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Liveticker

Bundesplatz ist wieder geräumt +++ Stadtpräsident: Aktivisten wollten es



Das Wichtigste in Kürze

Die aktuellen Entwicklungen findest du im Liveticker:

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Team watson
13:42
Polizei nimmt 100 Klima-Aktivisten mit - Über 100 gingen freiwillig
Die Berner Kantonspolizei hat bei der Räumung des Bundesplatzes rund 100 Klima-Aktivisten in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Das teilte sie am Mittwochmittag mit. Die Betroffenen müssen mit Anzeigen rechnen.

Zur Last gelegt werden ihnen mehrheitlich Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen und die Hinderung einer Amtshandlung. Angezeigt werden auch einige weitere Personen, die sich abseits des Bundesplatzes aufhielten. Sie sollen laut Polizei den Anweisungen nicht nachgekommen sein.

Die Polizei hatte das Protestcamp vor dem Bundeshaus in der Nacht auf Mittwoch geräumt. Um 02.30 Uhr rief sie die Klima-Aktivisten zunächst auf, den Platz selbständig zu verlassen.

Dieser Aufforderung kamen laut neuen Polizeiangaben weit über hundert Aktivisten nach. Sie erhielten eine mündliche Wegweisung und konnten den Ort nach Angabe der Personalien verlassen. Danach machte sich die Polizei daran, die verbliebenen Aktivisten vom Bundesplatz wegzubringen. Die meisten wurden weggetragen.

Weil sich manche Aktivisten an Gegenständen festgemacht hatten, wurden die Einsatzkräfte von Schutz und Rettung Bern beigezogen. Während Feuerwehrleute die Konstruktionen lösten oder aufbrachen, war der Einsatz der Sanität präventiver Natur. Laut Polizei wurde niemand verletzt. (sda)
10:07
Alles zu Ende
SWITZERLAND CLIMATE PROTEST
Nach der Absperrung für die polizeiliche Räumung des Klimacamps ist der Bundesplatz ist seit Mitte Mittwochvormittag wieder frei zugänglich. Das städtische Tiefbauamt sowie Aktivisten waren noch daran, die letzten Installationen wegzuräumen.

Die Besetzung des Bundesplatzes sei «planmässig beendet worden», teilte der Berner Gemeinderat mit. Derzeit liefen die letzten Abbau- und Aufräumarbeiten.

Trotz «aufgeheizter politischer Stimmung» habe die schwierige Situation geordnet und gewaltlos bewältigt werden können. Es gehöre zur politischen Kultur der Stadt Bern, bei Konflikten zuerst alle involvierten Parteien abzuholen und einzubinden, schreibt der Berner Gemeinderat.

«Die Klimakatastrophe lässt sich nicht räumen», teilten die Aktivisten von «Rise Up For Change» ihrerseits am Mittwoch mit. Die letzten Tage hätten eindrücklich gezeigt, «wie stark die Klimabewegung und wie breit ihr Rückhalt in der Bevölkerung ist».

Nebst den Hunderten von Menschen auf dem Bundesplatz hätten sich über 20'000 Menschen über die Kampagnenplattform Campax mit der Klimabewegung solidarisiert. (sda)
8:30
Berner Stadtpräsident: Aktivisten wollten die Räumung
Die Räumung des Bundesplatzes ist nach dem Eindruck des Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried «ruhig und gesittet» abgelaufen. Er hat den Eindruck, dass die Aktivisten auf die polizeiliche Aktion gewartet haben.

Auf allen Seiten sei sehr professionell gearbeitet worden, sagte von Graffenried am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Man hatte ein bisschen den Eindruck, es sei alles nach Drehbuch abgelaufen.»

Von Graffenried erinnerte daran, dass die Berner Stadtregierung den Aktivisten seit Montag mehrmals einen anderen Standort für ihr Klima-Camp angeboten habe. Die Aktivisten hätten dies abgelehnt. Dass die Besetzung des Bundesplatzes illegal war, hätten sie in Kauf genommen. «Sie sagten uns, die Illegalität gehöre ein bisschen dazu.»

Am Dienstagabend hatten die Aktivisten ein letztes Ultimatum der Stadt abgelehnt. «In dem Sinn wollten sie, dass die Besetzung polizeilich beendet wird.» Er habe den Eindruck, dass sie auf die polizeiliche Aktion gewartet hätten. Von Graffenried war selber die ganze Nacht über vor Ort und verfolgte die Räumung. (sda)

8:27
Bundesplatz weitgehend geräumt – Keine Verletzten
Die Besetzung des Bundesplatzes durch Klima-Aktivisten ist nach 48 Stunden zu Ende gegangen. Die Berner Polizei räumte in der Nacht auf Mittwoch den Platz vor dem Bundeshaus.

Sie führte eine unbekannte Zahl Aktivisten ab und nahm ihre Personalien auf. Die Betroffenen müssen mit einer Anzeige rechnen. Etwa drei Dutzend Personen hatten den Platz zuvor freiwillig verlassen.


7:02
Der Bundesplatz ist wieder (fast) leer
Die letzten Klima-Aktivisten, die sich an ihren Velos angekettet hatten, wurden von der Feuerwehr abgetrennt und weggebracht. Der Bundesplatz ist am Mittwochmorgen wieder menschenleer.


06:00
Räumung dauert an
Die Räumung des Bundesplatzes zieht sich in die Länge. Um sechs Uhr hat die Polizei zwar die allermeisten Demonstranten abgeführt. Die Feuerwehr muss aber einzelne Klimastreiker wegschneiden, weil sie sich festgekettet haben. Die Infrastruktur wie Zelte, Küche und Toilette stehen nach wie vor auf dem Bundesplatz. «Wir haben vorwiegend junge Erwachsene weggeführt», sagt Polizeisprecher Christoph Gnägi. Wie viele Personen insgesamt weggebracht worden sind, kann die Polizei noch nicht sagen.
SWITZERLAND CLIMATE PROTEST
04:58
Zwischenfazit Polizei ++ Feuerwehr entfernt angekettete Demonstranten
Um 5 Uhr zieht Polizeisprecher Christoph Gnägi ein Zwischenfazit. Die Räumung verlaufe ruhig und friedlich. Einzelne Demonstranten hätten sich an Gegenstände angekettet. «Darum haben wir die Feuerwehr beigezogen, um sie zu erlösen», so Gnägi. Derweil sind auf dem Bundesplatz die Geräusche der Trennschneider der Feuerwehr zu hören.
04:45
Klimastreiker sind «hässig und traurig»
Klimastreikerin Lena Bühler steht durchnässt vor den Abschrankungen des Bundeplatzes. «Wir sind hässig und traurig», sagt sie im watson-InterviewDies wenn man bedenke, dass im Bundeshaus über die Zukunft des Klimas diskutiert werde.

Darum sei es mega wichtig, dass man weiterhin vor Ort bleibe und Widerstand leiste. «Es ist schockierend, dass friedliche Klimastreikende einfach abtransportiert werden.»
04:00
Polizei trägt Demonstranten weg ++ Stimmung friedlich
Kurz vor 4 Uhr herrscht auf dem Bundesplatz eine bizarre Stimmung. Aktivisten singen «Let it be», derweil führt die Polizei erste Demonstranten ab. Sie werden zu Pavillons gebracht, wo ihre Personalien aufgenommen werden. Wie ein Polizeisprecher zu watson sagt, ist noch nicht abschliessend klar, wie sie gebüsst werden.
03:30
«Letze Möglichkeit, den Bundesplatz zu verlassen»
Jetzt gilt es ernst: «Es gibt nun die letzte Möglichkeit, den Bundesplatz zu verlassen», teilt die Polizei den Aktivisten per Lautsprecher mit. Danach soll die Räumung des Platzes beginnen. Ordnungshüter haben bereits damit begonnen, Transparente zu entfernen.
03:10
Durchnässte Klimastreiker harren weiter aus
Die Klima-Aktivisten denken nicht daran, einfach aufzugeben. Sie harren durchnässt auf dem Bundesplatz aus.

02:40
Einige Aktivisten verlassen den Bundesplatz
Polizisten rufen die Aktivistinnen per Lautsprecher dazu auf, den Platz jetzt zu verlassen. Die Aktivisten sitzen auf dem Boden und singen Lieder. Sie widersetzen sich der Räumung.

