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Covid-Impfung für Schwangere: BAG muss jetzt Klartext reden

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Um die Impffrage bei Schwangeren herrscht Verwirrung.Bild: shutterstock
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Das BAG muss den Schwangeren eine klare Ansage machen

Die Covid-Impfung ist für Schwangere und ihr Kind ungefährlich, sagt Impfchef Christoph Berger. Jetzt sollte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nachziehen und entsprechend kommunizieren.
31.08.2021, 19:5002.09.2021, 09:37
Vanessa Hann
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Der oberste Impfchef Christoph Berger empfiehlt neuerdings die Covid-Impfung für Schwangere. Er hat nun vor, die Impfempfehlung zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) entsprechend zu ändern. Die Behörde hält sich bis jetzt allerdings zurück: Man hätte die Frage zwar diskutiert, sagte Virgine Masserey vom BAG am Dienstag vor den Medien. Ob und wann eine Anpassung komme, beantwortete sie allerdings mit: «Das kann ich nicht sagen.»

Aktuell ist die Impfung gemäss Informationsblatt für Schwangere möglich, aber «noch nicht generell empfohlen». Nur Frauen mit Vorerkrankung wird explizit dazu angeraten.

Eine verwirrende Haltung. Was daraus resultiert, ist Misstrauen. Viele – eigentlich impfwillige – Frauen entscheiden sich momentan gegen die Covid-Impfung. Wer die Impfung allerdings will, scheitert dann in der Arztpraxis: Schwangere Frauen brauchen für die Impfung ein Attest, doch die meisten Ärztinnen und Ärzte stellen ihnen ein solches oft nicht aus – verständlich, sie orientieren sich an der Weisung des BAG.

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Dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen würden, wäre im Sinne des BAG. Masserey, die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle, betonte am Dienstag immer wieder den Nutzen und mahnte: Die Spitäler kämen wieder an ihre Grenzen, die USA habe die Schweiz auf die höchste Warnstufe gesetzt und der Herbst stehe vor der Tür. Auch der Blick auf die Impfquote ist ernüchternd: Aktuell sind hierzulande knapp 52 Prozent vollständig geimpft.

Eigentlich wäre die Faktenlage da, sagt Impfchef Berger. Der Impfstoff stelle kein Risiko für Mutter und Kind dar – «weder vor der Schwangerschaft, noch währenddessen, noch danach oder beim Stillen», so der Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF). Die USA, Grossbritannien und die Deutschen Ärztegesellschaften empfehlen die Impfung für Schwangere bereits.

Es liegt jetzt am BAG, in der Impffrage für werdende Mütter klar und offen zu kommunizieren. Alles andere weckt Misstrauen. Mit der Übersetzung des Informationsblattes in unterschiedliche Sprachen ist es alleine nicht getan. Wichtig wäre, Fachgruppen aus der Gynäkologie und der Allgemeinmedizin beizuziehen, die die neue Weisung mittragen.

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56 Kommentare
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Dean002
31.08.2021 20:27registriert Mai 2018
Meine Frau ist pro Impfung aber genau wegen der Ungewissheit ist sie nicht geimpft. Ich bin doppelt geimpft und der Immun Supper inkl Keuchhusten und Tetanus wurde ihr geimpft im Zuge der regulären Mutterschaftsvorbereitung. Jetzt gehts noch 2 Monate bis zur Geburt und nun wirds eh zu spät für die 1. geschweige denn 2. Impfung…. Hier hätte es mehr/bessere Aufklärung benötigt….
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Lililala
31.08.2021 21:17registriert September 2020
Ich habs gemacht in der 25. Schwangerschaftswoche, die 2. kommt bald in der 30. Nebenwirkungen null, bis auf ein Ziehen im Arm.

Mein Gyn ist zum Glück Realist, das Attest bekam ich auch als Nichtrisikopatientin sofort. Er meint, es bleibt nur anstecken oder impfen - die Wahl sollte gerade schwanger mit den aktuellen Zahlen einfach sein (siehe Risiko füe schwere Verläufe während der SS). Er hat das Thema nicht von sich aus angesprochen, mich also nicht gedrängt, überredet oder eingeschüchtert, aber dann zu meiner Entscheidung gratuliert. Auch betreffend möglichem Nestschutz für das Baby.
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Pro-Anti-Lope
31.08.2021 22:32registriert Januar 2019
Ich hatten Corona in der Schwangerschaft, das war echt kein Zuckerschleck. 2 Wochen total flach gelegen, dauernde Sorge ob es noch schlimmer wird.

Das Problem ist bei den Schwangeren ja auch, das bei einem schweren Krankheitsverlauf die Medikamente stark eingeschränkt sind, da diese dem ungeborenen Schaden könnten.

Ich wüsste nicht wie ich damals entschieden hätte, wenn es die Impfung schon gegeben hätte. Mit dem heutigen Wissen würde ich mich aber auf jedenfall Impfen lassen.
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