DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vermummte stürmen PNOS-Treff in Bazenheid – vier Verletzte

15.10.2017, 00:3315.10.2017, 08:37
«Hinter uns seht ihr noch die Polizei»: Pnos-Mitglied Ignaz Bearth. 
«Hinter uns seht ihr noch die Polizei»: Pnos-Mitglied Ignaz Bearth. Bild: facebook

Kurz nach sieben Uhr stürmten am Samstagabend mehrere Vermummte ins Restaurant Traube in Bazenheid SG. «Sie setzten darauf Pfefferspray gegen die Wirtin und mehrere Gäste ein», sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. 

Zu diesem Zeitpunkt trafen sich mehrere Mitglieder der rechtsextremen Partei National orientierter Schweizer PNOS in einem Nebengebäude zu einem Treffen. Diese eilten wegen den Hilfeschreien sofort herbei und wurden dann ebenfalls mit Pfefferspray attackiert. 

Das PNOS-Treffen fand im Restaurant Traube in Bazenheid statt.
Das PNOS-Treffen fand im Restaurant Traube in Bazenheid statt.

«Drei vermummte Personen haben einen friedlichen Stammtisch angegriffen. Sie nahmen es billigend in Kauf, dass Menschen wegen des Reizgases ersticken», sagt PNOS-Mitglied Ignaz Bearth in einem Video-Statement auf Facebook. Der Mitbegründer von Pegida Schweiz vermutet, dass Linksextreme hinter dem Angriff stecken. Denn die Beiz war im September in die Schlagzeilen geraten, weil die Wirtin keine dunkelhäutigen Asylsuchenden bedienen wollte. 

Drei Gäste und die Wirtin mussten sich laut Polizeiangaben in ambulante ärztliche Behandlung begeben. Die Täter flüchteten wahrscheinlich in einem schwarzen Audi mit St.Galler Kontrollschildern. Die Polizei sucht Zeugen. 

(amü)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

So lässt sich der Weihnachts-Lockdown nicht verhindern
Die Spitäler sind am Limit, doch der Bundesrat bleibt seinem Leisetreter-Kurs treu. Dabei bräuchte es flächendeckend 2G und mehr Tests vor allem an den Schulen, sonst drohen trübe Festtage.

Eines darf man dem Bundesrat attestieren: Er ist lernfähig. Letzte Woche bezeichnete er die Corona-Lage als «kritisch», jetzt beurteilt er sie «sehr kritisch». Und er will sich «von der Omikron-Variante nicht überraschen lassen», wie Gesundheitsminister Alain Berset vor den Medien erklärte. Spätestens bei dieser Aussage aber endet jeglicher Sinn für Ironie.

Zur Story