Schweiz
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Die Stadtpraesidentin Zuerich Corine Mauch haelt die Festansprache vor dem Umzug an der Stadtzuercher Bundesfeier auf dem Buerkliplatz am Dienstag, 1. August 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Merz)

Corine Mauch schrieb im Mai gezielt Zürcher und Zürcherinnen ohne Schweizer Pass an. Bild: KEYSTONE

Riesen-Ansturm nach Mauchs Einbürgerungs-Appell – nun hat der Kanton Zürich ein Problem

In einem Brief ermunterte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch Ausländer, über eine Einbürgerung nachzudenken. In der Folge sind so viele Gesuche eingegangen, dass die Verantwortlichen mit der Arbeit nicht mehr nachkommen.



Während der Sommerferien geht es in der Abteilung «Einbürgerungen» des Kantons Zürich üblicherweise etwas gemächlicher zu und her. Nicht so dieses Jahr: Im Juli und August gingen insgesamt über 1300 Einbürgerungsgesuche ein – 86 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.  

Im Oktober nun erreichte der Ansturm seinen vorläufigen Höhepunkt – mit 791 Gesuchen in einem einzigen Monat. Zum Vergleich: Im Oktober vor einem Jahr hatten noch 478 Ausländer Interesse am Schweizer Pass angemeldet.

Einbürgerungsgesuche im Kanton Zürich

Einbürgerungsgesuche Infografik

Quelle: Kanton Zürich

Ursache dürften die 40'000 Briefe sein, die die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch im Mai verschickt hat. Darin ermunterte die SP-Politikerin Einwohner ohne Schweizer Pass, sich «genauer über die Möglichkeiten einer Einbürgerung zu informieren». Angesprochen waren insbesondere Ausländer mit einer B- oder F-Bewilligung, die bereits seit langem in der Schweiz leben. Sie haben nur noch bis Ende Jahr die Möglichkeit, sich um den Schweizer Pass zu bewerben. 

Denn ab 2018 gelten bei Einbürgerungen schweizweit neue Regeln: Nur, wer über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt, kann künftig noch Schweizer werden. Für Sarah Notter, Leiterin der Abteilung Einbürgerungen des Kantons Zürich, liegt es auf der Hand, dass der Boom auf Mauchs Brief zurückzuführen ist: «Im Mai, kurz nachdem das Schreiben verschickt worden war, ging es los.»

«Das Echo in der Presse war so gross, dass vermutlich auch Ausländer aus anderen Gemeinden vermehrt auf die Regeländerung aufmerksam wurden.»

Sarah Notter, Abteilungsleiterin Einbürgerungen Kt. Zürich

In einem ersten Schritt gelangen die Gesuche zur Überprüfung an den Kanton – erst später entscheidet die Wohngemeinde des Einbürgerungskandidaten darüber. Notter schätzt, dass aktuell fast jedes zweite Gesuch aus der Stadt Zürich kommt, davor waren es rund 40 Prozent. Doch auch aus dem Rest des Kantons gehen mehr Anträge ein als üblich. «Das Echo in der Presse war so gross, dass vermutlich auch Ausländer aus anderen Gemeinden vermehrt auf die Regeländerung aufmerksam wurden.»

Die Folge: Die Anträge stapeln sich beim Kanton. Die Einbürgerungswilligen würden informiert, dass die Bearbeitung ihrer Gesuche etwas länger dauern könne, so Notter. Zudem habe sie Verstärkung angefordert: «Per 1. Januar 2018 stellen wir temporär eine zusätzliche Mitarbeiterin ein, um die vielen Gesuche abzuarbeiten.»

«Berührende Rückmeldungen»

Bei der Stadt Zürich werden die Gesuche, die nach der Brief-Aktion aufgesetzt wurden, erst in einigen Monaten eintreffen. Doch auch dort stellt man fest, dass das Interesse am Thema stark zugenommen hat. «Die Zahl der Anfragen stieg in den Wochen nach dem Versand stark an – und verharrt bis heute auf hohem Niveau», sagt Michael Lamatsch, Leiter Einbürgerungen und stellvertretender Stadtschreiber.

Dies – zusammen mit den «sehr positiven und bisweilen berührenden Rückmeldungen» – lasse darauf schliessen, dass der Informationsbrief seinen Zweck erfüllt. Wie viele zusätzliche Schweizer die Aktion hervorbringen wird, werde sich aber frühestens nächstes Jahr zeigen. 

