DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hochwacht Pfannenstiel, Bild: Reto Fehr

Glück hat, wer auf einem Berg noch einen Aussichtsturm findet, der dich dann gerade noch aus dem Nebel auftauchen lässt. So wie hier geschehen an einem schönen Tag im Herbst auf dem Pfannenstiel. bild: reto fehr

Von diesen sonnigen Plätzen aus siehst du das Nebelmeer am besten

Gibt es eigentlich etwas Dooferes als Hochnebel? Kaum – ausser du bist über der Nebelgrenze. An diesen Orten lohnt es sich besonders.



Bachtel ZH (1115m)

Bild

bild: Reto Fehr

Der Tipp für alle geplagten Stadtzürcher: Geht mal ins schöne – nebelfreie – Oberland. Der Bachtel ist da ein beliebtes Ziel. Unter der Woche kann mit dem Auto bis zuoberst gefahren werden (allerdings sind die Parkplätze knapp). Besser aber: Mit dem Velo hinauf. Oder das Auto bei der Bachtel Ranch parkieren und dann wandern.

Bachtel, Bild: Reto Fehr

Ausblick vom Bachtel mit Pilatus, Rigi und gefühlt der gesamten Alpenkette. bild: reto fehr

Hüttkopf ZH (1231m)

Hüttchopf, Bild: Instagram/zueriful

Die Aussicht vom Hüttchopf Richtung Säntis (hinten links), Churfirsten, Mürtschenstock, Vrenelis Gärtli (hinten rechts) und Co. bild: instagram/zueriful

Neben dem Bachtel finden sich im Zürcher Oberland viele weitere Orte, an welchen man die Sonne geniessen kann, während der Rest des Kantons in Nebel hockt. Einer davon ist der Hüttchopf. Wer will, kann mit dem Auto bis zum Parkplatz Wolfsgrueb fahren und dann via Alp Scheidegg hinauf wandern.

Oder wer dafür zu faul ist: Auf der Scheidegg parkieren und dann zu Fuss noch knapp 30 Minuten zum Hüttchopf spazieren. Obwohl meist auch die Scheidegg nebelfrei ist: Auf dem Hüttchopf stehen die Chancen deutlich besser, die Sonne alleine geniessen zu können.

Chutzenturm BE (820m)

Chutzenturm, Bild: Instagram/big_van_theory

Der Chutzenturm ragt knapp aus dem Nebel. bild: instagram/big_van_theory

Bekannt für viele Nebeltage ist auch Drei-Seen-Land rund um den Bieler-, Neuenburger- und den Murtensee. Auf dem Chutzenturm kann man da – trotz nur 820 Metern über Meer – dem Nebel oft ein Schnippchen schlagen. Der Ausblick ist grandios. Am einfachsten ist der Chutze mit einer Wanderung von Seedorf oder Wahlendorf erreichbar.

Hundwiler Höhi AI (1305m)

Hundwiler Höhi, Bild: instagram/marcoellenberger

Hundwiler Höhi: Nebelfrei mit Sicht auf den Kronberg (kleiner Gebirgszug vor dem Säntis) und den Säntis (höchster Punkt im Hintergrund). Bild: instagram/marcoellenberger

Wechseln wir in die Ostschweiz und auf die Hundwiler Höhi auf der Grenze der beiden Appenzell. Die knapp über 1300 Meter über Meer reichen oft, um dem Nebel zu entfliehen. In der Nähe bieten sich sonst auch noch der Kronberg (1663m) und der Säntis (2502m) als sonnensicherere Plätzchen an. Allerdings führt auf jene beiden Gipfel eine Gondel – womit dort mit zunehmender Höhe auch proportional mehr Sonnensüchtige herumtreiben.

Chellenchöpfli BL (1157m)

Auf zum höchsten Punkt im Kanton Basel-Landschaft: dem Chellenchöpfli. Sehr zu empfehlen ist hier eine Wanderung von Langenbruck aus und weiter auf den Passwang. Über weite Strecken wandert man hier über die Jurakette auf über 1000 Metern über Meer und kann die Fernsicht über das neblige Mittelland bis in die Alpen geniessen.

Hüenderegg UR (1873m)

Hinauf nach Eggberge führt von Flüelen eine kleine Seilbahn. Falls die rund 1450 Meter über Meer nicht für die Sonne reichen: Im Winter führt ein gut markierter Schneeschuhweg auf 1874m zur Hüenderegg. Dafür muss man mit rund vier bis fünf Stunden rechnen – aber diese lohnen sich bei grossartigem Panorama und/oder Nebelmeer.

