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Zuger Regierungsrat Beat Villiger (CVP) nimmt Wahl trotz Affäre an



Der wiedergewaehlte Zuger Regierungsrat Beat Villiger von der CVPnlaesslich den Gesammterneuerungswahlen des Kanton Zug sowie der Stadt Zug vom Sonntag, 7. Oktober 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Beat Villiger Bild: KEYSTONE

Nach mehr als einer Woche hat der Zuger CVP-Regierungsrat Beat Villiger eine Entscheidung getroffen: Er will die Wahl annehmen und weiter «mit Freude und Elan» Regierungsrat sein. Er habe Fehler gemacht, aber nicht als Regierungsrat, sondern als Privatperson.

Die Auszeit seit der Wahl vom 7. Oktober, die Gespräche mit Familie und Partei sowie die vielen aufmunternden Zuschriften hätten ihn in der Überzeugung bestärkt, das Amt weiterzuführen, teilte er am Donnerstag mit.

Der Sicherheitsdirektor hatte bei der Wahl das drittbeste Resultat erzielt. Dies werte er als Vertrauensvotum der Zugerinnen und Zuger. Trotzdem habe er nicht sofort zur Tagesordnung übergehen wollen. Er habe die Situation mit seinem nächsten Umfeld und auch mit der Partei besprechen wollen und sich dafür eine kurze Auszeit genommen.

Affäre und uneheliches Kind

Der 61-jährige CVP-Regierungsrat geriet wenige Tage vor den Wahlen in die Schlagzeilen, weil er einer Frau ein Auto ausgeliehen hatte, obwohl diese keinen Fahrausweis besass. Ausserdem wurde der Vorwurf der Urkundenfälschung erhoben. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hatte daraufhin ein Verfahren geführt, dieses jedoch eingestellt.

Schliesslich gab Villiger am Wahltag in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» zu, dass er mit der Frau eine Affäre gehabt und eine gemeinsame Tochter habe. Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings viele Stimmberechtigte bereits gewählt.

Villiger bedauert die entstandene Verunsicherung in der Öffentlichkeit. Mit einer Stellungnahme zu den aufgeworfenen Fragen und mit der Veröffentlichung seiner Privatgeschichte am Wahlsonntag habe er Offenheit gegenüber der Öffentlichkeit gezeigt, schreibt er in seiner Mitteilung.

Parteikollege, Ständerat und Bundesrats-Kandidat Peter Hegglin stellte sich hinter Villiger. Wichtig sei, dass Villiger nichts Verbotenes getan habe. Ein uneheliches Kind sei nicht strafrechtlich relevant, sagte er am Dienstag gegenüber dem Internetportal Nau.ch.

Villiger ist verheiratet und hat drei Kinder mit seiner Ehefrau. Für ihn ist es die vierte Legislatur. (aeg/sda)

Die verschiedenen Parteien rüsten sich für die Wahlen 2019

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • peterpe 18.10.2018 16:48
    Highlight Highlight "Der Sicherheitsdirektor hatte bei der Wahl das drittbeste Resultat erzielt. Dies werte er als Vertrauensvotum der Zugerinnen und Zuger."

    Wirklich witzig, weil er die Geschichte erst am Wahlwochenende 'offen' gelegt hat - da waren schon fast alle Wahlcouverts eingeworfen.
    Mit einer superprovisorischer Verfügung hat er vorgängig journalistische Berichterstattungen verhindert. Die Diskussion über die Unregelmässigkeiten im Strafverfahren vertuscht er selber damit, dass er den privaten Teil der Story, welcher gerne privat bleiben darf, in den Vordergrund drängte.
  • RescueHammer 18.10.2018 13:33
    Highlight Highlight Was für eine Scheinheligkeit...! Natürlich, nichts Illegales hat der gute Mann getan, aber dass ein Politiker einer C Partei sich nicht an das 6. Gebot hält, disqualifiziert diesen und macht ihen moralisch untragbar! Wie soll man einem solchen Menschen vertrauen schenken?
  • Corgon15 18.10.2018 13:27
    Highlight Highlight Ich finde die Briefwahl ja super. Nur in diesem Fall habe ich zu früh gewählt gehabt. Und ja, es geht nicht um das uneheliche Kind an sich sondern das drumherum.
  • Tavares 18.10.2018 13:09
    Highlight Highlight Das Problem ist ja nicht die Affäre oder das uneheliche Kind.
    Sondern der Umgang damit. Ein Politiker muss vertrauenswürdig sein. Und seine Kommunikation war alles andere, die superprovisorische Verfügung gar ein bewusstes Vertuschen. Das gehört meiner Meinung nach nicht zu einem Regierungsrat.
  • Alex_Steiner 18.10.2018 11:15
    Highlight Highlight Das C in CVP ist ihm anscheinend nicht besonders wichtig.
    • Hosenabe 18.10.2018 12:16
      Highlight Highlight Das C steht doch schon lange nicht mehr für christliche sondern für Cash...
    • Redly 18.10.2018 12:39
      Highlight Highlight Charakter hat man oder nicht.
      Hier ist es offensichtlich.

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