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Bund brüskiert BLS: Die SBB erhalten fast alle Fernverkehr- und Intercity-Linien



Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Konzessionsverfügung für den Betrieb des Eisenbahn-Fernverkehrs ab Ende 2019 erlassen. Der grösste Teil der Linien und das ganze Intercity-Netz gehen an die SBB. Die BLS erhält die Konzession für zwei Interregio-Linien, wie das BAV am Mittwoch mitteilt.

Die BLS erhält die Konzession für die beiden Interregio-Linien Bern - Biel und Bern - Burgdorf - Olten, wie das BAV mitteilte.

BLS ist sauer

Die Verfügung bleibt deutlich hinter dem zurück, was die BLS als Gesuch eingereicht hat. Der Verwaltungsrat der BLS werde abschliessend entscheiden, ob die BLS die beiden vorgesehenen Fernverkehrslinien ab Dezember 2019 bedienen werde.

Er halte sich ausserdem die Möglichkeit offen, innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist von 30 Tagen Beschwerde gegen den vorliegenden Verfügungsumfang einzureichen, teilt die BLS nach bekannt werden der Konzessionsverfügung mit.

Entlastung um 75 Millionen für Steuerzahler

Für den Fernverkehr lasse das BAV den Bahnen einen grösseren finanziellen Spielraum als zunächst vorgesehen worden sei. Aufgrund der Rückmeldungen aus der Anhörung, namentlich jenen der SBB und des Preisüberwachers, werde der Deckungsbeitrag für das Intercity-Netz der SBB um 0,5 und für das Basis-Netz um sieben Prozentpunkte tiefer angesetzt, als im Rahmen der Anhörung vorgeschlagen worden sei.

Damit werde im Vergleich zu dem in die Anhörung geschickten Vorschlag der jährliche Gewinn der SBB aus dem Fernverkehr gemäss Plandaten um rund 50 Millionen Franken höher ausfallen.

Durch die neue Festlegung des Deckungsbeitrags und die Umteilung einzelner Linien vom Regional- in den Fernverkehr würden die Steuerzahlenden bei Bund und Kantonen um insgesamt rund 75 Millionen Franken jährlich entlastet, schreibt das BAV weiter. (whr/sda)

So sehen die neuen SBB-Züge von Innen aus

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Video: srf/SDA SRF

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • einmalquer 12.06.2018 21:01
    Highlight Highlight
    Busse als Konkurrenz zur SBB sind genau so überflüssig wie die "Privatbahnen" (richtig privat sind sie ja nicht),

    Es wäre vernünftig, die verschiedenen Bahnen den SBB zu überschreiben.

