Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Teaserbild

Rebecca Ruiz, Verena Egger und Helena Adams, Lisa Bosia Mira und Felix Keller (im Uhrzeigersinn von oben links). Bild: watson / keystone

So tickt die Schweiz

4 Gemeinden, 4 Probleme, 4 Gespräche – wie die Schweiz ihre Herausforderungen meistert



In Samedan GR lässt der Klimawandel die Gletscher schmelzen. In Lausanne VD gehen die Behörden im Kampf gegen die drückende Last der Krankenkassenprämien neue Wege. In Sigriswil BE ist beinahe jeder Dritte Bewohner im AHV-Alter. Und in Chiasso TI reist jeder zweite Erwerbstätige jeden Morgen aus Italien zur Arbeit an.

watson ist kurz vor den eidgenössischen Wahlen in vier ganz unterschiedliche Gemeinden gereist. Sie stehen exemplarisch für jene Themen, welche der Bevölkerung am meisten Sorgen bereiten. Vor Ort haben wir mit Menschen Gespräche geführt, welche tagtäglich mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind.

Felix Keller, Samedan:
«Wir müssen im Klimawandel eine Herausforderung sehen, die wir mit Freude angehen»

Bild

Felix Keller beim Gespräch in einem Café in Zürich. Bild: watson

Glaziologe und Musiker

Dr. Felix Keller (57) ist Gletscherforscher und Dozent für Umweltdidaktik. Er leitet das Europäische Tourismusinstitut an der Academia Engiadina in Samedan, wo er aufgewachsen ist. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an der ETH Zürich und Projektleiter an der Pädagogischen Hochschule in Chur. Der Vater von drei Kindern ist passionierter Musiker und spielt Violine in den von ihm mitbegründeten Formationen Camerata Engiadinaisa, Swiss Ice Fiddlers und Tango Glaciar. Mit seinen Konzerten versucht er, auf die Situation der Gletscher aufmerksam zu machen. (cbe)

Herr Keller, Sie sind in Samedan aufgewachsen. Wie hat sich die Oberengadiner Gletscherwelt seit Ihrer Kindheit verändert?
Felix Keller
: Nun, da hat sich einiges verändert. Als Bub erlebte ich die extrem niederschlagsreichen Winter der 70er Jahre. Die grosse Schneemenge führte dazu, dass sich etwa der Morteratschgletscher teilweise ausdehnte. Das war während meiner Zeit als Skilehrer in Pontresina in den 1980er Jahren in manchen Jahren auch noch der Fall. Seit den 90er Jahren hat sich dieses Bild stark verändert.

Inwiefern?
Der Morteratsch- und die anderen Gletscher der Region haben sich stark zurückgebildet. Für die Engadiner Post schreibe ich derzeit eine Kolumne zum Thema Klimawandel. Ich habe bei der Recherche einen älteren Artikel von mir aus dem Jahr 1996 gefunden mit dem Titel: «Klimawandel – noch nie so aktuell wie jetzt». Das Verrückte ist: Inhaltlich müsste ich eigentlich kein Wort daran ändern. Nur hat die Dringlichkeit zugenommen. Erschreckend ist: Ich habe die Prognosen der letzten 30 Jahre, wie drastisch sich der Klimawandel auswirken wird, alle gekannt. Ich hätte nie gedacht, dass die Auswirkungen nun dermassen heftig auftreten. Noch heftiger gar, als von den Prognosen vorausgesagt.

«Wenn wir uns bedroht fühlen, wenn wir glauben, der Weltuntergang stehe unmittelbar bevor, sind wir weniger motiviert.»

Felix Keller

Ist der Klimawandel ein Sorgenthema für die Bevölkerung in Samedan?
Meine Antwort wird Sie jetzt vielleicht etwas erstaunen. Aber ich spreche im Zusammenhang mit dem Klimawandel ungern von einem Sorgenthema. Seit 2004 unterrichte ich an der ETH Zürich Lehrpersonen in Umweltdidaktik. Rasch habe ich gemerkt: Um die Kluft zwischen Wissen und Handeln im Umweltbereich zu überwinden, müssen wir uns damit befassen, nach welchen Motivationsmuster der Mensch handelt.

Was meinen Sie damit?
Die Forschung weiss: Wenn wir uns bedroht fühlen, wenn wir glauben, der Weltuntergang stehe unmittelbar bevor, sind wir weniger motiviert, tatsächlich zu handeln, als wenn wir das Positive sehen. Insofern müssen wir im Klimawandel eine Herausforderung sehen, die wir mit Freude angehen. Denn wenn wir mit Freude ans Werk gehen, gelingen uns die besseren und mutigeren Lösungen. Wenn wir uns nur davor fürchten, machen wir beim Klimawandel maximal nur genau soviel, wie unbedingt nötig ist – und so wie ich die Menschen kenne, dann am Ende doch noch weniger als das. Danach tönt es, wenn Politiker nun auf die Bremse treten und sagen, beim Klimawandel müsse man sich am Machbaren orientieren. Dabei wäre es hier wirklich nicht schlimm, mehr als das minimal notwendige für unsere Umwelt zu tun.

So tickt die Schweiz

Am 20. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Was beschäftigt die Menschen im Land kurz vor den Wahlen? Was sind die Herausforderungen, bei denen sie sich Antworten von der Politik erhoffen? Vier watson-Reporterinnen und -Reporter haben sich in vier ganz unterschiedliche Gemeinden in allen Teilen der Schweiz begeben, um der Schweiz auf den Puls zu fühlen. Das Ergebnis ist die dreiteilige Artikelserie «So tickt die Schweiz». (cbe)
Teil 1: «Wir haben 4 Gemeinden besucht – so unterschiedlich sind ihre Probleme»
Teil 2: «4 Gemeinden, 4 Probleme, 4 Gespräche – wie die Schweiz ihre Herausforderungen meistert»

Und tun wir mehr als das Minimum?
Im Hinblick auf die Wahlen freut es mich auf jeden Fall sehr, dass das Problem endlich ernst genommen wird. Zu handeln ist viel schöner als nur zu problematisieren. Ich hoffe deshalb, dass wir in vier Jahren auf die Legislatur zurückblicken können und sagen: Schön, dass die Politiker so viel und so sinnvoll gehandelt haben. Denn der Mensch sucht immer nach einer Sinnhaftigkeit in seinem Handeln. Und wenn man im Klimaschutz keinen Sinn sieht, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.

