Schweiz
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Liveticker

Slowakei führt Maskenpflicht im Freien ein +++ Heer infiziert



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Team watson
Pfirsch
22:55
Italien senkt viele Quarantäne-Zeiten für Corona-Fälle
Italien senkt für viele Betroffene die Dauer der Corona-Quarantäne und der Isolierung von Infizierten auf künftig zehn Tage. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend in Rom mit. Bisher hatten die Behörden in Italien in vielen Fällen 14 Tage als Regelwartezeit ohne Aussenkontakte angeordnet. Die neuen Anweisungen sehen vor, dass sich Menschen mit einem positiven Corona-Test, die keine Symptome zeigen, nach zehn Tagen Isolation und einem negativen Test wieder frei bewegen dürfen.
Virus Outbreak Italy Rapid COVID-19 Saliva Test
In etwas verschärfter Form gilt das auch für Menschen, die moderate Covid-19-Symptome haben. Auch sie dürfen nach zehn Tagen plus negativem Test wieder raus, wenn sie am Ende der Isolation mindestens drei Tage ohne Symptome waren.

Im Fall der vorsorglichen, häuslichen Quarantäne, weil jemand engen Kontakt zu einem Infizierten hatte, kann die Dauer des Rückzugs durch einen Test ebenfalls gesenkt werden, hiess es vom Ministerium. Die Regelwartezeit nach dem Kontakt belaufe sich zwar auf 14 Tage. Sie reduziere sich aber bei einem negativen Test am Ende der Quarantäne auf 10 Tage. Für schwerere, längere Covid-19-Erkrankungen gelten andere Regeln. (sda/dpa)
22:48
Tschechien verbietet Alkoholkonsum und Gruppen von mehr als sechs Menschen
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie greift Tschechien zu härteren Massnahmen. Von Mittwoch an werden Versammlungen mit mehr als sechs Menschen verboten, wie Gesundheitsminister Roman Prymula am Montagabend bekanntgab. Restaurants, Bars und Klubs müssen dann bis auf weiteres schliessen.
CZECH REPUBLIC PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wird untersagt. Alle Schulen müssen bis Anfang November für knapp drei Wochen zum Fernunterricht übergehen. Die Maskenpflicht gilt nicht mehr nur in Innenräumen, sondern auch an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Geschäfte bleiben geöffnet.

«Wir haben nur einen Versuch, der erfolgreich sein muss, damit wir als Nation diese Pandemie beherrschen», sagte Regierungschef Andrej Babis. Tschechien verzeichnet einen starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen – den höchsten Wert innerhalb der EU. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie überstieg am Montag erstmals die 1000er-Marke. (sda/dpa)
20:43
WHO-Chef: «Das ist eine ungleichmässig verlaufende Pandemie»
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. «Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

So ein Vorgehen wäre ethisch und wissenschaftlich problematisch. Eine Herdenimmunität – also die Schwelle, ab der sich ein Virus nicht mehr in einer Bevölkerung verbreiten kann – müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden, zumal weiter unklar sei, wie sehr eine Infektion vor einer zweiten schütze. In einem Brief hatten Forscher aus verschiedenen Ländern zuletzt für Herdenimmunität geworben.
Virus Outbreak WHO
Angesichts der steigenden Coronazahlen wies der WHO-Chef (im Bild) darauf hin, dass ein Grossteil der Neuinfektionen in nur wenigen Ländern passiere. Fast die Hälfte der neuen Fälle entfalle auf drei Staaten. Es komme also auf die Wirksamkeit der Bekämpfungsmassnahmen an. «Das ist eine ungleichmässig verlaufende Pandemie», so Tedros. (sda/dpa)
20:04
Flughafen Zürich leidet im September weiter unter Corona-Pandemie
Der Betrieb am Flughafen Zürich hat im September im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen und ist auch verglichen mit dem Vormonat August zurückgegangen. Die erhoffte Erholung im Flugreisegeschäft lässt auf sich warten. Nach neun Monaten sind 7,24 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich gereist. Das sind knapp 70 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im vergangenen Monat flogen 536'406 Passagiere über Zürich, wie die Flughafenbetreiberin am Montag mitteilte. Das waren 81 Prozent weniger als im September 2019. Im Vergleich zum August dieses Jahres ist das Aufkommen damit um gut einen Viertel geringer ausgefallen.
SCHWEIZ FLUGHAFEN ZUERICH QUARANTAENE
In den Monaten April und Mai war der Flugbetrieb wegen der Corona-Pandemie mit Passagieraufkommen von 27'000 und 44'000 praktisch zum Erliegen gekommen. Danach hat sich das Geschehen am Flughafen Zürich etwas erholt. Doch nun dürfte die unsichere Lage um die steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa sowie die je nach Reiseregion verordnete Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus den Ferien das Fluggeschäft belasten, auch wenn der Rückgang im September zu einem gewissen Teil saisonal bedingt. (awp/sda)
19:14
Ruag International verschärft Sparkurs und streicht bis zu 150 Jobs
Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben bei Ruag International nun auch Auswirkungen auf die Angestellten. Bis zu 150 Stellen werden bis Ende 2021 abgebaut, teilte das Unternehmen am Montag mit.
SCHWEIZ EMMEN RUAG
Im Fokus ist dabei der Bereich der globalen Support-Funktionen des Unternehmens, der etwa die IT oder das Personalwesen umfasst. Derzeit bietet er noch insgesamt 450 Vollzeitstellen. Von diesen soll nun also etwa ein Drittel gestrichen werden.

Man strebe für alle Mitarbeitenden «faire und sozialverträgliche Lösungen» an, hiess es in dem Communiqué weiter. In der Schweiz sei konkret ein Sozialplan vorgesehen. Ausserdem soll der Rückgang soweit möglich über natürliche Fluktuation oder Pensionierungen auffangen werden. Wie es nun geschäftlich weitergeht, ist gemäss dem Unternehmen schwierig abzuschätzen. (awp/sda)
19:05
Sommaruga appelliert in Basel an Disziplin in der Corona-Krise
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am Montagabend in Basel an die Disziplin der Bevölkerung und der Kantone bei der Bewältigung der Corona-Krise appelliert. In der Aula der Universität hielt sie ein Referat zum Präsidialjahr in Corona-Zeiten.
SCHWEIZ MK SIMONETTA SOMMARUGA STELLT SICH DEN FRAGEN DER JUGEND
Sommaruga nahm ihr Präsidialjahr 2020 als eine Zeit wahr, welche die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Institutionen des Landes «durchgerüttelt» hat, wie die Bundespräsidentin gemäss Redetext sagte. Die Schweiz habe die Krise im internationalen Vergleich bisher recht gut gemeistert. Die Betonung liege auf dem Begriff «bisher». Die aktuell steigenden Infektionszahlen bereiteten ihr aber Sorgen.

Sommaruga kündigte eine engere Zusammenarbeit mit den Kantonen an, die in ihrem Kompetenzbereich in der Verantwortung stünden. Zusammen mit ihren Bundesratskollegen Guy Parmelin und Alain Berset werde sie sich deshalb am kommenden Donnerstag mit den Präsidenten der Konferenzen der Kantonsregierungen sowie der Gesundheits- und Volkswirtschaftsdirektionen an einen Tisch setzen, um die nächsten Schritte zu besprechen und zu koordinieren. (sda)
19:02
Mehr als 2000 Corona-Tote in Israel
Die Zahl der Menschen, die in Israel in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind, hat die Marke von 2000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Montagabend mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie 2016 Tote registriert.
Virus Outbreak Israel
Israel hat rund neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein Lockdown mit strengen Regeln. Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt. (sda/dpa)
18:21
Cuba Bar, Taxi Bar und Cafete in Bern müssen schliessen
Das Kantonsarztamt Bern hat am Montag die Cuba Bar, die Taxi Bar und die Cafete der Reitschule in Bern geschlossen. Eine Analyse von Kontaktdaten, die nach Bekanntwerden von Corona-Fällen in den Bars eingereicht worden sind, hat gezeigt, dass es bei diesen Lokalen Mängel bei der Registrierung gibt.