    Private können sich einen Service Public nicht leisten, sieht man auch bei den Medien - Private müssen unterstützt werden.
  • Katzenseekatze 12.06.2018 17:45
    Highlight Highlight Ich verstehe diesen komplizierten Weg nicht mit der BLS.
  • MrXanyde 12.06.2018 17:05
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, was hier einige für ein Problem mit der BLS haben...fahre jeden Tag damit und sehe keinen Unterschied zur SBB (Doch, BLS ist sauberer als SBB ;)
    Die BLS wollte auch schon den Taktfahrplan der S-Bahn zwischen Bern und Fribourg auf alle 15 Minuten ändern, was die liebe SBB jedoch zu verhindern wusste.
  • DerRaucher 12.06.2018 15:48
    Highlight Highlight Gut so. Bin gerade vor einer Woche mit einer Privaten Bahn in Deutschland gefahren. Ich meine die DB ist schon nicht das gelbe vom Ei, aber was ich auf dem Netz dieser Gesellschaft erlebt habe war eine Katastrophe. Solche Zustände brauchen wir hier nicht.
    • Fabio74 12.06.2018 17:33
      Highlight Highlight Erzähl mal. Wo mit welcher Bahn etc
      Die Deutschen schreiben den Regionalverkehr aus. Der Sieger fährt nach Bestellung des Auftraggebers
    • dan2016 13.06.2018 08:34
      Highlight Highlight Ich habe schon einige schlechte Hotels erlebt. Ergo der Wettbewerb in der Hotelbranche muss Schuld daran sein...
  • marcog 12.06.2018 14:10
    Highlight Highlight Wenn die Politik nicht mit der SBB zufrieden ist, soll sie dort die Führung austauschen. Der Pseudo-Wettbewerb führt nur zu so krummen Dingern wie dem Postautoskandal.
  • Wilhelm Dingo 12.06.2018 14:01
    Highlight Highlight Was soll das Theater um die BLS, es ist ein fast 100% iger Staatsbetrieb wie die SBB. Also werft die Gesellschaften einfach zusammen.
    • Roterriese 12.06.2018 15:57
      Highlight Highlight Die BLS ist ein Staatsbetrieb des Kantons Bern und die SBB des Bundes ;)
    • MeinSenf 12.06.2018 17:20
      Highlight Highlight Na und? Beides wird mit Steuergeldern subventioniert...
    • Basubonus 12.06.2018 18:40
      Highlight Highlight Und der Kanton Bern erhält wieviele Millionen/Milliarden pro Jahr vom kantonalen Finanzausgleich? Wozu? Um sich ein unnötiges Bähnli zu leisten? "Sälber gross" sy? Aufhören!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samuel Deubelbeiss 12.06.2018 13:59
    Highlight Highlight Der IR17 fährt einmal stündlich von Olten ohne Halt weiter bis Zürich. Diese direkte Verbindung fällt also weg. Für die Region Oberaargau ist dies ein herber Verlust. Hier arbeiten viele in Zürich und helfen mit, die Region zu einer der wirtschaftsstärksten des Kantons zu machen. Niemand in meiner Region will die BLS, vermutlich priorisiert sie nämlich Anschlüsse an ihr Netz statt an Zürich und Basel. Was ist für mich die bessere Lösung, wegziehen oder eine neue Stelle finden? Ich weiss es nicht.
    • Mäf 12.06.2018 14:25
      Highlight Highlight Der IR17 wird wie bisher von der SBB betrieben und fährt weiter nach Zürich. Die BLS übernimmt nur den RegioExpress Bern - Olten und Bern - Biel. Falls sie das denn machen werden...
    • Astrogator 12.06.2018 15:03
      Highlight Highlight Die BLS kann nicht alleine über den Fahrplan entscheiden, das geschieht im Verbund mit allen ÖV-Anbietern.
    • oXiVanisher 12.06.2018 16:45
      Highlight Highlight @Samuel Deubelbeiss
      Vielleicht hat es dann im IR17 Richtung Bern für alle einen Sitzplatz. Nachdem die SBB in Herzogenbuchsee den grössten Service-Abbau Schweizweit seit langer Zeit (Aussage der SBB selbst, nachdem die Linie Solothurn - Herzogenbuchsee geschlossen wurde) hatte, hätte ich jedenfalls nichts gegen die BLS. Lies mal wie die SBB mit den Gemeinden umgeht (z. B. Berner Zeitung, zur Information zum Umbau der Unterführung Herzogenbuchsee von vor ca. 2 Monaten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zettie94 12.06.2018 13:50
    Highlight Highlight Finde ich gut. Die BLS erhält zwei "kleine" Linien, wo sie beweisen darf, dass sie ein gutes Angebot im FV fahren können.
    Bei der nächsten Konzessionserneuerung in 10 Jahren kann sie sich dann wieder auf grössere Linien bewerben. Das BAV wird dann wohl auch etwas mehr Vorlaufzeit einplanen, damit genug Zeit für allfällige Rollmaterialbeschaffungen bliebe.
  • Against all odds 12.06.2018 13:45
    Highlight Highlight Schade, da ist offenbar das Gegränne der SBB beim Bund auf offene Ohren getroffen.
    • HabbyHab 12.06.2018 14:37
      Highlight Highlight Du meinst eher das Gegränne der BLS.. "oh wir sind ein Staatsbetrieb, wollen aber mit dem anderen Staatsbetrieb konkurrieren"
    • dan2016 12.06.2018 15:27
      Highlight Highlight @HabbyHab. Die BLS haben sich, wie vom BAV gewünscht, beworben und nicht gegrännet.
      @Against all odds. Ich denke nicht, dass es wirklich gut herausgekommen wäre, wenn die BLS alle Gesuche bewilligt bekommen hätte.
  • Howard271 12.06.2018 13:43
    Highlight Highlight Gibt es jetzt eine Änderung zu dem, was bereits vorher vorgesehen/kommuniziert war?
    • zettie94 12.06.2018 15:43
      Highlight Highlight Nein.
    • Howard271 12.06.2018 16:36
      Highlight Highlight Danke!
    • chrimark 12.06.2018 20:56
      Highlight Highlight Ja, die Deckungsbeiträge wurden tiefer angesetzt. Bei den Linien blieb das BAV bei seinem Vorentscheid.

Die «Holzklasse» stösst bei Bürgerlichen auf Anklang – die Linken sehen das ganz anders

Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr empfiehlt die Einführung einer 3. Klasse in Zügen. Dadurch sollen mehr Personen zu günstigeren Preisen transportiert werden können. Bei der SBB löst die Idee wenig Begeisterung aus – bei bürgerlichen Verkehrspolitikern hingegen schon.

Einer davon ist Gregor Rutz, wie der «TagesAnzeiger» berichtet. Der Zürcher SVP-Nationalrat spricht von unzumutbaren Zuständen im ÖV. Er sagt, dass der Platz in Zügen wegen der Zuwanderung immer knapper werde.

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