«Für die Herausforderung Klimawandel müssen wir vernetzter denken und nachhaltiger leben. Das eröffnet neue Möglichkeiten.»

Felix Keller

Gibt es Chancen für Samedan, für das Oberengadin, im Zusammenhang mit dem Klimawandel?
Es mag zwar tatsächlich vereinzelte kurzfristige Vorteile für unsere Region geben: Etwa hitzegeplagte Norditaliener, die im Sommer verstärkt bei uns Abkühlung suchen. Oder Wintertouristen, die von weniger schneesicheren Skigebieten zu uns ausweichen. Aber in diesem Zusammenhang von Chancen zu sprechen, finde ich zynisch. Wenn bei uns oben alles beim Besten ist, aber rundherum die Welt zusammenbricht, kommt trotzdem kein einziger Gast zu uns. Wo aber eine echte Chance liegt: Für die Herausforderung Klimawandel müssen wir vernetzter denken und nachhaltiger leben. Das eröffnet neue Möglichkeiten.

Worin bestehen diese Möglichkeiten?
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Im Jahr 2000 habe ich die Gemeinde Samedan im Zusammenhang mit dem damaligen Hochwasserschutzproblem beraten. Dieses war eine Folge des Klimawandels, weil der Niederschlag im Sommer auch in grosser Höhe in Form von Regen statt Schnee niedergeht. Auf Betreiben des Fischerei-Verbands und dank breiter Unterstützung der Bevölkerung entschied man sich für eine Renaturierung des Flazbachs und des Inn. Diese Lösung kostete zwar mehr als andere Vorschläge. Aber dank ihr haben wir eine einzigartige Auenlandschaft erhalten, die nicht nur Schutz vor Hochwasser bietet, sondern auch Naturfreunde, Fischer, Wanderer und Langlauftouristen erfreut. Jetzt ziehen die Nachbargemeinden nach. So lässt sich auch ein echt nachhaltiger, grüner Tourismus im Oberengadin etablieren. Bei dem wird zwar niemand über Nacht sagenhaft reich. Aber wir bewahren unsere einzigartige Landschaft für unsere Kinder und Enkel und für zukünftigen Gäste.

(cbe)

Rebecca Ruiz, Lausanne:
«Die hohen Prämien strapazieren die ganze Wirtschaft»

Bild

Rebecca Ruiz in ihrem Lausanner Büro. bild: watson

Gesundheitsdirektorin und Kriminologin

Rebecca Ruiz (SP) ist seit Mai 2019 Gesundheitsdirektorin des Kantons Waadt. Die schweizerisch-spanische Doppelbürgerin hat einen Masterabschluss in Kriminologie. Von 2014 bis 2019 war die 37-Jährige für Nationalrätin für die SP und gehörte unter anderem der Gesundheitskomission des Nationalrats an.

Als Gesundheitsdirektorin trat Ruiz die Nachfolge ihres Parteikollegen Pierre-Yves Maillard an. Auf Maillards Bestreben hin hat der Kanton Waadt
2018 beschlossen, dass die Höhe der Krankenkassenprämien auf maximal zehn Prozent des monatlichen Haushaltseinkommens begrenzt wird. Wer mehr bezahlt, erhält Prämienverbilligungen.
(kün)

Frau Ruiz, in ihrem Kanton zahlt seit diesem Jahr niemand mehr als 10 Prozent seines Lohns für die Krankenkasse. An den hohen Gesundheitskosten rüttelt das aber nicht. Ist das nicht reine Symptombekämpfung?
Rebecca Ruiz: Das ist Symptombekämpfung, ja. Aber was ist daran falsch? Die Prämien sind heute für viele Waadtländer und Schweizer allgemein eine grosse Last. Es ist Aufgabe der Politiker, diese Leute konkret zu unterstützen. Ausserdem strapazieren die hohen Prämien nicht nur die Haushaltsbudgets, sondern auch die Kaufkraft und somit schlussendlich unsere gesamte Wirtschaft. Wir sind aber natürlich auch verantwortlich dafür, das Grosse und Ganze anzugehen. Heisst hier: die in die Höhe schnellenden Gesundheitskosten.

Wie viel kostet den Kanton Waadt die Zehn-Prozent-Regel?
Für Prämienverbilligungen geben wir insgesamt 800 Millionen aus. Die Zehn-Prozent-Regel wird zusätzlich rund 80 Millionen beanspruchen.

«Es ist nicht so, als läge die Prämie plötzlich bei 200 statt 400 Franken.»

Ruiz über den moderaten Anstieg der Prämien für 2020.

Ihre Partei, die SP, will das Schweizer Stimmvolk über eine solche Regel auf nationaler Ebene abstimmen lassen. Die Unterschriftensammlung läuft. Mit der Initiative kämen auf Bund und Kantone neue Ausgaben in Milliardenhöhe zu. Wie soll das finanziell langfristig aufgehen?
Es handelt sich um politische Prioritäten, die man sich entweder setzt oder nicht. Wenn der Bund Überschüsse in Milliardenhöhe angehäuft hat, darf verlangt werden, dass die Arbeiter- und Mittelklasse unterstützt wird. Und diese nicht aus Kostengründen auf medizinische Behandlungen verzichtet.