Das Departement von Mauch hatte die Brief-Aktion damit begründet, dass es für eine lebendige Demokratie wichtig sei, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligten. Im bürgerlichen Lager provozierte der Appell heftige Kritik. 

Leute geniessen das schoene Wetter am Osterwochenende, auf dem Sechselaeutenplatz in Zuerich, am Samstag, 26. Maerz 2016. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)....People enjoy the sunny easter weather at the

Zürcher mit und ohne Schweizer Pass auf den Sechseläuten-Platz. Bild: KEYSTONE

Durchsetzungsinitiative löste Boom aus

Schon jetzt liegen die Einbürgerungszahlen in der Stadt Zürich über dem Schnitt der letzten Jahre. Lamatsch führt dies auf den Abstimmungskampf zur Durchsetzungsinitiative zurück, der die Schweiz Anfang 2016 in Atem gehalten hatte. Die Debatte, wonach auch Secondos bei gewissen Delikten der Landesverweis droht, habe damals zu einer merklichen Zunahme an Gesuchen geführt.

Da das ganze Einbürgerungsprozedere im Schnitt rund eineinhalb Jahre dauert, werden aktuell viele dieser Verfahren abgeschlossen.  

Auch national steuert die Schweiz auf einen neuen Einbürgerungsrekord zu. In den ersten neun Monaten wurden bereits 29’779 Personen eingebürgert – das sind leicht mehr als im selben Zeitraum des Rekordjahres 2016. Davor waren die Einbürgerungszahlen jahrelang rückläufig gewesen.

Wie schwer es ist, sich als Expat in der Schweiz einzuleben

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Video: srf

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ichiban 10.11.2017 06:56
    Highlight Highlight Ok, die diskussionen sind ja ziemlich interessant und zeigen sehr gut ein dilemma der ausländer. Erstens wird gefordert dass er sich integriert, aber solche die sich einbürgern wollen werden dann sogleich wieder ausgegrenzt.
    • Fabio74 10.11.2017 10:04
      Highlight Highlight Viel spannender find ich, wieviel Hass mittlerweilw rangezüchtet wurde
  • derlange 09.11.2017 17:32
    Highlight Highlight Ich bin für Einbürgerungen, aber gegen doppelbürgerschaft!
    Was tun denn die eingebürgerten in einem entsprechenden Konflikt mit dem entsprechenden Zweitland?

    • Fabio74 09.11.2017 19:15
      Highlight Highlight und mit welchem Land führt die Schweiz hypothetisch wann denn Krieg?
    • einmalquer 09.11.2017 19:33
      Highlight Highlight Bürger eines Landes zu sein heisst nicht, dass man die Regierungs- oder Mehrheitsmeinung oder deren Aktionen oder Forderungen akzeptieren oder gar verteidigen muss.

      Man darf auch eine eigene Meinung haben.

      Und man darf sogar einem Land Recht geben, das mit dem Land in Konflikt steht, von dem man Bürger ist.

      Und wenn zwei Länder gegeneinander Krieg führen sollten, ist bei beiden die Staatsbürgerschaft nichts wert.

      Weil Frieden wichtiger ist. Auch wichtiger als eine Staatszugehörigkeit.
    • derlange 09.11.2017 20:27
      Highlight Highlight Konflikte müssen nicht gezwungenermassen Krieg bedeuten, da stimmst du mir zu?
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 09.11.2017 14:02
    Highlight Highlight Die Einteilung der Menschen in Inländerinnen und AusländerInnen ist völlig irrational.

    Dass man AusländerInnen generell für "schlechter" hält als InländerInnen spottet jeder Vernunft.

    Nur weil (Ur-) Eltern in einer bestimmten Weltgegend gelebt haben oder man in einer bestimmten Weltgegend geboren wurde, sollte man nicht einfach mehr Rechte haben
    und vor allem
    sollte man sich deshalb nicht für was besseres halten.

    Wir alle haben nur eine Welt - und die (und mit ihr uns) schicken wir alle gemeinsam zum Teufel. Es gäbe also wichtigeres.
    • grünergutmensch 09.11.2017 15:25
      Highlight Highlight schön gesagt, genau meine meinung, merci!
  • Angelo C. 09.11.2017 13:34
    Highlight Highlight Aha, die links-grün regierte Stadt Zürich wird die Geister nicht mehr los, die sie gerufen hat 😉!

