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Trump spielt Corona-Gefahr herunter ++ Italien meldet Rekordzahlen



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Team watson
22:01
83 000 Neuinfektionen in USA - Trump spielt Corona-Gefahr herunter
US-Präsident Donald Trump hat im Angesicht einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen die Gefahren durch das Virus heruntergespielt. «Ich hatte es, hier bin ich», verkündete Trump in Anspielung auf seine Covid-19-Erkrankung bei einem Wahlkampfauftritt am Samstag. «Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin.» Trump war unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Medikament behandelt worden, das er als «Heilmittel» bezeichnete. Bis Samstag starben unterdessen mehr als 224 000 Amerikaner an der Krankheit.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA an einem Tag stieg auf mehr als 83 000 - der bisher höchste Wert. Trump führte die Entwicklung darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. «Wenn wir halb so viel testen würden, wäre die Zahl halb so hoch.» Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. «Macht man den Fernseher an: »Covid, Covid, Covid, Covid, Covid"«, beschwerte sich der Präsident.

«Ein Flugzeug stürzt ab, 500 Leute sind tot, sie reden nicht darüber. Covid, Covid, Covid, Covid.» Nach der Präsidentenwahl am 3. November werde man davon nichts mehr hören, behauptete Trump. In den USA starben zuletzt mehr als 900 Menschen an einem Tag durch das Coronavirus.

Zum Wahlkampfauftritt Trumps im Bundesstaat North Carolina kamen mehrere Tausend Anhänger. Viele von ihnen trugen keine Masken und hielten auch keinen Abstand. (sda/dpa)
President Donald Trump speaks during a campaign rally at the Robeson County Fairgrounds in Lumberton, N.C., Saturday, Oct. 24, 2020. (AP Photo/Chris Seward)
21:04
Italien meldet Rekordzahlen
Die Zahl der Neuinfektionen in Italien steigt auf ein Rekordhoch. Binnen 24 Stunden wurden 19'644 neue Fälle gemeldet, nach 19'143 am Freitag und 16'079 am Donnerstag.
21:00
Ökonomin: Kein Zielkonflikt zwischen Wirtschaft und Gesundheit
Zwischen Wirtschaft und Gesundheit gibt es nach den Worten der Wirtschaftsprofessorin Dina Pomeranz in der Pandemiebekämpfung keinen Zielkonflikt. Denn um die Wirtschaft zu schützen, müssten die Leute vor der Pandemie geschützt werden, sagte sie in einem Interview.

Sehr wichtig sei es, Massnahmen zu ergreifen, deren Nutzen gegen die Pandemie maximal gross sei und der Schaden für die Wirtschaft gleichzeitig maximal klein, sagte die Wirtschaftsprofessorin der Universität Zürich am Samstagabend im «Echo der Zeit» von Radio SRF weiter.

Gute Massnahmen für die Wirtschaft, die gleichzeitig wenig kosteten, währen zum Beispiel gutes Testen, das Maskentragen und ein viel effizienteres Contact Tracing sowie das ganz gezielte Einschränken von Aktivitäten, die besonders gefährlich seien. Als Beispiel nannte sie das Auftreten von Chören in Innenräumen.

Es gebe aber auch Massnahmen, die viel kosteten und wenig nützten. Als Beispiel sprach sie die Diskussion über die Quarantäne für Einreisende aus Ländern mit ähnlich hohen oder tieferen Ansteckungsraten als in der Schweiz an. «Das kostet für die Wirtschaft sehr viel, weil die Leute von der Arbeit oder weil Business-Kontakte wegfallen usw., und der Nutzen gegen die Pandemie ist sehr fraglich», sagte sie. «Wir müssen also sehr gezielte Massnahmen haben, die wirklich die Pandemie direkt angehen und möglichst wenig Schaden hervorrufen.»

Im Notfall, wenn die Lage nicht rechtzeitig in den Griff zu bekommen sei - und im Moment sehe es sehr gefährlich aus - könne ein Lockdown die einzige Massnahme sein, die noch Kosten-Nutzen-Effizient sei. «Aber wenn wir genügend früh andere Massnahmen haben, die gezielter sind, wird es nicht dazu kommen», sagte sie weiter. Deshalb sei es aktuell so wichtig, alles daran zu setzen, dass es nicht wieder so schlimm werde wie im Frühjahr.

