Schweiz
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Die Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin am Donnerstag 29. Januar 2015 im Zuger Kantonsrat im Regierungsgebaude von Zug. Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Huerlimann will trotz der Sex-Affaere und den Ermittlungen gegen ihn nicht aus dem Parlament zuruecktreten. Er sei es seinen Waehlern schuldig, jetzt gute Parlamentsarbeit zu leisten, sagte er am Donnerstagmorgen vor der Ratssitzung. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Jolanda Spiess-Hegglin hat die nächste Anzeige am Hals: Hürlimann zeigt sie wegen Ehrverletzung an. 
Bild: KEYSTONE

Wegen Ehrverletzung: Hürlimann zeigt Spiess-Hegglin erneut an

Keine Ruhe im Zuger Sex-Fall: SVP-Politiker Markus Hürlimann zeigt die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin erneut an. Diesmal wegen Ehrverletzung. Diese will #nichtschweigen. 



Seit jenem verhängnisvollen Abend an der Zuger Landammannfeier im Winter 2014 decken sich diese zwei mit Anzeigen ein. Jetzt hat Markus Hürlimann die Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin wegen ihres Auftrittes bei Schawinski angezeigt. Er macht Ehrverletzung geltend.

Publik machte es die 35-Jährige gleich selber: «Danke für die x-te Anzeige. Es gibt bestimmt Leute, welchen du damit schaurig Eindruck machst. Mir nicht so», schreibt Spiess-Hegglin am Montag auf Facebook

Dazu setzt sie den Hashtag #nichtschweigen. Genau deswegen hat die die Anzeige am Hals: Obwohl das Verfahren gegen Hürlimann eingestellt wurde und Hürlimann somit als unschuldig gilt, äusserte sie sich Anfang Monat in der SRF-Sendung «Schawinksi» wiederholt recht eindeutig zum Fall. 

«Man hat keine Freude, sich an einer Frau zu vergehen, die einfach da liegt», sagte sie beispielsweise gemäss Blick. Obwohl keine Spuren dafür gefunden wurden, ist sie überzeugt Opfer von K-O-Tropfen geworden zu sein. 

Gegen Spiess-Hegglin läuft noch eine ältere Anzeige von Hürlimann wegen Verleumdung und übler Nachrede. Spiess-Hegglin hat aber selber auch noch Rechnungen offen. Sie hat den stellvertretenden Chefredaktor der «Weltwoche» Philipp Gut und den SVP-Stadtparlamentarier Mario Schmitt ebenfalls wegen Ehrverletzungsdelikten angezeigt. Ausserdem fordert sie vom «Blick» eine halbe Million Franken Entschädigung. (rar)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • amzi3103 26.03.2016 01:28
    Highlight Highlight ich check irgendwie nicht wieso sich JSH nun strafbar gemacht haben soll? Hürlimann hat sie ja offenbar schon wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Was hat sie denn nun neues verbrochen? sie hat ja in der Sendung im Prinzip nichts neues gesagt. Und wenn sie über das Geschehene reden will, soll sie doch. ich sehe den Sinn seiner Anzeige irgendwie nicht. selbst wenn niemand mehr über das Thema sprechen würde; seinen Namen werden die Leute doch sowieso immer mit dem Thema Sex-Affäre und JSH assoziieren. das kann man (leider) nicht einfach mal ändern.
  • Spooky 24.03.2016 17:30
    Highlight Highlight Die damals noch Grüne Jolanda Spiess-Hegglin wurde vom damaligen SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli aufs Gröbste beschimpft. Er nannte Jolanda Spiess-Hegglin in der TV-Sendung SonnTalk "ein ausgekochtes Luder". Hürlimann sprach äusserst beschönigend von "Fremdküssen". Es ist sonnenklar, dass viele Leute, sowohl Linke als auch Rechte, diese mutige Frau zum Schweigen bringen wollen. Es ist gut, dass sich Jolanda Spiess-Hegglin nicht zum Schweigen bringen lässt. Das fehlte noch!
  • Angelo C. 24.03.2016 11:46
    Highlight Highlight Unnötig, zu erwähnen, dass sowohl das Konterfei, wie das Wesen dieser unsäglichen Dame, bei zahlreichen Menschen nur noch Ekelgefühle hervorruft, zumal die gerichtsrelevanten Fakten bekannt sind.