    Während Wolff sich dem vorherrschenden Shitstorm wegen seinen Vertuschungsszenarien nicht nur auf Tele Züri, dem Tagi, dem BLICK und der halben Nation stellen muss, damit wahrscheinlich seine Wiederwahl abhaken kann, versuchte Mauch die Ausländerstatistik auf ihre Weise zu frisieren.

    Mögen sie Beide daran zu kauen haben, Jede(r) auf seine Weise 😑! Man fragt sich nicht nur in Zürich, wann endlich all diese Wahl-Promotionen mal in die Hose gehen und auch die Städter erwachen werden.
    • FrancoL 09.11.2017 15:14
      Highlight Highlight Denkst Du Zürich wäre besser dran mit einer anderen (bürgerlichen) Regierung? Ich kenne nun Zürich seit über 50 Jahren und es hat seit mehr als 20 Jahren eine Regierung die im positiven Sinne zu Zürich passt. Zürich eine lebenswerte Stadt!
    • Fabio74 09.11.2017 15:21
      Highlight Highlight Die Städter wählen immer noch jene die sie wollen ohne Blocher zu fragen!
      Weil der Blick einen Shotstorm veranstalten muss, dann soll er doch. Gäbe wichtigeres zum sich aufregen.
      Wenn Mauch Einwohner über ihre Rechte informiert, und die Rechtsnationalen deswegen Schaum vor dem Mind haben, frag ich mich wie vielFrust und Hass hier rangezüchtet wurde.
      Dein Kommentar ist nur zum Schämen.
    • Kii 09.11.2017 17:03
      Highlight Highlight Welche grössere Stadt, ist eigentlich bürgerlich dominiert? Wie sehen da so die Zahlen aus?

      Welche Geister meinst du? Die, die WIR Zürcher gewählt haben?

    Weitere Antworten anzeigen
  • splatter 09.11.2017 12:15
    Highlight Highlight Ursache ist der Brief? Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass nächstes Jahr die Regeln ändern?
    Finde es nicht mehr als anständig, die Betroffenen zu informieren.
  • Gianni Thommen 09.11.2017 12:00
    Highlight Highlight Gut gemacht, Frau Stadtpräsidentin. Sie machen uns Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher stolz!
    • Bijouxly 09.11.2017 22:23
      Highlight Highlight Sie vielleicht, mich nicht.
    • Fabio74 10.11.2017 07:41
      Highlight Highlight @bijouxly Und warum? Mauch informiert in einer freundlichrn Geste, Menschen, die hier leben, arbeiten und Steuern zahlen, über eine Gesetzesänderung. So simpel der Fakt dazu. Gibt es irgendein Argument, was gegen so einen Brief spricht?
  • Stogge 09.11.2017 11:53
    Highlight Highlight Jetzt einmal vom diesen Briefen abgesehen ist diese Tendenz definitiv der SVP zu verdanken.

    Die Iniatitiven (Durchsetzungs und Masseneinwanderung) hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Masseneinwanderungsinitiative hat zwar nichts damit zu tun, aber die Stimmungsmache gegen Ausländer ist bleibend. Arbeite selber im Einbürgerungsbereich und höre dies als Auslöser für eine Einbürgerung unter vorgehaltener Hand oft.

    Ordentliche Einbürgerungen sind sowieso ein guter Weg, das kann man vom erleichten Einbürgerungen teilweise nicht behaupten...
    • maljian 09.11.2017 13:48
      Highlight Highlight Warum sind erleichterte Einbürgerungen nicht gut?
    • Kii 09.11.2017 17:06
      Highlight Highlight In meinem Umfeld sind bald alle Schweizer und das genau aus dem Grund (DSI)! :D
    • Fabio74 09.11.2017 17:10
      Highlight Highlight Falsch. Unrecht ist Willkür und dazu applaudiert die SVP. Ausserdem will die SVP ja nur einbürgern wer genug Millionen hat. Dann auch ohne Fristen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rodney McKay 09.11.2017 11:25
    Highlight Highlight Nun, das muss man Frau Mauch lassen, sie steht hinter ihrer Überzeugung. Es ist ja Alles im legalen Bereich. Der Wähler kann ja selbst entscheiden, ob ihm die politische Linie von Frau Mauch zusagt oder nicht. Mir ist das lieber, wie eine "Windfahnenpolitik" welche oftmals primär bei den Mitteparteien betrieben wird. Ich wähle zwar eher rechts, aber Politiker mit einer klaren Überzeugung sind wichtig im ganzen politischen Spektrum. Ich glaube, andere Meinungen zu akzeptieren hat auch sehr viel mit Toleranz zu tun.
    • michiOW 10.11.2017 13:00
      Highlight Highlight Sie wollen also eine Politik wie in den USA?
      Wir haben die Mehrheit, wir machen. Wir nehmen keine Rücksicht auf die Wünsche der Anderen, da uns eure Wünsche nicht passen.

