DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Kein Schlammgallen!
Kein Schlammgallen!
Bild: EPA/KEYSTONE

Kein Gurtenfestival, kein Openair St.Gallen: Der Sommer wird still

Schon das zweite Mal in Folge: Das Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg und das Openair St.Gallen sind abgesagt. Die Veranstalter beider Grossanlässe begründen ihren Entscheid mit fehlender Planungssicherheit.
22.03.2021, 14:0322.03.2021, 14:40

«Unsere Optionen für dieses Jahr sind ausgeschöpft. Wir sind ehrlich gesagt auch etwas erschöpft», heisst es in einer Mitteilung der Veranstalter des Gurtenfestivals vom Montag. Und ebenfalls am Montag kam aus St. Gallen die Begründung, dass die Rahmenbedingungen und Bedingungskriterien für Festivals fehlten.

Beide Festivals stecken in einem ähnlichen Dilemma: Für das Gurtenfestival versammeln sich erfahrungsgemäss insgesamt 80'000 Menschen an vier Tagen, um internationale und Schweizer Bands zu hören, um zu feiern und zu tanzen. Die Veranstalter in St. Gallen rechnen gar mit 30'000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag, während einer Festivaldauer von vier Tagen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Für derartige Dimensionen ist eine Durchführung mit Impfnachweisen oder Tests vor Ort logistisch unmöglich. Zumindest für Bern ist es auch keine Option, das Festival entsprechend der Pandemie-Auflagen zu verkleinern: «Ein Gurtenfestival mit Sitzplätzen, reduzierter Kapazität, keinen Dancetents, das ist schlicht und einfach kein Gurtenfestival.»

Zudem wollten sie nicht jede internationale Band, die absagt, durch eine schweizerische ersetzen. «Am Ende des Weges gäbe es dann x Schweizer Festivals, die alle dasselbe Programm, dieselben Bands haben», so das Gurtenfestival.

In St. Gallen wird hingegen derzeit noch ein kleines Festivalprogramm für das Openair-Wochenende Anfang Juli «geprüft». Details sollen später bekannt gegeben werden.

Appell an die Politik

Während die Berner einen Vorverkauf gar nie gestartet haben und auch «gar nicht richtig mit der Arbeit begonnen» haben, behalten für das Openair St. Gallen bereits gekaufte Tickets für 2022 ihre Gültigkeit; zudem können sie innert 30 Tagen nach der Programmveröffentlichung, vermutlich im kommenden Herbst, zurückgegeben werden.

Beide Festivals verweisen auf das kommende Jahr. Die Veranstalter des Gurtenfestivals richten zudem einen Appell an die Politik; «Schafft Klarheit.» Und: «Bietet der Kulturbranche und der Bevölkerung eine Perspektive.» Sie fordern, dass Kapazitäten, Rahmenbedingungen und Schutzmassnahmen geklärt werden müssten, damit in diesem Sommer und Herbst «so viele Anlässe wie möglich stattfinden können». (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Openair St.Gallen: Oh, wie bist du bunt geworden!

1 / 42
Alle Plakate aus 40 Jahren Openair St.Gallen: Oh, wie bist du bunt geworden!
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Hört auf, den St.Galler Dialekt zu hassen!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Ungeimpfte haben Angst vor Geimpften – das steckt hinter «Impf-Shedding»

Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, können Ungeimpfte mit dem Impfstoff anstecken und krank machen? Die Antwort lautet: Nein. Dennoch verbreitet sich dieser Mythos gerade. Warum das alles absolut keinen Sinn ergibt, erklärt uns Impfchef Christoph Berger im Interview.

Die Corona-Pandemie hat schon einige merkwürdige Theorien hervorgebracht oder neu aufgewärmt. Jetzt ist eine neue hinzugekommen: Impfstoff-Shedding. Der Begriff, der sich bislang vermutlich vor allem in Telegram-Kanälen der Impf-Gegner ausgebreitet hat, ist nun auch in Mama-Blogs und auf anderen Kanälen anzutreffen.

Ungeimpfte befürchten, dass Geimpfte das Spike-Protein des Coronavirus ausstossen und über Körperkontakt oder Husten an nicht geimpfte Personen weitergeben. In den einschlägigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel