Schweiz
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Selbstfahrende Züge, sprechende Fahrpläne: SBB planen die Zukunft



ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DIE SBB AB EINER STUNDE VERSPAETUNG PASSAGIERE ENTSCHAEDIGEN SOLLEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Des pendulaires montent a bord d'un train InterCity Neigezug, (ICN), InterCity pendulaire en francais, de Geneve, a destination de Bale SBB, ce lundi 15 octobre 2012 en gare de  Geneve-Cornavin. Les Chemins de Fer Federaux (CFF ) presentent l'horaire pour l'annee 2013, le jeudi 8 novembre a Lausanne. (KEYSTONE/Yannick Bailly)

Die SBB wollen mit Innovation mehr Effizienz erreichen. Bild: KEYSTONE

Neue Services für das Reisen von Tür zu Tür, digitale Bahnhöfe und intelligente Güterwagen: Mit innovativen Projekten will die SBB in den nächsten Jahren die Stärken der Bahn mit dem Potenzial neuer Technologien kombinieren und so ihre Effizienz erhöhen.

Die Mobilität erlebt derzeit einen tief greifenden Wandel. Unmittelbar davon betroffen ist auch die Bahn. Gefragt seien zunehmend «individualisierte, intermodale, vernetzte und einfache Mobilitäts- und Logistiklösungen», heisst es in einer Mitteilung der SBB vom Montag.

Gemäss der Strategie 2020 will die SBB auch in Zukunft auf die Stärken der Bahn setzen. Dazu gehörten hohe Effizienz und grosse Beförderungskapazität auf kleinen Flächen in Ballungszentren. Zudem will die SBB ihre Funktion als Entwicklungspartnerin stärken und Bahnhöfe zu Mobilitätsdrehscheiben machen.

Adieu SBB Minibar

Bereits in der Umsetzungsphase ist das Projekt «RailFit20/30», mit dem die Kosten bis 2020 um über eine Milliarde Franken gesenkt werden sollen. Damit soll der öffentliche Verkehr sowohl für die Kunden als auch für die Besteller bezahlbar bleiben.

Andererseits will die SBB aber auch die Erträge und Auslastung steigern. Zentral seien dabei gezielte Investitionen und verstärkte Innovationen, heisst es in der Mitteilung.

Zu diesem Zweck ist ein konzernübergreifendes Innovationsmanagement vorgesehen. Mit einem Innovationsfonds, der mit 12 Millionen Franken dotiert ist, will die SBB Innovationen gezielt fördern und dabei vermehrt mit Kunden und Partnern zusammenarbeiten.

Mehr Kapazitäten dank Digitalisierung

Mit der Digitalisierung will das Bahnunternehmen in den nächsten Jahren die Kapazität des ohnehin schon stark genutzten Schienennetzes um bis zu 30 Prozent steigern. Die Automatisierung der Fahrplanerstellung, des Bahnbetriebs sowie der Zugsteuerung werden deshalb vorangetrieben. Auch der Einsatz von ferngesteuerten Zügen wird geprüft.

Mit der Bahntechnik der Zukunft lasse sich das Bahnsystem effizienter nutzen, schreibt die SBB. Ab 2025 erlaube die Digitalisierung den Einsatz von mehr Zügen, einen dichteren Fahrplantakt, bessere Funkverbindungen sowie eine genauere Kundeninformation im Störungsfall.

24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit

Nutzen will die SBB die Digitalisierung auch für den Unterhalt. Dank einem neu entwickelten System könne der Fahrbahnunterhalt künftig vorausschauend und kostensparend gestaltet werden. Der Einsatz des neuen Tools für die Zustandsanalyse und Unterhaltsplanung reduziere die Anzahl Störungen und steigere die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

Sprechender Fahrplan

Weiter entwickelt wird die App «SBB Mobile». So wird demnächst eine Sprachsteuerung mit einem sprechenden Fahrplan und einem Sprachroboter für weitergehende Auskünfte eingeführt.

Die neue SBB Reiseplaner-App mach es möglich, eine Reise mit verschiedenen Verkehrsträgern zu vergleichen, zu kombinieren und zu buchen, schreibt die SBB. In den nächsten Monaten könnten auch Taxi-Dienstleistungen und Uber über die App gebucht werden.

Mit «SBB Green Class» baut die SBB überdies einen Tür-zu-Tür-Service auf und untersucht zusammen mit der ETH Zürich das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung. Die Resultate sollen wichtige Erkenntnisse für die kombinierte Mobilität von Tür zu Tür liefern.

Weiter ausgebaut werden soll die Zusammenarbeit mit Google. Neben der virtuellen Besichtigung des Bahnhofs via Google Streetview soll in Zukunft mittels «Internet of Things» auch die Bahnhofinfrastruktur wie Rolltreppen, Lifte und Licht digital gesteuert werden.

