Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesrat lässt zielgruppenspezifische Werbung fallen



Radio- und Fernsehwerbung, die sich an bestimmte Zielgruppen richtet, soll auch in Zukunft verboten sein. Nach heftiger Kritik lässt der Bundesrat entsprechende Pläne fallen.

Die zielgruppenspezifische Werbung sollte dazu dienen, sinkende Werbeeinnahmen zu kompensieren. Die Werbung hätte sich zum Beispiel gezielt an Personengruppen mit gemeinsamen Interessen gerichtet oder an Zielgruppen nach demografischen Kriterien. Dagegen hatten sich die Verleger heftig gewehrt. Auch die Nationalratskommission sprach sich in der Konsultation dagegen aus.

Die Werbeform sei in der Vernehmlassung zur Revision der Radio- und Fernsehverordnung (RTVV) mehrheitlich abgelehnt worden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Er verzichte daher auf seinen ursprünglichen Vorschlag, zielgruppenspezifische Werbung für konzessionierte Veranstalter zuzulassen.

Geld für Nachrichtenagentur

Kritisiert worden war auch die neue Rechtsgrundlage, die dem Bund die Unterstützung von Nachrichtenagenturen erlaubt. Trotzdem hat sich der Bundesrat im Rahmen der Verordnungsänderung dafür ausgesprochen.

Ziel ist die Versorgung lokaler und regionaler Radio- und TV-Stationen mit zuverlässigen Nachrichten. Kleine Medienunternehmen wie die abgabefinanzierten Lokalradios und Regionalfernsehen seien zur Informationsbeschaffung auf zuverlässige Dienstleistungen zu erschwinglichen Preisen angewiesen, schreibt der Bundesrat.

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) kann daher künftig eine Leistungsvereinbarung mit einer nationalen Agentur wie Keystone-SDA abschliessen. Dafür stehen jährlich bis zu zwei Millionen Franken aus der Empfangsgebühr für Radio und Fernsehen zur Verfügung.

Derzeit ist Keystone-SDA die einzige nationale Nachrichtenagentur. Die Unterstützung soll ab 2019 für vorerst zwei Jahre fliessen. Danach könnte die Leistungsvereinbarung erneuert werden. Dieses Regime wird möglicherweise abgelöst vom neuen Mediengesetz. Darin ist eine Rechtsgrundlage zur Unterstützung nicht gewinnorientierter Nachrichtenagenturen vorgesehen. (sda)

«Spam-Mails nerven! Und Spam-Telefonate!! Und Spam-Briefe!!!»

Video: watson/Yannik Tschan, Emily Engkent

Sexismus in der Werbung

Sexistische Werbung aus der guten alten Zeit: «Blas' ihr ins Gesicht und sie wird dir überall hin folgen»

Link zum Artikel

19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild viel gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»*

Link zum Artikel

Erinnert an häusliche Gewalt: SBB nimmt Werbung vom Netz

Link zum Artikel

«Füttere mich!» – dieser Aal-Werbespot hat in Japan einen Shitstorm entfacht

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Darauf haben Sportfans gewartet – Swisscom und UPC schalten Sender des anderen auf

Es wird wieder ein bisschen übersichtlicher im Wirrwarr rund um Sportübertragungen im Fernsehen. Die Swisscom und UPC haben vereinbart, die Sportsender des jeweiligen Konkurrenten auf dem eigenen Netz aufzuschalten. Der Swisscom gehört «Teleclub», das unter anderem die Spiele der Super League und die Champions League ausstrahlt. «MySports» von Konkurrent UPC hat sich einen Namen als Eishockey-Sender gemacht und zeigt auch Partien der Bundesliga.

Die Zusammenarbeit bedeutet, dass sämtliche rund …

Artikel lesen
Link zum Artikel