      Verwechseln Sie bitte nicht Pragmatismus mit Opportumismus.


      Um Komrpomisse zu schliessen muss man auch ein wenig nachgeben.
    • Rodney McKay 10.11.2017 14:32
      Highlight Highlight Nein absolut nicht, ich habe auch mit keinem Wort geschrieben, dass ich die Handlungsweise von Frau Mauch gut finde. Was ich damit ausdrücken wollte, ist doch, das ein Politiker mit einer klaren Linie besser einschätzbar ist. Um es noch klarer auszudrücken, eine andere Meinung zu akzeptieren ist nicht die selbe Sache, wie die andere Meinung zu befürworten. Opportunismus wäre erst dann gegeben, wenn ich die Handlungsweise von Frau Mauch unterstützen würde.
    • Fabio74 10.11.2017 19:02
      Highlight Highlight @michiOW frau Mauch handelt im Namen ihres Amtes in das sie gewählt wurde. Und sie macht einen guten Job. Warum man sich über Briefe mit Informationen so aufregen kann, nähm mich Winder.
      Zweitens Kompromisse sollte nur fordern wer dazu bereit ist. Und von Rechts ist in den letzten Jahren nur kompromissloses gefordert worden. Wer nicht mitspielt ist ein Verräter.
      Warum sollen andere dann für Kompromisse bereit sein?
  • Kreasty 09.11.2017 11:06
    Highlight Highlight Schade ist noch ein grosser Berg Bürokratie und mind. 2000.- vor dem CH Pass ....
    Ich bezweifle auch dass ich als Deutscher nicht auch in den Deutschkurs muss, nur weils eben so üblich ist.
    • maljian 09.11.2017 13:52
      Highlight Highlight Wenn du dir die Bedingungen deines Kantons anschauen würdest, dann würdest du nicht solche Behauptungen stellen und hast dich dann wahrscheinlich auch noch nie mit deiner Einbürgerung befasst.

      Zumindest im Kanton Zürich ist es so, dass du keinen Deutschkurs besuchen must, wenn Deutsch deine Muttersprache ist.
    • Fabio74 09.11.2017 15:22
      Highlight Highlight Quark. Zumindest in der Stadt Zürich muss der Deutsche nicht in den Sprachkurs
    • Kreasty 09.11.2017 16:04
      Highlight Highlight Sag das einem Italiener der hier geboren ist und perfektes Schweizerdeutsch spricht.
      Selbst die Lehrerin hat ihn gefragt was er hier mache, also nur weil etwas geschrieben steht ist es nicht so :)
      Für mich macht es keinen Unterschied ob Deutsch die Muttersprache ist oder Schwizzerdeutsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 09.11.2017 10:49
    Highlight Highlight Hey das heisst ja das unsere ausländer rate sinkt da sich viele einbürgern lassen! Sollte doch gewisse rechte parteien begrüssen! *hust hust* *statistik logik erfolgreich angewendet*
  • Toerpe Zwerg 09.11.2017 10:38
    Highlight Highlight Hier wird das Pferd vom Schwanz aufgezäumt. Ursache für die nun gehäuften Gesuche ist die Änderung der Einbürgerungsgesetzgebung. Mauchs Brief war höchstens ein Auslöser.

