Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kapo St.Gallen liess rechtsextremen FLAK-Sänger trotz Einreiseverbot auftreten



Das Restaurant Loewen in Kaltbrunn in dem die Pnos (Partei national orientierter Schweizer) die Gruendung von fuenf Pnos-Sektionen feiert, am Samstag, 22. Oktober 2016. (KEYSTONE/Benjamin Manser)

Hier trat er auf. Bild: KEYSTONE

Der Sänger der rechtsextremen Band FLAK ist am Samstag trotz Einreiseverbot bei der Feier der PNOS aufgetreten. Die Polizei liess ihn gewähren. Aus Verhältnismässigkeit habe man ihm das Einreiseverbot erst nach dem Konzert ausgehändigt.

Die St. Galler Kantonspolizei reagierte am Donnerstagmittag auf Medien-Berichte, wonach Teilnehmer des Treffens in sozialen Medien die Polizei verhöhnt und ihr einen Handel mit der PNOS (Partei National Orientierter Schweizer) unterstellt hatten.

Die St. Galler Kantonspolizei habe eine Einreisesperre beim Bundesamt für Polizei beantragt, um den Auftritt des Musikers zu verhindern. Obwohl die Grenzbehörde informiert war und die Polizei mehrere Fahrzeuge und Personen kontrolliert habe, konnte der deutsche Sänger unerkannt nach Kaltbrunn in das Versammlungslokal gelangen.

Weder die PNOS noch die Musikgruppe FLAK seien in der Schweiz verboten. «Aus Gründen der Verhältnismässigkeit im Rahmen des Gesamteinsatzes entschied sich die Kantonspolizei St. Gallen, dem Mann erst nach seinem Auftritt das Einreiseverbot auszuhändigen», heisst es im Communiqué.

Geschlossene Veranstaltung

Wie Mediensprecher Gian Rezzoli auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, hat die Polizei gewusst, dass sich der Sänger trotz Einreisesperre im Saal aufhielt. Weil es sich um eine geschlossene Gesellschaft handelte, habe die Polizei jedoch keinen Grund gehabt einzugreifen. «Wir mussten an verschiedenen Orten für Ruhe und Ordnung sorgen. Diesen Auftrag haben wir erfüllt», erklärte der Mediensprecher.

Der Sänger sei nach der Feier mit dem Einreiseverbot konfrontiert und anschliessend an die Grenze begleitet worden. «Wir konnten doch die geschlossene Veranstaltung nicht stürmen, nur weil dort ein paar rassistische Lieder gesunden wurden», sagte Rezzoli. Dies bedeute jedoch keineswegs, dass die Polizei rechtsextremes Gedankengut als positiv bewerte.

Die Polizei hatte die Parteiveranstaltung der PNOS vom vergangenen Samstag polizeilich begleitet, nachdem die Behörden am vorhergehenden Wochenende in Unterwasser von einem Rechtsrock-Konzert mit rund 5000 Besuchern aus Europa überrumpelt worden waren. (sda)

Aktuelle Polizeibilder: Das war mal ein Toi-Toi-Klo...

Die neuen Rechtsextremen

Pivot, bigot und alt-right: Diese drei Begriffe müsst Ihr kennen, wenn ihr die US-Wahlen verstehen wollt

Link to Article

Warum Blocher dringend zu Trump ins Medien-Training müsste

Link to Article

Trump, Erdogan, «IS» und Wohlstandsfaschismus – die Welt gerät aus den Fugen

Link to Article

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • essy* 27.10.2016 17:15
    Highlight Highlight Ein Teilaspekt der ist doch Verhältnismässigkeit ist doch, dass von mehreren Massnahmen, die zum Ziel führen, die mildeste gewählt werden soll.
    Der Sinn des Einreiseverbots ist ja offensichtlich: Einreise verhindern, so dass Störungen der allgemeinen Ordnung vorgebeugt wird. Dadurch, dass dieses erst im Nachhinein aushändigt wird, vereitelt man dieses Ziel. Und die Polizei dann auch noch so "ach, das bisschen Rassimus", fühlt sich dann nicht einmal dann verpflichtet einzugreifen.
    Aber dieser peinliche Haufen findet wohl immer eine Ausrede, wieso sie ihren Job nicht recht erledigen können.
    20 3 Melden
  • Eisenhorn 27.10.2016 17:07
    Highlight Highlight Das grosse Konzert konnte man ja noch auf Inkompetenz der Behörden schieben, das ein paar St. Galler Polizisten nicht gegen X hundert Glatzen angehen ist klar und logisch. Das der Einsatzleitzer rein ist verdient grossen Respekt und Mut. Aber das hier...

