bedeckt
DE | FR
Schweiz
Serbien

YB – Belgrad: Polizei warnt wegen Hooligans vor Spiel in Bern

Leipzig - Pyrotechnik und Fangesänge: Serbische Fußballfans in Leipzig - Großeinsatz der Polizei 25.10.2023 ab 18 Uhr Leipzig, Stadtgebiet Zum Champions-League-Spiel am Mittwochabend gegen Roter Stern ...
Fans von Roter Stern Belgrad vor einem Monat in Leipzig. Bild: www.imago-images.de

Berner Café soll Regenbogenfahne abhängen: Polizei warnt vor serbischen Hooligans

Heute Abend spielen die Young Boys in Bern gegen Roter Stern Belgrad. Gewisse Anhänger des serbischen Clubs gelten als problematisch. Doch die Empfehlungen der Kapo Bern sorgen für Kritik.
28.11.2023, 08:1528.11.2023, 12:35
Mehr «Schweiz»

Die Hooligans von Roter Stern Belgrad gelten als rechtsnational und gewaltbereit. Die Kantonspolizei Bern hat darum dem Café Kairo im Berner Lorrainequartier empfohlen, seine Regenbogenfahne zwischenzeitlich zu entfernen – um Ausschreitungen zu vermeiden.

Bereits 2019 sorgten die Anhänger des Belgrader Clubs für einen massiven Gewaltausbruch in Bern. Es gab Schlägereien und die Hooligans plünderten einen Kiosk. Beim Café Kairo warfen sie Dosen und Flaschen gegen Gäste des Lokals. Dies offenbar wegen der Regenbogenfahne an der Fassade: ein Symbol der LGBTQIA+-Bewegung.

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause spricht von der höchsten Gefahrenstufe. Es wird ein Grossaufgebot der Polizei erwartet, alle Wachen im Kanton werden geschlossen. Wenn die Situation es erfordere, schütze die Polizei das Café Kairo, erklärt die Mediensprecherin der Kapo Bern gegenüber dem Bund.

Trine Pauli vom Café Kairo hält die Empfehlung der Polizei für falsch: «Wir sollten nicht aus Angst Queerfahnen verstecken.» Sie appelliert an die Polizei, solche Spiele künftig abzusagen – oder den Hooligans die Anreise zu verbieten. Sicherheitsdirektor Nause hält Paulis Ansinnen für wenig realistisch.

(rbu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Hooligans gegen Salafisten
1 / 20
Hooligans gegen Salafisten
HoGeSa-Demo in Köln: Tausende nehmen am angeblichen Protest gegen Salafisten teil.
quelle: dpa / thilo schmãœlgen
Auf Facebook teilenAuf X teilen
West-Ham-Fan wehrt alleine dutzende holländische Hooligans ab
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
274 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Madison Pierce
28.11.2023 08:43registriert September 2015
Ich bin kein Anhänger des Wokeismus, aber grosser Fan des Rechtsstaats. Und da lautet ein Grundsatz: "Recht muss nicht vor Unrecht weichen."

Die Fahne bleibt, selbst wenn sie von der Armee beschützt werden müsste.

Wir lassen uns nicht von Männern mit schwachem Selbstwertgefühl diktieren, welche Fahnen wir aufzuhängen haben, nur weil diese sich von Homosexualität bedroht fühlen.
73639
Melden
Zum Kommentar
avatar
goschi
28.11.2023 08:39registriert Januar 2014
Das letzte mal war mein Wohnquartier, wo immerhin 30'0000 Einwohner leben, komplett blockiert wegen diesem "Fanmarsch" und die Schäden extrem, zudem die Gefahr für Passanten wirklich extrem.

Und dann bewilligen sie wieder einen Fanmarsch?

Ich verstehe das nicht!
Man weiss, dass da nicht "einige Fans" Problematisch sind, sondern der komplette Fanblock.
Wieso wird denen solche Freiheit gewährt, wir sollen uns aber einschränken und unsere Freiheit reduzieren?

Das Symbol der Toleranz und Freiheit dann einzuschränken ist geradezu ein symbolisches Versagen!
49516
Melden
Zum Kommentar
avatar
Purscht
28.11.2023 08:40registriert Oktober 2017
Auf keinen Fall vor diesem Pöbel kapitulieren.
Es tut mir aufrichtig leid für die Polizisten, die diese Situation schlussendlich ausbaden müssen.
Trotzdem dürfen wir uns nicht von solchen Leuten einschüchtern lassen.
4158
Melden
Zum Kommentar
274
Seit einem Jahr auf Wohnungssuche: «Wir haben keine Ansprüche mehr. Wir nehmen alles!»
An der Besichtigung einer 3,5-Zimmerwohnung für 2'100 Franken in der Stadt Zug treffen Menschen aufeinander, die eines gemeinsam haben: Sie suchen schon lange nach einem Zuhause. Und haben keine Hoffnung mehr. Teil zwei der «Wohnen ist Luxus»-Serie: verzweifelte Einheimische.

Die junge Mutter rümpft die Nase. «Das ist aber eine kleine Küche. Es hat fast keine Schränke», sagt sie leise zu ihrem Mann. Ihre 7-jährige Tochter rennt aufgeregt von Raum zu Raum, zwischen den Beinen der anderen drei Interessenten und des Maklers hindurch. Ihre Schritte hallen laut in der leeren Wohnung. «Eine Geschirrspülmaschine hat es auch nicht. Ich weiss ja nicht… Für diesen Preis?», fügt die Mutter hinzu. Ihr Mann nickt.

Zur Story