Schweiz
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Erholung und Natur: Zwei Wörter, die für viele extrem gut zusammenpassen. bild: shutterstock

10 Grafiken zeigen, wie wir uns am besten erholen und wo wir das am liebsten tun (würden)

Stress ist ein weit verbreiteter Faktor der heutigen Zeit. Doch was tun, um sich erholen zu können? Diese 10 Grafiken zeigen, was die Menschen in der Schweiz machen.



Wie wichtig sind Natur und Naturaktivitäten im Alltag? Eine neue Studie hat dafür die Schweiz, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich miteinander verglichen (siehe Box).

Das Resultat: In der Schweiz fühlen sich 4 Prozent «fast immer/immer» gestresst, 27 Prozent «häufig» und 45 «manchmal», weil ihnen schlicht die Zeit fehlt. In allen anderen untersuchten Ländern liegen die Gesamtwerte tiefer. Den «Anforderungen der Berufswelt genügen» wird dabei in der Schweiz als häufigste Stressursache genannt.

Die Studie

«Sehnsuchtsort Natur in der digitalen Leistungsgesellschaft» heisst die heute veröffentlichte Studie der Forschungsstelle sotomo im Auftrag von Schweiz Tourismus.

5340 Menschen in Nordwesteuropa wurden dabei zur Bedeutung der Natur und Naturaktivitäten in ihrem Alltag befragt. Die nach Alter, Geschlecht und Bildung repräsentative Online-Befragung umfasst über 2000 Personen aus der Schweiz sowie jeweils 800 aus Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich (Grossbritannien und Nordirland) und den Niederlanden.

Dabei haben 56 Prozent der befragten Schweizer das Gefühl, dass im eigenen Land zu viel gearbeitet wird – auch das ist der (deutliche) Topwert im Vergleich mit Deutschland (50%), dem Vereinigten Königreich (45%), den Niederlanden (27%) und Frankreich (25%). Ein Drittel der Schweizer empfindet die Arbeitszeit übrigens als «gerade richtig».

Trotzdem: Das Bedürfnis nach Erholung ist hierzulande gross. Die folgenden Grafiken zeigen, was am besten hilft (oder helfen würde.

Wo sich Schweizer am besten erholen

Besser als in den eigenen vier Wänden erholen sich Schweizer nur an einem Ort: in der Natur.

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Umfelder, in denen man sich besonders gut von Druck und Stress erholen kann. grafik: sotomo

Im Vergleich mit den anderen Ländern sind nur die Franzosen ebenfalls am liebsten in der Natur, um sich zu erholen. In Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich ist der bevorzugte Ort das eigene Zuhause.

Welche Tätigkeit uns am meisten entspannt

Blicken wir auf die Aktivitäten, welche Erholung bieten, kann es in der Schweiz «Wandern, Bewegung in der Natur» gar mit «Lesen, TV, Musik, Computer» aufnehmen und den Spitzenplatz teilen. Auffallend: Nur jeder Dritte erholt sich, wenn er «nichts tut».

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Aktivitäten, bei denen man sich besonders gut von Druck und Stress erholen kann. grafik: sotomo

Auch hier zeigt sich im Ländervergleich, dass die Schweiz etwas gegen den Trend steht. Nur in den Niederlanden erholen sich Menschen in der Natur am besten. Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich geben «Lesen, TV, Musik, Computer» an.

Warum wir in die Natur gehen

Das häufigste Motiv für den Gang in die Natur ist in vier der fünf untersuchten Ländern «Runterkommen, Entspannen». Ausgerechnet in der Schweiz gilt «Natur erleben» gar als noch wichtiger. Gefragt wurde dabei nicht nur nach wichtigen Motiven, sondern auch nach jenen, welche keine Rolle spielen. Dort wurde insbesondere der Sport oft genannt (Erklärung der Minuspunkte: Siehe Bildlegende).