So würden die Listen etwa falsche Informationen oder fehlende Angaben beinhalten, wie der Kanton Bern mitteilte. Die drei Bars werden nun aufgefordert, dem Kantonsarztamt ein Konzept einzureichen. Dieses soll darüber Auskunft geben, wie die Vorschriften der Behörden zum Schutz vor dem Coronavirus eingehalten werden. Gemäss Mitteilung dürfen die Bars erst wieder öffnen, wenn feststeht, dass die Vorgaben erfüllt werden können.
SCHWEIZ BERN CLUB CUBA BAR
Am Wochenende wurden rund 1400 Personen in Quarantäne geschickt, weil sie am Wochenende zuvor gleichzeitig mit zwei positiv getesteten Personen unter anderem in diesen drei Berner Clubs unterwegs gewesen waren. (sda)
17:42
Drei-Stufen-System in England soll Virus unter Kontrolle bringen
Mit einem dreistufigen Alarmsystem will der britische Premierminister Boris Johnson die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd – mittel, hoch oder sehr hoch – sollen ab Mittwoch verschärfte Massnahmen gelten, wie Johnson am Montag im Londoner Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.
Virus Outbreak Britain Politics
In der Region rund um die nordenglische Stadt Liverpool, für die Johnson die höchste Risikostufe erklärte, müssen Pubs und Fitnessstudios bis auf Weiteres schliessen. Ausserdem dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in diesen Regionen nicht mehr miteinander treffen, weder drinnen noch draussen. In Regionen mit der zweithöchsten Warnstufe gilt dieses Verbot auch für Innenräume, allerdings sollen noch sogenannte «Support Bubbles», also kleine Unterstützungsgruppen, und Treffen draussen erlaubt sein.

In der untersten Warnstufe gelten die gleichen Regeln wie bislang für ganz England: Pubs und Restaurants müssen um 22 Uhr schliessen, ausserdem sind sowohl drinnen als auch draussen nur Treffen mit maximal sechs Menschen erlaubt. Wales, Nordirland und Schottland haben eigene, oft noch schärfere Massnahmen. (sda/dpa=
16:54
Lungen von Covid-19-Patienten durchlaufen zwei Stadien
Anhand von Autopsien von Verstorbenen fanden Mediziner in Basel, Zürich und Trento (I) heraus, dass Lungenschäden bei Corona-Patienten erst im späteren Verlauf der Krankheit auftreten. Zu Beginn weist die Lunge vor allem Entzündungen und hohe Viruslasten auf.
RUSSIA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Das zeigte sich in den Lungen von 16 verstorbenen Patienten, wie das Kantons- und das Universitätsspital am Montag mitteilten. Während das Lungengewebe zu Beginn der Krankheit weitgehendst intakt war, berichten die Mediziner der Basler Spitäler, des Uni Spitals Zürich und der italienischen Universität in Trento von schweren Lungenschäden bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf. Die Viruslast und die Entzündungen waren da bereits abgeklungen.

Demnach ergeben sich laut den Medizinern zwei verschiedene Behandlungsmethoden: Im frühen Stadium sollten Patienten mit antiviralen Medikamenten wie Remdesivir oder Entzündungshemmern behandelt werden. Später könnten sogenannte Komplement-Inhibitoren wirksam sein, wie sie im Fachmagazin «Nature Communications» schreiben. Solche Inhibitoren verhindern, dass das Immunsystem überschiesst und die Lunge dadurch schädigen kann. (sda)
16:46
Eigenheimmarkt zeigt sich von Corona-Krise unbeeindruckt
Wohneigentum bleibt in der Schweiz auch im dritten Quartal 2020 ein begehrtes Gut. Trotz Rezession und Corona-Pandemie sind die Preise weiter gestiegen.

Der sogenannte «SWX IAZI Private Real Estate Price Index» für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen des Unternehmens IAZI weist für das dritte Quartal einen Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal aus. Im Vorquartal betrug das Plus noch 0,7 Prozent, wie die Immobilienberater am Montag mitteilten.
SCHWEIZ WOHNSIEDLUNG WOHNEIGENTUM
Eigentumswohnungen verzeichneten im 3. Quartal mit 0,8 Prozent (Vorquartal: +0,7%) ein leichtes Preiswachstum. Auf Jahresbasis hat sich die Preiszunahme mit 3,2 (Vorquartal: +3,4%) nur unwesentlich reduziert. Einfamilienhäuser verzeichneten dagegen eine leichte Preisreduktion um 0,2 Prozent (Vorquartal: +0,7%).

Regional sind allerdings unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während die Einfamilienhäuser in der Zentralschweiz teurer geworden sind, hat die Dynamik in anderen Regionen abgenommen. Eigentumswohnungen erzielen unter anderem in den Grenzkantonen zu Frankreich erhöhte Wachstumsraten. (awp/sda)
16:08
Corona-Ampel-Karte für die EU – Schweiz nicht mit dabei
Um das wegen der Corona-Pandemie entstandene Reise-Wirrwarr in Europa etwas zu mildern, wollen die EU-Staaten eine gemeinsame Ampel-Karte einführen. Die EU-Minister müssen am Dienstag noch definitiv zustimmen. Die Schweiz sei bei dieser Ampel-Karte nicht dabei, hiess es am Montag aus EU-Kommissionskreisen.

Je nachdem, wie stark eine Region von Corona-Infektionen betroffen ist, soll diese auf einer Karte grün, orange oder rot markiert werden. Für «grüne» Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die EU-Staaten keine Reiseeinschränkungen einführen. Darauf konnten sich letzte Woche die 27 EU-Botschafter einigen.
Virus Outbreak EU Travel Rule
Hingegen sind keine gemeinsamen Regeln für Reisende aus «orangen» oder «roten» Regionen vorgesehen. Auch auf EU-weite Standards für Quarantäne- und Test-Regeln konnten sich die Mitgliedsländer nicht einigen. (sda)
16:05
Zurückgerufene «Schimmel-Masken» gemäss Experten ungefährlich
Die vorsorglich aufgrund eines möglichen Schimmelpilzbefalls zurückgerufenen Schutzmasken des Bundes bergen offensichtlich kein gesundheitliches Risiko. Zwei Analysen beurteilten mögliche gesundheitliche Risiken durch das Tragen der Masken als unwahrscheinlich, wie der Bund am Montag mitteilte.
SCHWEIZ CORONAVIRUS VERKEHR HYGIENEMASKE
Der Bund hatte am 9. Juli vorsorglich drei Typen von Schutzmasken zurückgerufen, die die Armeeapotheke im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) an alle Kantone zur Weiterverteilung an das Gesundheitswesen und den Bevölkerungsschutz geliefert hatte. Die in 0,65 Prozent der Proben nachgewiesenen Schimmelpilze verschiedener Spezies entsprächen einer Menge, wie sie in Produkten erwartet würden, die nicht steril sein müssten.

Auslöser des Rückrufs waren Informationen des Labors des Genfer Universitätsspitals (HUG) gewesen, wonach in Proben der Schutzmasken unter anderem des Bundes eine mikrobiologische Verunreinigung mit Schimmelpilz festgestellt worden war. Der Bund bot den Kantonen und weiteren Bezügern nach dem Rückruf kostenlosen Ersatz an. (sda)
15:58
Luftfahrt-Gewerkschaft fordert weitere Einreise-Lockerungen – trotz Hilfspaket
Steigende Coronafallzahlen und strenge Quarantänevorschriften belasten den Tourismus und damit auch die Luftfahrt schwer. Nachdem bereits Wirtschaftsverbände das Quarantäneregime des Bundes kritisierten, fordert nun auch die Bodenpersonalgewerkschaft SEV-GATA den Bundesrat dazu auf, die Vorschriften zu lockern.
SCHWEIZ CORONAVIRUS LUFTFAHRT SWISS
Die Vielfalt an Einreisebestimmungen bereitet SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn mit Blick auf die Schweizer Luftfahrt grosse Sorge. Während in Nachbarländern unter anderem der Einsatz von Coronatests das Reisen vereinfache, leide die hiesige Luftfahrt unter dem gegenwärtig «unflexiblen Quarantäneregime» der Schweiz, schreibt die Gewerkschaft am Montag in einem offenen Brief an den Bundesrat.