Wieviel die Pandemie letztlich kosten werde, sei schwierig vorauszusagen, weil es darauf ankomme, wie sie verlaufe und wie rasch ein Impfstoff komme. «Es ist aber jetzt wichtig, langfristige Schäden zu vermeiden, die dann noch viel teurer würden», sagte sie. (sda)
Personen mit und ohne Schutzmasken gehen durch die Marktgasse waehrend der Corona-Krise, am Samstag, 24. Oktober 2020, in Bern. Der Regierungsrat hat am Freitag eine Reihe von Verboten beschlossen, die ab Mitternacht fuer vier Wochen in Kraft treten: oeffentliche und private Veranstaltungen von mehr als 15 Personen sind verboten, fuer die Gastronomie gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr. Schliessen muessen zudem Bars, Clubs und Discos sowie oeffentlich zug
17:55
Österreich verschärft Maskenpflicht und beschränkt Kontakte
Wegen der stark steigenden Corona-Infektionen gelten in Österreich ab diesem Sonntag verschärfte Schutzmassnahmen: In Innenräumen dürfen sich zu Tanz- oder Yogakursen oder privaten Geburtstagsfeiern nur noch sechs Personen treffen, draussen zwölf. Das gilt auch für Amateur-Chöre und Musikkapellen. Auf der Strasse muss wieder ein Meter Abstand gehalten werden, ausser zu Mitgliedern des eigenen Haushalts. In Restaurants dürfen nur noch sechs statt zehn Erwachsene an einem Tisch sitzen.

Die Maskenpflicht wird im öffentlichen Raum ausgeweitet, etwa an Bahnhöfen, Haltestellen und in Einkaufspassagen. Unter anderem müssen Opern- oder Theaterbesucherinnen und -besucher während der ganzen Vorstellung eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Masken sind auch bei Besuchen in Altenheimen nun Pflicht, ebenso auf Märkten drinnen und draussen. Grossveranstaltungen dürfen nur noch mit 1000 statt 1500 Teilnehmern drinnen und mit 1500 statt bislang 3000 draussen stattfinden.

Wie schon bislang muss der Mund-Nasen-Schutz weiter auch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden, darunter in Seilbahnen, Reisebussen und Ausflugsschiffen. (sda/dpa)
17:49
14 714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Jetzt über 10 000 Tote
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 14 714 neue Corona-Infektionen gemeldet - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Problemen bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, sind in den jüngsten Angaben zu Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10 000.

Der deutliche Anstieg der Corona-Neuinfektionen um fast 3500 im Vergleich zum Freitag beruht auf einer Panne: «Aufgrund eines Serverausausfalls am RKI am 22.10.2020 wurden nicht alle Datensätze von den Gesundheitsämtern und zuständigen Landesbehörden übermittelt», hiess es am Samstag auf der RKI-Seite. «Damit wurde gestern die Differenz zum Vortag unterschätzt. Die Fälle wurden im Verlauf des gestrigen Tages nachübermittelt, wodurch die Differenz zum Vortag heute auch die nachübermittelten Fälle enthält und dadurch überschätzt wird.» Betroffen von der Panne waren unter anderem Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.

Generell sind die derzeit sehr hohen Infektionszahlen jedoch nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar. Mittlerweile wird wesentlich mehr getestet - und damit werden auch mehr Infektionen entdeckt. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut RKI in Deutschland 418 005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 00.00 Uhr). 10 003 Menschen sind demnach im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben - es waren am Samstag 49 mehr als am Vortag. Mehr als 314 000 Menschen sind den Angaben zufolge wieder genesen. Demnach sind derzeit rechnerisch etwa 94 000 Menschen infiziert.

Intensivmedizinisch behandelt wurden am Samstag nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 1203 Covid-Patienten. Fast die Hälfte von ihnen (533 Patienten; 44 Prozent) wurden invasiv beatmet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (sda/dpa)
ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DEUTSCHLAND DIE SCHWEIZ AB KOMMENDEN SAMSTAG ZU CORONA-RISIKOGEBIET ERKLAERT, AM DONNERSTAG, 22. OKTOBER 2020 - Zugreisende mit Schutzmaske im Bahnhof Bern am Montag, 12. Oktober 2020. In oeffentlichen Raeumen, Geschaeften, im oeffentlichen Verkehr sowie in Bahnhoefen des Kantons Bern gilt ab ab Montag, 12. Oktober, eine allgemeine Maskenpflich. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
17:26
Tausende demonstrieren gegen Corona-Massnahmen in London
In London haben erneut Tausende gegen die Corona-Massnahmen der britischen Regierung demonstriert. Vom Hyde Park aus marschierten die Teilnehmenden am Samstag mit Bannern und Plakaten durch das Zentrum der britischen Hauptstadt und forderten ein Ende der Corona-Beschränkungen. Der «Guardian» und die britische Nachrichtenagentur PA berichteten von «Tausenden Teilnehmern», die Polizei machte keine Angaben zu den Zahlen. Die Protestierenden sprachen sich gegen die Maskenpflicht aus und kritisierten die geltenden Massnahmen als Tyrannei oder Überwachung. Manche stellten auch die Pandemie an sich infrage. Aufgerufen hatte unter anderem die Organisation Save our Rights UK.

