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Lilith Stangenberg in der Hauptrolle als Hebamme Christine in der Neuverfilmung nach Jeremias Gotthelfs «Die schwarze Spinne».
Lilith Stangenberg in der Hauptrolle als Hebamme Christine in der Neuverfilmung nach Jeremias Gotthelfs «Die schwarze Spinne».Bild: Ascot Elite Entertainment Group
Review

Es gramselt «Die schwarze Spinne» nach 180 Jahren endlich über die Leinwand

«Die schwarze Spinne», jenes Kleinod helvetischer Literaturgeschichte, ist in seiner Ursprungsform vom Schweizer Regisseur Markus Fischer verfilmt worden. Psychologisch schön gewebt, der Teufel allerdings ist leider ein monströser Waschlappen.
06.03.2022, 13:22

Bei der Lektüre von Jeremias Gotthelfs «Die schwarze Spinne» – und daran kamen und kommen wohl noch heute Heerscharen von Schweizer Gymischülern nicht vorbei – ist ein Gefühl bestimmend: Es gramselt dir ganz fürchterlich den Rücken rauf und nieder. Überall, so dünkt es einem, hockt dieses widerwärtige Spinnwesen, bald läuft es einem über die Füsse, bald sitzt es einem gross und schwarz auf der Nase. Dort bäumt es sich auf, streckt dir seine verderblichen Kieferklauen entgegen und zwischen seinen Borsten hervor quellen giftig seine vielen Augen.

«Gramseln». Das Wort hat sich seither in mein Gehirn gebrannt. Ich glaube, es gibt tatsächlich kein Wort, das wirkungsmächtiger, trefflicher beschreiben könnte, was eine Spinne mit ihren acht Beinen Gräuliches anzustellen vermag. Dieses Gewimmle und Gefusle, fürwahr ein einzig Gramseln ist das.

Jeremias Gotthelf, der seine Novelle im Jahre 1842 schrieb, war ein Mann des Dialektwortes. Und obwohl er sein Berndeutsch so kunstvoll in seine Geschichte eingewebt hatte, entschuldigte er sich dafür. Es gehörte sich nun mal nicht, das Hochdeutsche auf diese Weise zu verunreinigen.

«Dass das Berndeutsch vielen widrig vorkommt, weiss ich, ich muss es ablegen, ich begreife es; aber so recht bezeichnen, was ich eigentlich bezeichnen will, kann ich dann nicht mehr.»
Jeremias Gotthelf

Und tatsächlich hatte man sich bei späteren Umarbeitungen im Dienste jenes «Konkretismus» und zum Grauen Jacob Grimms erdreistet, Gotthelfs Text ebenjene helvetischen Juwelen zu entreissen, ihn seiner Zierde zu berauben und ihn so, von seinem eigentlichen, formgebendsten Reiz befreit, erneut auf Papier zu drucken.

Die schwarze Spinne, die nicht gramselt, das ist, als hätte man ihr alle Beine ausgerissen!

Nun bedient sich zwar die Neuverfilmung am schönen Berndeutsch, dennoch leidet auch sie an einer gewissen Schmucklosigkeit. Schafft es nicht ganz, die donnernde Kraft, all diese Wortgewaltigkeit seiner Vorlage ins Filmische zu übersetzen. Die Bilder scheinen in Anbetracht derer, die Gotthelf heraufzubeschwören vermag, etwas fahl.

Vielleicht liegt das in der Natur der Sache, sicherlich liegt es nicht an den Schauspielerinnen, und vielleicht hat eben wegen dieser unbändigen Wucht der «schwarzen Spinne» sich noch keiner bis auf Mark Rissi in den 80ern – der die Handlung allerdings in ein modernes Drogenmilieu versetzt hat – an diesen Stoff herangetraut. Und so kommt es, dass wir nun seit 180 Jahren die erste, ziemlich getreue Adaption jenes Meisterwerks zu sehen bekommen.

Trailer zu «Die schwarze Spinne»

Mit fünf Millionen Franken in Ungarn gedreht: «Die schwarze Spinne» des Schweizer Regisseurs Markus Fischer. Video: YouTube/AscotElite

Die Geschichte beginnt so:

Sumiswald im Emmental im Jahr 1251. Das Dorf untersteht dem Deutschritterorden, dessen Oberhaupt Hans von Stoffeln (gespielt von Ronald Zehrfeld) ein ganz übel gesinnter Kerl ist, der von seinen bäuerlichen Bewohnern verlangt, ihm in leidiger Fronarbeit ein Schloss zu bauen, mitten auf dem Bärhegenhubel mussten sie es aufrichten. Und als sie diese schwere Arbeit binnen zwei Jahren schwitzend und jammernd verrichteten, ihre Felder darob brach lagen und die Mäuler ihrer Kinder leer, da wusste der von Stoffeln es ihnen in seiner herzlosen Weise nur so zu danken, dass noch etwas fehlte zu seinem Glücke: Ein Schattengang nämlich, eine prächtige Allee mit hundert stattlichen Buchen, die den Weg zum Eingang seines neuen Anwesens säumen sollten. Ganz ausgraben müssten sie diese unten im Tale mitsamt Wurzelstock und sie ihm dann in Zeit eines Monats oben vor seinem Schlosse wieder einpflanzen.

