Schweiz
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Der Import von Baumwolle ist mitverantwortlich für die schlechte Ressourcen-Bilanz der Schweiz. bild: montage watson / shutterstock

4 Dinge, die du über den Overshoot Day in der Schweiz wissen musst

Heute hat die Welt den Overshoot Day erreicht. Die Schweiz lebt bereits seit dem 9. Mai auf Ökopump. Die Erklärung in vier Punkten.



Wie schneidet die Schweiz ab?

Was die ganze Welt heute erreicht hat, hat die Schweiz bereits am 9. Mai getan. Sie hat die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die ihr eigentlich für das ganze Jahr zur Verfügung stünden und die Welt innert eines Jahres wiederherstellen kann. Das bedeutet: Um den Verbrauch der Schweiz zu decken, wären für dieses Jahr drei Planeten nötig. Und: Seit Mai leben wir auf Kosten anderer – vor allem künftiger Generationen.

Mit unserem Ressourcen-Verzehr liegen wir drei Monate über dem weltweiten Durchschnitt. Noch vor der Schweiz haben jedoch europäische Länder wie Luxemburg (16. Februar), Dänemark (29. März), Schweden (3. April), Finnland (6. April) oder Deutschland (3. Mai) den sogenannten Overshoot Day erreicht.

Wie hat sich die Schweiz seit 1970 entwickelt?

Es war nicht immer so, dass die Schweiz innerhalb von vier Monaten die Ressourcen fürs ganze Jahr aufbrauchte. 1970, in dem Jahr als die Welt zum ersten Mal auf Pump lebte, hatte die Schweiz ihre Guthaben Mitte August verbraucht. Bis in die 90er-Jahre wurden immer mehr Ressourcen verbraucht. Ab 2012 konnte das kritische Datum jedoch wieder leicht zurückgedrängt werden.

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bild: watson

Die leichte Verbesserung könnte laut Experten unter anderem mit der Verminderung des CO2-Ausstosses zusammenhängen. Denn dieser ist seit 1990 um 14 Prozent gesunken. 2017 betrug er 4,5 Tonnen CO2 pro Kopf, 1990 waren es noch 6,7.

Warum braucht die Schweiz so viele Ressourcen?

Trotz allem: Die Schweiz braucht mehr Ressourcen, als ihr die Natur zur Verfügung stellt. Drei Bereiche sind gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) hauptsächlich dafür verantwortlich: Ernährung, Wohnen und Mobilität. Sie machen 70 Prozent der Umweltbelastung des Schweizer Konsums aus.

Die grösste Umweltsünde der Schweiz sind ihre CO2-Emissionen. 2016 machten diese rund 74 Prozent des Schweizer Fussabdrucks aus. Das hängt unter anderem mit dem Flugverkehr zusammen: Schweizer fliegen im Schnitt doppelt so viel wie der Rest von Europa. Ausserdem stiegen die Treibhausgas-Emissionen durch den Import von Waren und Dienstleistungen immer mehr an.

Ein weiterer Faktor für die schlechte Ressourcen-Bilanz der Schweiz ist der Import von Rohstoffen. Im Jahr 2015 machten laut einer Studie des BAFU Erze 17 Prozent des Material-Fussabdrucks aus.

Auch beim Wasser-Fussabdruck der Schweiz spielt der Import eine zentrale Rolle. Der grösste Anteil dieses Fussabdrucks wird in den USA verursacht, dies hauptsächlich wegen des dortigen Mandelanbaus. In Indien hingegen wird das Wasser für die Baumwollproduktion genutzt. Spanien verbraucht viel Wasser für den Traubenanbau. Der daraus produzierte Wein landet dann in den hiesigen Verkaufsregalen.

Was will die Schweiz dagegen tun?

Mit dem revidierten Energiegesetz will der Bund bereits nächstes Jahr den Gesamtenergieverbrauch pro Person um 16 Prozent senken. Ausserdem sollen künftig 6 Prozent der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Das Gesetz verbietet zudem den Bau von neuen AKWs.

Ab 2020 gilt für neu zugelassene Personenwagen ein Austoss-Zielwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer. Allgemein will man die CO2-Emissionen im folgenden Jahr um mindestens 20 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 senken.