    Ich finde es bedenklich, dass man nicht sowieso offensiv über diese Änderung informiert und die Ausländer auf ihre Rechte hingewiesen hat. Offenbar wollte man die Regeländerung lieber klammheimlich einführe in der Hoffnung, die doofen Ausländer würden dann schon nicht rechtzeitig merken, dass sie nun eine Frist verpasst haben.
  • Don Sinner 09.11.2017 10:13
    Highlight Highlight Leute, legt mal euren Xenophobreflex ab und versucht, u.a. psychologisch und politisch, also langfristig, zu denken. Habe ich den Pass, fühle ich mich mit grösster Wahrschl´keit gut bis besser, sogar stolz, also besser integriert. Fühle ich mich besser integriert, also näher bei den Schweizern, nehme ich als Bürger eher an politischen Prozessen teil, was mich - und meine Kinder sowieso; die adaptieren und integrieren sich sowieso viel schneller und natürlich in der Schule - noch verbundener macht mit der Schweiz. Integration ist gut für das Gemeinwesen. Believe me. Or not.
  • Sarkasmusdetektor 09.11.2017 10:04
    Highlight Highlight C-Bewilligung? Wieso ist das ein Problem? Wer die Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllt, müsste die Kriterien für eine C-Bewilligung doch locker erfüllen. Es kann doch nicht sein, dass dafür höhere Anforderungen gelten als für eine Einbürgerung. Oder was sehe ich da falsch?
    • Radesch 09.11.2017 13:30
      Highlight Highlight Zusätzlicher Bürokratischer Aufwand halt. Aber ja ist nicht unmöglich.
    • Ueli Kopter 09.11.2017 15:04
      Highlight Highlight Nicht EU/EFTA Bürger müssen i.d.R. mindestens 10 Jahre warten, um eine C-Bewilligung zu bekommen. Erst danach dürfen Sie es erwägen, sich einbürgern zu lassen.

      Dagegen, mit einem EU/EFTA Pass bekommt man nach 5 Jahren fast automatisch die Niederlassungsbewilligung.
  • Ueli Kopter 09.11.2017 09:42
    Highlight Highlight A propos Stimmenfang: Es sind 1300 Einbürgerungsgesuche. Wie viele neue SP-Stimmen könnte es geben?

    - Nicht alle Gesuche werden angenommen
    - Nicht alle neue Einbürgerte abstimmen
    - Nicht alle abstimmende neue Einbürgerte wählen SP
  • häfi der Spinat 09.11.2017 08:51
    Highlight Highlight Die schlimmsten Politiker regieren in Zürich.
    Zuerst Wolff und jetzt Mauch.

    Diese Leute riechen ihren baldigen Untergang wie Lemminge und versuchen deshalb noch ihre abstrusen linke Gutmenschenvisionen, bei denen man nicht weiss ob man lachen od. weinen soll durchzudrücken.
    Was geht in diesen Menschen bloss vor?

    In einigen Jahren wird man über solche Auswüchse ungläubig den Kopf schütteln.
    • bokl 09.11.2017 09:17
      Highlight Highlight @häfi
      Mitbürger auf ihre Rechte aufmerksam machen sind "abstruse Visionen"?

      Es ist ja nicht so, dass Mauch irgendwelche Gesetze ausser Kraft setzt und massenweise Leute einbürgert.
    • HansHoni 09.11.2017 12:55
      Highlight Highlight ähmmm... keine Ahnung, was du uns sagen willst, Häfi. Riechen Lemminge ihren Untergang? Gutemenschen sind eigentlich Bösmenschen? Lieber einen Stammbaum (aka Arier) als eine Einbürgerung? Oder ist das alles nur ein Scherz? So weit hat uns die Rechte gebracht: Man weiss nicht, ob es Satire ist oder einfach nur ernst gemeinter Blödsinn.
    • Kii 09.11.2017 17:27
      Highlight Highlight Schlimm die grosse Zustimmung für so ein hää Kommentar. Lemminge? Von was für einem Untergang sprichst du eigentlich?

      Du solltest umbedingt mal etwas unternehmen um dein Kopf zu lüften. 24 Stunden und 7 Tage die Woche auf einem verfeindetem Portal Kommentare verfassen tut nicht gut.



    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 09.11.2017 07:56
    Highlight Highlight "dass es für eine lebendige Demokratie wichtig sei, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligten. "

    Und darum endlich Wahlrecht für Ausländer mit B-Bewilligung, zumindest bis zur kantonalen Ebene! Es kann nicht sein, dass man 20% der hier lebenden Menschen ausschliesst. Die Wahlbeteiligung der Schweizer ist viel zu tief. Ein paar Wählende Ausländer können der Demokratie nur gut tun. Vor allem erhoffe ich mir, dass gewisse Kreise dann endlich nicht mehr bei jeder Gelegenheit ihre unerträglichen Ressentiments sprudeln lassen.
    • derEchteElch 09.11.2017 08:08
      Highlight Highlight Nein! Es gibt Grenzen! Man hatals Bürger Rechte und Pflichten! Es gibt einen Grund warum ich Bürger eines Landes bin und jemand anderes eben nicht.