Die Gewerkschaft fordert daher den Bundesrat dazu auf, sich gemeinsam mit den europäischen Ländern für ein «adäquates und möglichst einheitliches Coronatest- und Quarantänesystem» einzusetzen. Mit diesem Schritt soll der Bund sicherstellen, dass nicht zehntausende Arbeitsplätze unnötig gefährdet würden, heisst es weiter. Der Bund hatte im Zuge der Coronakrise für die Schweizer Luftfahrt ein umfangreiches Rettungspaket geschnürt. Die Airlines Swiss und Edelweiss erhalten 1,275 Milliarden Franken, flugnahe Betriebe rund 600 Millionen Franken (awp/sda)
15:23
Museen erfassen 20'000 Fledermäuse für Virenstudien
Ein tierischer Ursprung des Coronavirus SARS-CoV-2 gilt als wahrscheinlich, die genaue Herkunft ist aber noch ein Rätsel. Weil Fledermäuse als bedeutendes Viren-Reservoir gelten, sollen für weiterführende Studien nun Fledermäuse aus den Sammlungen von neun Naturkundemuseen in Europa in einer Datenbank erfasst werden.
SCHWEIZ TIER FLEDERMAUS
Mehr als 200 neue Coronaviren wurden bisher bei Fledermäusen gefunden, und rund 35 Prozent des bisher in Fledermäusen sequenzierten Virenerbguts stammt von Coronaviren, heisst es auf der Website des EU-Projekts «Synthesys+». Deshalb soll nun für weiterführende Studien ein Ist-Zustand an gut kuratierten Sammlungsobjekten von relevanten Fledermausarten aus den grossen Museen erhoben werden, «wo wir genau wissen, woher kommen die Exemplare, von wann sind sie, um welche Art handelt es sich, und so weiter».

Bei vielen virologischen Studien der vergangenen Monate sei das verwendete Fledermaus-Material nicht in öffentlich zugänglichen Sammlungen hinterlegt worden, «das heisst, man weiss nicht viel über die dabei verwendeten Tiere», erklärte Frank Zachos, Leiter der Säugetiersammlung des Naturhistorischen Museums in Wien gegenüber der APA. (sda/apa)
14:26
Zusatzunterstützung für Coronabetroffene im Tessin
SCHWEIZ MASKENPFLICHT TESSIN
Die Tessiner Kantonsregierung schlägt neue Massnahmen vor für Menschen, die wegen der Covid-19-Pandemie in die Sozialhilfe abgleiten könnten. Dabei handelt es sich um Überbrückungsbeiträge. Die Massnahmen sind mit 87 Gemeinden koordiniert.

Der Plan sieht Entschädigungen von bis zu 1000 Franken pro Monat und Beschäftigtem vor, wie Gesundheits- und Sozialdirektor Raffaele De Rosa am Montag erklärte. Hinzu kommen 500 Franken pro Haushaltsmitglied. Die Beihilfen sind auf die Dauer der Pandemie befristet.

Diese Überbrückungshilfe sollen Selbstständige und Angestellte erhalten, die keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung erhalten. Erklärtes Ziel ist es zu verhindern, dass sich die Betroffenen überschulden müssen oder in der Sozialhilfe landen. Die Sozialhilfeausgaben im Tessin steigen wegen der Coronavirus-Pandemie bereits an.

Die Kosten für die Überbrückungshilfen beziffert der Regierungsrat auf 7,5 Millionen Franken, wovon die Gemeinden 2 Millionen übernehmen sollen. Die Kantonsregierung rechnet mit 6000 bis 7500 Hilfsgesuchen. Die Dauer der Unterstützung soll durchschnittlich eineinhalb bis zwei Monate betragen.

Im weiteren sieht die Regierung einen Zusatzkredit von einer halben Million Franken vor für Familien, die keine Überbrückungshilfen in Anspruch nehmen können. Dieses Geld soll für Notfälle eingesetzt werden, wie De Rosa sagte. (sda)
14:14
Corona-Alarm in der Schweizergarde im Vatikan: Mehrere Kranke
Im Vatikan herrscht Corona-Alarm: Vier Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und haben Symptome. Das bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag.
Virus Outbreak Vatican
Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus (83) und seine Residenz. Ausserdem habe es «in den letzten Wochen» drei andere Corona-Fälle in dem kleinen Kirchenstaat gegeben. Die vier infizierten Wachleute seien isoliert worden, schrieb der Sprecher. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen liefen, nachdem die Fälle am Wochenende aufgefallen seien.

Wie die Nachrichtenagentur Ansa zuvor unter Berufung auf den Schweizer Sender SRF berichtet hatte, wurden die Anti-Corona-Vorkehrungen im Vatikan in einer Anweisung verschärft. Die Quartiere würden strenger als bisher abgeschottet. Bruni teilte mit, dass «alle Wachen, ob im Dienst oder nicht», inzwischen drinnen und draussen Schutzmasken tragen müssten. (sda/dpa)

13:59
Cluster in Basel: 19 positive Fälle im Bundesasylzentrum
Im Basler Bundesasylzentrum gibt es ein Coronacluster: Neben einer Mitarbeiterin wurden auch 18 grösstenteils minderjährige Asylsuchende positiv getestet. Sie weisen keine oder nur leichte Symptome auf, heisst es in einer Mitteilung des Basler Gesundheitsdepartement. Die infizierten Asylsuchenden seien ins Bundesasylzentrum Allschwil verlegt worden, wo sie in Isolation betreut und gepflegt werden.

Im Basler Bundesasylzentrum befinden sich aktuell rund 200 Asylsuchende, sie alle werden nun getestet, heisst es weiter. Sämtliche Kontaktpersonen seien in Quarantäne, zudem gelte eine erweiterte Maskenpflicht im Gebäude.
13:55
«Wir hatten genug Zeit, um uns vorzubereiten»
Das Contact-Tracing funktioniere momentan noch. «Wir hatten genug Zeit, um uns vorzubereiten», sagt Berset. Der Bundesrat sei da, um die Kantone zu unterstützen. Notfalls auch mit dem Zivildienst.

Die Pressekonferenz ist hiermit beendet.
13:52
«Es gibt keine Alternative»
Berset spricht über die aktuellen Corona-Massnahmen. «Es gibt keine andere Alternative», sagt der Gesundheitsminister. Die einzige Möglichkeit, diese Pandemie weiterhin im Griff zu haben, seien wie bis anhin das Einhalten der Hygienemassnahmen, das Contact-Tracing und das Isolieren der infizierten Personen.
13:48
Quarantäneregelung wird besprochen
Die Zusammenarbeit mit den Kantonen für die nächsten Monaten werde präzisiert. Es finden auch Diskussionen über die Quarantäneregelung statt. «Es funktioniert wirklich gut», sagt Berset. Die Strategie zur Bekämpfung der Coronapandemie sei ständig in Veränderung.

Es wird gefragt, ob die ausserordentliche Lage wieder ausgerufen werden wird. «Das Ziel ist es, dass es keine ausserordentliche Lage mehr gibt», sagt Berset. Das Ziel des Bundesrates sei nicht, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Der Gesundheitsminister verweist erneut auf die Zusammenarbeit mit den Kantonen.
13:34
Schutzkonzepte sind zentral
Der Innenminister liess sich am Morgen beim FC St. Gallen über dessen Schutzkonzept für Grossveranstaltungen informieren, das seit Anfang Oktober gilt.

Bei der Pressekonferenz spricht der Bundesrat über die Beunruhigung rund um die Grossanlässe. «Es gibt keinen Widerspruch», sagt Berset. Wenn die Schutzkonzepte konsequent umgesetzt werden, können Grossevents abgehalten werden. «Das Einhalten der Schutzkonzepte ist zentral.»