In England gilt zur Eindämmung des Virus seit kurzem ein dreistufiges Warnsystem, in dem je nach Einstufung unterschiedlich scharfe Massnahmen gelten. Insbesondere im Norden Englands müssen teilweise Pubs und Bars schliessen, ausserdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten untersagt. In ganz England gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr und eine maximale Anzahl von sechs Personen bei Treffen. Die Zahlen in Grossbritannien steigen dramatisch an, sie lagen zuletzt mehrfach bei mehr als 20 000 Fällen pro Tag. (sda/dpa)
People pass through Trafalgar Square, protesting against the lockdown restrictions brought in to prevent the spread of coronavirus, in London, Saturday, Oct. 24, 2020. (Jonathan Brady/PA via AP)
15:07
Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren fordern schärfere Massnahmen
Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren (ZGDK) fordern den Bundesrat einstimmig dazu auf, «rasch griffige Massnahmen» gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu beschliessen. Ansonsten drohe ein Zusammenbruch des Contact Tracing und eine Überlastung des Gesundheitswesens.

Die ZGDK befürworte die «deutliche Ausdehnung der Maskenpflicht» in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz, falls der Abstand nicht eingehalten werden könne, hiess es in einer Medienmitteilung vom Samstag.

Ausserdem befürwortet die ZGDK, dass bei Anlässen nur noch maximal 30 Personen zugelassen sein dürften. Bei privaten Veranstaltungen fordert die ZGDK eine Beschränkung auf zehn Personen. Auch im Amateursport brauche es strengere Regeln, ganz untersagt werden sollen Chorproben und -konzerte. Diskotheken und Tanzlokale müssten geschlossen werden.

Falls auf Bundesebene keine «einheitlichen und umfassenden Massnahmen» beschlossen würden, würden die ZGDK ihren jeweiligen Kantonsregierungen entsprechende Massnahmen empfehlen. Dabei sollten die Zentralschweizer Kantone möglichst einheitlich agieren. Um aber auch weiterhin schnell reagieren zu können, befürwortet die ZGDK auch die Einführung von unterschiedlichen kantonale Massnahmen.
13:15
Bundespräsidentin Sommaruga: «Bundesrat beschliesst sehr bald neue Corona-Massnahmen.»
«Der Bundesrat wird weitere Massnahmen beschliessen müssen - sehr bald beschliessen müssen.» Das hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Rand einer Visite im Berner Inselspital am Samstag gesagt.

Die Bundespräsidentin hatte sich vor Ort über die Arbeit des Berner Universitätsspital im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informieren lassen.

«Im Spital sieht man, wie wichtig es ist, dass wir gemeinsam die Fallzahlen wieder herunterbringen», sagte Sommaruga gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Denn wenn es in den Spitälern und Intensivstationen nicht genügend Betten gebe, werde das Virus gefährlich. «Gefährlich für uns alle», wie die Bundesrätin betonte.

Sie habe in der «Insel» sehr engagierte Leute angetroffen, die alles dafür täten, dass die Gesundheitsversorgung funktioniere. «Aber sie sind darauf angewiesen, dass die Fallzahlen zurückgehen. Das braucht uns alle.»

Der Bund hatte vergangenen Sonntag im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie weitere Massnahmen beschlossen. Seither haben auch zahlreiche Kantone Massnahmen ergriffen. Die Wissenschafts-Taskforce des Bundes kam aber zum Schluss, dass dies noch nicht ausreicht.

«Darum ist für mich klar, der Bundesrat wird weitere Massnahmen beschliessen müssen - sehr bald beschliessen müssen» sagte Sommaruga. Der Bundesrat prüfe auch, wo es noch zusätzliche Unterstützung brauche, sei es vom Zivilschutz oder von Seiten der Armee.

Sommaruga versteht Ruf nach Klarheit

Mit der Ankunft der zweiten Coronawelle und den unterschiedlichen kantonalen Massnahmen wurde auch der Ruf laut, dass der Bund wieder eine stärkere Rolle einnehmen sollte, wie er dies im Frühjahr getan hatte. Sie verstehe, dass ganz viele Leute wieder Klarheit haben wollten, was nun gelte.

«Da brauchen wir auch auf nationaler Ebene - das sagt auch die Wissenschafts-Taskforce, wieder zusätzliche Massnahmen. Obschon es erfreulicherweise auch Kantone gab, die wirklich gehandelt haben», sagte Sommaruga weiter.