Dazu unterstützt der Bund energetische Sanierungen neu mit 450 Millionen statt 300 Millionen Franken pro Jahr. Denn durch die Erneuerung von Fassaden- und Dachdämmungen, Heizungen oder den Einsatz von Solar-Panels kann ein grosser Teil der Energie eingespart werden.

Ausserdem fördert der Bund mit dem Technologiefonds Innovationen, die Treibhausgase oder den Ressourcenverbrauch reduzieren, den Einsatz erneuerbarer Energien begünstigen und die Energieeffizienz erhöhen. 25 Millionen Franken fliessen von den CO2-Abgaben in diesen Topf.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 31.07.2019 07:25
    Highlight Highlight Gut, dass solche Informationen allmählich ins Bewusstsein auch jener Leute einsickern, die nach Sichtung der Wirtschaftszahlenm wie BIP, SMI, DAX, Lebenserwartung, etc. immer davon ausgingen, dass es IMMER BESSER ginge und dass der allgemeine Fortschritt zu immer mehr Wohlstand und Zufriedenheit führe.
    Diese "Ökonomen-Blindheit" von Leuten die gleichzeitig sehr gescheit und unglaublich dumm sind, weil sie es tunlichst vermeiden, die "Kehrseite der Medaille" anzuschauen, indem sie sich "der Natur" und "der 3.Welt" zuwenden, macht mich sehr wütend!
    Denn damit verdienen die sehr viel Geld...
  • dmark 30.07.2019 18:58
    Highlight Highlight Als Anmerkung zu dem oben genannten Wasserverbrauch für Baumwolle...
    Es wäre für die Welt um einiges besser, wenn man die Baumwolle z.B. durch Hanf ersetzen würde. Man betrachte u.a. den Aralsee, welcher durch die Wasserentnahme seiner Zuflüsse (Baumwolle und Reis) nun fast verschwunden ist.
    Für nur 1 kg Baumwolle werden weltweit im Durchschnitt ca. 11.000 Liter Wasser benötigt... Das muss man sich mal vor Augen halten.
    Ebenso müssten auch weit weniger Pestizide eingesetzt werden, weil Hanf längst nicht so empfindlich ist, wie Baumwolle - stabiler sind die Fasern allemal.
    • rodolofo 31.07.2019 07:29
      Highlight Highlight Schade.
      Ich finde Baumwolle super!
      Aber Bio-Fair Trade-Baumwolle muss es schon sein.
    • dmark 31.07.2019 15:28
      Highlight Highlight Schon... Nur verbraucht man halt auch für die fair gehandelte Baumwolle so viel Wasser. Der Unterschied besteht nur darin, dass der Produzent (und hoffentlich auch die Arbeiter) entsprechend "fair" entlohnt werden.
  • Cello65 30.07.2019 18:41
    Highlight Highlight ...... Der grösste Anteil dieses Fussabdrucks wird in den USA verursacht, dies hauptsächlich wegen des dortigen Mandelanbaus......

    Das heisst ab sofort werden Mandelgipfel verboten🥺

    Sorry aber hier sollte besser recherchiert werden
  • Shikane 30.07.2019 08:02
    Highlight Highlight Liebe Politiker macht mal die unnötigen Kurzstreckenflüge teuer, dann hört das von selbst.
  • Freddie Quecksilber 30.07.2019 00:16
    Highlight Highlight 6% der Stromproduktion soll aus erneuerbarer Energie kommen? Ist nicht schon mehr als die hälfte mit Wasserkraft
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 10:36
      Highlight Highlight Doch, da hast du recht. Rund 60% der Stromproduktion kommen aus der Wasserkraft. Nur lässt sich Wasserkraft nicht komplett zu erneuerbaren Energien zählen, da der Eingriff in die Natur je nach Grösse des Kraftwerks enorm sein kann. Auch bei Windrädern und anderen erneuerbare Kraftwerken muss natürlich etwas Natur "zerstört" werden, jedoch ist die betroffene Fläche viiieeel kleiner.
      Deshalb werden die erneuerbaren Energien je nach Definition auf Solar, Windkraft, Geothermie und Biomasse reduziert.
    • atorator 30.07.2019 10:54
      Highlight Highlight Über 60 Prozent Wasserkraft aktuell. Richtig.
    • atomschlaf 30.07.2019 12:36
      Highlight Highlight @otto3000: Natürlich zählt Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien.