Einige Aktivisten folgen dem Aufruf und verlassen das Camp. Sie werden auf der Bundesgasse von der Polizei kontrolliert. Die grosse Mehrheit der Aktivisten bleibt jedoch. Sie skandieren «Klimaschützen ist kein Verbrechen».


02:15
Polizei umstellt Klima-Camp
Showdown vor dem Bundeshaus: Kurz nach 2 Uhr haben Polizeigrenadiere den Bundesplatz abgesperrt. Die Räumung des Klima-Camps geht los. Die Aktivisten werden aufgefordert, den Platz zu verlassen. Diese antworten mit Sitzblockaden, Menschenketten und singen Lieder.
22:00
Gewitter über Bern
Derzeit zieht eine Gewitterzelle über Bern. Im Klima-Camp hat es zu Regnen begonnen. Doch die Aktivistinnen und Aktivisten harren weiter aus.
21:02
Konzerte und friedliche Stimmung
Noch immer befinden sich auf dem Bundesplatz in Bern zahlreiche Klimaaktivistinnen und Aktivisten. Auch die zweite Frist verstrich am Abend ohne Folgen. Um 21.00 Uhr befanden sich noch mehrere hundert Menschen auf dem Bundesplatz, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. Es finden Konzerte statt, es wird gekocht und die Stimmung ist friedlich. Ob der Platz polizeilich geräumt wird, wenn die Aktivisten nicht abziehen, liess Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) auf Nachfrage offen. «Das ist Spekulation.»


(ohe/sda)
20:36
«Werden keinen aktiven Widerstand leisten»
«Wir bleiben hier», so das Credo der Klimaaktvistinnen vor Ort auf dem Bundeshausplatz in Bern. Man werde den Platz nicht räumen. Bei einem allfälligen Eingreifen der Polizei, werde man aber keinen aktiven Widerstand leisten, so eine Sprecherin der Aktivisten gegenüber Blick.
19:14
Aktivisten noch immer auf Bundesplatz
Die Klimaaktvistinnen und Aktivisten sind noch immer auf dem Bundesplatz, obwohl die Berner Stadtregierung ihr bis 19 Uhr ein Ultimatum stellte. Wie Blick berichtet, wollen die Aktivistinnen gegen 20.30 Uhr einen Entscheid fällen, ob sie auf dem Bundesplatz in Bern bleiben oder nicht. Die Polizei markiert vor Ort Präsenz, greift aber nicht ins Geschehen ein.
18:32
Lage beruhigt sich
Gemäss der Kantonspolizei Bern hat sich die Lage beruhigt. In einem Tweet bedauern die Verantwortlichen, dass die Demonstrantinnen nicht auf Dialogversuche eingegangen sind. Kritik erntet die Polizei jedoch für die Aussage, dass die Demonstration «aufgelöst» wurde. Gemäss watson-Reportern vor Ort, haben sich die Demonstranten auf dem Bundesplatz mit den Klimaaktivisten vereint.




17:55
Polizei zieht sich zurück ++ Demonstranten laufen Richtung Bundesplatz
Die Polizei hat sich gemäss Berichten vor Ort zurückgezogen. Die Demonstranten der unbewilligten Flüchtlingsdemo ziehen derzeit in Richtung Bundesplatz und treffen dort auf die Klimaaktivistinnen.



17:40
Klimaschicker schicken «Hilfsdemo» zu Flüchtlingen
Ein Teil der Klimastreiker hat einen Demozug geformt und sich Richtung Bollwerk aufgemacht. Dort wollen sie mit einer «Hilfsdemo» die unbewilligte Kundgebung von Flüchtlingen unterstützen. Der Demonstrationszug beim Bollwerk wird derzeit von der Polizei mit Wasserwerfern in Schach gehalten.
17:25
Aktivisten beraten über das weitere Vorgehen
Nachdem die Berner Stadtregierung den Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Bundesplatz ein letztes Ultimatum für heute Dienstagabend gegeben hat, beraten diese derzeit über das weitere Vorgehen.

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Klimabewegung besetzt Bundesplatz

Bundesplatz-Besetzung fürs Klima

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