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Motivbilanz für einen Aufenthalt in der Natur. Die Grafik zeigt die Differenz zwischen den besonders wichtigen und den irrelevanten Motiven. Dabei wird sichtbar, dass die sportliche Leistung insgesamt eine negative Bilanz aufweist. Das heisst, in allen Ländern geben mehr Menschen an, dass sie die Natur nicht wegen sportlichen Leistungen aufsuchen als umgekehrt. grafik: sotomo

In welcher Landschaft wir uns am besten erholen

Die geeignetste Landschaft für Erholung sehen die meisten in einer schönen Alpenwiese, dicht gefolgt von einer Landschaft mit See. Also Orte, die zwar nicht zwingend für unberührte Natur stehen, aber doch ursprünglich wirken. Ist die Gestaltung durch den Menschen in der Natur zu stark sichtbar, sinkt auch der gefühlte Erholungseffekt massiv.

Auffallend: Bewohner der britischen Inseln können sich in einem Park (wohl mit perfekt gemähtem Rasen) deutlich besser entspannen als alle anderen.

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In welchen Umgebungen man sich besonders gut erholen kann. grafik: sotomo

Wohin wir uns am liebsten träumen

Die Alpenwiese und eine Landschaft mit See wirken also in der Schweiz am besten für Erholung. Aber wenn wir die Augen schliessen und uns vorstellen könnten, im nächsten Moment an einem der zur Auswahl gestellten Orte in der Natur zu sein, dann schwingt das Meer klar oben aus. Wenig wünschen sich Schweizer dagegen auf den Grat eines felsigen Berges oder in die Wüste.

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Naturort, an dem man beim Öffnen der Augen am liebsten wäre. grafik: sotomo

Diese Sehnsucht nach dem Meer teilen wir uns mit allen untersuchten Ländern. Am ausgeprägtesten ist dieses Verlangen übrigens bei den Deutschen mit 46%.

Du willst mehr Natur und Seen? Dann versuch es mal mit diesen Wanderungen:

Wohin wir tatsächlich gehen

Auch wenn die «Lichtung tief im Wald» in unserer Vorstellung nur abgeschlagen auf Rang 4 landet (Punkt 5), ist der Wald doch der Ort, an welchen wir mit Abstand am meisten gehen (69%).

Deutlich lieber würden wir uns allerdings im Gebirge bewegen. 37 Prozent der Schweizer würden gerne häufiger in den Bergen, an unbebautem Gewässer (38%) oder in einem Naturpark (42%) unterwegs sein.

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Orte, an welche man häufig geht bzw. gerne häufiger gehen würde. grafik: sotomo

Wie schnell wir in der Natur sind

Deutlich auf Rang 1 liegt die Schweiz, wenn es darum geht, wie schnell wir in der Natur sind. 70 Prozent benötigen dafür weniger als 10 Minuten. Bei rund jedem Vierten liegt die Natur vor der Haustüre – auch dies ein deutlicher Bestwert.

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Dauer von zuhause bis in die Natur. grafik: sotomo

Neue Orte oder Altbekanntes

Draussen sind wir schnell und gerne. Doch obwohl auch rund zwei Drittel gerne neue Orte entdecken, ist dies der niedrigste Wert der Vergleichsländer. Umgekehrt sind es die Schweizer, welche bereits bekannte schöne Orte am attraktivsten finden.

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Welche Orte in der Natur am attraktivsten sind. grafik: sotomo

Wenn wir grad bei neuen Ausflugszielen sind:

Wie oft gehen wir auch wirklich

Bleibt eigentlich noch die entscheidendste Frage: Wie oft wünschen wir uns in die Natur zu gehen und wie oft gehen wir auch wirklich?

Satte 42 Prozent der Schweizer wünschen sich täglich in der Natur zu sein, tatsächlich machen dies aber nur 16 Prozent. Und dies, obwohl – wie in Punkt 7 gesehen – bei 23 Prozent die Natur vor der Haustüre liegt.

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Mindestens einmal in der Woche die Natur aufsuchen – Wunsch und Wirklichkeit. grafik: sotomo

Im Vergleich mit den anderen Ländern liegt die Schweiz deutlich vorne. Es zeigt sich aber auch: Wer oft in der Natur ist, will gerne noch viel mehr Zeit dort verbringen.