      Und die negative Beeinflussung der Umwelt ist bei Windkraft noch deutlich höher als bei Wasserkraft.

      Informier' Dich mal, wie in Deutschland Wälder abgeholzt werden um Platz zu schaffen für die "umweltfreundliche" Windkraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapientia et Virtus 30.07.2019 00:05
    Highlight Highlight Man muss die Ressourcen als Kapital ansehen. Momentan braucht die Welt Ressourcenkapital, weil sie massiv überbevölkert ist. Also macht sie das Vernünftige und leiht sich Kapital; sie muss nur schauen, dass sie nicht überschuldet wird. Währenddessen bringen langfristige Kostensenkungen (Eindämmung des Bevölkerungswachsrtums) mehr als jede kurzfristige Sparwut.
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 10:43
      Highlight Highlight Die Ressource als Kapital zu sehen ist ein weit verbreiteter Ansatz in der Nachhaltigkeitsforschung. Es gibt jedoch eine wichtige Unterscheidung: Ist das Kapital substituierbar oder nicht? Darf ich die Meere leer fischen, solange der Ertrag (Finanzkapital) höher ist, als der Wert der natürlichen Ressource Fisch? Wenn nicht, dann müssen verschiedene Kapitalarten getrennt betrachtet werden und man spricht von "strong sustainability". Sonst ist es "weak sustainability". Natürlich ist es enorm schwierig der Natur einen Wert zu geben. Doch hier passiert sehr viel Forschung.
      Liebe Grüsse
      otto
  • derlange 29.07.2019 22:45
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn wir mal alle für 365 Tage auf das Flugzeug verzichten.
    Meetings kann man auch mal per Skype abhandeln, Besichtigung mal mit einem gutem Video usw. (da darf man auch etwas Kreativität walten lassen...)
    Und statt das wir unserem Lebensmittel aus den Ausland kaufen, kaufen wir lokal beim Landwirt ein. Fragt doch mal den Bauern.... der verkauft euch gerne was.

    Braucht es dafür Gesetze? Nein, einfach gesunder Menschenverstand.
  • dmark 29.07.2019 22:30
    Highlight Highlight Und wieder sind die Deutschen vor der Schweiz... ;)

    Sorry, blitzt mich - aber der musste einfach sein.
    • Fiu 30.07.2019 08:45
      Highlight Highlight Da hst du vollkommen Recht und das sind auch viel mehr Menschen aber egal ;-)
  • Posersalami 29.07.2019 22:18
    Highlight Highlight In 29 Jahren den Overshoot Day vom 7.12 auf den 29.7 verschoben, Respekt!

    Ich vermute, dass das nicht mehr lange gut geht und ich den Tag noch erleben werde.
    • rodolofo 31.07.2019 07:38
      Highlight Highlight Gestern sah ich einen Film über Kolumbien:
      Die Kleinbauern wurden von ihrem Land vertrieben, durch das Militär und mit ihnen verbundene paramilitärische Todesschwadronen, die grauenhafte Massaker und Bombardierungen anrichteten.
      Das Ziel dieser Kriegsverbrechen ist klar:
      Noch mehr Land für die Grossgrundbesitzer und Multinationalen Konzerne, die mit ihrer Agro-Industrie und mit ihren Minen die Ressourcen plündern, exportieren, stinkreich werden und die Natur vergiften und zerstören...
      https://www.arte.tv/de/videos/076645-000-A/kolumbien-der-lange-weg-zum-frieden/
  • DJ77 29.07.2019 22:14
    Highlight Highlight Ich denke das dies genau die Prüfung der Spezies Mensch auf diesem Planeten wird. Wenn wir mit den Ressourcen der dieser Planet bietet nicht umgehen können, haben wie es nicht verdient zu überleben. Der Mensch existiert seit 300'000 Jahren und die Erde 4400'000'000 Jahre. Wir haben es in weniger Generationen geschaft den Planeten auszubeuten und zu verändern wie keine andere Spezies. Und nun haben wir noch ca. 2 Generationen Zeit dies zu ändern und nicht unseren EINZIGEN Lebensraum zu zerstöhren.
    Dies hat nichts mit Grüner Denkweise oder Panikmache zu tun sondern basiert auf Fakten..
  • Turicum04 29.07.2019 22:00
    Highlight Highlight Es ist einfach echt voll geil, wie wir leben können! Leute, geniesst es!
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 11:22
      Highlight Highlight Manchmal denke ich auch so wie du. Warum soll ich mich um die Umwelt kümmern, wenn ich selber ein geiles Leben haben kann?

