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Nach Angriff auf Journalisten jetzt Farbanschlag auf die «Weltwoche»

Nach Angriff auf Journalisten jetzt Farbanschlag auf die «Weltwoche»

09.05.2019, 10:5709.05.2019, 14:52
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Auf den Eingang zur «Weltwoche»-Redaktion in Zürich ist ein Farbanschlag verübt worden, wie Chefredaktor Roger Köppel und Redaktor Alex Baur am Donnerstag via Twitter mitteilten. Zudem steht «Gegen rechte Hetze» auf der Türe. Die Stadtpolizei ist informiert, wie es dort auf Anfrage von watson hiess.

Nach dem «linken Angriff» auf Redaktor Alex Baur komme nun der «linke Angriff auf die ganze Weltwoche-Redaktion», heisst es im Tweet von Köppel am Donnerstagmorgen. Die Gleichen, die beispielsweise in der Türkei Medienfreiheit forderten, wollten sie in der Schweiz zertrümmern, schreibt Köppel weiter.

Baur war am 1. Mai auf dem Zürcher Kasernenareal von Vermummten tätlich angegriffen worden. Seine aus Peru stammende Frau betrieb dort einen Essensstand. Dieser wurde demoliert.

In diesem Zusammenhang hat die SVP inzwischen eine Anfrage an die Regierung eingereicht. Sie möchte unter anderem wissen, ob es nicht an der Zeit sei, das geltende Vermummungsverbot «endlich ohne Wenn und Aber» durchzusetzen.

Ihrer Ansicht nach entsteht durch «ungleiche Reaktion auf Rechtsbrüche» der Eindruck, dass der Kanton Zürich linke Chaoten bevorzuge und es im Kanton Zürich einen rechtsfreien Raum gebe. (aeg/sda)

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173 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ökonometriker
09.05.2019 11:11registriert Januar 2017
In letzter Zeit häufen sich wieder die Angriffe gegen Politiker und Journalisten - sowohl links wie rechts. Gewisse Leute scheinen das Prinzip der Demokratie einfach nicht zu kapieren...
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Pinkerton
09.05.2019 11:06registriert Februar 2019
Momoll Du. Das ist politische Auseinandersetzung auf allerhöchstem Niveau. Wenn man sich nicht mit Worten wehren kann, muss man halt Farbe schmieren. Erbärmlich.
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Groovy
09.05.2019 13:34registriert Januar 2014
Ich behaupte mal, dass 90% der Schreibenden hier die WW noch nie gelesen haben. Die ganze Argumentation hat sowas von einem konzertierten Nachgeplapper, dass man schon ins Grübeln kommt. Und ja, ich lese die WW wie auch die WOZ und mir würde es nie in den Sinn kommen, dermassen über die WOZ herzuziehen, auch wenn ich fast nie deren Meinung teile.
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