Im Alter wird alles besser

Was uns übrigens zum Abschluss positiv stimmen vermag: Mit zunehmendem Alter schliesst sich der Graben zwischen Wunsch und Wirklichkeit – wir wollen zwar immer mehr in der Natur sein, realisieren dies aber auch immer öfter.

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Mindestens einmal in der Woche die Natur aufsuchen – Wunsch und Wirklichkeit – nach soziodemographischen Kennzahlen. grafik: Sotomo

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. 06.05.2019 13:44
    Highlight Highlight 10 Im Alter wird alles besser

    Volle Punktzahl.

    Man wird gelassener und es ist nicht mehr vordringliches Ziel allen "gesellschaftlichen Zwängen" zu entsprechen.
  • locin 06.05.2019 12:38
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht hat es schlicht zu wenig Wald in der CH. Überall Wiesen, ich wünsche mir Täler voller Wald, analog den USA/ Kanada. Es gäbe sicher auch Lösungen, wie Bauern mit Wald genug Geld zum Leben verdienem könntem, statt mit Acker und Kühe.
    Soweit ich weiss ist Wald ja sowieso die höchste Entwicklungsstufe der Natur
    • Jerry Cad 06.05.2019 13:59
      Highlight Highlight Die Täler voller Wald findest du oft in den Bergen ;)
  • Ihre Dudeigkeit 06.05.2019 11:20
    Highlight Highlight Alles gut und recht. Jeder erholt sich dort am besten wo es ihm gefällt, das isnd ja bekannltich die preferenzen verschieden.

    Am besten erholt man sich aber jeder wenn man sein Tablet und Mobile Phone mal für ein paar Tage ins Eck wirft!! so, dass es wieder mal wieder so richtig langweilig wird.
    Keine Zersrteuung auf FB, keine Photos hochladen auf Insta, keine Likes checken usw... das wirkt wunder.

  • Ramy 06.05.2019 11:08
    Highlight Highlight Selbst das Lesen dieses Artikels und das Denken an die Natur dadurch entspannt gerade
  • satyros 06.05.2019 10:15
    Highlight Highlight Interessant finde ich, dass 56% das Gefühl haben, in der Schweiz werde zu viel gearbeitet, aber wenn man dann an der Urne für mehr Ferien stimmen könnte, lässt man es trotzdem bleiben.
    • Capodituttiicapi 06.05.2019 10:39
      Highlight Highlight Ja, das verstehe ich nicht. Hier in Schweden arbeiten wir 37 Stunden in der Woche. Mehr Zeit für das Wichtige.
    • Ökonometriker 06.05.2019 11:05
      Highlight Highlight Eventuell ist dabei die Intensität oder die Arbeitszeit pro Woche gemeint? Das kann man nicht mit mehr Ferien lösen.
    • StealthPanda 06.05.2019 11:14
      Highlight Highlight Das einte ist ein grundsätzlicher Wunsch. Das andere im Interesse des landes und wohlstands und diese anliegen betreffen schlussendlich wieder ersteres. Allgemein sollte so gewählt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 06.05.2019 09:58
    Highlight Highlight Wenn die Natur massgeblich zur Lebensfreude beiträgt, gibt es jeden Grund sie zu pflegen und zu erhalten. Und wenn dies zu Bauernsubventionen und Bauvorschriften führt, so ist es doch lohnenswert
    • Garp 06.05.2019 12:40
      Highlight Highlight Bauernsubventionen? Ich laufe doch nicht über bepflanzte Felder oder durch Ställe. 😂

      Einzig Bergbauern können mehr Subventionen ertragen.
    • maoam 06.05.2019 17:29
      Highlight Highlight Schau doch einmal um. Es gibt fast keine blühenden Worden mehr, wenn der Bauer diese nutzt. Da gehte ich lieber in den Wald.
      Bauern und Landschaftspflege. Da muss ich lachen. Und dann noch Subventionen... Aber nicht für die Landschaftspflege!

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