Bei privaten Anlässen sei die Situation eine andere. Dort seien Schutzkonzepte schwerer umzusetzen. Doch Berset verweist auch hier auf die Hygieneregeln und sagt, es sei wichtig, um nicht wieder in eine unkontrollierte Situation zu kommen.
13:33
Die Schnelltests kommen
Der Bundesrat spricht auch über seinen Besuch im Zentrum für Labormedizin in St.Gallen. Ein Viertel der Labore in der Schweiz stellen 90 Prozent der Testkapazitäten. Der Bund schöpfe derzeit die Hälfte der Testkapazitäten aus: Die Testkapazität liegt bei 35'000 Tests pro Tag – die Möglichkeit zu mehr Tests besteht also.

Er spricht auch über die Schnelltests. «Die kommen – diese werden momentan vom BAG geprüft», sagt Berset dazu.
13:25
Berset ist beunruhigt
Der Gesundheitsminister spricht über den Anstieg der Zahlen. «Was wir seit Mittwoch gesehen haben, ist beunruhigend», sagt Berset. Die Zahlen seien momentan noch auf einem tiefen Niveau. Aber es habe sich etwas geändert, so Berset.

«Die Situation ist kritisch, aber unter Kontrolle», sagt der Bundesrat. Das Contact-Tracing sei das Wichtigste. Die gute Nachricht: Es gebe weniger versteckte Infektionen. Ebenfalls seien die Spitäler nicht überlastet – doch die Zunahme an Hospitalisierungen werde kommen. Weiter verweist der Bundesrat auf die Einhaltung der Hygieneregeln: Abstand halten, Händewaschen, Masken benutzen. Bei Symptomen zuhause bleiben und sich testen lassen. «Wir müssen versuchen, dass es so wenig Ansteckungen wie möglich gibt», sagt Berset.

13:15
Pressekonferenz von Alain Berset nach Besuch in St. Gallen
Um 13.15 Uhr gibt Bundesrat Alain Berset nach seinem Besuch in St. Gallen eine Pressekonferenz im Zentrum für Labormedizin. Die Pressekonferenz könnt ihr live mitverfolgen – siehe oben.
13:03
Für Epidemiologen Tanner sind noch grössere Anstrengungen nötig
Für den Epidemiologen Marcel Tanner zeigen die steigenden Fallzahlen und auch die Tendenz zu wieder vermehrten Hospitalisierungen die Notwendigkeit von noch grösseren Anstrengungen im Kampf gegen das Coronavirus. Alle seien über die Entwicklung besorgt.

Es sei schwierig, allgemein festzustellen, wo sich die Menschen ansteckten würden, sagte Tanner, der auch Mitglied der Taskforce des Bundes ist, in der Sendung «Rendez-vous» von Radio SRF vom Montagmittag. Sicher sei das private Umfeld eine wichtige Übertragungsquelle.

Das hänge möglicherweise damit zusammen, dass alle in allen Bereichen, ob Arbeit oder Freizeit, vielleicht ein bisschen lockerer mit der Situation umgingen und ob der Grundmassnahmen wie Hygiene und Distanz halten etwas ermüdet seien. Gerade die Einhaltung dieser Massnahmen sei aber entscheidend und hätten geholfen, nach dem Lockdown die Zahlen tief zu halten.



Die Öffnung von Grossveranstaltungen für das Publikum sei zwar sportlich in der gegenwärtigen Situation. Aber diese Veranstaltungen hätten Schutzkonzepte und wenn diese überprüft und nachgebessert würden, sei dies sicher der bessere Weg, als Grossveranstaltungen grundlegend zu verbieten. «So können wir auch Zuversicht geben», sagte Tanner weiter.

Es werde sicher auch möglich sein, ein Weihnachtsfest zu veranstalten – mit der notwendigen Distanz und Hygiene. Und wenn es in Innenräumen stattfinde, auch mit regelmässiger Lüftung. «Vielleicht wäre auch einmal eine Waldweihnachten eine Alternative», sagte Tanner weiter.

Generell müssten die Massnahmen auf die Risikolage in den verschiedenen Gebieten der Schweiz zugeschnitten werden. Dies sei der bessere Weg, als flächenmässig die gleichen Massnahmen einzuführen, die dann teilweise als ungerechtfertigt angeschaut würden. Das gezielte und nicht flächendeckende Eingreifen sei eine gute Massnahme, die zum Erfolg im Kampf gegen das Virus beitragen könne, sagte Tanner weiter. (sda)
12:56
Mehr Covid-19-Patienten in britischen Krankenhäusern als im März
Virus Outbreak Italy
In Grossbritannien werden aktuell mehr Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt als im Frühjahr. «Wir haben jetzt mehr Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern als kurz vor dem Beginn des kompletten Lockdowns am 23. März», sagte der nationale Gesundheitsberater Stephen Powis am Montag in London.

Angesichts stark steigender Fallzahlen wollte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag schärfere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verkünden.

Insbesondere der Norden des Landes ist massiv betroffen. Während sich im Spätsommer vor allem jüngere Menschen infizierten, nehmen die Fallzahlen nun auch in den älteren Gruppen wieder zu - und damit auch die schweren Verläufe. Grossbritannien ist bislang das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa: Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58 000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde. (sda/dpa)
12:03
Über 4000 neue Fälle
Das BAG meldet 4068 neue Fälle in den letzten 3 Tagen bei 35'556 Tests. Die Positivitätsrate: 11,4 Prozent. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Montag innerhalb der drei Tage 7 Todesfälle und 70 Spital-Einweisungen.



Am vergangenen Montag waren für das Wochenende 1548 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden und vor zwei Wochen deren 782. Seit vier Wochen teilt das BAG die neuen Zahlen zum Coronavirus nur noch von Montag bis Freitag täglich mit. Die täglichen Fallzahlen gäben keine gute Übersicht über die Lage. Besser sei es, die Entwicklung von Woche zu Woche zu betrachten.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 64'436 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG am Montag weiter mitteilte. Insgesamt 5071 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1801.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'506'450 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Gegenüber Freitag wurden dem BAG 35'556 neue Tests gemeldet. Eine Woche zuvor waren über das Wochenende 25'762 Tests gemeldet worden.

Über die vergangenen zwei Wochen gesehen, fiel das Resultat bei 8,1 Prozent aller Tests positiv aus. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Montag nach Angaben des BAG 4083 Personen in Isolation und 9973 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 14'793 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.
11:26
Welthungerhilfe: Corona ist «Brandbeschleuniger» für Hunger weltweit
Die deutsche Hilfsorganisation Welthungerhilfe befürchtet eine starke Zunahme von Hunger und Armut weltweit durch die Corona-Pandemie.

Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon vor der Pandemie alarmierend gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, am Montag bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2020 in Berlin. «Covid-19 wirkt wie ein Brandbeschleuniger.» Zusätzlich werde die Situation durch die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Dürrekatastrophen verschärft.

Nach dem Welthungerindex litten Ende 2019 rund 690 Millionen Menschen unter chronischem Hunger, weitere 135 Millionen seien von einer akuten Ernährungskrise betroffen gewesen. Insgesamt seien Menschen in 50 Ländern – ein Viertel aller Länder weltweit – von Hunger und Unterernährung betroffen. In 14 Ländern habe sich die Situation seit 2012 sogar verschlechtert.

Die Welthungerhilfe befürchtet nun, dass das Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 auf «Null Hunger» zu kommen, weit verfehlt werden könnte. «Wenn wir bei der Hungerbekämpfung weiter so machen wie bisher, werden es 37 Länder bis 2030 nicht schaffen, ein niedriges Hungerniveau zu erreichen», sagte Thieme. Die Fortschritte seien in Folge von Ungleichheit, Konflikten, Vertreibung und Klimawandel viel zu gering. (sda/dpa)
11:21
Kranke Kinder unter 12 Jahren dürfen in Basel ungetestet zur Schule
Zum Schulstart nach den Herbstferien gibt der Kanton Basel-Stadt neue Empfehlungen zum Vorgehen bei symptomatischen Kindern unter 12 Jahren ab und ändert die Testkriterien.