Im Güterverkehr werden die Wagen mit verschiedenen Sensoren ausgerüstet. Die Instrumente ermitteln Temperatur, Erschütterung und die Position des Wagens. Transportkunden können so erfahren, in welchem Zustand ihre Ware ist, wo sie sich gerade befindet und ob sie pünktlich ankommt. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 13.02.2017 14:46
    Highlight Highlight Habe ich schon lange gedacht. Wenn es möglich ist, selbstfahrende Autos auf S t r a s s e n zu bauen, sollte es doch möglich sein, selbstfahrende Bahnen auf S c h i e n e n zu bauen!! Mamma mia. Da habe ich schon von längerer Zeit gehört, dass ein Passagierflugzeug selbständig von Europa nach Amerika geflogen ist. Piloten waren an Bord, haben aber nichts gemacht, nur kontrolliert. Die Bahn hat riesigen Nachholbedarf! Warum?
    • das Otzelot 13.02.2017 15:16
      Highlight Highlight @kleiner Schurke

      Pass auf was du da schreibst, jetzt werden dir wieder alle LF an die Gurgel springen. Es werden Begriffe wie geschlossene Systeme, Bremswege, Sicherheit, Kosten usw. fallen.
      Du Innovationsmonster du.
    • yellowastra 13.02.2017 15:28
      Highlight Highlight Im Zürcher Flughafen gibts auch einen selbstfahrenden Zug.
    • Charlie Brown 13.02.2017 16:03
      Highlight Highlight @Schurke / yellowastra: Aber euch ist schon bewusst, dass sich das Schienennetz in der Schweiz schon nicht 1:1 mit isolierten Linien einer U-Bahn (das Ding im Flughafen Zürich ist by the way nichts anderes als ein horizontaler Lift und bei weitem keine "Bahnlinie") vergleichen lässt?

      Das soll kein Statement sein im Stil von "das geht so oder so nie", gar nicht. Aber wenn wir schon vergleichen, dann bitte Äpfel mit Äpfeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jebbie 13.02.2017 14:46
    Highlight Highlight .. ähäm.. und immer noch kein frei zugängliches wlan -.-
    • Maett 13.02.2017 20:17
      Highlight Highlight @jebbie: die SBB hat sich schon vor längerer Zeit für 4G-Repeater und gegen WLAN-Netze entschieden.
  • Str ant (Darkling) 13.02.2017 14:23
    Highlight Highlight Es wird auch Zeit das sich die Technik bewegt
  • greenfields 13.02.2017 14:14
    Highlight Highlight Wie toll, selbstfahrende Züge, Transportautos, Roboter als Bank-, Hotel- und Verkaufsangestellte usw. Wann endlich kommen die Roboter, die die Robotererfinder ersetzen? Wie wollen SBB, Banken, Hotels, Geschäfte etc. noch Kunden finden, wenn alles durch Roboter ersetzt werden soll und immer mehr Menschen arbeitslos sein werden? Roboter als Ersatz für die die CEO's, COO's und sonstigen Abzocker in den Chefetagen, okay, wären Einmalinvestitionen, aber dafür würde viel, sehr viel Geld gespart und zwar für die Leute, die wirklich arbeiten und ihre Jobs machen.
    • Fly Boy Tschoko 13.02.2017 15:26
      Highlight Highlight 100% Arbeitslosigkeit sollte das Ziel sein. Nur werden wir nicht alle Sozialhilfe beziehen sondern es muss so etwas wie ein Grundeinkommen geben. Künstlich Arbeit zu erhalten macht keinen Sinn.
  • Thinktank 13.02.2017 14:10
    Highlight Highlight Es ist an der Zeit die SBB zu privatisieren. Wenn der Staat versucht innovativ zu sein, wird das den Steuerzahler ein Vielfaches kosten, was es müsste.
    • Knut Knallmann 13.02.2017 14:56
      Highlight Highlight Würde die Bahnen seit den Gründerjahren so handeln wie du vorschlägst, würden wir immer noch mit Dampf fahren... - Innovation ist gut, die Stossrichtung Digitalisierung ist relativ günstig und risikolos? Zudem ermöglicht sie neue Angebote und Kosteneinsparungen.
      Einzig die Selbstfahrenden Züge machen mir Sorge.
    • yellowastra 13.02.2017 15:30
      Highlight Highlight In England wurde genau das gemacht Privatisiert, wurde aber zum fiasko.
    • Charlie Brown 13.02.2017 16:06
      Highlight Highlight Es ist sinnlos die SBB zu privatisieren. Sie hat einen Auftrag vom Staat, einen Service Public zu gewährleisten. Keine private Firma wäre in der Lage, das zu machen. Muss sie auch gar nicht.

      Flächendeckender ÖV ist eine riesen Erungenschaft in der Schweiz und stärkt uns als Standort. Und das darf uns einige Steuerfranken wert sein.

      #my2cents
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