Prämienverbilligungen für finanziell schlecht gestellte Menschen gibt es hierzulande schon lange. Reicht das nicht?
Die Prämienverbilligungen sind einkommensabhängig und werden zudem je nach Kanton restriktiver gehandhabt. Gewisse Kantone haben ihren Anteil an den Prämienverbilligungsbeiträgen in den letzten Jahren gesenkt. Die Prämien steigen aber seit Jahren rasant an und haben sich somit von der Entwicklung der Prämienverbilligung entkoppelt. Zudem entlastet die Zehn-Prozent-Regel insbesondere den Mittelstand, der zu viel verdient, um Anspruch auf reguläre Prämienverbilligungen zu haben.

«Ich hoffe sehr, dass nach den Wahlen mehr Lobbyisten der Versicherten in der Gesundheitskommission sitzen.»

Rebbeca Ruiz

Erst letzte Woche hat Gesundheitsminister Alain Berset die Prämien für 2020 bekanntgegeben. Schweizweit steigen sie lediglich um 0,2 Prozent, in Ihrem Kanton sinken sie sogar um 0,3 Prozent. Die Erhöhung liegt damit weit unter dem Durchschnitt von 3.8 Prozent Erhöhung pro Jahr seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996. Also alles halb so schlimm?
Dass der Prämienanstieg auf nächstes Jahr geringer ausfällt als auch schon, nützt den Versicherten leider wenig. Für viele von ihnen ist die Schmerzgrenze längst erreicht. Die Prämien bleiben hoch. Es ist nicht so, als läge die Prämie plötzlich bei 200 statt 400 Franken. Für den Kanton Waadt ist die Senkung zudem nur eine faire Rückgabe. Die Ausgaben waren 2018 tiefer als die Einnahmen durch die Prämien. Sie haben also zu viel bezahlt.

Fakt ist aber: Die Gesundheitskosten steigen gesamthaft weiter an.
Dagegen gibt es diverse Lösungsansätze, angefangen bei den exorbitanten Medikamentenpreisen oder verstärkte Rechnungskontrollen. Grundlegende Massnahmen sind politisch jedoch extrem schwierig durchzusetzen. Die Mehrheit der Parlamentarier in den Gesundheitskommissionen sind Lobbyisten eines Sektors. Ich habe Debatten mitverfolgt, die extrem weit vom Wohl der Bürger entfernt waren und dafür im Dienst der Krankenkassen- und Pharma-Branche standen. Das ist doch krank. Ich hoffe sehr, dass sich die Zusammensetzung der Gesundheitskommissionen bei den kommenden Wahlen ändert. Und dass künftig mehr Lobbyisten der Versicherten dort sitzen.

(kün)

Helena Adams und Verena Egger, Sigriswil:
«Der Eintritt ins Altersheim ist ein heftiger Einschnitt»

Bild

Verena Egger und Helena Adams (r.) vom Altersheim Schärtanne. Bild: watson

Chefinnen in der Schärmtanne

Helena Adams (58) ist Geschäftsleiterin des Altersheims Schärmtanne in Sigriswil. Verena Egger (57) leitet die Pflege- und Betreuungsabteilung. Das im Jahr 1989 erbaute Altersheim- und Pflegeheim Schärmtanne umfasst 36 Einzelzimmer in zwei Gebäuden, hinzu kommen zwei Zimmer für Bewohnerinnen und Bewohner mit hohem Pflege- und Betreuungsbedarf. Ausserdem steht den Bewohnern ein grosser Speisesaal, ein Wintergarten, ein Aufenthaltsraum sowie einen Aktivierungsraum zur Verfügung. In der Schärmtanne sind rund 45 Mitarbeitende tätig. Betrieben wird das Heim von der Schärmtanne AG, die sich zu 100 Prozent im Besitz der Einwohnergemeinde Sigriswil befindet. (jah)

Frau Adams, warum hat es in Sigriswil so viele alte Menschen?
Helena Adams: Man sollte die Statistik nicht falsch interpretieren. In Sigriswil ist ein beachtlicher Anteil der Einwohner über 65 Jahre, weil es viele Auswärtige hat, die im Pensionsalter hierhin ziehen. Sie kommen nach Sigriswil wegen der idyllischen Wohnlage; die Sicht auf den Thunersee und den Niesen. Ausserdem verfügt das Dorf über ein übermässig gutes Einkaufsangebot: Metzgerei, Molkerei, Bäckerei, Schuh- und Kleiderladen, Gemüsehändler und sogar eine Postfiliale – alles in Gehdistanz erreichbar. Das ist den Senioren wichtig. In der Schweiz ist dies mittlerweile jedoch eher eine Seltenheit. Und müssen sie dennoch in eine Stadt, fährt zweimal pro Stunde ein Postauto direkt nach Thun.

Frau Egger, Sie arbeiten jeden Tag mit Seniorinnen und Senioren zusammen. Was beschäftigt die älteren Menschen am meisten?
Verena Egger: Zunächst: Der Eintritt ins Altersheim ist ein heftiger Einschnitt. Es ist nicht nur das Zügeln, sondern auch der Gedanke, dass sie nun das letzte Mal umgezogen sind. Im Alltag sorgen sie sich vor allem um ihre Gesundheit, sie wünschen sich, dass es ihnen gut geht und sie keine Schmerzen haben. Die Bewohner haben aber auch finanzielle Sorgen, ganz klar. Die meisten waren wegen des Heimaufenthalts gezwungen, das Haus zu verkaufen – das ist ein sehr schwieriger Schritt. Das Eigenheim war ein Lebensziel von ihnen. Ich hatte schon mehr als ein Gespräch, in dem jemand gesagt hat, er oder sie würde lieber sterben, als das Haus zu verkaufen.

«Es liegt nicht drin, mit 30 die erste Vollzeitstelle anzutreten. Die Jungen müssen unser Altersvorsorgesystem mittragen.»

Helena Adams

Wie haben die Bewohner fürs Alter vorgesorgt?
Egger: Unsere Bewohner haben fürs Alter gespart. Sie kommen aus einer Generation, die für sich selbst gesorgt hat. Deshalb ist es umso schwerer für sie, wenn sie aufgrund von finanziellen Problemen Ergänzungsleistungen beziehen müssen. Sie wollen nicht vom Staat abhängig sein.

Die Überalterung betrifft vor allem auch die Altenpflege. Welche Schwierigkeiten wird ihre Branche in Zukunft haben?
Adams: Die Gefahr besteht, dass die nachkommende Generation die Qualität dieser Dienstleistung, die wir uns in der Schweiz auf die Fahne schreiben, gar nicht mehr leisten kann. Und hier rede ich vom Personal – von den Kosten müssen wir gar nicht erst anfangen. Was mir als auch bald Pensionierte ausserdem Sorgen bereitet, ist die Arbeitseinstellung der nachfolgenden Generation. Unsere Sozialsysteme sind darauf ausgerichtet, dass man ohne Familienpflichten 100 Prozent arbeitet. Und nicht immer wieder wegbleibt, Sabbaticals einlegt und dann den Wunsch hat, mit 65 schon die volle Rente zu erhalten. Es liegt nicht drin, mit 30 die erste Vollzeitstelle anzutreten. Die Jungen müssen unser Altersvorsorgesystem mittragen. Ansonsten ist die «Generation Freizeit» mitunter ein Grund, warum es kollabieren könnte.

«Die Jungen geben den älteren die Schuld am Klimawandel. Dabei haben diese noch gelernt, Kleider zu flicken und nicht alles wegzuwerfen.»

Helena Adams

Die «Generation Freizeit» demonstriert gerade weltweit für ein besseres Klima und bringt Politiker in Erklärungsnot.
Adams: Die Jungen geben den älteren die Schuld am Klimawandel. Dabei haben diese noch gelernt, Kleider zu flicken und nicht alles wegzuwerfen. Anstatt nur wegen des Klimas zu jammern, sollten sie beispielsweise lieber die Älteren fragen, wie es möglich ist, weniger zu konsumieren. Sie wurden in einer Mangelwirtschaft gross und mussten mit wenig auskommen.

Wie viel kriegen denn die Bewohner von den Klimastreikenden mit?
Egger: Es beschäftigt sie sehr. Ein Bewohner sagte letztens zu mir: «Jetzt sollen wir Schuld am Klimawandel sein, dabei waren es nicht wir, die für ein Shopping-Wochenende nach London geflogen sind.»

(jah)

Lisa Bosia Mirra, Chiasso:
«Für mich ist die Grenze eine imaginäre Linie»

Die Angeklagte Lisa Bosia Mirra, Mitte, vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona anlasesslich des Prozessbeggins gegen die Tessiner SP-Grossraetin Mirra wegen des Schmuggels von Fluechtlingen, am Donnerstag, 21. September 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Bild: TI-PRESS

Tessiner Politikerin, Sozialarbeiterin und Rebellin

Als im Sommer 2016 Flüchtlinge am Bahnhof in Como auf dem nackten Boden campieren, steht Lisa Bosia Mirra, damals noch Tessiner SP-Kantonsrätin, rund um die Uhr im Einsatz. Mit dem von ihr gegründeten Hilfswerk Firdaus betreibt sie eine Suppenküche für die Gestrandeten und kümmert sich um unbegleitete minderjährige Asylsuchende.

Nationale Bekanntheit erlangt die 46-Jährige als sie im Spätsommer 2016 an der Grenze bei Stabio (TI) verhaftet wird. Sie war dabei, mit vier minderjährigen Flüchtlingen in die Schweiz einzureisen. Später kommt heraus, dass Mirra 24 Migranten bei der illegalen Einreise geholfen hat. Dafür wird sie wegen der wiederholten Anstiftung zum illegalen Eintritt in die Schweiz schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

Ihr Fall löst eine schweizweite Debatte über die Kriminalisierung von Flüchtlingshelfern aus. Wie soll sich die Schweiz verhalten, wenn vor ihren Toren Menschen verelenden?

Mirra hat sich inzwischen von der Lokalpolitik zurückgezogen. Sie wohnt mit ihrer Familie in Genestrerio, wenige Meter von der italienischen Grenze entfernt. (sar)

Frau Mirra, man sagt immer, im Tessin sei alles etwas anders als im Rest der Schweiz. Wie ist Ihre Wahrnehmung: Was macht den Kanton so besonders?
Lisa Bosia Mirra:
Unsere Sprache, das Italienische, definiert unsere Denkweise. Das schafft eine Art Verbindung zur Kultur der nahe gelegenen Halbinsel. Ich denke, das macht das Tessin nicht nur vom Wetter sondern auch von der Mentalität her etwas mediterraner.

Sie sprechen das Italienische an. Sprachlich gehören die Tessiner in der Schweiz einer Minderheit an. Was bewirkt das?
Das führt manchmal zu einer nicht gerechtfertigten Selbstbemitleidung und zu Forderungen, die nicht immer konsequent sind. Aber zurück zur Besonderheit des Tessins. Ich muss zugeben, dass es mich immer etwas ratlos macht, darüber nachzudenken.

«Das Tessin ist ein Durchgangsort und hat darum die unterschiedlichen Mischungen von Blut und Kulturen in der DNA.»

Lisa Bosia Mirra

Warum?
Naja, weil es vielleicht diese Identität der Tessiner gar nicht wirklich gibt. Denn es ist schwierig, im Tessin einen Einwohner zu finden, der nicht mindestens einen Eltern- oder Grosselternteil aus dem Ausland oder aus der Deutschschweiz hat. Ich würde sagen, dass es vielleicht genau das ist, was das Tessin so besonders macht: Es ist ein Durchgangsort und hat darum die unterschiedlichen Mischungen von Blut und Kulturen in der DNA.