    Die St. Galler Polizei scheint auf dem rechten Auge blind zu sein.

    Ein Skandal aus meiner Sicht, und wer mich von den Kommentaren kennt weiss das ich das Wort nicht all zu oft benutze...
    31 3 Melden
  • Roterriese 27.10.2016 17:04
    Highlight Highlight Und wieder wird in der Kommentarspalte linke Gewalt relativiert und verharmlost.
    2 47 Melden
    • Fabio74 27.10.2016 17:08
      Highlight Highlight Du nervst..thema ist FLAK und Nazis.
      Und das Versagen des Staates in diesem Fall.
      Wenn du lieber Nazis hast die zu Gräueltaten grölen und Gewalt gegen Menschen verherrlichen, ist das dein Problem.
      Die Idioten die Autos abfackeln sind lästig und dumm.
      33 2 Melden
    • Roterriese 27.10.2016 17:12
      Highlight Highlight Ich habe mich auf die Kommentarspalte bezogen und da sind beide extreme wieder Thema. Z. B. Lowend: "Ist ja auch schlimmer für Bünzlis, wenn Autonome vielleicht mal ein Auto anzünden. Die Faschisten zünden dafür gerne Ausländer an [...]"
      3 29 Melden
    • Lowend 27.10.2016 18:00
      Highlight Highlight Kommt ihr Nick eigentlich von ihrem hochroten Kopf, wenn sie mit ihren Freunden zusammen die Kommentarspalten füllen, oder entspringt er eher dem Wunsch, nicht nur national, sondern, wie die "Roten" auch, noch ein wenig sozialistisch zu sein?
      12 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Humbolt 27.10.2016 15:44
    Highlight Highlight Langsam wirds peinlich! Hat die Kapo auch mal was von Prinzipien gehört? Rassismus sollte konsequent angegangen werden, fertig.
    Wenn der PR-Typ schon solche Aussagen macht, dann will ich nicht wissen wie da sonst noch kommuniziert wird.
    41 7 Melden
  • Sapere Aude 27.10.2016 15:26
    Highlight Highlight Der Zweck des Einreiseverbot war es doch den Auftritt zu verhindern. Stattdessen erhält ein Extremisten ein staatliches Taxi bis an die Grenze. Man stelle sich vor, Pierre Vogel wäre trotz Einreiseverbot eingereist und hätte in der Annur Moschee in Winterthur eine Predigt gehalten und wäre erst danach ausgewiesen worden.
    41 3 Melden
  • gs_elevator 27.10.2016 15:23
    Highlight Highlight die polizisten im toggenburg, welche sich fürchteten, ton- und bildaufnahmen vor 5000 glatzen zu machen, kann man ja noch verstehen.

    aber das vorgehen in kaltbrunn ist an dilettantismus wohl nicht mehr zu überbieten. hat hier der einsatzleiter die veranstalter auch über sein "vorgehen" in kenntnis gesetzt, dann die tür geschlossen und im polizeiauto das radio aufgedreht damit man ja nichts hört?!?

