Schweiz
Rassismus

Pnos lässt sich von russischem Kämpfer trainieren

Am 28. Juni 2008 nehmen rund 220 Rechtsextreme an der Feier zum Gedenken an die Schlacht bei Sempach teil, zu dem die PNOS aufgerufen hatte. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Am 28. Juni 2008 nehmen rund 220 Rechtsextreme an der Feier zum Gedenken an die Schlacht bei Sempach teil, zu dem die PNOS aufgerufen hatte. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: KEYSTONE

«Wegen Köln»: Pnos holt sich russischen Kampf-Trainer für Selbstverteidigungs-Kurs

Die Mitglieder der Partei rechts-national orientierter Schweizer (Pnos) machen sich fit für den Ernstfall: Am Wochenende haben sie sich zum Selbstverteidigungs-Seminar mit Lehrmeister Denis Nikitin getroffen – ein einschlägig bekannter Kampfsportler. 
21.02.2016, 22:5922.02.2016, 09:40

Das Selbstverteidigungs-Seminar fand am letzten Wochenende im Raum Winterthur statt. 60 Personen sollen nach Angaben der Partei national orientierter Schweizer (Pnos) zum Training am Samstag und Vortrag am Sonntag angereist sein.

Ein bekannter Lehrmeister war eingeladen: Der Russe Denis Nikitin, den man in seiner Heimat als Organisator von Kampfsport-Turnieren und Gründer der Bekleidungsmarke «White Rex» kennt. Nikitin wird in rechten Kreisen gefeiert, weil er nach eigenen Angaben den Kampfgeist der weissen Völker Europas fördern will und weil von ihm vertriebene Kleider mit an Nazi-Symbole erinnernden Zeichen versehen sind. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

Die Pnos schreibt auf ihrer Homepage, «White Rex» sei eine unpolitische Organisation. Man habe Nikitin geholt, weil Selbstverteidigung angesichts der immer schlimmer werdenden Zustände in Europa und der Vorfälle in Köln nötig sei. 

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

«Wir wollten damit auch Eidgenossen animieren, etwas für Körper und Geist zu tun», sagt Pnos-Präsident Dominic Lüthard auf Anfrage der «NZZ am Sonntag». Es hätten auch einige Mitglieder des parteieigenen Sicherheitsdienstes «Ahnensturm» am Seminar teilgenommen. Die Zürcher Kantonspolizei hatte Kenntnis vom Seminar der Pnos. (rar)

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Cédric Wermuth zieht nach Luzern – und will trotzdem Aargauer Nationalrat bleiben
Kaum einer prägte die Aargauer SP in den vergangenen Jahren so wie Cédric Wermuth. Jetzt zieht er nach Luzern – und erklärt, weshalb er Aargauer Nationalrat bleiben möchte.
Vor 15 Jahren wurde Cédric Wermuth in den Nationalrat gewählt. Damals war er 25 Jahre alt und erhielt gut 40'000 Stimmen von den Aargauerinnen und Aargauern. Mittlerweile präsidiert er gemeinsam mit Mattea Meyer die SP Schweiz. Nun zieht er weg aus jenem Kanton, in dem seine politische Karriere begann.
Zur Story