Sie leben in der unmittelbaren Nähe zu Italien. Was bedeutet es für Sie, so nahe an der Grenze zu leben?
Für mich heisst es, dass ich sehr leicht von der einen Seite auf die andere wechseln kann. In einer dreistündigen Reise erreiche ich Bern. Genauso bin ich in drei Stunden in Ligurien am Meer. Ich nutze das kulturelle Angebot in Mailand genauso wie jenes von Lugano oder Bellinzona. Für mich macht das die Grenze zu einer quasi imaginären Linie, die ich fast täglich aus verschiedenen Gründen überschreite. Was mich angeht, müsste diese Linie eigentlich nicht existieren. Sowieso ist für mich die nationale Souveränität etwas, das ich nur schwer begreife. Heute sind es Staaten, die die Linien definieren, früher waren es Grossgrundbesitzer. Ich weiss zwar, wie utopisch das klingt, aber ich finde, es wäre an der Zeit, das Konzept von Grenzen zu überwinden.

Illegale Migration, Grenzgänger, Staus: Ist die Grenze für die Tessiner mehr Fluch oder Segen?
Es gibt immer beide Seiten. Die Grenzgänger beispielsweise sind gleichzeitig eine Ressource und ein Problem. Lohndumping und der Substitutionseffekt sind eine Realität. Meiner Meinung nach kann das nur mit der Einführung eines Mindestlohns eingedämmt werden. Aber Grenzgänger bringen auch einen Gewinn. Mit ihrem Wissen bereichern sie unsere Universitäten, Krankenhäuser und den tertiären Sektor.

Sie sehen in der Grenze eine ungenutzte Chance?
Ich glaube, was in den Diskussionen über die Grenze im Tessin oft viel zu wenig Platz bekommt ist, dass die Nähe zu Italien auch ein Vorteil sein kann. Mailand ist eine Stadt mit über 3,5 Millionen Einwohner. Diese Metropole könnte und sollte für das Tessin ein wichtiger Ansprechspartner für die Industrie und für den Dienstleistungssektor sein. Es gibt grosse Unternehmen und Forschungszentren, die auf der Suche nach fähigen Menschen, Leute aus der ganzen Welt in die Schweiz holen. Vielleicht sollten wir uns im Tessin besser um unsere Grenzgänger kümmern, damit sie die Schweiz nicht wieder verlassen und ihr Glück woanders versuchen.

(sar)

#GoWote! Darum machen wir bei den Wahlen mit!

#GoWote Schick uns dein Bild

Datei hochladen
  • Ausgewählte Dateien

Jans genau erklärt: Mobilisierung

Play Icon

Alles zu den Wahlen 2019

Walliser wählen erste Frau in den Ständerat – die Revolution bleibt trotzdem aus

Link zum Artikel

Wallis schickt CVP-Duo ins Stöckli – und erstmals eine Frau

Link zum Artikel

«Wir gehören in den Bundesrat»: Grüne fordern neue Zauberformel

Link zum Artikel

Biggest Loser: Das sind die grössten Verlierer (und Gewinner) der Wahlen 2019

Link zum Artikel

Umwelt, IT, Bauern: Wer bei den Wahlen gewonnen und wer verloren hat

Link zum Artikel

SVP empört sich über Wahlkampf der Auslandschweizer-Organisation

Link zum Artikel

Grün oder liberal? Ständerat wird zum ersten Härtetest für die GLP

Link zum Artikel

Viele Auslandschweizer von Ständeratswahl ausgeschlossen – weil sie zu weit weg wohnen

Link zum Artikel

Eine Wahl wie keine zuvor: Der Sonderfall Schweiz wird zum Normalfall

Link zum Artikel

Weil ihre «Göttis» abgewählt wurden – diese Lobbys verlieren ihren Zugang zum Bundeshaus

Link zum Artikel

Wer folgt auf SP-Präsident Levrat? So ticken die möglichen Nachfolgerinnen

Link zum Artikel

33 Sitze vergeben, 13 noch zu haben – die offenen Ständeratsrennen im Überblick

Link zum Artikel

Zürcher SVP-Spitze zieht Köppel aus Ständerats-Rennen zurück

Link zum Artikel

Linksrutsch fand ohne die SP statt – braucht die Partei eine Neuausrichtung?

Link zum Artikel

Das sind die drei (neuen) Jüngsten im Nationalrat – und das haben sie jetzt vor

Link zum Artikel

Diese 18 neuen Gesichter werden im Bundeshaus für Schlagzeilen sorgen

Link zum Artikel

Überraschung im Aargau: SP-Wermuth tritt nicht mehr an

Link zum Artikel

Für den Bundesrat müssen die Grünen mehr sein als eine Modepartei

Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

Link zum Artikel

Berner Ständerats-Stichwahl wird spannend: Zwei Bürgerliche gegen zwei Rotgrüne

Link zum Artikel

«Ich habe Scheisse gebaut» – wegen ihm wartete die Schweiz bis 23 Uhr aufs Schlussresultat

Link zum Artikel

Diese Gemeinden wählten am extremsten, schnellsten und zuverlässigsten

Link zum Artikel

Grüne und Grünliberale fordern neue Zusammensetzung des Bundesrates

Link zum Artikel

Wer geht mit wem? Gerangel um Macht und Geld im Nationalrat

Link zum Artikel

Jetzt weht ein anderer Wind in Bern: Rytz steckt in der Spezial-«Arena» ihr Revier ab

Link zum Artikel

Ja, es war Frauenwahl – aber zufrieden sollten wir uns noch lange nicht geben

Link zum Artikel

Wen haben wir da eigentlich gewählt? Was Grüne und Grünliberale sonst noch vertreten

Link zum Artikel

Sag mal, wie fühlt sich ein grüner Rausch an🎉? Eine Klimastreikerin im WhatsApp-Interview

Link zum Artikel

Die 6 spannendsten Erkenntnisse aus der Nachwahl-Analyse

Link zum Artikel

Wie kam es zum historischen Wahlsonntag für die Frauen, Sarah Bütikofer?