SCHWEIZ TASCHENGELD SACKGELD STUDIE

Kinder unter zwölf Jahren mit leichten Krankheitssymptomen wie Schnupfen oder Halsweh müssen nicht mehr abgeklärt oder getestet werden, wenn sie ansonsten in einem guten Allgemeinzustand sind, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung des Basler Gesundheits- und Erziehungsdepartements.

Dabei sei es egal, ob die Kinder einen leichten Husten haben oder nicht. Sie dürfen die Schule, den Kindergarten, die Tagesstruktur oder die Kita trotzdem besuchen. «Seit dem Start des Schuljahres im August in den Schulen, Kindergärten, Tagesstrukturen und Kitas im Kanton wurden bisher keine Virusübertragung von einem Kind auf ein anderes oder auf eine erwachsene Person festgestellt», heisst es weiter.

Von den neuen Massnahmanen ausgenommen sind nur Kinder mit Symptomen, die mit einer erkrankten jugendlichen oder erwachsenen Person im selben Haushalt leben. In diesem Fall müsse das Kind vorerst zuhause bleiben, und die Eltern sollen zur weiteren Abklärung und Beurteilung die Kinderärztin oder den Kinderarzt kontaktieren.

Grund für die Anpassung sind die tiefen Fallzahlen bei Kindern
In den ersten sieben Monaten der Coronapandemie waren von den 1323 bestätigten angesteckten Personen in Basel-Stadt 16 Kinder im Alter von 0-10 Jahren. Diese «sehr tiefe Zahl» bestätige die bisherige Erkenntnis, dass sich Kinder weniger mit dem neuen Coronavirus anstecken und daran erkranken.

Bei Kindern unter 12 Jahren mit Erkältungssymptomen sei die Wahrscheinlichkeit einer Covid-19 Erkrankung sehr gering.
Ende September hat das Bundesamt für Gesundheit deshalb veranlasst, im Hinblick auf das Winterhalbjahr, in dem insbesondere die jüngeren Kinder sehr häufig «banalen» Erkältungskrankheiten leiden, die Vorgehensweise der Abklärung und Testung von symptomatischen Kindern anzupassen. (chmedia)
10:58
Südkorea lockert wegen Corona-Abwärtstrends die Abstandsregeln wieder
Angesichts eines Abwärtstrends bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat Südkorea die Regeln zur Vermeidung sozialer Kontakte wieder gelockert.

Seit Montag können landesweit als Hochrisiko-Orte eingestufte Einrichtungen wie Nachtclubs, Karaokebars, Buffetrestaurants und Fitnessstudios wieder öffnen, sofern Masken getragen und Gästelisten geführt werden.

Auch können die Menschen wieder Kirchen für Gottesdienste oder Stadien für Spiele der professionellen Fussball- und Baseball-Ligen besuchen, solange eine Obergrenze von 30 Prozent der Platzkapazitäten eingehalten wird. Die Behörden vermeldeten zugleich einen leichten Anstieg bei den täglich erfassten Coronafällen auf fast 100.

epaselect SOUTH KOREA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID-19

Die Behörden warnten angesichts der gelockerten Abstandsregeln die Bürger vor zu grosser Nachlässigkeit bei den Schutzmassnahmen. «Wir müssen einen Mittelweg zwischen unserer täglichen Routine und den Quarantänemassnahmen finden», sagte Yoon Tae Ho vom Gesundheitsministerium.

Die Entscheidung für die Lockerungen hatte die Regierung am Sonntag getroffen. Der Durchschnittswert bei den lokalen Infektionen war den Angaben zufolge in den vergangenen zwei Wochen auf weniger als 60 am Tag und die Reproduktionsrate auf unter 1 gefallen - das heisst, eine infizierte Person steckt im Schnitt weniger als eine weitere an.

Am Sonntag wurden nach Angaben der Behörden 97 neue Fälle erfasst. Die Gesamtzahl der Infektionen mit Sars-CoV-2 kletterte demnach auf 24 703. Bisher wurden in dem 52-Millionen-Einwohner-Land 433 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet. Die meisten lokalen Neuinfektionen gab es in Seoul und der umliegenden Region. (sda/dpa)
10:29
Ungleiche Corona-Regeln: Personalverbände fordern Schnelltests an den Flughäfen
Dass die Schweiz statt auf Schnelltests weiterhin auf Quarantäne setze, sei für die hiesige Luftfahrt ein massiver Nachteil, kritisieren die Personalverbände der Luftverkehrsbranche.

SCHWEIZ ZUERICH FLUGHAFEN

In einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an den Bundesrat sprechen die Personalverbände der Luftverkehrsbranche von Zehntausenden Arbeitsplätzen in der Schweiz die deswegen «unnötigerweise gefährdet» seien. «Während auch in Nachbarländern die Anerkennung von ‹Corona-Tests› zwar in verschiedener Ausgestaltung das Reisen vereinfacht, leidet die Schweizer Luftfahrt unter dem gegenwärtigen unflexiblen ‹Quarantäne-Regime› der Schweiz», heisst es im Schreiben. Der Bundesrat wird aufgefordert, zusammen mit den europäischen Ländern ein adäquates und einheitliches Test- und Quarantäneregime einzusetzen.

Unterzeichnet haben das Schreiben die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, die Pilotengewerkschaft Aeropers, die Kapers Cabin Crew Union, der VPOD und der Kaufmännische Verband. (chmedia)
10:00
Chinesische Millionenmetropole Qingdao startet Corona-Massentest
Die ostchinesische Küstenmetropole Qingdao will seine gesamte Bevölkerung von mehr als neun Millionen Menschen auf das Coronavirus testen. Das teilte die lokale Gesundheitskommission mit, nachdem über das Wochenende ein Dutzend neuer Infektionen aufgetreten waren, die zum grössten Teil im Zusammenhang mit einem Krankenhaus stünden.

Unmittelbar nachdem die ersten Infektionen festgestellt wurden, seien bereits über 140 000 Menschen vor allem im Gesundheitssektor getestet worden. «Die gesamte Stadt wird innerhalb von fünf Tagen getestet», teilte die Behörde mit.

Zuletzt wurden in China nur noch importierte Infektionen aus dem Ausland gemeldet. Mit strengen Massnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus unter Kontrolle gebracht. Allerdings gab es in den letzten Monaten wie nun auch in Qingdao einige lokal begrenzte Ausbrüche, die aber schnell wieder eingedämmt wurden. Auch in diesen Fällen waren Massentests angeordnet worden. (sda/dpa)

Virus Outbreak China
9:15
Erneut «KN95»-Maske wegen ungenügender Schutzwirkung zurückgerufen
Erneut muss in der Schweiz eine Atemschutzmaske mit der Bezeichnung «KN95» wegen ungenügender Schutzwirkung zurückgerufen werden. Dieses Mal handelt es sich um von der Firma e + h Services vertriebene Produkt.

Bei einer Marktkontrolle habe die Suva festgestellt, dass für die Verwenderinnen und Verwender der Maske «wegen ungenügender und falsch deklarierter Schutzwirkung eine Gesundheitsgefährdung ausgehe», teilte das Eidg. Büro für Konsumentenfragen am Montag mit. Es bestehe das Risiko, gegen irreversible Gesundheitsschäden ungenügend geschützt zu sein.

Vom Produktrückruf betroffen ist die im Eisenwarenfachhandel erhältliche Atemschutzmaske mit Bezeichnung «KN95» und Artikelnummer 2581098. Nach Angaben von e + h Services lässt die Maske zu wenig Luft durch und muss deshalb vom Markt genommen werden.

Andere «KN95»-Masken seien vom Rückruf nicht betroffen, schrieb das Eidg. Büro für Konsumentenfragen weiter.
Die Kunden könnten die betroffenen Masken gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben.