      Dann besinne ich mich aber wieder - aus zwei Gründen:

      1. möchte ich, dass zukünftige Generationen auch ein tolles Leben leben können.

      2. habe ich langsam etwas Angst, dass wir durch unseren Lebensstil viel grössere Umweltkatastrophen auslösen, als bisher prognostiziert wird, und das auch in viel näherer Zukunft. So, dass es uns auch hier in der schönen, sicheren Schweiz richtig hart trifft.

      Deshalb: Sparsam und ressoucenschonend Leben, ohne grosse Komforteinbussen.
  • atomschlaf 29.07.2019 21:48
    Highlight Highlight Wir sind global betrachtet reich.
    Reiche verbrauchen mehr Ressourcen.
    Kein Grund sich zu sorgen oder zu schämen - im Gegenteil!
    • Firefly 29.07.2019 22:11
      Highlight Highlight Nun der Ressourcenverbrauch muss sinken sonst gehts nicht mehr. Das heisst nach deiner Logik also die Latte muss rauf. Nur noch Super-Reiche dürfen viel Ressourcen verbrauchen ohne sich zu schämen und die Noraml-Reichen müssen verzichten. Kein Grund zum Jammern.
    • The IT Guy 29.07.2019 23:11
      Highlight Highlight Was?? Wenn wir so reich sind, haben wir ja genug Ressourcen die Welt zu retten. Oder? (Oh warte..)
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 16:30
      Highlight Highlight Es geht hier ja nicht darum, sich zu schämen. Es geht darum, dass wir als reiches Land, das den Reichtum jahrzehntelanger Umweltverschmutzung zu verdanken hat, die Verantwortung haben zu handeln. Dies können wir an zwei Orten tun:

      1. Im Inland: Einsparungen (wo möglich), Effizienzsteigerungen, Ausbau Erneuerbarer usw.

      2. Im Ausland: Entwicklungshilfe, damit Entwicklungsländer auf dem Weg zu mehr Reichtum nicht im selben Ausmass Schadstoffe emittieren müssen, wie wir dies taten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 29.07.2019 21:47
    Highlight Highlight Und wie wird dieses Limit genau berechnet?
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 11:31
      Highlight Highlight https://www.overshootday.org/newsroom/media-backgrounder/#3

      Auf dieser Webseite ist es beschrieben. Habe dir noch den Screenshot des entsprechenden Abschnitts hier angehängt.
      Benutzer Bild
  • RhabarBär 29.07.2019 21:44
    Highlight Highlight Jeder will ein Auto heutzutage: Mami hat eines, Bappi auch eines und der Sohn/die Tochter auch. Und die Katze fährt nur noch Elektroscooter, sie ist ja modern. Und daneben haben wir noch je ein Handy oder zwei, einen Laptop, ein Ipad und ein Dutzend Gadgets. Wir wollen jedes Jahr 6000km in die Ferien reisen und 3 oder 4 Städtereisen unternehmen. Und ja, Fleisch muss sein. Jeden Tag. Und immer das Neueste, Beste! Wegwerfen, bevor es kaputt ist. Oder wegwerfen ohne Reparatur. Lohnt sich ja nicht... schöne Zeiten.
  • Gonzolino_2017 29.07.2019 21:41
    Highlight Highlight Damit ich das richtig verstehe: Weil wir praktisch keine eigenen Ressourcen haben und deshalb vieles Importieren müssen, sind wir hochgerechnet eines der schlechtesten Länder und erreichen den Overshoot Day deshalb früher? ... und die Baumwolle ist mitverantwortlich dafür? Und noch schlimmer sind deshalb Schweden und Norwegen - also die immer genannten Vorzeigestaaten zBsp bezüglich E Mobilität!? Sorry, aber ihr habt sie doch nicht mehr alle, wenn ihr diesen Schwachsinn glaubt! Wir müssen handeln, aber nicht aufgrund solcher schwachsinnigen Berechnungen!
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 11:39
      Highlight Highlight Fakt ist, dass wir massiv über unseren Verhältnissen leben, verglichen mit was uns die Natur in der Schweiz zur Verfügung stellt. Deshalb müssen wir, wie du selbst sagst, handeln.
      Unsere Aufgabe ist es, uns soweit wie möglich zu verbessern. Wir werden jedoch nie erreichen, dass wir nur eine Erde verbrauchen. Dafür leben schlicht zu viele Menschen im Vergleich zur Landesfläche in der Schweiz.

