Winterthur wird ab September fast durchgehend zur blauen Zone: Um Pendlerinnen und Pendler aus der Stadt im Osten des Kantons Zürich herauszuhalten, werden alle weissen Gratis-Parkfelder ummarkiert.
Die Anwohnenden in den Winterthurer Quartieren sollen so «vom Parkierungsdruck durch den Pendelverkehr entlastet werden», teilte die Stadt an der Grenze zum Kanton Thurgau am Montag mit.
Am 1. September werden die Signale an den Stadteingängen enthüllt. «Ab diesem Stichtag gilt auf dem ganzen Winterthurer Stadtgebiet abzüglich der Zentrumszonen und der Aussenwachten ohne Bahnanschluss das Regime blaue Zone.» Die blauen Bodenmarkierungen würden in den folgenden Wochen angebracht, so die Stadt weiter.
In drei der insgesamt neunzehn Anwohnenden-Zonen (Zone 12 Dättnau-Steig, Zone 17 Rosenberg und Zone 24 Oberseen) sind gemäss der Medienmitteilung «Rekurse gegen die Verkehrsanordnung zur Regelung der Parkierung eingegangen.» Die blaue Zone mit Anwohnerprivilergierung werde aber auch dort eingeführt. «Bis zur abschliessenden Klärung wird das bestehende Parkplatzangebot blau ummarkiert.»
Anwohnerinnen und Anwohner können für eine Jahrespauschale von 710 Franken eine Kombikarte (Tages- und Nachtparkgebühren) beantragen, was gegenüber der heutigen Nachtparkgebühren einen Aufschlag von 50 Franken bedeuten würde.
Die Kombikarte erlaubt, in der entsprechenden Zone das Fahrzeug ohne zeitliche Einschränkung zu parkieren. Plus sind neben Jahresbewilligungen auch befristete Bewilligungen sowie Besucherbewilligungen für Anwohner erhältlich. Der Bezug erfolge wie bisher über die Handy-App «Parkingpay» oder bei der Stadtpolizei Winterthur.
Die neuen blauen Zonen kosten gemäss der Mitteilung der Stadt Winterthur knapp 1,2 Millionen Franken. Die Zahl der Parkplätze im öffentlichen Raum bliebe praktisch unverändert bei 5500.
(ome/sda)
Die Arbeitgeber sollen dafür sorgen, dass ihre Arbeiter Parkplätze haben, und die Allgemeinheit.
Wer fehlende Parkplätze als Grund des Ladensterbens in der Altstadt sieht, hat wohl noch nichts von Online Handel gehört.