Hans von Stoffeln (Ronald Zehrfeld) gibt hoch zu Rosse seine unmenschlichen Befehle.
Hans von Stoffeln (Ronald Zehrfeld) gibt hoch zu Rosse seine unmenschlichen Befehle.Bild: Ascot Elite Entertainment Group

In ihrer Verzweiflung und den sicheren Hungertod vor Augen, erscheint den Bauern im Walde ein fremder Karrenmacher (gespielt von Anatole Taubman), der ihnen anbietet, die schwere Arbeit mit seinen wundersamen Fuhrwerken zu verrichten. Doch sie fürchten ihn und glauben ihm nicht, allein die Hebamme Christine (gespielt von Lilith Stangenberg) sucht ihn nochmals auf, nachdem ihr Vater und Dorfältester beim Ausheben des ersten Baumes von diesem erschlagen, und der Mut der Männer ins Bodenlose gesunken ist. Sie lässt sich, von den flehenden Blicken der ohnmächtigen Bauern bestärkt, auf einen Handel mit ihm ein. Er verlangt dafür ein ungetauftes Kind und zum Zeichen ihrer Bürgschaft küsst er sie auf die Wange.

Christine (Lilith Stangenberg) reibt sich die Stelle, an der der Teufel sie gebrandmarkt hat.
Christine (Lilith Stangenberg) reibt sich die Stelle, an der der Teufel sie gebrandmarkt hat. Bild: Ascot Elite Entertainment Group

Bald stehen die prächtigen Bäume wie von Zauberhand an der gewünschten Stelle, doch die Backe, die den Kuss empfing, brennt Christine gar fürchterlich, und immer dann, wenn ein Kind geboren und getauft in die Arme ihrer Mutter gegeben wird, statt es wie vereinbart dem Teufel auszuhändigen.

Eben noch wegen ihres Mutes vom gesamten Dorfe als Retterin gefeiert, wird sie nun als Teufelsbraut von diesem ausgestossen.

Die Bauern (Marin Blülle und Marcus Signer) haben ihren Sündenbock gefunden.
Die Bauern (Marin Blülle und Marcus Signer) haben ihren Sündenbock gefunden. Bild: Ascot Elite Entertainment Group

Bald schon schwillt das Mal, das auf ihrer Wange brennt, immer höher an, Wehen beginnen ihr Gesicht zu verzerren ...

«Da war es Christine, als ob plötzlich das Gesicht ihr platze, als ob glühende Kohlen geboren würden in demselben, lebendig würden, ihr gramselten über das Gesicht weg, über alle Glieder weg, als ob alles an ihm lebendig würde und glühend gramsle über den ganzen Leib weg. Da sah sie in des Blitzes fahlem Scheine langbeinig, giftig, unzählbar schwarze Spinnchen laufen über ihre Glieder, hinaus in die Nacht, und den Entschwundenen liefen langbeinig, giftig, unzählbar andere nach. Endlich sah sie keine mehr den frühern folgen, der Brand im Gesicht legte sich, die Spinne liess sich nieder, ward fast zum unsichtbaren Punkte wieder, schaute mit erlöschenden Augen ihrer Höllenbrut nach, die sie geboren hatte und ausgesandt zum Zeichen, wie der Grüne mit sich spassen lasse.»
Jeremias Gotthelf, «Die schwarze Spinne»

Christine wird sich, von den dämonenhaften Kräften immer wieder übermannt, märtyrerhaft zeigen, sie, die die Kinder auf die Welt holt, stemmt sich immer wieder gegen den Drang, dem Satan ein solches zu überbringen, sie wird zur Heldin der Geschichte, trotz ihres Schicksals, das sie am Ende ereilen wird und das wir hier nicht verraten wollen.

Das ist eine sehr schöne filmische Modernisierung der literarischen Vorlage, in der nämlich, ganz nach dem Sinne ihres Verfassers, der selbst Vikar und Feldprediger war, der Priester sich todesmutig mitsamt Kreuz und Weihwasser in den Kampf mit dem Teufel stürzt.