Im September hatte Aristos International GmbH die «KN95»-Maske des Hersteller Huihong zurückgezogen, Anfang Oktober die Firma Prowork Tools Handels & Vertriebs GmbH die «KN95/CE FFP2 Face Mask» des Herstellers Anhui Qingqing Labor Mask Co., Ltd. (sda)
9:11
British-Airways-Chef hört in "schwerster Krise der Branche" auf
Inmitten der Corona-Krise hat die Fluggesellschaft British Airways ihre Führung ausgetauscht. Der Spanier Alex Cruz, der das Unternehmen seit 2016 leitete, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, wie aus einer Mitteilung der British-Airways-Muttergesellschaft International Airlines Group (IAG) vom Montag hervorgeht.

Nachfolger soll Sean Doyle werden, der bislang die ebenfalls zur International Airlines Group gehörende Fluglinie Aer Lingus leitete. Der 54-jährige Cruz bleibt in einer anderen Rolle bei British Airways.

Der Chef des Airline-Konsortiums IAG, Luis Gallego, nannte die Corona-Pandemie die «schwerste Krise unserer Branche». Die Umstrukturierung solle helfen, gestärkt aus dieser zu kommen.

Der durch die Pandemie zeitweise fast komplett eingebrochene Flugverkehr erholt sich nur langsam und schleppend. Die British-Airways-Mutter IAG verzeichnete im zweiten Quartal einen Milliardenverlust. Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,1 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 736 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Konzern Ende Juli mitteilte. Zu IAG gehören auch die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level. (awp/sda/dpa)

(FILE) BRITAIN COMPANY INFORMATION
7:58
Bundesökonomen sehen für 2020 geringeren Wirtschaftseinbruch
Der Einbruch der Schweizer Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown fällt gemäss Einschätzung der Ökonomen des Bundes deutlich geringer aus als noch vor ein paar Monaten erwartet. Entsprechend dürfte auch die Arbeitslosenquote weniger stark steigen als befürchtet.

Mit der Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe Ende April eine zügige Aufholbewegung der Schweizer Wirtschaft eingesetzt, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit. Sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage hätten im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Und die Kurzarbeit sei deutlich weniger stark in Anspruch genommen worden als noch im Juni erwartet.

Konkret rechnet die Expertengruppe des Bundes für das laufende Jahr 2020 noch mit einen Einbruch des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der letzten offiziellen Prognose im Juni waren die Bundesökonomen noch von einem Minus von 6,2 Prozent ausgegangen. Vor rund einem Monat setzte das Seco dann allerdings diese Prognose bereits etwas hinauf auf «rund -5%».

Kurz nach dem Lockdown Mitte März war gar noch ein deutlich schärferer Einbruch erwartet worden. So war das Seco Ende April – also noch während es Lockdowns – von einem BIP-Rückgang um 6,7 Prozent ausgegangen.

Auch die Perspektiven für den Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Monaten deutlich verbessert. Die Arbeitslosigkeit wird im Durchschnitt 2020 noch bei 3,2 Prozent erwartet, nachdem im Juni noch ein Wert von 3,8 Prozent prognostiziert worden war. Allerdings hatte das Seco auch hier bereits vor Monatsfrist eine Anpassung der Prognose angedeutet und einen Wert von unter 3,5 Prozent genannt. (awp/sda)
4:44
Ab heute gelten neue Regeln in Bern
Ab heute Montag verschärft der Kanton Bern seine Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. In allen öffentlich zugänglichen Innenräumen gilt eine Maskentragpflicht. Darunter fallen Geschäfte und Einkaufszentren, Bahnhöfe, Poststellen, Museen, Theater, Verwaltungsgebäude und Gotteshäuser. Bern ist der zwölfte Kanton mit einer Maskenpflicht, geht aber teils weiter als andere Kantone.

Zudem setzt der Bund eine aktualisierte Liste mit Corona-Risikogebieten im Ausland in Kraft. So muss ab sofort zehn Tage in Quarantäne, wer aus den deutschen Städten Berlin und Hamburg in die Schweiz einreist. Damit sind inzwischen alle Nachbarländer der Schweiz ausser Liechtenstein mit bestimmten Gebieten auf der Risikoliste des Bundes vertreten.
4:10
Studie: Coronavirus kann bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben
Virus Outbreak Massachusetts
Auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays oder Bankautomaten kann das Coronavirus neuen australischen Forschungsergebnissen zufolge bis zu 28 Tage überleben - und damit länger als bislang angenommen. Das geht aus einer Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro hervor, die am Montag in der Zeitschrift «Virology Journal» veröffentlicht wurde.

«Bei 20 Grad Celsius, also etwa Raumtemperatur, fanden wir heraus, dass das Virus extrem robust ist und 28 Tage lang auf glatten Oberflächen wie Glas von Handybildschirmen und Kunststoff-Geldscheinen überlebt», sagte Debbie Eagles, stellvertretende Direktorin des Zentrums für Seuchenvorsorge, das die Forschungsarbeiten durchführte.

Das Experiment wurde im Dunkeln durchgeführt - die Forschung habe bereits gezeigt, dass Sonnenlicht das Virus schnell abtöten könne, hiess es weiter. Bei früheren Studien habe das Virus nur bis zu drei Tage lang auf Kunststoff- und Edelstahloberflächen nachgewiesen werden können. Ähnliche Experimente für Influenza A hätten ergeben, dass dieses Virus 17 Tage lang auf Oberflächen überlebt habe. Das zeige, wie widerstandsfähig das Coronavirus sei.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es allerdings bislang keine Fälle, bei denen nachgewiesen wurde, dass das Coronavirus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen auf Menschen übertragen wurde und es zu Infektionen kam. Allerdings können den Angaben zufolge Schmierinfektionen über Oberflächen nicht ausgeschlossen werden, die zuvor mit Viren kontaminiert wurden.
2:32
Frankreich registriert 16'000 Corona-Neuinfektionen
FRANCE PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen steigt in Frankreich weiter rasant an. Nach fast 27'000 am Vortag erhöhte sich die Zahl am Sonntag um mehr als 16'000 binnen 24 Stunden, wie die Behörden mitteilten.

Die Zahl der Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen stieg auf 1483 und damit den höchsten Stand seit Mai.

Aufgrund der stark steigenden Zahlen soll die höchste Corona-Warnstufe ab Dienstag auch in den Grossstädten Toulouse und Montpellier gelten. Diese Warnstufe wird ausgerufen, wenn die Schwelle von 250 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, die Inzidenz bei den über 65-Jährigen über 100 liegt und wenn 30 Prozent der Intensivbetten in einer Region belegt sind.

Damit treten strengere Schutzmassnahmen in Kraft: Bars und Sporthallen müssen geschlossen bleiben, Restaurants dürfen nur unter Auflagen offen bleiben. Bereits seit Samstag gilt die höchste Warnstufe in Lyon, Grenoble, Saint-Etienne und Lille. Zuvor war sie bereits für Paris und die südfranzösischen Städte Marseille und Aix-en-Provence sowie für das Überseegebiet Guadeloupe in Kraft getreten. (sda/afp)



1:02
Corona-Krise reisst überall in Europa tiefe Löcher in die Stadtkassen
Die Corona-Krise reisst in der ganzen Europäischen Union bei Städten und Regionen tiefe Löcher in die Kassen: neun von zehn erwarten dieses Jahr einen Einbruch ihrer Einnahmen. Dies geht aus einer Studie des Europäischen Ausschusses der Regionen hervor. Ausgaben für Gesundheit, soziale Dienste und Katastrophenschutz seien geradezu explodiert. Dies müsse bei der Verteilung des Geldes aus dem geplanten 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Krise berücksichtigt werden, fordert der Ausschuss.

Das Gremium ist besetzt mit Kommunalpolitikern und vertritt in Brüssel die Interessen der europäischen Regionen. Er legt an diesem Montag erstmals ein sogenanntes EU-Jahresbarometer zur Lage der Kommunen und Regionen vor. Es bezieht sich hauptsächlich auf die Corona-Krise.