      Solche "schwachsinnigen" Berechnungen kann man gerne hinterfragen. Doch ist der Sensibilisierungsaspekt nicht zu unterschätzen und es verdeutlicht einfach und klar, dass wir nicht so weitermachen können.
  • Magenta 29.07.2019 21:11
    Highlight Highlight Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hätte ich nichts dagegen, wenn sich der Homo sapiens sapiens schnellstmöglich selbst ausrottet. Die Erde wird sich auch ohne die sogenannte Krone der Schöpfung weiterdrehen - mit weit weniger Problemen und Grausamkeiten. Jeder sollte mal "Eine kurze Geschichte der Menschheit" gelesen haben. Ist man mit dem Buch durch, hofft man durchaus, die Geschichte der Menschheit möge kurz bleiben...
    • Bildung & Aufklärung 29.07.2019 21:24
      Highlight Highlight Ich verstehe deine Denkweise prinzipiell. Fatalitismus mit Zynismus und Misantrophie gepaart. Es fällt einem auch schwer dem nicht zu verfallen, wenn man viele Mitbürger und ihr zerstörerisches, egoistisches Handeln betrachtet. Jedoch ist die Auslöschung unseres Lebens und unserer Art komplett entegen unserer Natur, unserem Instinkt und Trieb. Würdest du dann gerne (qualvoll) sterben? Und dein Kinder dazu? Wir sollten doch nicht in solche Denkmuster verfallen, sondern die Energie für einen blühenderen, gesünderen und besseren Planeten mitsamt uns und allen Mitlebewesen einsetzen!
    • Magenta 29.07.2019 23:10
      Highlight Highlight Ich habe kein Wort davon geschrieben, dass irgend jemand qualvoll sterben soll. Den Zynismus kannst Du gelinde stecken lassen, ich nenne es Vernunft und Liebe zur Umwelt. Und ich bin auch alles andere als ein Misanthrop! Ich engagiere mich in Frewilligenarbeit mit älteren Menschen, mit Bedürftigen/Randständigen und auch mit Kindern. Ich für meinen Teil habe mich jedoch aufgrund der Überbevölkerung bewusst gegen Kinder entschieden. Einen Fortpflanzungstrieb habe ich mein Leben lang noch nie besessen. Spass und Sex kann man auch sonst haben. 😉
    • Bildung & Aufklärung 30.07.2019 00:18
      Highlight Highlight Ich denke, wir verstehen uns. Aber wie stellst du dir vor, wie das von dir genannte Ausrotten des Homo Sapiens Sapiens denn vonstatten ginge? Das wird im Falle der Fälle sehr blutig, sehr düster und sehr, sehr qualvoll... Darauf wollte ich hinaus. Schauen wir mit aller Kraft, dass wir dieses unvorstellbare Horrorszenario nie und nimmer soweit kommen lassen. Der Fortpflanzungstrieb ist übrigens prinzipiell schlichtweg Natur und nebst dem Überleben DER Hauptinstinkt einer jeden Spezies. (Was angesichts der heutigen Masse an Menschen nicht heisst, dass man ihm blindlings erliegen muss)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bildung & Aufklärung 29.07.2019 21:03
    Highlight Highlight Warum müssen eigentlich auch alle diejenigen unter dem Verhalten der Gierigen leiden, welche sinnvoll mit unserer Umwelt umgehen? Ist das gerecht? Und sollten wir nicht Gerechtigkeit so gut es geht anstreben?
    • DJ77 29.07.2019 22:22
      Highlight Highlight Das nennt sich Kapitalismus.
    • Ganzheitlich Nachhaltig 30.07.2019 12:11
      Highlight Highlight @Bildung & Aufklärung: Bin genau deiner Meinung!
      Das oberste Ziel einer nachhaltigen Welt muss das Wohlergehen des Menschen in Einklang mit der Umwelt sein. Wie das Wohlergehen "verteilt" verteilt sein soll, hängt vom Gerechtigkeitsverständnis ab. Sobald man definiert hat, wie man Gerechtigkeit versteht, ist das oberste Ziel, diese zu erreichen.
    • Bildung & Aufklärung 30.07.2019 18:04
      Highlight Highlight @Otto3000
      Gut ausgedrückt! Momentan hinken wir jeglichem Verständnis ausserordentlich hinterher. Ich denke es wird neue und angepasstere, sowie härtere Gesetzgebungen brauchen. Jetzt kauft sich der Nachbar nach den wiederholten Flugferien 2 riesige SUVs und lässt den Motor im Stand lustig 5 min tuckern. Die Abgase ziehen ins Wohnungsfenster und man darf die Stickoxide inhalieren, während man selber später mit dem Velo trotz kleinem Budget BioSuisse Lebensmittel einkauft... Sowas kanns einfach nicht sein.

