DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vandalen und Unfallverursacher werden von der SBB kräftig zur Kasse gebeten

Wer fahrlässig einen Unfall baut oder vorsätzlich Dinge beschädigt und damit Verspätungen im Zugverkehr auslöst, wird von der SBB seit Anfang Jahr zur Kasse gebeten. Insgesamt sind im laufenden Jahr bereits 100'000 Franken eingefordert worden.



SBB-Sprecher Reto Schärli bestätigte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der «SonntagsZeitung». Die eingeforderten Verspätungskosten beliefen sich im Schnitt auf über 3000 Franken, insgesamt verschickte die SBB rund dreissig Rechnungen.

Bisher konnte die SBB von Unfallverursachern oder Saboteuren nur Ersatz für die direkten Schäden einfordern, etwa die Kosten für die Reparatur beschädigter Bahnschranken. Dank eines neu entwickelten Verfahrens können die Bundesbahnen die Höhe der Kosten bei Betriebsunterbrüchen und Zugverspätungen berechnen.

SBB ist meistens selber schuld

Aktiv wird die SBB laut Schärli, wenn die SBB Betriebsunterbrüche zu beklagen hat, die wegen fahrlässigen Verhaltens oder Vandalismus von Dritten zustande gekommen sind. Das kommt immer wieder vor. Beispiele sind Autofahrer, die betrunken in Bahnschranken oder auf die Gleise fahren und so Zugausfälle verursachen – oder Rowdys, die Gleise sabotieren.

Insgesamt entstehen der SBB durch Verspätungen jedes Jahr Kosten in zweistelliger Millionenhöhe, wie Schärli sagte. Den überwiegenden Teil der jährlich 28'000 Störungsfälle verursacht die SBB aber selber – etwa, weil Strecken wegen Unterhaltsarbeiten gesperrt werden müssen.

Ausdrücklich von der Weiterverrechnung ausgenommen sind Verspätungen, die durch versuchte oder vollendete Suizide verursacht werden. Verrechnen lassen sich zudem nur Ereignisse, bei denen die Verantwortlichen klar benannt werden können. Fussballrowdys, die in Gruppen auftreten, kann die SBB mit der neuen Methode nicht in die Pflicht nehmen. (wst/sda)

So sieht der neue SBB-Hochgeschwindigkeitszug aus

1 / 14
So sieht der neue Gotthardzug Giruno der SBB aus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schwarzfahrer bei den SBB und Co.

Das kommt teuer: Über 300'000 SBB-Schwarzfahrer bezahlen ihre Bussen nicht

Link zum Artikel

Bundesgericht verurteilt Schwarzfahrer zu fünf Jahren Stehpendeln 

Link zum Artikel

Good News für Schwarzfahrer: Mit dem neuen Swisspass dauern die Kontrollen länger – mehr Zeit also für dich, den Fisch zu machen  

Link zum Artikel

Schwarzfahrer werden ab 1. Januar 2016 in einem nationalen Register gespeichert

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Stellenabbau – und dann das: Swiss wirbt intern mit Jobs bei neuer Billigairline

Ein Inserat auf dem Swiss-Intranet sorgt bei der Airline-Crew für Verärgerung. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals übt scharfe Kritik und spricht von «Hohn» den Angestellten gegenüber.

Die Hiobsbotschaft ist nicht lange her: 550 Swiss-Angestellte haben vergangenen Monat die betriebsbedingte Kündigung erhalten. Am stärksten betroffen sind die Flight Attendants. Die Flottengrösse wird zudem um 15 Prozent verkleinert.

Dass ein Abbau über kurz oder lang unumgänglich war, dafür hatte auch das Personal Verständnis. Doch was vielen Angestellten missfällt, ist, dass die Swiss nach wie vor Flüge an die günstiger operierende Helvetic Airways auslagert – und dass die Lufthansa …

Artikel lesen
Link zum Artikel