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Kirschlorbeer darf ab Herbst nicht mehr verkauft werden

Kirschlorbeer darf vom Herbst an nicht mehr verkauft werden

05.03.2024, 16:1812.03.2024, 11:34
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Wilder Kirschlorbeer im Wesemlinwaeldli am Stadtrand von Luzern, am Dienstag, 13. September 2016. Die Heckenpflanze entfernt sich auf natuerlichem weg immer mehr aus den Gaerten und breitet sich in de ...
Dieser wilde Kirschlorbeer war ursprünglich in einem Garten gepflanzt worden - jetzt wuchert er in einem Luzerner Wäldlein.Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat verbietet gewisse gebietsfremde Pflanzen und setzt damit einen Wunsch des Parlaments um. Vom kommenden 1. September dürfen Gärtnereien zum Beispiel den in vielen Gärten präsenten Kirschlorbeer nicht mehr verkaufen.

Der Bundesrat passte am Freitag die Freisetzungsverordnung an. Mit dem Verbot, gewisse gebietsfremde Pflanzen nicht mehr an Dritte abzugeben, will er eine Forderung des Parlaments umsetzen. Die Verbote sollen verhindern, dass sich invasive und gebietsfremde Pflanzen in der Umwelt ausbreiten und Schäden anrichten.

Gewisse Pflanzen, darunter Kirschlorbeer, Schmetterlingsstrauch und Blauglockenbaum, dürfen vom kommenden 1. September an weder verkauft, verschenkt noch importiert werden. Pflanzen, die sich bereits in Gärten befinden, sind von dem Verbot nicht betroffen.

Zudem hat der Bundesrat das sogenannte Umgangsverbot erweitert. Eine Reihe von invasiven gebietsfremden Pflanzen darf damit grundsätzlich nicht mehr verwendet werden, also weder auf den Markt gebracht, gepflanzt oder vermehrt werden. Dieses Verbot betrifft unter anderen den Götterbaum, Ambrosien und den Riesen-Bärenklau.

Neu sind zudem Importkontrollen durch den Zoll möglich. Abgesehen vom Zoll sind für den Vollzug der Verbote die Kantone zuständig. Der Bundesrat will mit dem Entscheid den Gärtnereien und Verkaufsstellen sechs Monate Zeit geben, um ihr Sortiment anzupassen.

Von den heute in der Schweiz rund 1300 etablierten gebietsfremden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind etwa 200 invasiv, wie der Bundesrat im Bericht zur Verordnungsanpassung schreibt. Knapp neunzig invasive Arten sind Pflanzen. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der invasiven gebietsfremden Pflanzen weiter steigen werde. (sda)

Apropos Pflanzen: Hier gibt's lustig aussehende Bäume

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Lustig aussehende Bäume
Bild: Imgur
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136 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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IZO
01.03.2024 16:59registriert März 2019
Mein gärtnerinen herz frohlockt 🥳 jetzt noch buchs verbieten und das nicht korrekte ausbringen von giften( herb-fung-pestiziden) unter straffe stellen und ich wäre ein klein bisschen beruhigter wenns um die zukunft unserer flora und fauna geht ✌️
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Heinz666
01.03.2024 16:28registriert Dezember 2020
Ne Frechheit, dass man die überhaupt verkaufen durfte.
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Cimru
01.03.2024 18:03registriert Februar 2022
Hätte man eigentlich schon lange tun können. Aber es ist halt wie immer in diesem Land, zuerst einmal abwarten, bis es zu spät ist.
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