Hochwacht ZH (852m)

Hochwacht Pfannenstiel, Bild: Reto Fehr

Wenn du noch auf den Aussichtsturm musst, um knapp über dem Nebel zu sein. bild: reto fehr

Etwa gleich hoch wie der Üetliberg, einfach auf der anderen Seeseite, da lockt der Pfannenstiel. Bei der Hochwacht hilft allenfalls auch noch ein kleiner Aussichtsturm, um über den Nebel zu kommen. So wie an diesem Tag auf den Bildern hier. Eigentlich gibt es nichts Schöneres, als wenn nur gerade die Turmspitze aus dem Nebel ragt.

Die Hochwacht ist auch mit dem Auto gut erreichbar. Zu empfehlen ist aber mindestens ein (kleiner) Spaziergang vom Restaurant Pfannenstiel her.

Hochwacht Pfannenstiel, Bild: Reto Fehr

Und so sieht es dann auf dem Turm aus. bild: Reto fehr

Niederbauen NW (1570m)

Niederbauen, Bild: Instagram/philippsalzborn

Der Blick von Niederbauen zum Buochserhorn (l.) und dem ebenfalls aus dem Nebel ragenden Pilatus. Bild: Instagram/philippsalzborn

Wir wechseln in die Innerschweiz. Niederbauen ist nicht nur ein wunderbarer Startplatz für Gleitschirmflieger, sondern mit seinen fast 1600 Metern auch meist über dem Nebel. Und zudem führt eine Seilbahn auf den Aussichtspunkt am Vierwaldstättersee.

Wer sich trotzdem noch etwas bewegen möchte, oder falls es noch ein paar Höhenmeter braucht, um an die Sonne zu kommen, dann empfiehlt sich die knapp dreistündige Wanderung (hin und zurück) auf den Niederbauen Chulm (1923m).

Seebodenalp SZ (1020m)

Seebodenalp. Bild: Instagram/swisspowdersurfer

Blick von der Seebodenalp zum Pilatus. bild: instagram/swisspowdersurfer

Die Rigi ist weitum bekannt, um dem Nebel zu entfliehen. Doch es geht auch etwas tiefer unten (und etwas weniger bekannt): von Küssnacht mit der Seilbahn auf die Seebodenalp (1020m). Oder wie die Betreiber der Gondeli sagen: «Vom See uf d'Alp».

Wer dann doch noch Lust verspürt, um die rund 800 Höhenmeter auf die Rigi zu absolvieren: In zwei Stunden ist man oben.

Diese Orte solltest du meiden, wenn du Nebel hasst:

Eigenthal LU (970m)

Eigenthal, Bild: Instagram/maryanrita

Hier der Blick von Hergiswald (auf dem Weg von Kriens nach Eigenthal) zur Rigi. Bild: Instagram/maryanrita

In Luzern einsteigen und mit dem Bus in rund 30 Minuten hinauf nach Eigenthal. Nicht nur der Kontrast von der Stadt zum Hochtal der Entlebucher Alpen ist grossartig: Meist grüsst auch die Sonne bei der Ankunft.

Von Eigenthal aus locken diverse Wanderungen auf noch höhere Punkte. Zum Beispiel hinauf zur Fräkmüntegg (Seilbahn runter nach Kriens) oder gleich ganz auf den Pilatus.

Chaumont NE (1087m)

Chaumont, Bild: Instagram/instaneuch/photography_by_nikola.s

Der Blick von Chaumont Richtung Alpen. Bild: Instagram/instaneuch/photography_by_nikola.s

In der Westschweiz gibt es durch die Jurakette fast unzählige schöne Orte, um auf das Nebelmeer zu blicken. Einer, der einfach zu erreichen ist, ist der Chaumont, der Hausberg Neuenburgs. Die Standseilbahn legt die 570 Höhenmeter Unterschied in 13 Minuten zurück – kann man schneller durch den Nebel kommen? Noch ein kleiner Pluspunkt: Der Panoramaturm (Zutritt: 1 Franken pro Person).

Mont-Pèlerin VD (1080m)

Normalerweise sieht man von der Kapelle Saint-Joseph (Bild) am Mont-Pèlerin herrlich über den Genfersee. Doch was ist schon ein See – wenn man ein Nebelmeer haben kann? Falls die rund 800 Meter über Meer nicht reichen: Ganz oben auf dem Mont-Pèlerin (1080m) lädt der Panoramalift Plein Ciel auf dem Fernsehturm ein, um nochmals 65 Meter an Höhe zu gewinnen.

