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ZUM 25. JAHRESTAG DES FRAUENSTREIKTAGES AM DIENSTAG, 14. JUNI 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Hunderte von Frauen demonstrieren in Bern auf dem Bundesplatz anlaesslich des landesweiten Frauenstreikes vom 14. Juni 1991. Die Frauen fordern die Umsetzung des vor zehn Jahren in Kraft getretenen Verfassungsartikels ueber die Gleichstellung von Mann und Frau. Statistische Erhebungen zeigen, dass gleichwertige Arbeit von Maennern und Frauen weiterhin unterschiedlich entloehnt wird. (KEYSTONE/Edi Engeler)   ===  ===

Hunderte von Frauen demonstrieren in Bern auf dem Bundesplatz anlässlich des landesweiten Frauenstreikes vom 14. Juni 1991. 2019 soll sich ein ähnliches Bild zeigen. Bild: KEYSTONE

500 Frauen bereiten in Biel nationalen Streiktag vor



Über 500 Frauen haben sich am Sonntag in Biel versammelt, um den Frauenstreik vom 14. Juni vorzubereiten. Sie forderten mehr Lohn für gleiche Arbeit und mehr Respekt.

Frauen aus der ganzen Schweiz machten sich im Bieler Volkshaus für ihre Anliegen stark und lancierten den Streik. Neben Lohngleichheit und Anerkennung für ihre Arbeit forderten die Frauen auch den Erlass der «Tampon-Steuer», kostenlose Abtreibungen und gratis Verhütungsmittel.

In 17 Punkten wurde der Appell für den Frauenstreik in mehreren Sprachen verlesen. Nach jedem Punkt applaudierten die Frauen im Saal frenetisch, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet.

Viele Teilnehmerinnen stampften mit den Füssen oder formten mit den Händen das feministische Symbol der Vulva. Im Anschluss wurde der Streikslogan in drei Sprachen skandiert, darunter auf Deutsch: «Streik, Streik, Frauenstreik.» Viele der Frauen kamen in der Farbe Violett gekleidet, dazu aufgerufen hatte die nationale Koordination des Frauenstreiks.

Reduktion der Arbeitszeit gefordert

In ihrem Appell fordern die Frauen vor allem eine Reduktion der Arbeitszeiten, um bezahlte und unbezahlte Arbeit besser aufteilen zu können. Das vorherrschende Wirtschaftsmodell werte Menschen ab und zerstöre die Ressourcen der Erde, hiess es.

Den Frauen überlasse man den Grossteil der unbezahlten Arbeit, so zum Beispiel die Erziehung der Kinder und die Hausarbeit. Ohne diese unbezahlte Arbeit würde die Wirtschaft nicht funktionieren, machten die Organisatorinnen geltend.

Bereits vor ihrer Ankunft in Biel hatten Frauen aus der Westschweiz im Zug auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht, wie die Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Sie verteilten Flugblätter und sangen Parolen.

In Biel angekommen, marschierten die Frauen mit Schildern und Sprechchören, die auf ihre Anliegen aufmerksam machen, zum Volkshaus. Symbolisch hingen dort violette Kleider an Wäscheleinen.

Männer hüten Kinder

Zum Anlass hatte die nationale Koordination des Frauenstreiks eingeladen. Das Treffen ist laut Veranstalterinnen die einzige nationale Zusammenkunft aller vorbereitenden, involvierten kantonalen Komitees. Männer, die den Anlass unterstützen wollten, boten in einem Gebäude in der Nähe des Volkshauses einen Kinderhütedienst an.

Bereits am 22. September 2018 wollten sich die Frauen Gehör verschaffen. Rund 20'000 Menschen demonstrierten an diesem Tag in Bern für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Bei diesem Anlass wurde das Thema Frauenstreik wieder aufgenommen. Bereits 1991 hatte ein nationaler Frauenstreik stattgefunden. (sda)

Frauen-Demo in Zürich am 9. März

Video: watson

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