Link zum Artikel

Darum sind die Polparteien SVP und SP die grossen Verlierer der Wahlen

Link zum Artikel

Das Bundeshaus wird weiblicher: Wie diese 5 Frauen am Wahlsonntag für Aufsehen sorgten

Link zum Artikel

«Das kleine Wunder von Chur» – oder wie 64 Stimmen die SP ins Glück taumeln liessen

Link zum Artikel

Der Umfrage-Flop: 3 Dinge, die die Wahlforscher massiv unterschätzt haben

Link zum Artikel

41,5% Frauen im Parlament – so steht die Schweiz jetzt im internationalen Vergleich da

Link zum Artikel

So hat sich die politische Stimmung in deiner Gemeinde verändert

Link zum Artikel

Eine doppelte grüne Welle macht noch keine progressive (Klima-)Politik

Link zum Artikel

«Jetzt beginnt der schwierige Teil»: Das schreibt die Presse nach den Nationalratswahlen

Link zum Artikel

Die FDP verliert trotz ökologischem Mäntelchen – ihre Bundesratssitze sind unter Druck

Link zum Artikel

Mit diesen 8 Sätzen kannst du problemlos bei jeder Wahl-Diskussion mitreden

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Alles zu den Wahlen 2019

Walliser wählen erste Frau in den Ständerat – die Revolution bleibt trotzdem aus

18
Link zum Artikel

Wallis schickt CVP-Duo ins Stöckli – und erstmals eine Frau

7
Link zum Artikel

«Wir gehören in den Bundesrat»: Grüne fordern neue Zauberformel

91
Link zum Artikel

Biggest Loser: Das sind die grössten Verlierer (und Gewinner) der Wahlen 2019

23
Link zum Artikel

Umwelt, IT, Bauern: Wer bei den Wahlen gewonnen und wer verloren hat

27
Link zum Artikel

SVP empört sich über Wahlkampf der Auslandschweizer-Organisation

95
Link zum Artikel

Grün oder liberal? Ständerat wird zum ersten Härtetest für die GLP

81
Link zum Artikel

Viele Auslandschweizer von Ständeratswahl ausgeschlossen – weil sie zu weit weg wohnen

34
Link zum Artikel

Eine Wahl wie keine zuvor: Der Sonderfall Schweiz wird zum Normalfall

124
Link zum Artikel

Weil ihre «Göttis» abgewählt wurden – diese Lobbys verlieren ihren Zugang zum Bundeshaus

83
Link zum Artikel

Wer folgt auf SP-Präsident Levrat? So ticken die möglichen Nachfolgerinnen

103
Link zum Artikel

33 Sitze vergeben, 13 noch zu haben – die offenen Ständeratsrennen im Überblick

81
Link zum Artikel

Zürcher SVP-Spitze zieht Köppel aus Ständerats-Rennen zurück

95
Link zum Artikel

Linksrutsch fand ohne die SP statt – braucht die Partei eine Neuausrichtung?

119
Link zum Artikel

Das sind die drei (neuen) Jüngsten im Nationalrat – und das haben sie jetzt vor

26
Link zum Artikel

Diese 18 neuen Gesichter werden im Bundeshaus für Schlagzeilen sorgen

32
Link zum Artikel

Überraschung im Aargau: SP-Wermuth tritt nicht mehr an

113
Link zum Artikel

Für den Bundesrat müssen die Grünen mehr sein als eine Modepartei

87
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

85
Link zum Artikel

Berner Ständerats-Stichwahl wird spannend: Zwei Bürgerliche gegen zwei Rotgrüne

14
Link zum Artikel

«Ich habe Scheisse gebaut» – wegen ihm wartete die Schweiz bis 23 Uhr aufs Schlussresultat

47
Link zum Artikel

Diese Gemeinden wählten am extremsten, schnellsten und zuverlässigsten

42
Link zum Artikel

Grüne und Grünliberale fordern neue Zusammensetzung des Bundesrates

22
Link zum Artikel

Wer geht mit wem? Gerangel um Macht und Geld im Nationalrat

1
Link zum Artikel

Jetzt weht ein anderer Wind in Bern: Rytz steckt in der Spezial-«Arena» ihr Revier ab

73
Link zum Artikel

Ja, es war Frauenwahl – aber zufrieden sollten wir uns noch lange nicht geben

38
Link zum Artikel

Wen haben wir da eigentlich gewählt? Was Grüne und Grünliberale sonst noch vertreten

79
Link zum Artikel

Sag mal, wie fühlt sich ein grüner Rausch an🎉? Eine Klimastreikerin im WhatsApp-Interview

24
Link zum Artikel

Die 6 spannendsten Erkenntnisse aus der Nachwahl-Analyse

44
Link zum Artikel

Wie kam es zum historischen Wahlsonntag für die Frauen, Sarah Bütikofer?

7
Link zum Artikel

Darum sind die Polparteien SVP und SP die grossen Verlierer der Wahlen

143
Link zum Artikel

Das Bundeshaus wird weiblicher: Wie diese 5 Frauen am Wahlsonntag für Aufsehen sorgten

2
Link zum Artikel

«Das kleine Wunder von Chur» – oder wie 64 Stimmen die SP ins Glück taumeln liessen

68
Link zum Artikel

Der Umfrage-Flop: 3 Dinge, die die Wahlforscher massiv unterschätzt haben

8
Link zum Artikel

41,5% Frauen im Parlament – so steht die Schweiz jetzt im internationalen Vergleich da

42
Link zum Artikel

So hat sich die politische Stimmung in deiner Gemeinde verändert

17
Link zum Artikel

Eine doppelte grüne Welle macht noch keine progressive (Klima-)Politik

95
Link zum Artikel

«Jetzt beginnt der schwierige Teil»: Das schreibt die Presse nach den Nationalratswahlen