    Für wenig Informierte (so es die überhaupt noch gibt 😂) sei das Studium ihres Auftretens, der lernresistenten Aussagen, der durchschaubaren Mimik zur Behebung dieses Defizits der Podcast der kürzlichen, entlarvenden Schawinski-Sendung wärmstens empfohlen:

    http://www.srf.ch/play/tv/schawinski/video/gast-ist-die-zuger-politikerin-jolanda-spiess-hegglin?id=8870eeba-342f-43f9-a2ad-de3198c19573
    • Martiis 24.03.2016 12:29
      Highlight Highlight Wer das Konterfei und das Wesen dieser Dame nicht erträgt, ist selbst Schuld, wenn er sich auch noch eine ganze Sendung mit ihr geben muss, obwohl nicht mal neue Fakten genannt werden. Aber klar, sich beschweren über die Aufmerksamkeit, die sie erhält, sie aber im selben Atemzug promoten.
    • FrancoL 24.03.2016 13:46
      Highlight Highlight @Cappuccino; Schawinski hat nebst gute Seiten auch etliche Aussetzer. Wenn es ihm nicht recht in den Cham passt kann er einen miserablen Interviewer abgeben.

      Allerdings finde ich den Post von Angelo C. mehr als nur überheblich, spielt er sich da als grosser Mimikleser und Verhaltenspsychologe auf, ohne die Qualifikation zu haben.
      Seine Schnellschlüsse sind sichtlich schlechter als das nicht unbedingt professionelle Verhalten von Schawinski.
    • Angelo C. 24.03.2016 14:17
      Highlight Highlight FrancoL. und Anhang : Lebenserfahrene ältere Menschen mit viel psychologischer Berufserfahrung sind sehr wohl imstande, sich durch Mimik und allgemeines Gebahren ein einigermassen schlüssiges Bild über Charaktereigenschaften von sehr oft gezeigten Personen zu verschaffen. Wer nicht dazugehört, ist selbst schuld oder noch recht jung, bezeichnet diejenigen die's können als überheblich 😉!

      Fakt ist, in der Retrospektive betrachtet, dass sich die Dame oft gerne in Halbwahrheiten und Unterstellungen gefiel, um ihrem Gatten bei der Heimkehr am späten Vormittag eine valable Ausrede zu präsentieren

    Weitere Antworten anzeigen
  • Cloudpanther 24.03.2016 11:45
    Highlight Highlight Was viel bei diesem Thema vergessen, ist dass Herr Hürlimann zwar freigesprochen wurde, aber dies nicht heisst, dass er unschuldig sein muss. Ein Freispruch bei Sexualdelikten heisst nur, dass nicht genügend Beweise bestanden haben oder es Aussage gegen Aussage ist. Unser Justizsystem heisst immernoch in dubio pro reo.
    Hört daher auf Herr Hürlimann als unschuldiges Opfer darzustellen, es gibt lediglich nicht genügend Beweise (die auch sehr schwer zu Erbringen sind bei Sexualdelikten).
    • Hierundjetzt 24.03.2016 12:26
      Highlight Highlight Aha. 2016: Wir biegen uns 2000 Jahre gewachsene Rechtssprechung einfach malso zurecht, damit es in unsere 1 Dimensionale Welt passt.

      In dubio usw. heisst in zivilrechtlichen Verfahren, dass die Anzeigeerstatterin keine ausreichend belastbaren und gerichtlich verwertbaren Fakten liefern konnte

      Klar?
    • satyros 24.03.2016 13:34
      Highlight Highlight Nein, nichts ist klar. Hier werden beiderseits allerlei Ungenauigkeiten und Halbwahrheiten verbreitet.

      1. Handelte es sich nicht um ein Zivil-, sondern ein Strafverfahren. Es oblag somit nicht der Anzeigeerstatterin, Beweismittel zu liefern, sondern den staatlichen Untersuchungsbehörden. Im Zivilverfahren spricht man im Übrigen nicht vom in dubio-Grundsatz, sondern von der Beweislastverteilung.

