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Magic-Pass in der Schweiz: Skigebiete versuchen vergeblich mitzumachen

Le Magic Pass est une offre très populaire pour les skieurs.
Der Magic Pass erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Einige Skigebiete sind jedoch davon ausgeschlossen.bild: Keystone

Warum der Magic Pass bestimmte Schweizer Skigebiete links liegen lässt

Der Magic Pass begeistert in der Schweiz immer mehr Skifahrerinnen und Skifahrer. Doch hinter der Erfolgsgeschichte gibt es auch eine Kehrseite: Einige Skigebiete bleiben aussen vor – teils sogar nach mehreren vergeblichen Versuchen, dem Netzwerk beizutreten.
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26.03.2026, 04:3926.03.2026, 04:39

2017 mit rund 20 Skigebieten gestartet, vereint der Magic Pass heute fast 100 Destinationen – in der Schweiz und im Ausland. Mit über 300’000 verkauften Abos für die Saison 2025/26 hält der Erfolg ungebremst an.

Doch anders, als man vielleicht denkt, ist nicht jedes Skigebiet automatisch willkommen. Einige – wie Saas-Grund oder Grächen im Wallis – wurden bereits mehrfach abgelehnt, wie die RTS berichtet. Saas-Grund kassierte etwa gleich vier Absagen in Folge. Für die mittelgrosse Destination ist das bitter: eingeklemmt zwischen grossen Skigebieten und den bereits angeschlossenen Magic-Pass-Partnern.

Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

Eine wirtschaftliche Logik

Der Magic-Pass-Direktor Sébastien Travelletti steht zu diesen Entscheiden. Gegenüber dem öffentlichen Sender erklärt er: Ob eine Destination aufgenommen wird, basiert auf einer klaren Rechnung. Entscheidend ist, wie viele neue Kundinnen und Kunden sie ins Netzwerk bringen können – im Verhältnis zu den Kosten für die Genossenschaft, etwa durch die Aufteilung der Einnahmen unter den Partnergebieten.

Heisst konkret: Wenn ein Skigebiet vor allem bestehende Magic-Pass-Kundinnen und -Kunden «abzieht», statt neue anzulocken, stehen die Chancen schlecht. Sébastien Travelletti zeigt sich zwar verständnisvoll gegenüber betroffenen Destinationen – bringt es aber ziemlich nüchtern auf den Punkt:

«Das Ziel des Magic Pass ist nach wie vor wirtschaftlicher Natur und kein soziales Ziel»

Er erklärt seine Haltung so: «Vor zehn Jahren standen fast alle Skigebiete kurz vor dem Konkurs. Wir haben einige von ihnen gerettet – aber die Genossenschaft kann nicht alle retten. Es ist nicht die Aufgabe des Magic Pass, seinen Mitgliedern Einnahmen wegzunehmen, um einzelne Destinationen zu stützen. Dieses Risiko dürfen wir ihnen nicht aufbürden.»

Lokale Spannungen als Hintergrund

Im Fall von Saas-Grund sorgt die Absage auch für Spannungen mit der Nachbarin Saas-Fee, die bereits Teil des Magic Pass ist. Einige Stimmen werfen Saas-Fee vor, den Beitritt aus Konkurrenzgründen blockiert zu haben – was die Genossenschaft jedoch zurückweist.

Für abgelehnte Skigebiete bleibt der Spielraum klein. In Regionen, die bereits stark vom Magic Pass abgedeckt sind, gelten die Chancen auf eine Aufnahme als «sehr gering» – ausser, eine Destination kann nachweislich viele neue Gäste bringen. Selbst grosse Player wie die 4 Vallées oder die Portes du Soleil wären nicht automatisch gesetzt, sollten sie ihre Meinung ändern und doch noch beitreten wollen.

Entwicklung der Verkaufszahlen des Magic Pass (2017–2026)

Bild
grafik: Keystone-ATS quelle: Magic Mountains Cooperation

In wenigen Jahren hat der Magic Pass die Schweizer Wintersportlandschaft stark verändert – und ein Zwei-Klassen-System geschaffen. Auf der einen Seite stehen die Mitgliedsstationen des Netzwerks, auf der anderen grosse Destinationen und unabhängige Skigebiete. Für Letztere wird das Überleben zur strategischen Frage: Profil schärfen, Pistenqualität steigern, am Preis-Leistungs-Verhältnis feilen. Trotzdem glauben einige weiterhin an eine Zukunft ausserhalb des Magic Pass. Doch in einem Markt im Umbruch bleibt der Druck hoch. (hun)

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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