Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Wetter praesentiert sich truebe, grau, nass und kalt, am Freitag, 25. Februar 2011, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Trübe Aussichten: der Winter in der Stadt, hier Zürich. Bild: KEYSTONE

Das sind die 10 grössten Nebellöcher der Schweiz

Es ist der bisher trübste Winter seit 30 Jahren. An manchen Orten der Schweiz haben die Bewohner die Sonne wochenlang nicht mehr gesehen. 



Aschfahle Gesichter, schlecht gelaunte Pendler, Schneuz-Konzert im Büro: Willkommen im Winter 2018. Ist es nur dieses Jahr so schlimm oder haben wir einfach verdrängt, dass es schon letztes Jahr, vorletztes Jahr und sowieso immer zu dieser Jahreszeit derart trostlos ist? War es letztes Jahr auch schon so kalt? War es jemals so kalt? Und wie sieht eigentlich der Himmel schon wieder aus, wenn er nicht gerade grau-weiss-schwarz ist?

Bestimmt gibt es Ärzte, die bestätigen: den Winter unterhalb der Nebelgrenze zu verbringen, ist gesundheitsschädigend. Alles an dieser Jahreszeit macht krank. Der Moment, in dem gefühlt mitten in der Nacht der Wecker klingelt und man sich aus dem warmen Nest in die Eiseskälte quält und dabei jedes Mal ein wenig weinen muss. Das Dasein im Büro, das nur dank drei ums Pult aufgestellten Luftbefeuchtern überlebbar ist, weil uns sonst die trockene Luft zum wandelnden Gesichts- und Kopfschuppen-Monster macht. Die unsäglichen Bürokollegen, welche die Luftbefeuchter überflüssig machen, weil sie alle paar Stunden lüften müssen (geht's noch?!). Und der Moment, wenn wir abends nach Hause gehen, es draussen schon wieder stockfinster ist und uns ein lebensmüder Jogger mit Stirnlampe fast über den Haufen rennt.

Ein bewährtes Mittel, das gegen Winterdepression helfen kann, ist Alkohol der Gedanke, dass es anderen Leuten noch viel schlechter geht als uns. Schauen wir also auf jene Orte der Schweiz, die derzeit am tiefsten in der Nebelsuppe stecken.

In den folgenden zehn Ortschaften haben die Messstationen von Meteo Schweiz im Februar praktisch nie Sonnenschein aufgezeichnet. In Wynau (BE) wurden insgesamt 17,6 Sonnenstunden gemessen. In Würenlingen (AG) waren es 19,4 Stunden.

Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar

Sonnenlöcher Schweiz Infografik

grafik: lea senn

Die Bewohner von Wynau haben in den vergangenen zwanzig Tagen nur sechs Mal die Sonne gesehen. An den restlichen 14 Tagen war da nur ein graues Nichts, wenn sie in den Himmel schauten. 

Die 10 grössten Schattenlöcher der Schweiz

Kalender Schattenlöcher Schweiz im Februar 18

Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar. grafik: lea senn

Und schon geht es uns ein wenig besser und wir hintersinnen uns, wie es wohl um die Menschen steht, die jetzt gerade in Koppigen, Obergösgen oder Giswil sind?

Umfrage

Wohnst du in einer der oben genannten Ortschaft und willst uns deine Gefühlslage mitteilen?

  • Abstimmen

2,163

  • Nein, lasst mich in Ruhe!30%
  • Ich liebe den Winter und mir geht es prächtig.21%
  • Ich kann nicht abstimmen, weil ich mich in meinen sieben Kleiderschichten nicht bewegen kann.22%
  • Hass.28%

Der trübste Winter seit 30 Jahren

Der bisherige Winter ist tatsächlich aussergewöhnlich düster. Selbst hartgesottenen Winterliebhabern muss aufgefallen sein, dass in diesen Wochen Rekorde gebrochen werden. Das sagt auch Stephan Bader, Klimatologe bei Meteo Schweiz: «Bisher gehört dieser Winter zu den zehn trübsten seit Messbeginn 1961.» Zuletzt habe es 1987 derart wenig Sonnenschein in einem Winter gegeben. 

Vom Dezember bis zum jetzigen Zeitpunkt seien im Flachland 50 bis 70 Prozent der normalen Sonnenscheindauer erreicht worden. In der Region Zürich beispielsweise scheint die Sonne durchschnittlich 178 Stunden während dieser Zeit. Bisher gemessen wurden nur 113 Stunden, 37 Prozent weniger.

Wird es besser? «Zurzeit sieht es nicht danach aus», sagt Bader. Er erwartet weitere Sonnenarme Tage. Wer dem Loch raus will, dem bleibt nichts anderes übrig, als über die Nebelgrenze zu flüchten.

Zum Beispiel in diese Ortschaften, die im bisherigen Winter die höchste Sonnenschein-Dauer verzeichneten.

Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar

Sonnenlöcher Schweiz Infografik

grafik: lea senn

Je kälter, desto mehr Canada-Goose-Jacken in Zürich

abspielen

Video: watson/Can Külahcigil

61 Gründe, weshalb es im (!) Nebel schöner ist als über dem Nebel

Das könnte dich auch interessieren:

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JackMac 22.02.2018 19:41
    Highlight Highlight Shooot !! Nur Silber. Na ja, passt wenigstens zum Nebel !
  • derEchteElch 22.02.2018 12:50
    Highlight Highlight Nebelloch der Schweiz?
    Thuuuuuuuuurgaouuuuuuuuu 😁
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 22.02.2018 12:38
    Highlight Highlight Freut mich, geht es euch besser, wenn wir hier in Wynau nicht mehr wissen, wie die Sonne ausschaut... 😓
  • Deki 22.02.2018 12:29
    Highlight Highlight Ich Wohne in Buchs... Dann gehe ich halt in die Chocolat Frey und tröste mich mit Schokolade:-)
  • oXiVanisher 22.02.2018 11:39
    Highlight Highlight Die Sensoren sind ja nicht in jeder Ortschaft, oder? Ich wohne in der Region um Wynau und habe das Gefühl, hier war es noch grauer gewesen...
  • ch2mesro 22.02.2018 10:42
    Highlight Highlight ein überdurchschnittlich bewölkter morgen bei mir;
    Benutzer Bild
    • Zat 22.02.2018 16:54
      Highlight Highlight Sieht wunderbar aus. Auf welcher Höhe ü.M. Befinden Sie sich?
      Wir kratzen am 1000er, aber selbst hier ists in letzter Zeit öfter bedeckt als nicht.
    • ch2mesro 22.02.2018 17:19
      Highlight Highlight südlich des gotthards auf rund 680 m
  • Roman Stanger 22.02.2018 10:29
    Highlight Highlight "Die unsäglichen Bürokollegen, welche die Luftbefeuchter überflüssig machen, weil sie alle paar Stunden lüften müssen (geht's noch?!)"

    Liebe Watson-Redaktion, dieser Artikel ist mehr als blosse Information. Er ist ein Hilfeschrei und eine Anklage. Nehmt ihn ernst!
    • Zap Brannigan 22.02.2018 11:34
      Highlight Highlight Und sagt ihnen auch, dass die Luft im Büro vom Lüften trockener wird, nicht feuchter. Darum haben luftdichte Minergiehäuser eine Zwangsbelüftung, sonst kommt der Schimmel.
  • ARoq 22.02.2018 10:23
    Highlight Highlight In dem Zusammenhang sind auch die langfristigen Normwertkarten von MeteoSchweiz interessant:
    http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/klima-normwerte/normwert-karten.html?filters=clearday_8110_yy
    Benutzer Bild
    • Zat 22.02.2018 17:03
      Highlight Highlight Sehr interessant, danke dafür. Werde ich mir noch genauer ansehen.
  • nickmiller 22.02.2018 10:19
    Highlight Highlight Leibstadt und Gösgen? I see what you did there 😁
  • Norbert Riedi 22.02.2018 10:08
    Highlight Highlight "nebel" liest sich rückwärts besser.
  • Moudi 22.02.2018 10:06
    Highlight Highlight Dachte schon das schöne Seeland wäre auch dabei! aber nein, im Feb. scheinbar durchschnittlich fast 10 Sonnen Stunden! nicht schlecht!
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 22.02.2018 09:56
    Highlight Highlight Der Winter ist so düster, meine Sonnenbrille muss zum RAV!
  • Matthiah Süppi 22.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Naja Ebnat-Kappel gehört zwar zu den Top 10, aber im Toggenburg hat es wenigstens immer einen Berg in unmitelbarer Nähe, der über den Nebel hinaus ragt.
  • Randreeh 22.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Payerne. Nebel und Biese und zur Abwechslung Nebel - 21 Wochen lang 😉
    • Walti Rüdisüli 22.02.2018 10:38
      Highlight Highlight Man spricht dieses unsägliche P-Wort nicht aus. P****** ist die blanke Hölle
    • Snowy 22.02.2018 11:36
      Highlight Highlight Du hast Bure vergessen...
    • Eltriangoli 22.02.2018 12:48
      Highlight Highlight Payerne. Schnee, Regen oder Nebel. Mehr hab ich dort nie gesehen
  • maljian 22.02.2018 09:50
    Highlight Highlight Gibt es vielleicht die Möglichkeit bei Umfragen nur das Ergebnis anzuzeigen ohne dass man etwas auswählt?

    Ich wohne in meinem der genannten Orte, da mich das Ergebnis aber interessiert habe ich mir meiner Auswahl, dass ich den Winter mag, wohl die Statistik verfälscht.

    Ich bin froh, dass ich dann doch ab und zu noch die Sonne sehe 😊

Schwägalp-Lawine: Suche geht weiter ++ Verletzte konnten Spital verlassen

Eine rund 300 Meter breite Lawine ist am Donnerstag auf der Schwägalp niedergegangen. Die Schneemassen verschütteten Autos und drangen ins Hotel Säntis ein. Drei Personen wurden leicht verletzt. Sie konnten das Spital nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Nach wie vor sind bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden keine Vermisstmeldungen von Personen eingegangen. Trotzdem setzen die Rettungskräfte ihre Arbeit fort. Nach Sondierungen durch Fachleute wird der Lawinenkegel mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel