 30 Messerstichen schwer verletzt. Nachbarn fanden die Frau vor ihrer Wohnung in Aarau. Das Opfer erlag später im Spital seinen schweren Verletzungen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, die Frau getötet zu haben, weil er nur noch einen Monat in einem Zimmer hätte wohnen können und vorhatte, nach dem Tod der Frau deren Wohnung zu beziehen. Zwischen dem Beschuldigten und dem Opfer bestand laut Angaben der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch allerdings keine persönliche Beziehung.

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten diagnostizierte beim Beschuldigten eine paranoide Schizophrenie und einen schädlichen Gebrauch von Alkohol und Kokain. Vor und nach der Tat hatte der Beschuldigte Kokain, Marihuana und Alkohol konsumiert.

Einsichtsfähigkeit aufgehoben

Aus forensisch-psychiatrischer Sicht ist zum Zeitpunkt der Tat die Einsichtsfähigkeit des Beschuldigten aufgehoben gewesen. Das psychiatrische Gutachten kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte schuldunfähig sei.

Deshalb muss die Staatsanwaltschaft, statt eine Anklage zu erheben wegen Mordes und mehrfachen Betäubungsmittelkonsums, die Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung beantragen.

Die Staatsanwaltschaft geht gestützt auf das Gutachten davon aus, dass ohne entsprechende stationäre psychiatrische Behandlung ein hohes Risiko besteht, dass der Beschuldigte erneut Gewaltstraftaten begehen könnte.

Bis der Antritt des stationären Massnahmenvollzugs möglich ist, befindet sich der Beschuldigte im vorzeitigen Strafvollzug. Der Antrag auf Anordnung einer Massnahme ist am Bezirksgericht Aarau hängig. (aeg/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mbr72 05.12.2019 11:02
    Highlight Highlight Es wäre eigentlich lustig, wenn es nicht so traurig werde.
    Bei solchen Verbrechen wird alles auf die Umstände abgestützt, beim STVG ist es genau umgekehrt. Da wird knallhart absolutistisch bestraft mit absurdesten Strafmassen.
    So nebenbei: Es gibt ungleich mehr Leute mit diagnostizierter paranoider Schizophrenie, welche NIE jemanden verletzen... SO F***NG WHAT???
  • Basswow 04.12.2019 13:56
    Highlight Highlight Gutes Signal, das da ausgesendet wird 🤷🏽‍♂️
    Der scheint ja üüüberhaupt nicht vorsätzlich gehandelt zu haben 😎

    Zitat:
    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, die Frau getötet zu haben, weil er nur noch einen Monat in einem Zimmer hätte wohnen können und vorhatte, nach dem Tod der Frau deren Wohnung zu beziehen.
    • DomKi 04.12.2019 20:32
      Highlight Highlight klar, total unzurenchnungsfäig der Typ. Nein, die Frau ist schuld, dass sie ihn reinliess, krass...
  • Gina01 04.12.2019 13:06
    Highlight Highlight ….ich würde mal die Gutachter/Psychologen prüfen, ob all die auch Schuldfähig oder Schuld-Unfähig sind...
  • [Nickname] 04.12.2019 12:19
    Highlight Highlight Wie schon gesagt beim Galeristensohn...
    Benutzer Bild
    • ingmarbergman 04.12.2019 23:31
      Highlight Highlight Nennt sich Rechtsstaat. Wir sind hier nicht in den USA.
    • NoTaubsi 05.12.2019 11:20
      Highlight Highlight Und hol dir zusätzlich noch Schizophrenie, schon hast du den Staat ausgetrickst! Ganz einfach!

      Wem nützt es, wenn der Typ nach 30 Jahren Knast immer instabil ist.

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