Bund und Kantone arbeiteten zusammen. Aber für Klarheit im ganzen Land werde ihrer Ansicht nach der Bundesrat in Kürze wieder zusätzlich Massnahmen beschliessen.
Bundesraetin Simonetta Sommaruga kommt fuer einen Spitalbesuch zum Inselspital, am Samstag, 24. Oktober 2020 in Bern. Der Berner Regierungsrat hatte am Freitag eine Reihe von Verboten beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudaemmen. Am kommenden Mittwoch wird der Bundesrat zum Coronavirus tagen. (KEYSTONE/Anthony Anex)
13:00
Ueli Maurer: «Wir haben nicht noch einmal 30 Milliarden»
Bundesrat Ueli Maurer warnte am Samstag in einer Ansprache an die Delegierten der SVP Schweiz vor den Folgekosten der Coronakrise. Der Bund habe im Frühjahr bereits Ausgaben in der Höhe von 30 Milliarden Franken beschlossen. Dies werde die Schweizer Wirtschaft auf Jahrzehnte hinaus belasten. Ein zweites Mal könne sich die Schweiz ein derart hohes finanzielles Engagement nicht leisten: «Wir haben nicht noch einmal 30 Milliarden», sagte Maurer.

Bei allen gesundheitspolitischen Massnahmen müsse deshalb auch an die Folgekosten gedacht werden. Sonst könnten die Massnahmen verheerende Folgen für den Mittelstand haben. Allein ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um ein Prozent bis im nächsten Sommer bedeute, dass 40'000 Menschen plötzlich ohne Einkommen dastünden. «Dahinter stehen Familien, die nicht wissen, wie sie ihre Auslagen bezahlen werden», sagte der Bundesrat.
Bundesrat Ueli Maurer, spricht am Delegiertenversammlung die Schweizerische Volkspartei der Schweiz (SVP Schweiz), am Samstag, 24. Oktober 2020, in Bern. Mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen und zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten findet der Delegiertenversammlung digital statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)
12:55
Kanton Bern meldet über 700 neue Fälle
Im Gegensatz zum BAG vermeldet der Kanton Bern auch am Wochenende Infektionszahlen. In den letzten 24 Stunden wurden 715 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Dies ist ein leichter Rückgang zum Vortag, als im Kanton Bern über 800 Fälle verzeichnet wurden. Die Anzahl der Hospitalisationen verharrt auf 153.
Der Eingang zur COVID-Triage im Inselspital fotografiert waehrend der Coronavirus (Covid-19) Pandemie, am Dienstag, 17. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
12:46
Spanien stimmt Bevölkerung auf «sehr harte Monate» ein
In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Massnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen «El País» und «La Vanguardia» am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Vortag auf «sehr harte Monate» eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden.
12:20
Gewerkschaftsboss verlangt stärkere Corona-Kontrollen
Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizer Gewerkschaftsbundes SGB, zeigte sich in in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF 1 besorgt über die Folgen der Wirtschaftskrise für Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende. Nun sei es wichtig, dass sich alle Firmen an die nötigen Schutzmassnahmen hielten. «Es gibt schwarze Schafe, und es gibt Kantone, die bei den Kontrollen nachgelassen haben», sagte Lampart.

Wichtig sei nun aber auch, der Angst entgegenzutreten: «Angst um den Arbeitsplatz hilft dem Virus.» Denn wer um seinen Arbeitsplatz fürchte, gerate eher in Versuchung, krank arbeiten zu gehen. Entsprechende Fälle seien aus Deutschland bekannt. Die Politik müsse deshalb betroffenen Unternehmen Unterstützung anbieten, Kurzarbeit ermöglichen und für niedrige Einkommen vollen Lohnersatz garantieren.

Einem zweiten Lockdown steht Lampart skeptisch gegenüber. Wenn es nicht gelinge, die Übertragungen im Privatleben einzudämmen, werde es danach zu einem Wiederanstieg kommen.
Daniel Lampart, Chefoekonom SGB, spricht waehrend der SGB-Delegiertenversammlung, am Freitag, 4. November 2016 im Hotel Ador in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
12:15
Slowakei startet Corona-Massentests
In der Slowakei sind am Samstag landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschliesslich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmittelkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, ausser ins Testlabor fast nirgendwohin gehen - auch nicht zur Arbeit.

In diesen Bezirken begann schon am Freitag unter der Regie des Verteidigungsministeriums die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Bewohner auf das Coronavirus getestet werden.
11:05
Merkel wendet sich erneut an die Bevölkerung
In ihrem letzten Podcast hat sich Kanzlerin Angela Merkel mit einem dringenden Appell an die deutsche Bevölkerung gewandt. Auch ihr neues Video nutzt die CDU-Politikern dazu, um auf die dramatische Corona-Situation hinzuweisen – und greift dabei zu einer besonderen Massnahme: «Es sind jetzt noch weit mehr Orte, an denen so viele Infektionen gezählt werden, dass die Gesundheitsämter mit der Kontaktverfolgung nicht mehr mitkommen», so die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Youtube-Podcast (siehe Video unten).