      @DJ77
      Tolle Sache. Dann muss der wohl dringend überarbeitet werden!
  • Nonkonformist 29.07.2019 20:59
    Highlight Highlight Bereits der (mindestens) dritte Artikel zu diesem unsinnigen Overshoot-Day.
    Das Schöne ist ja: Nicht alle auf der Welt leben so wie wir. Und es müssen auch nicht alle wie wir leben. Wir sollten unseren Lebensstandart verteidigen, anstelle ihn freiwillig aufzugeben, wie es die Grünen wollen.
    • Fritz N 29.07.2019 21:58
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser Kommentar ignorant oder unglaublich arrogant oder einfach beides ist...
    • Z.enox 29.07.2019 22:19
      Highlight Highlight Du kapierst auch nicht um was es geht...
    • DJ77 29.07.2019 22:21
      Highlight Highlight Dann sollten laut dir alle die jetzt hungern, weiter hungern. Die kein Geld haben, weiter arm sein. Die Krieg haben, weiter leiden? Denn genau diese Menschen verbrauchen weniger Ressourcen.
      Erzähl mir wie dich deine Kinder anschauen wenn du Ihnen deine Ansicht beibringst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 29.07.2019 20:00
    Highlight Highlight So Ihr Beiden: "Wir" sollten machen, handeln.....
    Dazu sage ich Euch. Jeder der merkt, dass handeln not tut, kann sofort persönlich damit anfangen. Ihr müsst Euch einfach ein wenig mit der Materie auseinandersetzen und mit Eurem persönlichen Lebensstil abgleichen.
    Wenn wir von "Wir sollten" sprechen, besteht die grosse Gefahr, dass jeder warter bis der Nachbar oder das ganze Umfeld oder das ganze Land sich daran macht, weil, wie man denkt, ein Einzelner sowieso kaum etwas ausrichten kann.
    Doch!!! Kann man!!! Nicht auf andere warten, sondern sofort bei sich selbst anfangen!!!
    • yolomarroni 29.07.2019 20:18
      Highlight Highlight Stimmt eben nicht. Deine Aussage bedingt, dass alle (oder zumindest ein Grossteil) bereit sein müssen zu verzichten. Dieser Verzicht gehen aber nur die wenigsten freiwillig ein und die, die ihn eingehen sind dann am Ende des Tages noch die "bschissnige" weil die Ressourcen genauso aufgebraucht werden und sie noch nicht mal davon profitieren.
    • Snowy 29.07.2019 20:44
      Highlight Highlight Stimmt.

