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bild: watson

Seit 23 Jahren sitzt Anarchist Marco Camenisch im Gefängnis. Vieles hat sich seither verändert – vor allem diese 12 Dinge



Marco Camenisch, der Bündner Ökoanarchist, sitzt seit über 23 Jahren ununterbrochen hinter Gittern. Am 8. Mai 2018 wird er in die Freiheit entlassen. Damit ihm das ein bisschen einfacher fällt, wollen wir ihm von 12 Dingen erzählen, die er in der Zwischenzeit vielleicht nicht mitbekommen hat. Dinge, die nicht mehr so sind, wie sie einmal waren. Die Welt verändert sich ja stetig. Daran glaubt auch Marco Camenisch. Nur so habe er diese langen Gefängnisjahre überstehen können, sagte er zu seinem Biografen Kurt Brandenberger

1. Handy ist nicht mehr nur ein Spülmittel, man kann damit auch telefonieren.

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BILD: WATSON

2. Der Bundesrat ist keine reine Männerriege mehr, es gibt jetzt auch Frauen.

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Drei Frauen sitzen 2015 im Bundesrat. Die Dame ganz rechts ist Bundeskanzlerin Corina Casanova. bild: BUNDESKANZLEI/CHRISTIAN GRUND, MAURICE HAAS, bearbeitung watson 

3. Im Zug darf man nicht mehr rauchen, dafür gibt's jetzt Wagen, in denen man nicht sprechen darf. 

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Dafür gibt es das Ruheabteil. Und wehe du machst da drin einen Mux! bild: smithsonianmag, bearbeitung watson.

4. Bärte sind nicht nur schwer in Mode, sie sind schon fast ein Muss! 

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Ohne präsentablen Bart bist du heute nichts. gif: giphy

5. Zum Glück haben Sie die Fax-Maschine übersprungen, sie war für die Füchse. Heute gibt es E-Mail. 

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Wie gesagt, ein Mist. gif: giphy

6. Grenzwächter stehen einem heutzutage nicht mehr im Weg, weil es sie nach «Schengen»  nicht mehr so richtig gibt.

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7. Man kann jetzt in einem Tunnel (!!!) von Frankreich nach England fahren. 

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Und so sieht das dann aus, wenn man von Folkestone nach Calais fährt. video: youtube/henryhvideofan

8. Die Käseunion wurde aufgelöst: Es gibt jetzt mehr Sorten als Greyerzer, Emmentaler und Sbrinz. 

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Allerdings besteht der Mond noch immer nicht aus Käse. Leider. gif: reddit

9. Die Groupies von Krokus sind nicht mehr so schön.

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Für immer und ewig. GIF: WATSON

10. Benissimo haben Sie leider verpasst, aber dafür moderiert Beni Thurnheer immer noch das Sportpanorama.

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Hier ein Stücklein Nostalgie: Der sturzbetrunkene Herr Keller gewinnt ein Auto: «Isch da garantiert? Aber häsch mini Adresse?»  video: youtube/beathochheuser

11. Wenn Sie irgendetwas aus dieser Liste nicht begreifen, Wikipedia ist die Lösung für alles.

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Die Verlinkungen auf Wikipedia sind wie ein Labyrinth, aus dem man nur sehr schwer wieder herausfindet. BILD: watson

12. Und übrigens: Die Energiewende ist da! – Irgendwie zumindest.

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Ein bisschen Geduld müssen wir noch haben. gif: giphy

Der Bundesrat will seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 doch keine zwei neuen Atomkraftwerke bauen. Aber die Laufzeit der bestehenden AKW wird jetzt auch nicht wirklich begrenzt, die alten unter ihnen sind auch schon längst über ihre ursprüngliche Lebenszeit von 40 Jahren hinausgeschossen. Aber he, Mühleberg soll schon 2019 vom Netz genommen werden.

Bis dahin sollte es aber total sicher sein, Sie können sich selbst vergewissern am «Tag des offenen Reaktors»:

Der hauseigene Geigerzähler überzeugt auch. 

Und beim AKW Mühleberg ist man auch offen für Vorschläge. Man kann also mit denen reden.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Müller 17.04.2015 11:35
    Highlight Highlight Keine Ahnung, wieso Camenischs Haftstrafe als Aufhänger für diese Fotostrecke herhalten muss ...

    Und dann: Die erste Frau im Bundesrat gabs vor mehr als 23 Jahren.

    Und warum bitteschön war das Fax für die Füxe? Fax war seinerzeit absolut super. Um das zu wissen, muss man damals freilich im arbeitsfähigen Alter gewesen sein, und nicht nur Papis Privatfax gekannt haben, der nutzlos vor sich hinstaubte, wie ich das mal unterstellen will.

  • Lutz Pfannenstiel 17.04.2015 09:25
    Highlight Highlight Nun gut, die Story mit "wie war das nochmal früher" zieht ja bekanntlich immer, weil es so schöne Jugenderinnerungen in uns weckt (gefühlte dreitausendmal habe ich in der letzten Zeit auf watson gelesen: "Du bist ein Kind der 80er, 90er, 00er, wenn du bla bla bla"). Wenn man jetzt das Ganze aber dazu benützt, um einem über Jahrzehnte inhaftierten Menschen vorzuhalten, was er in seinem Leben alles verpasst hat, dann ist das für mich nicht mehr lustig, sondern letztlich stil- und würdelos. So sehr Herr Camenisch seine Strafe verdient haben mag: Es gibt wahrscheinlich noch wichtigere Dinge, die er in seinem Leben nicht tun konnte, als Benissimo zu schauen.
  • Asmodeus 16.04.2015 22:01
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