Die Heldin der Stunde: Christine (Lilith Stangenberg) fortan vom ganzen Dorfe geächtet, nimmt bald den Kampf mit dem Teufel auf.
Die Heldin der Stunde: Christine (Lilith Stangenberg) fortan vom ganzen Dorfe geächtet, nimmt bald den Kampf mit dem Teufel auf.Bild: Ascot Elite Entertainment Group

Am Ende verstand Gotthelf sein Schaffen als Aufklärungs- und Warnliteratur, als Reden eines Propheten zur Entsumpfung seines Volkes, das sich immer mehr von der Wahrheit zu entfernen drohte. Es soll sich der Mensch nicht von Gott, das Weib nicht vom Manne und der Knecht nicht von seinem Meister emanzipieren, das wird in seiner Geschichte mehr als offenbar. Alles und jeder soll wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren, ganz nach der vom Herr gegebenen Ordnung. Und so ist Christine, ein vom Hause viel zu weit entfernt agierendes, unabhängiges (und dazu deutsches!) Weibsbild, bei Gotthelf auch keine Heroin, sondern bloss todbringendes Ungeheuer.

Überhaupt werden im Film die Figuren psychologisch geschickt miteinander verwebt, wo sie im Buch lose und einander fremd bleiben. Ihre Handlungsmotive werden deutlicher, nachvollziehbarer. Doch während die Menschen an Tiefe gewinnen, verliert der Teufel an Kraft. Er, der doch das Potential zu einer der ganz grossen Schreckgestalten der Filmgeschichte hätte, bleibt seltsam schwächlich und vermag es nicht, einem das Herz zuzuklemmen. Löst keinerlei Unbehagen aus, man hofft bloss, er möge noch etwas aufdrehen, irgendein Zeichen seiner fiesen Magie senden, doch da ist nicht mal ein Fünklein, das ob seines Erscheinens sprühte.

Da ist kein Auskosten des Bösen, der Mut zur Furore fehlt. Sein Auftritt ist ebenso unspektakulär wie sein Verschwinden. Mit wehleidigem Gesicht, fast waschlappenartig verkrümelt er sich, als er nicht bekommt, was er will.

Der Teufel (Anatole Taubman) bittet Christine (Lilith Stangenberg) um ein ungetauftes Kind.
Der Teufel (Anatole Taubman) bittet Christine (Lilith Stangenberg) um ein ungetauftes Kind. Bild: Ascot Elite Entertainment Group

Bei Gotthelf hingegen haben wir es mit einem Teufel ganz anderen Kalibers zu tun. Als er zum ersten Mal bei den verzweifelten Bauern im Walde auftaucht, klingt das so:

«Wie sie da so rastlos weinten, [...] stund plötzlich vor ihnen, sie wussten nicht, woher, lang und dürre ein grüner Jägersmann. Auf dem keken Barett schwankte eine rote Feder, im schwarzen Gesichte flammte ein rotes Bärtchen, und zwischen der gebogenen Nase und dem zugespitzten Kinn, fast unsichtbar wie eine Höhle unter überhangendem Gestein, öffnete sich ein Mund und frug: Was gibt es, ihr guten Leute, dass ihr da sitzet und heulet, dass es Steine aus dem Boden sprengt und Äste ab den Bäumen?»

Zweimal frug er also, und zweimal erhielt er keine Antwort. Da ward noch schwärzer des Grünen schwarz Gesicht, noch röter das rote Bärtchen, es schien darin zu knistern und zu spretzeln wie Feuer im Tannenholz; wie ein Pfeil spitzte sich der Mund, dann tat er sich auseinander und frug ganz holdselig und mild: ‹Aber, ihr guten Leute, was hilft es euch, dass ihr dasitzet und heulet?›»

Und als die Bauern ihre Sprache wiederfanden und dem Grünen von ihrem Leid klagten, versprach er, ihnen alle Buchen auf Bärhegen zu führen, ihnen zulieb, den Rittern zum Trotz und um geringen Lohn ...

«‹So sag an, was du verlangst, auf dass wir mit dir des Handelns einig werden mögen!› Da machte der Grüne ein pfiffig Gesicht; es knisterte in seinem Bärtchen, und wie Schlangenaugen funkelten sie seine Augen an, und ein greulich Lachen stand in beiden Mundwinkeln, als er ihn voneinander tat und sagte: ‹Wie ich gesagt, ich begehre nicht viel, nicht mehr als ein ungetauftes Kind.›

Das Wort zuckte durch die Männer wie ein Blitz, eine Decke fiel von ihren Augen, und wie Spreu im Wirbelwinde stoben sie auseinander.