Merkel betont erneut, dass das Verhalten der Bürger nun entscheidend im Kampf gegen das Coronavirus sei. Und wieder zählt sie das Reduzieren von Kontakten als wirkungsvollste Massnahme gegen das Virus auf. «Ich weiß, eigentlich erwartet man, dass Politiker immer wieder neue Worte finden"», räumt die Kanzlerin ein. Doch für sie gelte nur das, was sie bereits in der letzten Woche gesagt habe. Damals rief sie die Bevölkerung dazu auf, alle unnötigen Reisen zu unterlassen und Abstand zu halten.
10:30
Belgien meldet über 15'000 Infektionen
Belgien meldet mit 15 432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. Die Zahl sei für vorigen Dienstag (20. Oktober) registriert worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag. Belgien hat 11, 5 Millionen Einwohner. Die Schweiz registrierte zuletzt über 6000 Infektionen bei 8,5 Millionen Einwohnern.
09:15
Polens Präsident hat Corona
Der polnische Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Präsidentensprecher Blazej Spychalski am Samstagmorgen auf Twitter mit. Der 48 Jahr alte Präsident fühle sich gut, betonte Spychalski.
epa08767852 Polish president Andrzej Duda during his visit to the PGE Narodowy stadium in Warsaw, 23 October 2020. In connection with the development of the coronavirus pandemic, a temporary hospital is being built on the spot. There will be about 500 places for the sick.  EPA/Andrzej Lange POLAND OUT
08:00
Bad news für Trump: USA melden Rekord-Infektionszahlen
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages in den USA ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf über 80 000 gestiegen. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) verzeichnete am Freitag 83 757 neue Fälle, rund 12 000 mehr als noch am Vortag.

Die Gesamtzahlen der Infektionen liegen generell über denen vom Frühjahr. Sie sind aber wie auch in Deutschland nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt wurden laut JHU in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 8,5 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 224 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.
President Donald Trump talks with reporters after leaving a campaign rally at Pensacola International Airport, Friday, Oct. 23, 2020, aboard Air Force One. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump
06:30
Epidemiologe Tanner warnt vor Tatenlosigkeit
Epidemiologe und Mitglied der Covid-19-Taskforce des Bundes, Marcel Tanner, hat vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz gewarnt. Es zähle nun jeder Tag, sagte er dem «Blick» vom Samstag. Auch in den «Zeitungen der CH-Media» äusserte er sich.

«Wie die Massnahmen greifen, sehen wir ja erst nach zwei Wochen», erklärte Tanner weiter. Die Schweiz müsse die Kontakte rasch beschränken und die Menschen müssten sich weiterhin rigoros an die Grundmassnahmen halten, forderte er. So seien Händewaschen, Abstand halten und das Tragen von Masken eben unerlässlich. «Nach dem Lockdown waren wir damit erfolgreich», betonte er.

Es nütze nichts, neue Richtlinien aufzutürmen, sagte Tanner gegenüber «CH-Media». «Wir haben die drei Vorschriften Hygiene, Distanz und Masken.» Setzten wir noch fünf weitere Massnahmen drauf, «sagen die meisten Menschen, jetzt reicht's».

Menschenansammlungen meiden
Auch Tanner wolle keinen zweiten Lockdown. «Wir wollen nicht, dass die Menschen sich zurückziehen müssen und vereinsamen. Wir wollen, dass die Wirtschaft weiter funktioniert und die Kinder zur Schule gehen», hob er gegenüber dem «Blick» zudem hervor. Aber dafür müsse die Schweiz nunmehr weitere Taten folgen lassen. So sieht Tanner insbesondere die Durchführung von Grossveranstaltungen kritisch.

«Es liegt uns allen fern, Angst zu verbreiten. Wir sagen, wie die Lage ist und mit welchen Massnahmen wir einen schweizweiten Lockdown verhindern können», führte der 67-Jährige weiter aus.
03:30
Heftige Ausschreitungen in Neapel
In der süditalienischen Metropole Neapel haben in der Nacht zum Samstag Hunderte Menschen gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien in der Corona-Pandemie protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans und zogen unter anderem vor den Sitz der Regionalregierung. Sie warfen Feuerwerkskörper und zündeten Rauchbomben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Protestierenden ein.

Zuvor hatte Regionalpräsident Vincenzo De Luca als Reaktion auf schnell steigende Corona-Infektionszahlen Pläne für einen Lockdown angekündigt. In Kampanien waren am Freitag 2280 Neuansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden, wie De Luca live bei Facebook mitteilte. Am Donnerstag waren es noch 1541 gewesen. Bereits seit Freitag gilt eine Ausgangssperre von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr.
epaselect epa08769160 Hundreds of people clash against police during the protest over the curfew and the prospect of lockdown in Naples, Italy, 23 October 2020. The governor of Campania ordered from 23 October, a curfew from 11 p.m. till morning due to spike in coronavirus infections in the region.  EPA/STRINGER
02:30
Weitere Infizierte bei Schweizergarde
Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde am Freitag mitteilte. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns, hiess es weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

Ein grösserer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.
22:52
Mehrere Corona-Infektionen bei slowakischen Parlamentariern
Mehrere Abgeordnete des slowakischen Parlaments haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Parlamentspräsident Boris Kollar brach am Freitag eine laufende Sitzung ab und organisierte Corona-Schnelltests für alle anwesenden Abgeordneten. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Freitagabend berichtete, fielen einige der Schnelltests positiv aus. Zuvor hatte der Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, Marian Kotleba, seinen positiven Befund öffentlich gemacht.