Die Studie dokumentiert auch krasse Unterschiede zwischen den Gesundheitssystemen der einzelnen EU-Mitgliedsländer: Während für Deutschland 29,2 Intensivbetten pro 100 000 Einwohner verzeichnet werden, sind es in Portugal gerade mal 4,2. Der Ausschuss mahnt deshalb dringend den Ausbau der Kapazitäten in Gesundheits-, Pflege- und Notfallsystemen in allen Regionen an.

22:01
Slowakei verschärft Corona-Regeln - Maskenpflicht im Freien
Die Slowakei verschärft ihre Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Im Freien muss ab Donnerstag eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wie der Krisenstab in Bratislava bekanntgab. Man ziehe die Notbremse, sagte Regierungschef Igor Matovic nach Angaben der Agentur TASR am Sonntag. Restaurants dürfen ab Donnerstag nur noch Speisen zum Mitnehmen verkaufen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen werden ganz geschlossen. Lebensmittelgeschäfte und Drogerien müssen einen Teil ihrer Öffnungszeiten für Senioren reservieren. Alle Grossveranstaltungen werden untersagt. Die Wettkämpfe der Profi-Sportligen dürfen nur ohne Publikum ausgetragen werden. Diskutiert wird noch über ein Versammlungsverbot für mehr als sechs Personen.

Die Slowakei war bisher glimpflich durch die Corona-Krise gekommen, kämpft aber mit steigenden Infektionszahlen. Seit Beginn der Pandemie wurden rund 19 850 Corona-Fälle registriert, es gab 61 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat knapp 5,5 Millionen Einwohner. (sda/dpa)
19:02
Nationalrat Alfred Heer positiv auf das Coronavirus getestet
Der Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer ist vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich bis am Donnerstag in Isolation. Am Montag hatte er an einer Sitzung mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter teilgenommen.

Ein Sprecher der Justizministerin bestätigte am Sonntagabend entsprechende Informationen des Onlineportals «Blick.ch». Die Bundesrätin sei an der Sitzung der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats aber durch eine Plexiglas-Trennwand rundum abgeschirmt gewesen, sagte der Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie habe zu keiner Zeit direkten Kontakt mit Alfred Heer gehabt. Der Bundesrätin gehe es gut.

Für die Justizministerin und die anwesenden Parlamentarier hat der Coronafall zunächst keine Auswirkungen. Sie wurden am Freitag über das positive Testergebnis Heers informiert. Aufgrund des Schutzkonzeptes des Parlaments seien kein Test und keine Quarantäne empfohlen worden, sagte der Sprecher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) weiter.

Der 58-jährige SVP-Nationalrat Heer war dem Medienbericht zufolge vergangene Woche positiv getestet worden. Er sei ohne Symptome, teilte er den Angaben zufolge «Blick.ch» mit. Heer war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. (sda)
SCHWEIZ MK SVP BEHOERDENPROPAGANDA IN ZUSAMMENHANG MIT ZWEI INIT
16:50
Bussen nach Corona-Verstössen in Israel - Festnahmen nach Demo
In Israel hat die Polizei am Wochenende Tausende Verstösse gegen die Corona-Abstandsregeln mit Bussgeld geahndet. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, hatten sich mehrere tausend ultra-orthodoxe Juden am späten Samstagabend in Jerusalem zum Feiertag Simhat Torah versammelt. Dabei seien Abstandsregeln und die Maskenpflicht missachtet worden. Zudem wurden in einer Synagoge vier Patienten mit Corona-Symptomen entdeckt. Zwei weitere Erkrankte wurden an Strassensperren gestoppt.

In der nördlichen Hafenstadt Haifa eröffneten die israelischen Streitkräfte am Sonntag zwei Corona-Stationen in einem zivilen Krankenhaus. Es ist das erste Mal, das israelische Soldaten Zivilisten medizinische Hilfe leisten. Damit könnte der Druck auf medizinische Einrichtungen im Norden Israels verringert werden, wo es viele arabische Dörfer mit hohen Infektionsraten gibt.

Israel ist von der Pandemie schwer betroffen. Unter den gut neun Millionen Einwohnern gab es bereits mehr als 290 000 Infektionen. 1941 Menschen sind nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität bis Sonntag an oder mit Covid-19 gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag wurden am Vortag 900 Neuinfektionen registriert, weit weniger als an den Spitzentagen der vorigen Woche. Allerdings wurde am Samstag auch weniger getestet.

Bei einer Demonstration gegen die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Tel Aviv wurden am Samstagabend vier Menschen festgenommen. Ihnen werden Angriffe auf Polizeibeamte und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Zu den Protesten aufgerufen hatte unter anderem die Bewegung «Schwarze Flaggen».

Gegen Netanjahu wird schon seit vielen Wochen immer wieder samstags demonstriert. Gegen den 70-Jährigen läuft derzeit ein Prozess wegen Korruption. Er streitet alle Vorwürfe ab. An den Protesten nehmen inzwischen auch Kritiker des Corona-Krisenmanagements der Regierung teil. (sda/dpa)
15:45
Trumps Arzt: Präsident nach Covid-19-Erkrankung nicht mehr ansteckend
Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Der jüngste Coronavirus-Test habe nach «gegenwärtig anerkannten Standards» gezeigt, dass der Präsident «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt», erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend (Ortszeit) in einem vom Weissen Haus verbreiteten Schreiben. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, plant schon von Montag an wieder grosse Wahlkampfauftritte. Am Samstag sprach er bereits von einem Balkon des Weissen Hauses aus knapp 20 Minuten lang zu mehreren Hundert Anhängern auf dem Gelände.

Trump könne nun, rund zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome, gemäss den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden, erklärte der Arzt. Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten eine stets abnehmende Viruskonzentration gezeigt, schrieb Conley weiter. Er werde Trump, der wieder zu «seinem aktiven Terminplan» zurückkehre, weiter beobachten. Conley schrieb jedoch nicht, dass ein Corona-Test bei Trump negativ ausgefallen war. Es schien daher wahrscheinlich, dass auch der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv ausgefallen war.

Trump habe seit «weit mehr als 24 Stunden» kein Fieber mehr, «alle Symptome» hätten sich «verbessert», schrieb der Arzt. Conley machte am Samstag aber keine Angaben dazu, welche Symptome bei Trump noch in welchem Mass feststellbar waren. Am Mittwoch hatte Conley berichtet, Trump sei seit mehr als 24 Stunden «frei von Symptomen».
APTOPIX Virus Outbreak Trump
15:39 Uhr: User-Meinung
von Pfirsch
Das Problem mit privaten Veranstaltungen ist, dass Abstand einzuhalten meist schwierig ist; da kommt es nicht auf die Grösse der Räumlichkeiten an.

Ich habe schon zweimal auf privaten Veranstalten erlebt, dass die Leute mit Unverständnis reagiert haben, wenn ich keine Umarmung wollte & versucht habe, Abstand zu halten. Man gilt als unhöflich, man stellt sich an, man impliziert, der andere sei krank, obwohl der sich gut fühlt (was als Beleidigungen empfunden wird).

Die Leute scheinen auch zu glauben, man steckt sich bei Familien & Freunden nicht an. Ich frage mich, wie viele Menschen sich angesteckt haben, weil sie dem «Gruppenzwang» nachgegeben haben.
15:39
Bund erarbeitet Winterstrategie zu Corona-Pandemie
Der Bund ist zusammen mit den Kantonen daran, eine sogenannte Winterstrategie zur erarbeiten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Der Inhalt der Strategie werde in den kommenden Wochen kommuniziert, sagte ein BAG-Sprecher am Sonntag.

Der Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bestätigte damit auf Anfrage einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Gemäss dem Zeitiungsbericht werden bei der Strategie unter anderem lokale und regionale Einschränkungen und Lockdowns in besonders betroffenen Gebieten geprüft.