3
Link zum Artikel

Die FDP verliert trotz ökologischem Mäntelchen – ihre Bundesratssitze sind unter Druck

8
Link zum Artikel

Mit diesen 8 Sätzen kannst du problemlos bei jeder Wahl-Diskussion mitreden

5
Link zum Artikel

Alles zu den Wahlen 2019

Walliser wählen erste Frau in den Ständerat – die Revolution bleibt trotzdem aus

18
Link zum Artikel

Wallis schickt CVP-Duo ins Stöckli – und erstmals eine Frau

7
Link zum Artikel

«Wir gehören in den Bundesrat»: Grüne fordern neue Zauberformel

91
Link zum Artikel

Biggest Loser: Das sind die grössten Verlierer (und Gewinner) der Wahlen 2019

23
Link zum Artikel

Umwelt, IT, Bauern: Wer bei den Wahlen gewonnen und wer verloren hat

27
Link zum Artikel

SVP empört sich über Wahlkampf der Auslandschweizer-Organisation

95
Link zum Artikel

Grün oder liberal? Ständerat wird zum ersten Härtetest für die GLP

81
Link zum Artikel

Viele Auslandschweizer von Ständeratswahl ausgeschlossen – weil sie zu weit weg wohnen

34
Link zum Artikel

Eine Wahl wie keine zuvor: Der Sonderfall Schweiz wird zum Normalfall

124
Link zum Artikel

Weil ihre «Göttis» abgewählt wurden – diese Lobbys verlieren ihren Zugang zum Bundeshaus

83
Link zum Artikel

Wer folgt auf SP-Präsident Levrat? So ticken die möglichen Nachfolgerinnen

103
Link zum Artikel

33 Sitze vergeben, 13 noch zu haben – die offenen Ständeratsrennen im Überblick

81
Link zum Artikel

Zürcher SVP-Spitze zieht Köppel aus Ständerats-Rennen zurück

95
Link zum Artikel

Linksrutsch fand ohne die SP statt – braucht die Partei eine Neuausrichtung?

119
Link zum Artikel

Das sind die drei (neuen) Jüngsten im Nationalrat – und das haben sie jetzt vor

26
Link zum Artikel

Diese 18 neuen Gesichter werden im Bundeshaus für Schlagzeilen sorgen

32
Link zum Artikel

Überraschung im Aargau: SP-Wermuth tritt nicht mehr an

113
Link zum Artikel

Für den Bundesrat müssen die Grünen mehr sein als eine Modepartei

87
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

85
Link zum Artikel

Berner Ständerats-Stichwahl wird spannend: Zwei Bürgerliche gegen zwei Rotgrüne

14
Link zum Artikel

«Ich habe Scheisse gebaut» – wegen ihm wartete die Schweiz bis 23 Uhr aufs Schlussresultat

47
Link zum Artikel

Diese Gemeinden wählten am extremsten, schnellsten und zuverlässigsten

42
Link zum Artikel

Grüne und Grünliberale fordern neue Zusammensetzung des Bundesrates

22
Link zum Artikel

Wer geht mit wem? Gerangel um Macht und Geld im Nationalrat

1
Link zum Artikel

Jetzt weht ein anderer Wind in Bern: Rytz steckt in der Spezial-«Arena» ihr Revier ab

73
Link zum Artikel

Ja, es war Frauenwahl – aber zufrieden sollten wir uns noch lange nicht geben

38
Link zum Artikel

Wen haben wir da eigentlich gewählt? Was Grüne und Grünliberale sonst noch vertreten

79
Link zum Artikel

Sag mal, wie fühlt sich ein grüner Rausch an🎉? Eine Klimastreikerin im WhatsApp-Interview

24
Link zum Artikel

Die 6 spannendsten Erkenntnisse aus der Nachwahl-Analyse

44
Link zum Artikel

Wie kam es zum historischen Wahlsonntag für die Frauen, Sarah Bütikofer?

7
Link zum Artikel

Darum sind die Polparteien SVP und SP die grossen Verlierer der Wahlen

143
Link zum Artikel

Das Bundeshaus wird weiblicher: Wie diese 5 Frauen am Wahlsonntag für Aufsehen sorgten

2
Link zum Artikel

«Das kleine Wunder von Chur» – oder wie 64 Stimmen die SP ins Glück taumeln liessen

68
Link zum Artikel

Der Umfrage-Flop: 3 Dinge, die die Wahlforscher massiv unterschätzt haben

8
Link zum Artikel

41,5% Frauen im Parlament – so steht die Schweiz jetzt im internationalen Vergleich da

42
Link zum Artikel

So hat sich die politische Stimmung in deiner Gemeinde verändert

17
Link zum Artikel

Eine doppelte grüne Welle macht noch keine progressive (Klima-)Politik

95
Link zum Artikel

«Jetzt beginnt der schwierige Teil»: Das schreibt die Presse nach den Nationalratswahlen

3
Link zum Artikel

Die FDP verliert trotz ökologischem Mäntelchen – ihre Bundesratssitze sind unter Druck

8
Link zum Artikel

Mit diesen 8 Sätzen kannst du problemlos bei jeder Wahl-Diskussion mitreden

5
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ulmo 03.10.2019 21:39
    Highlight Highlight Also die Aussage von Frau Adams mit der Arbeitseinstellung kann ich so nicht Nachvollziehen: Meinen Sie wirklich, dass die Männer UND Frauen im Altersheim ihr ganzes leben 100% Angestellt waren? Oder war das Sozialsystem eher auf einen 100% Erwerbstätigen pro Haushalt eingerichtet?
  • Bündn0r 03.10.2019 18:59
    Highlight Highlight Eine interessante Frage fände ich, wieso die Prämien bzw somit fast sicher auch die Gesundheitskosten pro Kopf in VD bzw Lausanne so viel höher sind als der Schnitt.
  • hüttechäs 03.10.2019 15:14
    Highlight Highlight Hätte zwar noch ein paar Hintergrundinformationen zusätzlich zu den Interviews vertragen. So oder so super Idee und starke Reportage mit Blick auf die Wahlen.