Baldegg AG (566m)

Baldegg, Bild: Instagram/schuefeli80

Die Baldegg knapp über dem Nebel. Bild: Instagram/schuefeli80

Zugegeben: Es braucht viel Glück, wenn die 566 Meter in der Nähe von Baden AG reichen sollen, um über den Nebel zu kommen. Aber wenn dies auf der Baldegg der Fall ist, dann kann man auch mal so ein Foto schiessen. Und wenn's doch nicht reicht, ist man wenigsten in rund 40 Minuten wieder unten.

Hirzli GL (1641m)

Hirzli, Bild: Instagram/st0ebsel

Blick vom Hirzli Richtung Mürtschenstock (rechts der Sonne) und den Walensee (im Nebel) bei Sonnenaufgang. Bild: Instagram/st0ebsel

Begeben wir uns wieder in grundsätzlich nebelfreie Gefilde: Es lockt das Hirzli. Um wie auf dem Bild den Sonnenaufgang zu erleben, muss man entweder sehr früh los in Niederurnen (ca. 3h) oder sonst irgendwo unterwegs bei Bodenberg übernachten. Aber auch dann benötigt man noch rund anderthalb Stunden, um rechtzeitig oben zu sein. Besser ist es da am Tag: Das Gondeli von Niederurnen zum Stöckenberg (fast 1000m) kann oft schon reichen.

Was wirklich cool ist am Hirzli: Weil man auf der «vordersten» Gebirgskette der Alpen steht, hat man in Richtung Linthgebiet/Zürich die halbe Schweiz in Sichtweite – oder eben ein unendlich scheinendes Nebelmeer.

Menzingen ZG (850m)

Menzingen, Bild: Instagram/sodasam1104

Nur vereinzelt ragen Linden (und Strommasten) auf den Drumlins aus dem Nebel. bild: instagram/sodasom1104

Die Drumlins rund um den Hirzel und Menzingen sind sowieso immer ein Besuch wert. Die Moränenlandschaft wurde auch schon als «erotischste der Schweiz» bezeichnet. Auf jeden Fall wirken die Hügel mit dem einzelnen Lindenbaum obendrauf bei Nebel noch grossartiger als sonst schon.

Ein schöner Punkt, um die Landschaft zu sehen (und hoffentlich über dem Nebel zu sein) ist der Lindenberg in Menzingen. Im Winter führt ein kleiner Skilift auf den Hügel mit den vier markanten Bäumen drauf – ein sagenhafter Ort.

BONUS 1: Niederhorn BE (1950m)

Das Niederhorn gehört zu den bekanntesten Orten, um das Nebelmeer geniessen zu können. Wir haben da noch einen Bonus-Vorschlag: Macht es wie Wolfgang Siess. Der Österreicher bereist die Welt mit seinem Hang Glider. Ihm auf Instagram oder Youtube zu folgen lohnt sich für alle, die schöne Landschaftsbilder mögen.

Bonus 2: Belchenfluh BL (1099m)

abspielen

Die Nebelwelle auf der Belchenflue. Video: YouTube/wetterfotografie

Wenn dir ein Nebelmeer nicht gut genug ist – wie wär's dann mit einer Nebelwelle? Es braucht bestimmte Voraussetzungen, dass diese zustande kommt. In der Schweiz lässt sich das spektakuläre Wetterphänomen auf der Blechenflue immer wieder beobachten.

Welches sonnige Plätzchen haben wir vergessen? Ab damit in die Kommentare (gerne mit Beweisbild)!

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Steckst du im Nebel? Dann nichts wie rauf auf den nächsten Hügel, dort gibt es Sonne pur

Ein Vorteil im Nebel: Man sieht Jodoks kurze Hose nicht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das sind die extremsten Campingplätze der Schweiz

Alleine im letzten Jahr verbrachten über 3,5 Millionen Menschen eine Nacht auf einem Schweizer Campingplatz. Falls du noch eine Inspiration für deine nächste Outdoor-Nacht brauchst – das sind die «extremsten» Campingplätze der Schweiz.

Camping ist wieder hip. 2017 zählte die Schweiz rund 3,1 Millionen Logiernächte auf einem Campingplatz, 2018 schon deren 3,6. Beides sind Rekordwerte. Natürlich sind es besonders die Sommerwochen, welche die Leute auf Campingplätze locken. Im letzten Jahr waren es alleine im August fast eine Million Logiernächte.

Gründe für die Beliebtheit des Campings gibt es mehrere. Zum einen sind Ferien in der Schweiz im Trend. Die Nähe zur Natur spielt mit und durch «Glamping» erhält auch ein gewisser …

Artikel lesen
Link zum Artikel