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Krankenkassen 2025: Santésuisse: Prämienerhöhung von mindestens 5 Prozent

Der Prämienanstieg geht weiter: Santésuisse rechnet mit Wachstum von mindestens 5 Prozent

10.09.2024, 11:2410.09.2024, 11:25
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ARCHIVBILD ZUR PRAEMIENENTLASTUNGS-INITIATIVE --- Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Ein anhaltend starkes Kostenwachstum ist schuld. Bild: KEYSTONE

Der Krankenkassenverband Santésuisse rechnet für 2025 mit einem Prämienanstieg um mindestens fünf Prozent. Für das laufende Jahr sieht der Verband ein anhaltend starkes Kostenwachstum, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess.

Santésuisse stützt seine Prognose auf die in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 4,8 Prozent pro Versicherten gestiegenen Gesundheitskosten, wie zuvor die Tamedia-Zeitungen vom Dienstag berichteten. Auch für das nächste Jahr rechnet der Verband mit einem starken Kostenwachstum, weil Tariferhöhungen zugunsten der Leistungserbringer im Raum stünden.

Das Vergleichsportal «Bonus.ch» rechnet laut einer Mitteilung vom Dienstag für das nächste Jahr mit einem noch stärkeren Anstieg der Krankenkassenprämien. Nach Einschätzung des Unternehmens dürften die Prämien im Schnitt um fast 7 Prozent steigen.

Krankenkassen mit tiefen Reserven drohten sogar Erhöhungen von über 12 Prozent, hiess es. Und «in den extremsten Fällen» könnten die Prämien um mehr als 50 Prozent anziehen.

Gestiegen seien zuletzt insbesondere die Kosten für Laboranalysen, Spitex und Physiotherapie. Zudem seien die Kosten für Medikamente und ihre verschriebene Menge deutlich angestiegen, ebenso wie das Leistungsvolumen, die Anzahl der Gesundheitsbehandlungen und die Verwaltungskosten, so Bonus.ch. (sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Händlmair
10.09.2024 12:07registriert Oktober 2017
Ich benötige seit Jahren ein Blutdruck senkendes Medikament. Nun wurde mir vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass dieses Medikament aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr produziert wird. Das neue Medikament das ich bekomme ist vier mal so teuer wie das alte und hat zudem ein paar nicht angenehme Nebenwirkungen!

Dieses Problem kennen sehr viele Menschen auch mit anderen Medikamente. Die alten und günstigen Medikamente werden vom Markt genommen und durch „neue“ um ein vielfaches teuere ersetzt!
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PP13
10.09.2024 11:41registriert Februar 2020
es muss endlich etwas passieren betreffend den krankenkassenprämien, nur vorschläge, gegenargumente, totreden….bis die nächsten jahresprognosen hier sind und alles geht von vorne los.
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M.Ensch
10.09.2024 11:52registriert März 2020
Und die StimmbürgerInnen lassen sich an der Urne jedesmal von der Lobby täuschen und stimmen nie entschlossen gegen deren Angst schürenden Scheinargumente, die nur die eigene Bereicherungsgier im Fluss halten. Einfach nur unverständlich!
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