      Trotzdem (oder erst recht) müssen nun endlich verbindliche Gesetze her. Wir können nicht warten, bis jeder eingesehen hat, dass wir sparsamer werden müssen.
    • Bildung & Aufklärung 29.07.2019 21:00
      Highlight Highlight @yolomarroni. Genau diese Denkweise verhindert, dass man überhaupt erst anfängt. Die anderen sollen doch, und man könnte ja eventuell noch irgendwas verpassen, wenn man nicht selbst auch so ausbeuterisch lebt wie die anderen... Aber ist halt einfach, so kann man weiterhin "yolo" rufen und egoistisch weiterleben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tornado 29.07.2019 19:54
    Highlight Highlight Wenn wir ehrlich sind, leben wir seit dem 1. Jan auf Pump, da die fossilen Brennstoffe Jahrmillion zur Bildung brauchen.
    • Bildung & Aufklärung 29.07.2019 21:01
      Highlight Highlight Jein. Ein bisschen fossile Brennstoffe zu gebrauchen ist noch nicht das Problem. Das Problem begann mit der schieren Masse. An Menschen, an Brennstoffen und vorallem auch an Konsumwütigkeit.
    • Tornado 29.07.2019 21:40
      Highlight Highlight „Ein bisschen fossile Brennstoffe zu gebrauchen,“ danke für den Lacher.
      Die Menschheit wird in +/- 300 Jahren alles verbraten haben. Und überleg mal was alles von Erdöl und Kohle abhängig ist.
      Von Wasser und anderen Ressourcen reden wir bessser auch nicht.
    • DJ77 29.07.2019 22:27
      Highlight Highlight Keine 300 Jahre.Die Reserven der fossilen Brennstoffe reichen wohl maximal noch etwa 200 Jahre. Beim Erdöl war die statische Reichweite 1919 nur noch etwa 20 Jahre und ist seither auf etwa 35 bis 40 Jahre. Nur dank der Gewinnung neuer aber schwierig erreichbaren Quellen wie Süd/Nordpolgegend usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saftladen 29.07.2019 19:39
    Highlight Highlight Es ist ein Trauerspiel. Wir sollten uns gegenüber den zukünftigen Generationen aller Lebewesen schämen!
    • Kruk 29.07.2019 19:48
      Highlight Highlight Wir sollten handeln! Auf das wir uns nicht mehr schämen müssen.

    • Chrisiboy 29.07.2019 20:00
      Highlight Highlight Ach seid ihr süss...
    • Mario Conconi 29.07.2019 21:13
      Highlight Highlight @chrisiboy du leider nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Evil 29.07.2019 19:30
    Highlight Highlight Gebt CO2 und Co doch einfach einen Preis. Diese (langfristige) wirtschaftliche Verzerrung sollte gerade für Wirtschaftsliberale eigentlich untragbar sein.
  • murrayB 29.07.2019 19:28
    Highlight Highlight Die Schweiz muss einzig und alleine so weitermachen wie bisher - denn wären alle Länder in den letzten 30 Jahren stabil gewesen hätten wir jetzt nicht diese Umweltbelastung!
  • Jokaero 29.07.2019 19:24
    Highlight Highlight “1970 hat unser Land den Erschöpfungstag zum ersten Mal erreicht“

    Versteh ich nicht ganz. Gemäss Grafik sind wir also damals gleich Mitte August eingestiegen? Und 1969 war das noch nicht mal Ende Dezember der Fall? Oder les ich das falsch?
    • corsin.manser 29.07.2019 20:48
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis. Wir haben's korrigiert.

      Die Schweiz hat den Erschöpfungstag bereits früher erreicht. Wann genau können wir nicht sagen, da keine Daten dazu zur Verfügung stehen. Die ersten Daten stammen aus dem Jahr 1961. Damals erreichte die Schweiz den Overshoot-Day am 19. September.

      1970 hat die Welt zum ersten Mal den Erschöpfungstag erreicht, deshalb beginnt die Tabelle zu diesem Zeitpunkt.
  • wolge 29.07.2019 19:23
    Highlight Highlight Seit Mai leben wir auf Kosten künftiger Generationen... und wenn man selbst keine Nachkommen hat?
    • Maya Eldorado 29.07.2019 20:30
      Highlight Highlight Auch ohne Nachkommen von Dir gibt es zukünftige Generationen.
    • wolge 29.07.2019 20:54
      Highlight Highlight @Maya Eldorado: Korrekt. Aber warum kümmern sich die meisten die Nachkommen haben noch nicht mal darum dass sie auf deren Kosten leben?

      Bei mir wäre es ja noch plausibel und irgendwo auch verkraftbar...
    • Firefly 29.07.2019 22:12
      Highlight Highlight Diese Platte hat einen Sprung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randalf 29.07.2019 19:17
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.

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