      2. Befand sich das Verfahren noch im Untersuchungsstadium, so dass nicht der Grundsatz in dubio pro reo (wie vor Gericht) galt, sondern in dubio pro duriore: Im Zweifel ist Anklage zu erheben.
    • satyros 24.03.2016 13:39
      Highlight Highlight Zweiter Teil:
      Die Anklagebehörde hat mit ihrer Einstellungsverfügung ausgesagt, dass eben kein Zweifel mehr besteht, sondern sie es als sicher erachtet, dass keine Straftat stattfand. Hätten darüber Zweifel bestanden, hätte sie eine Anklage beim Gericht erheben müssen und dieses hätte im Zweifelsfall freigesprochen.

      Spiess-Hegglin hätte gegen diese Verfügung Beschwerde führen können. Hat sie aber nicht.

      Aber egal: Ob gerichtlich freigesprochen oder Verfahrenseinstellung ändert nichts daran, dass Hürlimann strafrechtlich als unschuldig gilt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vinnie 24.03.2016 11:04
    Highlight Highlight Leute, wie könnt ihr die Frau Hegglin angreifen und verurteilen? Ihr habt keine Ahnung (ich auch nicht) was diese Nacht passiert ist.

    Lest euch mal den Vice-Artikel durch, er zeigt wie sehr die ganze Geschichte zum Himmel stinkt:
    https://stefanthoeni.ch/index.php/2015/09/24/fragen-die-wir-zur-zuger-sexaffare-noch-stellen-mussen/

    Da lief ganz viel Falsch bei der Untersuchung im Spital.
    • Patrick Felder 24.03.2016 11:27
      Highlight Highlight Noch anzumerken, dass der Artikel unter schwerer Androhung von juristischen Konsequenzen seitens der Zuger Justizbehörde von Vice vom Netz genommen wurde. Zu den schweren Widersprüchen und eindeutigen Fehlleistungen haben sie sich aber bis heute nicht geäussert.
    • Hierundjetzt 24.03.2016 14:01
      Highlight Highlight ...weil der Artikel als Paradebeispiel für Recherche-Arbeit gilt?

      Oder doch eher, weil Herr / Frau Texter komplett alles aus den Fingern gesogen hat?hm?

      Das Bundesgericht hat extrem hohe Hürden für den Angriff auf die Pressefreiheit festgelegt. Das ist sehr gut so!

      Märchen werden nicht geschützt.
  • LeChef 24.03.2016 10:04
    Highlight Highlight Wann hört das endlich auf? ... Bitte...?
    • Patrick Felder 24.03.2016 11:23
      Highlight Highlight Wenn die Leute aufhören, die Artikel zu lesen (also nicht so wie du) wird das mediale Interesse daran schnell verschwinden. Aber wenn unter jedem Artikel immer 20-30 Kommentare zu finden sind wie "bitte endlich Ruhe", " will doch eh keiner wissen" und "hört auf darüber zu berichten" erreicht ihr genau das Gegenteil damit.
  • lily.mcbean 24.03.2016 09:26
    Highlight Highlight Obwohl ich dieser Farce kaum glauben schenke ist es doch unglaublich wie auf der Jolanda rumgehackt wird, und der Hürlimann ist ja das arme Opfer. Wir wissen ja im Endeffekt nicht wer lügt, und das jezt die Jolly hier so fertiggemacht wird (auch von der eigenen Partei) zeigt wieder einmal das wir von der Gleichstellung von Mann und Frau weit entfernt sind- oder hat der Hürlimann etwa ähnliche Probleme?
    • Kronrod 24.03.2016 09:49
      Highlight Highlight Was wirklich geschehen ist, wissen wir nicht. Was wir aber wissen, ist dass sie entgegen aller Ratschläge von Kommunikationaexperten die Geschichte immer wieder in die Öffentlichkeit trägt. Das darf man durchaus kritisieren. Schlussendlich schadet sie sich damit vor allem selbst.
    • Daylongultra 24.03.2016 09:53
      Highlight Highlight Bei Vergewaltigungen, sexueller Belästigungen, etc ist in der Tat ein massiver Mangel an Gleichberechtigung vorhanden. Aber sicher nicht zu Lasten des weiblichen Geschlechtes ;-)

