DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Demonstrierende ziehen am Tag von George Floyds Beerdigung durch Genf.
Demonstrierende ziehen am Tag von George Floyds Beerdigung durch Genf.Bild: keystone

Über zehntausend Menschen demonstrieren in Genf gegen Rassismus

09.06.2020, 21:08

Über zehntausend Menschen haben am Dienstag in Genf gegen Gewalt und Rassismus gegenüber Schwarzen demonstriert. Die Veranstaltung fand am Tag der Beerdigung des bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA getöteten Afroamerikaners George Floyd statt.

«Schweigen tötet», «Ich bin Schwarz, ich existiere» oder «Keine Gerechtigkeit, kein Frieden» stand etwa auf Plakaten an der «Black Lives Matter»-Kundgebung. Die meist jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten einem Demo-Aufruf, der nach dem Tod Floyds am 25. Mai in Minneapolis erfolgt war.

«Wir marschieren gemeinsam für eine bessere Welt, in der Rassenungleichheit keinen Platz hat», sagte einer der jungen Organisatoren. Diese prangerten «systemischen Rassismus in der Schweiz» sowie Polizeigewalt und ethnisches Profiling - auf Stereotypen und äusserlichen Merkmalen basierendes Handeln der Polizei - an.

Tausende versammeln sich in Genf: Es ist die erste grosse Demonstration nach den Lockerungen.
Tausende versammeln sich in Genf: Es ist die erste grosse Demonstration nach den Lockerungen.Bild: keystone

In Gruppen und mit Desinfektionsmittel

Die Demonstration war die erste grosse Veranstaltung in Genf nach der Lockerung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie. Um die Anweisungen zu befolgen, wurden Gruppen von 300 Personen gebildet. Die meisten Demonstranten trugen Masken und führten Desinfektionsmittel für die Hände mit.

Der Demonstrationszug setzte sich gegen 18.50 Uhr in der Innenstadt in Bewegung. An der Spitze wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Ich kann nicht atmen» mitgeführt. Ähnliche Veranstaltungen hatten am Samstag in Neuenburg, Bern, Basel und Zürich und am Sonntag in Lausanne stattgefunden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Was struktureller Rassismus ist und warum es ihn auch in der Schweiz gibt

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

19 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pat.71
09.06.2020 21:46registriert Januar 2018
Ich finde die Anliegen der Proteste durchaus legitim und angebracht. Aber trotzdem: warum können in der ganzen Schweiz Tausende trotz Corona demonstrieren und es scheint voll okay zu sein. Aber jede kleine Dorfchilbi und andere Veranstaltungen müssen abgesagt werden?
26980
Melden
Zum Kommentar
avatar
sansibar
09.06.2020 22:53registriert März 2014
Hmm Versammlungsverbot?! Sorry aber da muss man konsequent sein. Nicht im Sinn von „Demos sind je nach Thema OK oder auch nicht.“ Da stelle ich auch meine persönliche Meinung hinten an.
17364
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ein einsamer Holländer
09.06.2020 21:18registriert Mai 2020
In GENF ?
Oh mann. Was wäre, wenn wir das Internet nicht hätten?
Vermutlich wüssten nur die NZZ Leser wer Floyd war.
14186
Melden
Zum Kommentar
19
Sagt mal, warum meiden sich Schweizer gegenseitig in den Ferien?
Andere Nationen verbrüdern sich längst an der Strandbar. Nur die Schweizer wollen in den Ferien partout keine anderen Schweizer treffen. Wieso?

Es war ein Schlüsselerlebnis. Ich weiss es noch, als wär's gestern gewesen:

Zur Story