    unglaublich. die st. galler kapo kommt mir vor wie die drei affen unten. sprecher rezzoli disqualifiziert sich gleich selbst mit seiner aussage...
    User Image
    36 1 Melden
  • Lowend 27.10.2016 14:42
    Highlight Highlight «Wir konnten doch die geschlossene Veranstaltung nicht stürmen, nur weil dort ein paar rassistische Lieder gesunden wurden»
    Sie mussten da gar nichts stürmen, denn die Polizei war vor Ort und schützte die Faschisten und den rassistischen Sänger vor herbeigeredeten Übergriffen, aber linke Gegendemonstranten konnten sie dafür an ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung hindern?
    Die St. Galler Polizei scheint ein echtes Problem zu haben? Demokratischer Protest wird verhindert, faschistische, rassistische und rechtsextremistische Gruppierungen werden geschützt
    89 14 Melden
    • TheMan 27.10.2016 15:07
      Highlight Highlight Also du nennst das Freie Meinungsäusserung, wen man es zulässt, das Linksextreme vor den Rechten "Demonstrieren"? Also Freie Meinung hatten Sie. Nur die Polizei wollte keine Ausschreitungen. Und Linke Chaoten werden nie Geschützt? Ich sag mal Kochareal in Zürich. Ilegal Besetzt, Polizei war dort, Linke Extreme haben Randaliert, kamen ins Gefängnis, danach wieder Frei ohne was zu Bezahlen. Wermuth ist auch so ein Hausbesetzer. Aber he mimimimi
      4 45 Melden
    • TheMan 27.10.2016 15:39
      Highlight Highlight Auch die Rechten haben ein Recht auf Meinungsfreiheit. Aber Lowend hätte lieber eine Ausschreitung gehabt. Von Links Provoziert und angefangen. 👏👏👏👏👏
      4 49 Melden
    • Lowend 27.10.2016 16:30
      Highlight Highlight Rechte dürfen ganz klar ihre Meinung kundtun, auch wenn das Gebrabel meist total unlogisch und diskriminierend daherkommt.
      Aber warum nehmen Sie Faschisten, Nazis und Rechtsextremisten, also allessamt Feinde von Demokratie und Rechtssraatlichkeit in Schutz?
      Ihr Nicht-SVPler von der SVP müsst euch mal ganz eindeutig und ohne jede Hintertür von diesen Antidemokraten distanzieren, aber sogar euer Oberguru zeigt seine Bewunderung für dieses Pack ganz offen, wenn er meint, dass sie alle ja ganz brav waren. Wer sich nicht klar von Nazis distanziert ist für mich daher ein übler Nazisympathisant!
      32 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 27.10.2016 14:40
    Highlight Highlight Jaja ein paar rassistische Lieder. Keine grosse Sache. Was sind schon Gesetze? Was ist schon der Auftrag der Polizei Gesetze durchzusetzen? Hauptsache die Nazis können ungehindert ihr Gedankengut feiern. What...
    73 7 Melden
  • pun 27.10.2016 14:33
    Highlight Highlight Wahnsinn! Erst stolz präsentieren, dass man das Einreiseverbot durchgesetzt habe und jetzt kommt raus, dass die Polizei nur Begleitschutz gegeben hat, als der Zweck des Schweiz-Aufenthalts bereits erfüllt wurde...
    68 2 Melden
  • pamayer 27.10.2016 14:33
    Highlight Highlight Und wenn nun die Berner Reitschule ein Konzert im Löwen organisiert hätte??
    18 30 Melden
    • Dr. Zoidberg 27.10.2016 14:42
      Highlight Highlight ogottogott, linke! alles linksradikale! terror! mindestens!!!

      da wäre natürlich eine hundertschaft aufmarschiert und hätte im zweifel mit tränengas und schlagstock die veranstaltung beendet, wegen chaoten und gefahr im verzug, weischt. die wären ja nicht um 2 im bett gewesen und hätten eventuell auch noch eine flasche aufs trottoir geworfen. sowas geht nicht.
      48 5 Melden
    • Lowend 27.10.2016 14:51
      Highlight Highlight Ist ja auch schlimmer für Bünzlis, wenn Autonome vielleicht mal ein Auto anzünden. Die Faschisten zünden dafür gerne Ausländer an, aber weil jeder Bünzli ein Auto besitzt, ist dass für die viel schlimmer, denn Ausländer besitzen sie ja (bisher noch) keine.
      28 4 Melden
    • ElendesPack 27.10.2016 17:15
      Highlight Highlight Ja, Linksautonome zünden vielleicht mal ein Auto an. Ist ja nicht so schlimm....Autobesitzer sind eh alles Faschos. Und verletzen tun Linke auch nie, weil Polizisten sind ja keine Menschen und Leute, die dummerweise grad an einer Demo vorbeilaufen und einen Stein abkriegen, sind eh selber schuld...

      Ein drolliges Extrembeispiel von Pazifismus:
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/proteste-in-griechenland-drei-tote-in-athen-bank-in-flammen-1985641.html

      1 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bandito 27.10.2016 14:18
    Highlight Highlight Kapo St.Gallen...Pussis...richtige Pussis...
    69 9 Melden

Nach Schüssen in Hanfplantage von Altstätten (SG)

Milliardenmarkt Marihuana: Wie Schweizer Hanfzüchter jährlich Millionen aus einer einzigen Plantage holen

Nach den Schüssen in einer riesigen Hanfplantage in Altstätten (SG) zeigt sich: Die Pflanzungen werden grösser, die Betreiber professioneller, die Auseinandersetzungen gewalttätiger.

Das 12’000-Seelen-Städtchen Altstätten liegt idyllisch zwischen Rhein und Rundenwald an der Grenze zu Appenzell-Innerrhoden, dünner Nebel zieht sich zwischen die sanften Hügel, ein leichter Gülle-Geruch liegt über dem Ort. Die Bewohner freuen sich auf die Fasnacht, viel passiert nicht in Altstätten.  

Bis gestern Morgen: In einer Lagerhalle eines Industriekomplexes am Ortsrand schiessen ein 48-Jähriger und ein 56-Jähriger zwei Männer nieder, die beiden Opfer erleiden lebensgefährliche …

Artikel lesen
Link to Article