      Ich kann (und will) auch nicht in Deutschland oder den USA wählen und mich als Präsident bewerben. Es hat alles seine Richtigkeit.
    • Djego 09.11.2017 08:13
      Highlight Highlight ... und darum wurden sie ja eben aufgefordert sich einbürgern zu lassen.
    • maljian 09.11.2017 08:24
      Highlight Highlight Ich würde gerne wählen, vor allem da ich weiss, dass ich mein restliches Leben in der Schweiz verbringen werde. So muss ich noch bis nächstes Jahr warten und darf dann endlich meinen Antrag auf Einbürgerung einreichen 😊
    Weitere Antworten anzeigen
  • jdd2405 09.11.2017 07:41
    Highlight Highlight 40'000 Briefe? Ich hoffe, Frau Mauch oder ihre Partei hat die Druck- und Portokosten alleine bezahlt. Aber vermutlich wurde auch hierfür wieder der Steuerzahler für die versteckte persönliche Werbekampagne für Mauchs Wiederwahl zur kasse gebeten. Bedenklich.
    • Fabio74 09.11.2017 11:46
      Highlight Highlight Bedenklich sind solche Kommentare. Wie kann man sich an solchen Details aufregen?
    • G. Samsa 09.11.2017 12:05
      Highlight Highlight Die Kosten waren bestimmt exorbitant hoch. Es gibt (gab) bestimmt keine sinnloseren Ausgaben, welche den Bürger auferlegt worden sind.
    • FrancoL 09.11.2017 12:35
      Highlight Highlight Also eine längst fällige Info ist bei Dir eine Werbekampagne?
      Ich habe in Spanien für einen Schweizer Bauherrn gebaut und eines der ersten Schritte der örtlichen Behörden war es, diesen Bauherrn über alle Möglichkeiten rund um die spanische Bürgerschaft zu orientieren. Ähnlich verhält es sich in Italien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 09.11.2017 06:48
    Highlight Highlight „SP-Politikerin (...) Angespr. waren primär Ausländer mit einer B- / F-Bewilligung (...) haben bis Ende Jahr Zeit, sich zu bewerben (...) 2018 gelten neue Regeln: Nur wer eine C-Bewilligung besitzt, kann noch Schweizer werden (...)“

    Geht man noch etwas auf Stimmenfang?

    Es gibt einen Grund, warum F-Besitzer nur vorläufig aufgenommen wurden. Es gibt auch einen Grund, warum andere nur eine Aufenthaltsbewilligung und keine Niederlassungsbewilligung haben.

    Sehr zu verurteilende Taktik im legalen Bereich. Sie tut alles für ihre politische Überzeugung..
    • Jein 09.11.2017 07:15
      Highlight Highlight Du hast in deinem Zitat was vergessen: "die bereits seit langem in der Schweiz leben".

      Sie macht gewisse Stadtbürger darauf aufmerksam, dass eine juristische Änderung bevorsteht. Die betroffenen Bürger machen von ihrem Recht zur Einbürgerung gebrauch. Es ist ja nicht so als ob diesen Leuten der Schweizer Pass einfach "geschenkt" wird.
    • Fabio74 09.11.2017 07:23
      Highlight Highlight Zum Glück tut sie das wovon sie überzeugt ist. Und was legal ist dsrf gemacht werden.
      Legales zu verurteilen weil es nicht in rechtsnationale Gesinnung passt?
    • Baba 09.11.2017 07:33
      Highlight Highlight Wie Sie sagen: im legalen Bereich und ich finde es gut, wenn jemand konsequent seiner (politischen) Überzeugung folgt. Wendehälse gibt's genug.
    Weitere Antworten anzeigen

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Ausländerinnen und Ausländer, die seit mehr als zwei Jahren im Kanton Zürich wohnen, sollen das Stimmrecht auf Gemeindeebene erhalten. Dieser Vorschlag erhält viel Gegenwind – doch in vielen Ländern Europas ist er bereits seit Jahren Standard.

An der ersten Sitzung des Zürcher Kantonsrates warb Stadtpräsidentin Corine Mauch für das Ausländerstimmrecht auf Gemeindeebene. Unter bestimmten Bedingungen sollen Ausländer und Ausländerinnen im Kanton Zürich mitbestimmen dürfen, ob die alte Turnhalle abgerissen oder ein neues Gemeindehaus gebaut wird. Kurz gesagt: Wer schon länger als zwei Jahre in einer Zürcher Gemeinde wohnt, soll mitreden dürfen, wofür seine Steuergelder eingesetzt werden.

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