Die «NZZ am Sonntag» stützte sich dabei auf ihr vorliegende Protokolle von Telefonkonferenzen zwischen dem BAG und den Kantonsärzten.
15:37
Mediziner: Geringes Risiko für Corona-Infektion über Augen
Eine Corona-Infektion über die Augen ist nach Medizinerangaben unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Reibe man sich beispielsweise die Augen mit Corona-kontaminierten Händen, «wäre eine Übertragung auf die Nasenschleimhaut oder die Atemwege denkbar, sagte Clemens Lange vom Universitätsklinikum Freiburg auf dem Jahreskongress der Deutschen Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Es gibt im Kopf Verbindungen zwischen den Augen und der Nase wie etwa Tränenwege. Bei derzeitiger Studienlage »weist jedoch nichts darauf hin, dass wir die Augen als bedeutsame Eintritts- oder Austrittspforte des Virus betrachten müssen«, stellte Lange fest. Auf dem DOG-Kongress von Freitag bis Sonntag diskutierten die Teilnehmer in diesem Jahr online über diverse Aspekte der Augenmedizin.

Einige Studien postulieren Lange zufolge, dass eine Ansteckung über die Bindehaut möglich ist. Es sei jedoch noch nicht eindeutig geklärt, ob die Zellen der Augenoberfläche genügend Eintrittspforten hätten. In keiner der Proben von 46 untersuchten Menschen seien relevante Mengen der für Corona wichtigen Rezeptoren ACE-2 oder TMPRSS2 in der Bindehaut festgestellt worden, sagte Lange, der an dieser Studie beteiligt war. Andere Forscher hatten in der Augenhornhaut Hinweise auf diese Rezeptoren gefunden, allerdings eine tatsächliche Corona-Übertragung darüber nicht geprüft.

Eine Übertragung über die Tränenflüssigkeit ist Lange zufolge ebenfalls eher unwahrscheinlich. »Der regelmässige Lidschlag des Auges sowie die geringe Augenoberfläche dürften verhindern, dass ausreichend Viren ins Auge gelangen können.« Auch enthalte der Tränenfilm von Corona-Infizierten nur sehr selten Virenerbgut.

Lange schliesst eine Übertragung des Coronavirus über die Augen aber keinesfalls aus. Selbst bei augenärztlichen Untersuchungen dürfte jedoch von Aerosolen aus den Atemwegen infizierter Menschen ein deutlich höheres Infektionsrisiko für die Mediziner ausgehen als von Tränenfilm und Augenoberfläche der Patienten.

»Obwohl wir derzeit eher keine Infektion über das Auge befürchten müssen, sind weitere Untersuchungen notwendig, um Aufschluss über die tatsächliche Infektiosität und mögliche Orte der Virusvermehrung zu erhalten", mahnte DOG-Präsident Hans Hoerauf von der Universitätsmedizin Göttingen jedoch. Klinikpersonal sei trotz des offenbar geringen Risikos dringend zu raten, bei bestimmten intensivmedizinischen Arbeiten mit Coronapatienten die Augen durch eine Brille zu schützen. (sda/dpa)
12:56
Epidemiologe Tanner ist gegen starre Personen-Obergrenze für Privatanlässe
Seit in der Schweiz wieder täglich über 1000 Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet werden, steht die Frage nach schärferen Massnahmen im Raum. Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes hatte zuletzt flächendeckende Massnahmen angeregt, etwa Obergrenzen für private und öffentliche Anlässe. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagt nun Marcel Tanner, Epidemiologe und ebenfalls Taskforce-Mitglied, strikte Vorschriften seien dabei grundsätzlich keine gute Idee.

Laut Tanner kommt es nämlich nicht nur auf die Anzahl Personen an, sondern auch auf die Räumlichkeiten. «Das Geburtstagsfest der Grossmutter in einem grossen durchlüfteten Raum mit 40 Personen ist unter Umständen weniger problematisch als ein Fest mit nur halb so vielen Teilnehmern in einem kleinen, stickigen Raum.» Die Taskforce sei deshalb zurückhaltend mit Empfehlungen bezüglich privater Anlässe.

Tanner befürchtet, dass fixe Beschränkungen von den Menschen als «sture Behördenmassnahmen» empfunden und nicht befolgt würden. «Zielführender als starre Vorschriften ist deshalb, dass wir die Menschen dazu bringen, solche Feste in geeigneten Räumen durchzuführen, immer gut zu lüften und auf innige Umarmungen zu verzichten.»

Um an die Vernunft der Bevölkerung zu appellieren, ist laut Tanner nun die Kommunikation entscheidend. Er stellt fest, dass der Bundesrat seit Ende des teilweisen Shutdowns im Frühling eher stumm sei. «Bundesrat und Behörden hätten noch viel mehr in gezielte – Ausblicke schaffende – Kommunikation investieren müssen», so Tanner gegenüber der «SonntagsZeitung.» (ch media)
12:52
Über sieben Millionen Corona-Infektionen in Indien
Indien hat mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen registriert. Allein innerhalb von 24 Stunden seien rund 74 000 nachgewiesene Neuinfektionen hinzugekommen, berichtete das indische Gesundheitsministerium am Sonntag. Das Land mit über 1,3 Milliarden Einwohnern hat damit nach den USA die zweitmeisten bekannten Infektionen.
urn:newsml:dpa.com:20090101:200612-99-401285
Die offiziellen Neuinfektionen nehmen in absoluten Zahlen seit längerem schneller zu als in jedem anderen Land der Welt. Gleichzeitig macht sich unter der Bevölkerung eine Maskenmüdigkeit breit. Auch Abstandsregeln werden weniger befolgt. Der Chef der Ärztevereinigung des Bundesstaates Maharashtra sagte: «Die Leute glauben, dass sie sicher sind, weil sie bis jetzt noch nicht infiziert worden sind.»

Indien verzeichnet laut Johns-Hopkins-Universität die drittgrösste Zahl von Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind - nach Daten des indischen Gesundheitsministeriums rund 108 000. Auf die Bevölkerung gerechnet sind dies zwar weniger Corona-Tote als in anderen Ländern. Allerdings ist die Testrate in Indien noch deutlich niedriger als in vielen anderen Staaten. (sda/dpa)
10:37
Düstere Aussichten für Schweizer Hotellerie wegen Coronavirus
Gemäss der neusten Branchenumfrage von Hotelleriesuisse ist wegen der Corona-Pandemie die Prognose für den Winter für die Hotelbetriebe düster. Die Lage verschärfe sich schweizweit und die Konkurswahrscheinlichkeit für die kommenden Monate sei hoch.

Der Verband hat vom 30. September bis 4. Oktober seine Mitglieder zur aktuellen Lage befragt. Schnelltests statt Quarantäne, eine Harmonisierung der Reiseregelungen und gezielte Unterstützungsmassnahmen sind demnach momentan die primären Forderungen der Hotelbetriebe.

Die Sommersaison sei für 66 Prozent der Betriebe schweizweit deutlich schlechter als im Vorjahr verlaufen, schreibt der Branchenverband. Obwohl in den ländlich-alpinen Gebieten mehr Schweizerinnen und Schweizer Ferien gemacht hätten, seien teils massive Einbussen verzeichnet worden. Vor allem Betrieben im Berner Oberland und im Wallis hätten die internationalen Gäste gefehlt.
SCHWEIZ HOTELLERIE AUGUST 2020
In den kommenden Monaten erwarten die Hotelbetriebe gemäss der Umfrage klar tiefere Auslastungszahlen sowie grosse Umsatzeinbussen. So rechnen schweizweit 70 Prozent der Betriebe mit einer schlechteren Wintersaison als im Vorjahr.


Aufgrund der deutlich getrübten Aussichten schätzt die Hotellerie die Konkurswahrscheinlichkeit wieder höher ein. Während im Juni ca. 3 Prozent der Hotelbetriebe eine Konkurswahrscheinlichkeit von 60 Prozent und mehr angegeben hatten, rechnen nun 6 Prozent mit einem solch hohen Konkursrisiko. Dabei seien vor allem städtische Betriebe betroffen. (sda)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

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