      Sie haben recht, was wirklich passiert ist wissen nur die beiden, und interessieren sollte es nur die Behörden. Das Problem bei JSH sehe ich eher in ihrem Drang alles an die Öffentlichkeit zu tragen (#‎nichtschweigen). Das kommt immer mal wieder lächerlich rüber, wie auch hier: Hürlimann wegen der Ehrverletzungsanzeige anmachen aber selbst noch zwei offen haben. Dabei war doch schon fast Gras über die Sache gewachsen
    • Martiis 24.03.2016 11:12
      Highlight Highlight Tatsache ist leider auch, dass das Verfahren ziemlich schlampig geführt wurde. (Blutabnahme erst nach Stunden, keine Speicherkarte im Fotoapparat, keine Auswertung von DNA-Spuren eines möglicherweise weiteren Involvierten, erwiesene aber folgenlose Falschaussagen von SVP-Mitgliedern in Protokollen usw.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 24.03.2016 09:25
    Highlight Highlight Recht hat er. Wieviel Geschirr will diese Frau eigentlich noch zerschlagen!?
    • Walter Sahli 24.03.2016 09:59
      Highlight Highlight So sicher wie Du Dir bist, dass die Frau schuld hat, so sicher ist sich die Frau, dass sie Opfer ist. Im Gegensatz zu Dir war die Frau allerdings dabei...
    • Calvin Whatison 24.03.2016 11:35
      Highlight Highlight zum Glück war ich in besagter Nacht nicht dabei. Schon nur der Gedanke lässt mich erstarren...
    • Martiis 24.03.2016 12:04
      Highlight Highlight Immerhin ist sie damit ehrlicher als der vermeintliche Fremdküsser. Und dass sie ständig in den Medien ist, ist bei weitem nicht nur ihre Schuld. Der Bienenzüchterverein würde sich nämlich ganz gerne öfter zum Bienensterben äussern, aber keine Sau liest solche Artikel, deswegen erscheinen sie nicht.
  • penpusher 24.03.2016 08:52
    Highlight Highlight Danke Joli, so steht Zug mal nicht nur wegen Steuern, Glencore etc. in den Medien. Eishockey haben wir ja auch schon keins mehr. ;-)
    Obwohl, weiss nicht, ob's so positiv ist...
    Wie wärs mal mit einem Artikel über unseren Sonnenuntergang am See oder so? Wär bestimmt spannender. :-)
  • koks 24.03.2016 08:28
    Highlight Highlight die spiess-hegglin ist sowas von peinlich. wie lange will die frau noch das arme verkannte opfer spielen?
    • Walter Sahli 24.03.2016 09:36
      Highlight Highlight Wie lange würdest denn Du kämpfen, wenn Du überzeugt wärst, dass Dir schlimmes Unrecht widerfahren ist und Du von irgendwelchen Koksnasen, die ihre Infos nur aus der Presse beziehen, verurteilt und als peinlich bezeichnet würdest?
    • Baba 24.03.2016 09:52
      Highlight Highlight Haben Sie den Artikel nicht gelesen? Nicht sie hat angezeigt, sie wurde von Hürlimann angezeigt!
  • Santale1934 24.03.2016 08:20
    Highlight Highlight Bitte...! :(
    Benutzer Bildabspielen
  • elivi 24.03.2016 08:13
    Highlight Highlight Oh ja herzlichen dank auch Herr Hürlimann, ich hab das ganze schon fast vergessen! Darf man natürlich nicht, die Welt MUSS wissen dass Sie eigentlich voll geil sind im Bett und keiner darf sowas einfach vergessen.
    • koks 24.03.2016 08:24
      Highlight Highlight nicht der hürlimann hat die anzeige in die presse gebracht, sondern die hegglin. alles klar?
      und hegglin hat öffentlich den fall wieder breitgetreten im fernsehen, wo sie den hürlimann verleumdet hat. auch klar?
    • Walter Sahli 24.03.2016 10:18
      Highlight Highlight Seit wann ist Facebook "die Presse"?
  • Wilhelm Dingo 24.03.2016 08:08
    Highlight Highlight Lächerlich, und solche Menschen sitzen im Kantonsrat. Hey, wacht auf bei der nächsten Wahl.

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