Zu der für Dienstag festgelegten Fortführung der Parlamentssitzung würden nun nur Abgeordnete zugelassen, die einen negativen Test vorweisen könnten, erklärte Parlamentspräsident Kollar.

Kotleba verlangte, dass alle 150 Abgeordneten des Parlaments in Bratislava in Quarantäne gehen müssen. Der LSNS-Chef gehörte bisher zu den energischsten Gegnern der geltenden Corona-Regeln. Vor seiner eigenen Infektion bezeichnete er die Pandemie in digitalen Medien als «Erfindung», die zur Unterdrückung der Bürger diene. (sda/dpa)
22:00
Lettland verschärft Corona-Regeln
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verschärft Lettland die Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Riga setzte am Freitag die erlaubte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen auf 10 Personen in Räumen und 100 Personen im Freien herab. Die neue Beschränkung gilt ab Samstag. Ab Montag dürfen sich bei öffentlichen und wirtschaftlichen Veranstaltungen in Räumen nicht mehr als 300 Menschen zusammenfinden. Die neuen Regeln sind zunächst bis zum 15. November befristet.

Darüber hinaus beschloss die Regierung, dass die Maskenpflicht an öffentlichen Orten ausgeweitet wird. So müssen in dem baltischen EU-Land künftig auch bei Veranstaltungen mit festen und personalisierten Sitzplätzen Mund und Nase bedeckt werden. Dafür galt bislang eine Ausnahme. Auch wurde die zeitliche Befristung der Maskenpflicht bis 6. November aufgehoben – sie gilt nun unbegrenzt.

Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 4208 bestätigte Corona-Infektionen und 49 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Dabei hatten die täglichen Infektionszahlen zuletzt deutlich zugenommen und mit 250 neu registrierten Fällen binnen 24 Stunden am Freitag einen Rekordwert erreicht.

Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Lettland zuletzt bei 82,7 – und damit unter dem entsprechenden deutschen Wert von 106,8. (sda/dpa)
epa08727229 People wearing protective face masks in a trolleybus in Riga, Latvia, 07 October Face masks use is mandatory in public transport from 07 October in Latvia.  EPA/TOMS KALNINS
21:33
Seit Pandemiebeginn: Mehr als eine Million Corona-Fälle in Frankreich
In Frankreich sind seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Infektionen registriert worden. Bis Freitagabend gebe es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Für die Zahl der neu registrierten Fälle innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42'032 ein Rekord vermeldet. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Ab Samstag wird dort im Kampf gegen das Coronavirus die nächtliche Ausgangssperre ausgeweitet und betrifft dann rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes. Sie gilt dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien.

Seit vergangenem Wochenende gilt in Frankreich erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann. Bisher starben mehr als 34'500 Menschen in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus. (sda/dpa)
epa08758510 YEARENDER 2020 .COVID-19 PANDEMIC..A tired nurse at the surveillance post during a night watch at the resuscitation intensive care unit of the Ambroise Pare clinic in Neuilly-sur-Seine, near Paris, France, 10 April 2020. France seems to be slowly reaching the peak of the epidemic after one month of a strict lockdown in an attempt to stop the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus causing the Covid-19 disease.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON *** Local Caption *** 56018296
19:56
Dänemark verschärft Corona-Regeln - Kein Alkoholverkauf nach 22 Uhr
Die dänische Regierung hat am Freitag weitere Massnahmen angekündigt, die den Anstieg der Corona-Neuinfektionen bremsen sollen. Von Montag an dürfen sich nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zuvor lag die Grenze bei 50. Ausserdem dürfen Kioske und Supermärkte nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. «Corona ist nicht überstanden, im Gegenteil, es ist zurück mit voller Kraft», sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend bei einer Pressekonferenz. Sie forderte die Dänen auf, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Menschen zu beschränken.

Für den Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 2. Januar 2021 wird ausserdem die Mundschutzpflicht ausgeweitet. Sie gilt dann nicht nur für öffentliche Verkehrsmittel, sondern für alle Räume, die öffentlich zugänglich sind. Das betrifft konkret auch Supermärkte, Bibliotheken und Take-Away-Restaurants.

