Am Sonntag, 8. Dezember, findet im Zürcher Kreis 5 eine bewilligte Kundgebung unter dem Motto «Sugus bleibt!» statt. Die Veranstaltung richtet sich gemäss Medienmitteilung der Organisatoren gegen die Massenkündigungen an der Neugasse und die zunehmende Spekulation auf dem Wohnungsmarkt.
Organisiert wird die Demonstration von der SP Kreis 5 in Zusammenarbeit mit den Grünen, der AL und in Absprache mit den betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern der sogenannten «Sugus-Häuser».
Ziel sei es, ein klares Zeichen gegen die Spekulation mit Wohnraum und für den Schutz von Mietverhältnissen zu setzen, wird berichtet.
Die von den Massenkündigungen betroffenen Mehrfamilienhäuser an der Neugasse 81, 83 und 85 wurden 1995 gebaut. Die Hausverwaltung Allgood Property AG rechtfertigt die Kündigung mit einer geplanten Totalsanierung der Gebäude, die «für eine nachhaltige und ökologische Zukunft nötig» sei. Die Wohnsituation sei «nicht mehr zumutbar».
Die Kündigung ist für viele Mieterinnen und Mieter ein Schock und die Begründung nicht nachvollziehbar. Wie watson aufdeckte, könnte hinter der Allgood Property AG ein dubioser Unternehmer stecken. Dieser hatte in den letzten zehn Jahren viele weitere Immobilien- und Bauunternehmen gegründet – und in den Konkurs getrieben. (thw)
Wie empathielos muss man als Eigentümer und Verwalter sein, komplette Häuser zu kündigen und damit soziale Strukturen wie Freundschaften und Schulklassen auseinander zu reissen?
Wie herzlos mus man sein, das auch noch ausgerechnet noch kurz vor Weihnachten zu machen?
Und ja: Sanierungen müssen sein. Die kann man aber auch gestaffelt, Wohnung für Wohnung machen. Auch in bewohnten Wohnungen. Ist für alle nicht angenehm, aber es geht. Ist halt aber teurer
„Bescheidenheit ist eine Zier, doch öfter trifft man auf die Gier.“
Ich hoffe, das wird auch ein Weckruf an gewisse rechtere Wähler*innen sein, die bei künftigen Mietrechtsvorlagen zweimal überlegen, ob sie blindlings entsprechend der SVP/FDP/Mitte-Empfehlung abstimmen wollen.