Da lachte der Grüne, dass die Fische im Bache sich bargen, die Vögel das Dickicht suchten, und grausig schwankte die Feder am Hute, und auf und nieder ging das Bärtchen. ‹Besinnet euch oder suchet bei euren Weibern Rat, in der dritten Nacht findet ihr hier mich wieder!›, so rief er den Fliehenden mit scharf tönender Stimme nach, dass die Worte in ihren Ohren hängen blieben, wie Pfeile mit Widerhaken hängen bleiben im Fleische.»
Jeremias Gotthelf, «Die schwarze Spinne»

Gotthelf schafft es, den Leser gleichsam mit den Bauern blass und zitternd an Seele und Gliedern zurückzulassen. Dem Film fehlt diese Dimension von Horror leider, alles bleibt dezent, unaufdringlich, behutsam.

Maria (Nurit Hirschfeld), die Zwillingsschwester von Christine und Opfer männlicher Hinterhältigkeit.
Maria (Nurit Hirschfeld), die Zwillingsschwester von Christine und Opfer männlicher Hinterhältigkeit.Bild: Ascot Elite Entertainment Group

Die Spinnen, einer Pestepidemie gleich, wüten im Dorfe nur sehr verhalten, das unermessliche Grauen der Heimgesuchten bleibt aus, und als der Tod des Hans von Stoffeln, jenes unterirdischen Arschlochs, ansteht, werden wir um die Genugtuung seines Ablebens gebracht, um die voyeuristische Lust an seinen Qualen betrogen und sehen nicht, wie die Beine der Spinne sich in sein Gehirn brennen. Die Kamera verlässt den Sterbenden, das Bild wird schwarz, zeigt uns stattdessen das Schloss in Fernaufnahme und schenkt uns einzig seinen Todesschrei.

Vielleicht ist es besser so. Vielleicht ist weniger mehr. Und vielleicht ist jenes Schwarzwerden eine stille Huldigung der Wortmacht Gotthelfs, der mit keinem konkreten Bilde gerecht zu werden ist.

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Punting Unit
06.03.2022 17:38registriert Dezember 2019
Erinnere mich gut an die Klassenlektüre: Sollte der Teufel mal bei uns vorbeikommen, haben sie beschlossen mich abzugeben, da ich als einziger der Klasse ungetauft war.
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Lion:ess
06.03.2022 13:46registriert Dezember 2015
Die schwarze Spinne, mein Abschlussbuch in der Berufsmatur, heiss geliebt. Steht immer noch in meinem Bücherregal. Ich wollte diesen Film unbedingt sehen, bis ich den ersten Trailer sah. Sah mir wie ein missglückter Schlachtfilm aus. Wenn er dann mal bei SRF Play läuft, opfere ich dann vielleicht meine Zeit, aber mein Kinogeld jedenfalls nicht.
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001506.b818b2f8@apple
06.03.2022 16:07registriert Juli 2021
Ich glaube ich habe das sogar schon in der Sek gelesen, nicht erst im Gymi. Und: Die Spinnen wüten nicht wie eine Pestepidemie, sie werden als Metapher dafür gedeutet.
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Die beiden 50-%-Aktionäre AZ Medien AG (AZ) und das Unternehmen NZZ (NZZ) haben vereinbart, ihre Beteiligungsverhältnisse an CH Media neu zu ordnen. AZ wird künftig mit 65 %, NZZ mit 35 % an CH Media beteiligt sein. Diese Anpassung wird im 1. Quartal 2023 erfolgen. Im gleichen Zug wird watson in CH Media integriert. Gleichzeitig hat der Verwaltungsrat per 1. April 2023 Michael Wanner zum neuen CEO von CH Media ernannt. Er übernimmt von Axel Wüstmann, der nach fünf Jahren als CEO von CH Media das Unternehmen verlassen wird.

Mit der Gründung ihres Gemeinschaftsunternehmens haben AZ und NZZ ihre Kräfte gebündelt und damit den Grundstein gelegt für eine erfolgreiche Weiterentwicklung ihres Regionalmediengeschäfts sowie den Aufbau einer starken Marktposition von CH Media im Entertainment-Bereich. Die ursprüngliche Vereinbarung unter den Partnern sah vor, dass AZ mittelfristig die Mehrheit an CH Media übernehmen kann, während NZZ die Möglichkeit zustand, ihren Anteil an AZ zu verkaufen. Die beiden Aktionäre haben in den letzten Monaten partnerschaftlich über die zukünftige Governance und die Eigentumsverhältnisse von CH Media verhandelt. Dabei wurde entschieden, dass AZ die Mehrheit an CH Media übernimmt und NZZ ihren Anteil auf 35 % reduziert. Mittelfristig steht es beiden Aktionären frei, die restlichen NZZ-Anteile zu kaufen respektive zu verkaufen.

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