Nach Adelboden kommen die Ski-Fans schon nächstes Wochenende. Gemeinderatspräsident Willy Schranz sagte am Montag gegenüber Schweizer Radio SRF, mit der Tragödie von Crans-Montana im Kopf sei die Gemeinde gefordert und werde die kommenden Tage nutzen und Lokalitäten im Dorf prüfen.
«Wir schauen, dass alles in Ordnung ist, damit so etwas nicht eintreffen kann», sagte Schranz. Die Aufgabe der Gemeinde sei es, Fehler zu vermeiden, Barbetreiber zu sensibilisieren und mit ihnen darüber zu sprechen, ob sie für die Sicherheit der Gäste alles getan hätten.
Karl Näpflin, Gemeinderatspräsident von Lauterbrunnen, zu der der Weltcup-Austragungsort Wengen gehört, will am Montag im Gemeinderat diskutieren, was zu tun sei. Näpflin erklärte gegenüber Radio SRF, dass die Gemeinde ein Auge auf die Gastrobetriebe und die Nachtlokale haben werde und diese mindestens dazu auffordere, dass alle den eigenen Betrieb nochmals kontrollierten, ob wirklich alles sicher sei.
Barbetreiber müssten beispielsweise schauen: «Sind brennbare Materialien vorhanden? Sind die Garderoben entsprechend ausgerüstet?» Und das Wichtigste sei, dass Fluchtwege gut signalisiert und frei seien. Lauterbrunnens Gemeinderatspräsident warnte zudem: davor mit Feuer und Kerzen zu hantieren.
Laut SRF wurde Näpflin von mehreren Seiten aufgefordert, die zwei Nachtlokale vor Ort wegen Sicherheitsbedenken zu schliessen. Das dürfe die Gemeinde nicht, aber sie werde genauer hinschauen, so Näpflin. (sda)