    Sinnvolle Berichterstattung zu den drängendsten Themen, und das nicht bei den Politikern in Bern, sondern am Puls der Bevölkerung.

    Danke! So geht Journalismus!
  • N. Y. P. 03.10.2019 14:44
    Highlight Highlight Ich habe Debatten mitverfolgt, die extrem weit vom Wohl der Bürger entfernt waren und dafür im Dienst der Krankenkassen- und Pharma-Branche standen.
    Gesundheitsdirektorin und Kriminologin
    Rebecca Ruiz (SP)

    Desweitern bekommen diese Politiker 6stellige Beträge.

    Frage : Das ist doch im juristischen Sinne, in jedem Land der Welt, Korruption ?

    Ausser in der Schweiz. Wir haben es geschafft, kriminelles Verhalten in Gesetze zu giessen um diesem Verhalten den Heiligenschein zu verpassen.

    Lobbytum = legalisierte Korruption
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 03.10.2019 14:28
    Highlight Highlight Ich finde, dass Frau Lisa Bosia Mirra gewisses einfach völlig ausblendet... Die ganzen Grenzgänger bewirken nicht nur gutes... Die Schweizer, welche Schweizer Mieten, Schweizer Krankenkassenprämien bezahlen, finden keinen Job mehr oder können immer weniger an Lohn "fordern", weil die billigeren Italiener (tiefere KK Prämien, tiefere Mietkosten etc.) ihre Jobs für weniger Lohn übernehmen! Dies sieht sie wohl einfach gar nicht! Dies ist ein echtes Problem...
    • Liselote Meier 03.10.2019 16:09
      Highlight Highlight Na du hast den Artikel aber ziemlich selektiv gelesen.

      Es steht geschrieben Problem und Ressource und sogar ein Lösungsansatz => Mindestlohn.

      Was blendet sie aus?


    • DieserNicknamewirdschonverwendet 04.10.2019 14:05
      Highlight Highlight Als ob es mit einem Mindestlohn einfach so geregelt wäre. Der Unterschied der Lebenshaltungskosten würde ja weiterhin bestehen. Die Italiener hätten dann ev. einfach mehr Lohn.
  • G-Man 03.10.2019 13:26
    Highlight Highlight Also den Herrn Keller würde ich gleich wählen. Aber die Damen aus dem Altersheim - Die jungen sollen also fleissig arbeiten damit die Babyboomergeneration in einem Sozialsystem älter als 85 Jahre alt werden können welches für eine Lebenserwartung um die 78 Jahre geschaffen wurde. Und die Änderungen am System werden schön herausgeschoben bis diese Masse an alten Leuten pensioniert ist. Da liegt doch das Problem und nicht bei den Arbeitsscheuen jungen unter 30 welche sowieso nichts mehr verdienen.
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 03.10.2019 14:26
      Highlight Highlight Genau, das sehe ich auch so! Positive Gedanken bewirken oft mehr als negative (daher sollten wir vermehrt versuchen dem Klimawandel positiv zu begegnen; was sicher nicht einfach ist)
      Die Babyboomer wollen ja jetzt auch mit 65 in Rente bzw. 64! Viele junge wurden/werden in einer Gesellschaft gross, in welcher man ohne gute Schulbildung keine bis wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Dies sieht die ältere Generation nicht. Deshabl wählen u.a. viele den Weg mit dem Studium. Mit einer Ausbildung wie früher hat man heute nichts mehr in der Hand.
      Jung und Alt sollen die AHV sanieren!
    • Dominik Treier 03.10.2019 15:30
      Highlight Highlight Genau! Ich habe nichts dagegen meinen Teil zum Generationenvertrag beizutragen, aber die Einstellung vieler Babyboomer zu meiner Generation ist häufig geradezu zum Kotzen! Diese Generation hängt immer noch dem alten Idealbild vom fleissigen Arbeiter, der krüppelt bis er umfällt und so angeblich zu seinem Wohlstand kam nach und möchte nun die Jungen dafür kritisieren ihren Rat zu befolgen und seine Träume zu verwirklichen versuchen bevor man kaum mehr laufen kann.
    • Dominik Treier 03.10.2019 15:36
      Highlight Highlight Stattdessen will man uns vorschreiben genauso frustriert im selben Job der Pension entgegenzusehnen, weil man andes in deren konservativem Weltbild ja gar nicht leben oder wohl besser seuchen kann... Die Jungen können nichts dafür liebe Babyboomer, dass viele Jobs heute zum Glück wegen Automatisierung nicht mehr gemacht werden müssen und statt neidisch darauf zu sein, dass der Ernst des Lebens angeblich nicht so gross war wie bei euch, solltet ihr über die positive Entwicklung froh sein und noch froher darüber, dass es euch schon viel besser ging als euren Eltern!

Du denkst, die Klimaproteste sind langsam vorbei? Dann zieh dir mal diese Bilder rein!

Die Sommerferien sind definitiv vorbei. Die Klimaproteste noch lange nicht. Aber schau selbst.

Heute Nachmittag findet in Bern die nationale Klimademo statt. Hier alles, was du wissen musst:

Falls du dich fragst, ob die Klimaproteste überhaupt noch die Massen mobilisieren kann, kommt jetzt die Antwort.

Denn bereits gestern Freitag kam es wieder zu weltweiten Protesten. Zum Abschluss einer internationalen Streikwoche haben dabei abermals Hunderttausende Menschen für mehr Klimaschutz protestiert.

In Montreal, wo Greta Thunberg zuvor dem kanadischen Premier Trudeau die Meinung geigte, gingen …

Artikel lesen
Link zum Artikel