Am Freitag hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Dänemark mit 859 einen Rekordwert erreicht. 125 Menschen wurden im Krankenhaus behandelt. 697 waren bis Freitag an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. «Wenn sich das Virus zu schnell verbreitet, riskieren wir, die Kontrolle zu verlieren», sagte Frederiksen. Deshalb seien die neuen Restriktionen notwendig. In Dänemark leben rund 5,8 Millionen Menschen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einem ähnlichen Niveau wie jene in Deutschland.

In der Nacht zu Samstag treten ausserdem neue Beschränkungen bei der Einreise nach Dänemark in Kraft. Wer aus Deutschland einreist, muss fortan einen triftigen Grund nachweisen. Das kann ein Verwandtenbesuch, die Arbeit und das Studium sein. Die Bewohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark reisen. Frederiksen kündigte an, dass bis zum Ende des Jahres an der Grenze verschärft kontrolliert werde. (sda/dpa)
epa08617760 People ride the Metro wearing face masks, shortly after midnight, in Copenhagen, Denmark, 22 August 2020. The Danish government's demand for face mask or visor in public transport to prevent the spread of coronavirus disease (COVID-19) was launched 22 August 2020. The demand includes all public transport, buses, trains, metro and light rail, as well as stations and stops.  EPA/Olafur Steinar Rye Gestsson  DENMARK OUT
19:25
Armee streicht Truppenübungen und fokussiert auf Corona
Die Schweizer Armee setzt die für dieses Jahr geplanten grossen Truppenübungen aus. Sie tut dies im Hinblick auf mögliche Einsätze in der aktuellen Corona-Situation, wie das VBS am Freitagabend mitteilte.

Der Entscheid saei vom Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, getroffen worden. Mit dem Verzicht auf grosse Truppenübungen werde die Einsatzbereitschaft im Hinblick auf mögliche Einsätze zugunsten der zivilen Behörden fokussiert. Die Armee prüfe zudem die Durchführung von laufenden und geplanten Wiederholungskursen. (sda)
Soldaten mit Schutzmasken bei der Faehnenuebergabe des Infateriebataillons 65 der Schweizer Armee, am Dienstag, 16. Juni 2020, in Walenstadt. Das Bataillon beendet heute als letztes der Schweizer Armee den Assistenzdienst im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. (KEYSTONE/Pool/Gian Ehrenzeller)
19:20
Weniger Besucher auf dem Eiffelturm wegen Corona-Krise
Der Eiffelturm bekommt wegen der Corona-Krise viel weniger Besuch als gewöhnlich. Seit Schulanfang im September gebe es nur etwa 10 bis 20 Prozent des üblichen Besucheraufkommens, sagte der Präsident der Betreibergesellschaft Sete, Jean-François Martins, am Freitag im Radiosender RTL. Der Vorteil für die Besucher, die derzeit von allem aus Frankreich kommen: Sie müssen laut Martins nicht warten.

Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wird normalerweise von bis zu sieben Millionen Menschen im Jahr besucht. Nach einer mehr als dreimonatigen coronabedingten Zwangspause hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet.

Der Tourismus in der französischen Hauptstadt mit weiteren Attraktionen wie dem Louvre-Museum oder dem malerischen Montmartreviertel leidet wegen der Beschränkungen in der Covid-19-Pandemie erheblich.

Die «dame de fer» (Dame aus Eisen), wie das Monument in Frankreich auch liebevoll genannt wird, wurde für die Pariser Weltausstellung gebaut und 1889 fertiggestellt. Bei einem Besuch müssen Gesundheitsvorschriften eingehalten werden. (sda/dpa)
epaselect epa08629174 A family wearing protective face masks walk near the Eiffel Tower, in Paris, France, 27 August 2020. French Prime Minister Jean Castex has announced that measures are being taken to enforce mask-wearing across the entire city of Paris, which has been declared a zone of 'active circulation' for the coronavirus SARS-CoV-2 which causes the Covid-19 disease. Cases in France have surged in recent weeks, with over 5000 new cases recorded in a 24 hour period.  EPA/IAN LANGSDON
18:06
In beiden Basel nächtliche Schliessung von Gastrobetrieben
Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen haben die Gesundheitsämter von Basel-Stadt und Basel-Landschaft am Freitag eine weitere Massnahme verfügt: Alle Restaurationsbetriebe müssen nachts geschlossen bleiben.

In Basel-Stadt gilt die Schliessung zwischen 23 und 6 Uhr und in Basel-Landschaft zwischen 23 und 5 Uhr, wie es in Medienmitteilungen heisst. Betroffen sind alle öffentlich zugänglichen Restaurationsbetriebe wie Restaurants, Bars, Clubs usw, die Gäste gegen Entgelt bewirten. (sda)
Maria Fernanda Pereira mit Gesichtsschutz und Handschuhen bei der Essensausgabe im als Notloesung eingerichteten Take Away Service des Restaurant ONO deli cafe bar in Basel, am Freitag, 8. Mai 2020. Im Rahmen der Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus duerfen Restaurants ab 11. Mai 2020 unter Einhaltung von Sicherheitsvorschriften wieder Gaeste empfangen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
17:37
Geisterspiele, Maske im Freien, Verbote: Das hat der Kanton Bern beschlossen
Auch der Kanton Bern greift im Kampf gegen das Coronavirus zu drastischen Massnahmen. Der Regierungsrat hat am Freitag eine Reihe von Verboten beschlossen und verfügt, dass Masken zum Teil auch im Freien getragen werden müssen.

Im Profisport lässt er – wie der Kanton Wallis – nur noch Geisterspiele ohne jegliche Zuschauer zu, wie Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) vor den Medien bekanntgab. Bislang waren 1000 Zuschauer zulässig, so wie in anderen Kantonen. In manchen sind sogar mehr erlaubt.

Der Regierungsrat verbot zudem öffentliche und private Veranstaltungen von mehr als 15 Personen und verfügte eine Sperrstunde in der Gastronomie von 23 Uhr bis 6 Uhr. Schliessen müssen zudem Bars, Clubs und Discos sowie öffentlich zugängliche Einrichtungen wie Museen, Kinos, Lesesäle von Bibliotheken sowie Sport- und Fitnesscenter.
Der Berner Regierungspraesident Pierre Alain Schnegg, aeussert sich zur Covid-19 Situation und weiteren Massnahmen, am Freitag, 23. Oktober 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Auch Messen und Gewerbeausstellungen sind verboten. Davon betroffen ist etwa der Suisse Caravan Salon in Bern, der am Donnerstag und Freitag noch die Erlaubnis für den Verkauf von täglich 7000 Tickets hatte.

Im Restaurant dürfen ab Montag nur noch höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen. Grössere Gruppen sind erlaubt, wenn alle Personen im gleichen Haushalt leben.

Die neuen Regeln gelten ab Freitag um Mitternacht für vorerst vier Wochen. Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, für die bereits Verpflichtungen eingegangen wurden, dürfen am Wochenende noch mit mehr als 15 Personen durchgeführt werden.

Eindringlicher Appell
Ziel der Regierung sei es, die Kontakte in der Bevölkerung gezielt zu reduzieren, erklärte Gesundheitsdirektor Schnegg. Er richtete zusammen mit Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) und Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) einen eindringlichen Appell an die Berner Bevölkerung, die neuen Massnahmen mitzutragen.

Die rekordhohen Zahlen mit Ansteckungen erforderten drastische Schritte. Jetzt harte Massnahmen zu treffen sei die bessere Option als ein zweiter, für die Wirtschaft sehr schädlicher Lockdown.

Mit Maske auf den «Märit»
Ausgeweitet wird die Maskentragpflicht. Sie gilt ab Samstag auch in Laubengängen und überdachten Bereichen von öffentlich zugänglichen Gebäuden, wie Sicherheitsdirektor Müller (FDP) sagte. Auch auf den Märkten gebe es ab Samstag die Maskenpflicht, fügte Schnegg auf Anfrage an. (sda)
Berns Mika Henauer, Vincent Praplan und Simon Moser, von links, feiern den Treffer zum 4:2 im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern, am Dienstag, 20. Oktober 2020, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Schneider).
Spielt ab sofort wieder vor leeren Rängen: Der SC Bern
17:35
Dreharbeiten von «Mission Impossible» in Venedig unterbrochen
Die Dreharbeiten für einen neuen «Mission: Impossible»-Actionfilm des Regisseurs Christopher McQuarrie in Venedig sind unterbrochen worden.

Seit drei Tagen waren die Dreharbeiten in der Lagunenstadt im Gange. Vermutet wird, dass ein Covid-19-Fall unter den Mitgliedern des Teams gemeldet worden sei, berichteten lokale Medien.

Nicht ausgeschlossen sei, dass die Dreharbeiten aus Sorge vor dem Menschenandrang unterbrochen worden seien, der während der Aufnahme der Szenen mit Tom Cruise entstanden waren. In Venedig werden wie im Rest Italien schon seit Tagen steigende Infektionszahlen gemeldet.

In der vergangenen Woche waren Szenen des Films auch in Rom gedreht worden. Der siebente Teil der «Mission: Impossible»-Agentensaga soll im Jahr 2021 in den Kinos starten. (sda/apa)
17:30
Liechtenstein schliesst Gastrobetriebe wegen Corona
Im Fürstentum Liechtenstein werden wegen der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen Restaurants, Bars und Clubs sowie Diskotheken und Tanzlokale für das Publikum geschlossen. Dies gilt vorerst für drei Wochen, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Ebenfalls ist Konsumation an Veranstaltungen nicht mehr gestattet. Dies betrifft auch private Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Bislang sind in Liechtenstein 324 laborbestätige Covid-19-Erkrankungen zu verzeichnen. (sda)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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