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ARCHIVBILD ZUR MK DER CARTIAS ZU DEN KRANKENKASSENPRAEMIEN, AM MONTAG, 19. NOVEMBER 2018 - Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Belastender Budgetposten: Die Krankenkassenprämien. Bild: KEYSTONE

Diese 4 Grafiken zeigen dir, welche Kantone bei den Prämienverbilligungen knausrig sind

Das Bundesgericht hat in einem wegweisenden Urteil entschieden: Der Kanton Luzern hat bei der Prämienverbilligungen für die Krankenkasse zu wenige Versicherte berücksichtigt. Damit geraten die grossen Unterschiede zwischen den Kantonen ins Visier. Wer ist geizig, wer grosszügig? Eine Übersicht.



Das Urteil

So sieht die Situation in den Kantonen aus – in vier Grafiken

Die Eckwerte

Wie viele Versicherte erhalten Prämienverbilligungen?

Spitzenreiter gemäss den neusten komplett vorhandenen Daten aus dem Jahr 2017 ist der Kanton Schaffhausen, der 34,5 Prozent aller Versicherten individuelle Prämienverbilligungen (IPV) gewährt. Schlusslicht ist mit 19,2 Prozent der vom Bundesgericht gerügte Kanton Luzern.

Wie hat sich der Anteil Versicherten mit Prämienverbilligung verändert?

Die meisten Kantone gewährten im Jahr 2017 weniger Versicherten Prämienverbilligungen als noch im Jahr 2012. Am extremsten war der Rückgang im Kanton Nidwalden, der 2017 fast einem Viertel weniger Versicherten Verbilligungen gewährte als noch 2012. Während Nidwalden 2012 noch 46 Prozent der Versicherten eine Prämienverbilligung gewährte, waren es 2017 lediglich noch 23 Prozent. Auch der verurteilte Kanton Luzern gewährte 2012 noch 32 Prozent der Versicherten Verbilligungen, während es 2017 lediglich noch 19,2 Prozent waren. Ein grösserer Anteil der Versicherten als noch 2012 erhielten im Jahr 2017 hingegen in den Kantonen Basel-Stadt, Waadt, Bern und Schaffhausen Prämienverbilligungen.

Hier wurden dem Mittelstand die Prämienverbilligungen aberkannt

In den Genuss von Prämienverbilligungen kommen auch Sozialhilfebezüger und Personen, die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV erhalten. Sieht man von diesen Versicherten am unteren Ende der Einkommensskala ab, kann man die Entwicklung der Prämienverbilligungen bei Versicherten aus mittelständischen Haushalten analysieren.

Die Zahlen stützen die Urteilsbegründung des Bundesgerichts: Im Kanton Luzern etwa erhielten 2017 lediglich noch 46’296 Versicherte ohne Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen eine Prämienverbilligung. Das ist nur noch knapp die Hälfte des Werts von 2012, als es noch 96’215 Versicherte waren. In Nidwalden war der Rückgang bei den mittelständischen Versicherten mit Prämienverbilligungen prozentual gesehen noch deutlicher (2017: 17‘719 Personen; 2012: 7822 Personen).

Und so hat sich die Gesamtzahl aller Versicherten mit Prämienverbilligung entwickelt

Die in absoluten Zahlen grösste Reduktion bei Versicherten mit Prämienverbilligung verzeichnet auch dann der Kanton Luzern, wenn man auch die Bezüger von Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen hinzunimmt. In Luzern reduzierte sich die Gesamtzahl der Versicherten, welche eine Prämienverbilligung erhalten, zwischen 2012 und  2017 von rund 123’000 auf knapp 78’000. Die grösste Zunahme verzeichnete der Kanton Waadt, wo die Anzahl der Versicherten mit Prämienverbilligung zwischen 2012 und 2017 von rund 179‘000 auf 230‘000 anstieg.

Du musst 2018 noch mal mehr für deine Krankenkasse bezahlen

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Video: srf/SDA SRF

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sensenmaa 30.01.2019 13:23
    Highlight Highlight Sobald die Kaufkraft der Mittelschicht und der untere Mittelschicht verschwinden wird es turbulent in diesem System.
  • chäsli 30.01.2019 13:07
    Highlight Highlight Dass die SP für das Giesskannenprinzip der Prämienverbilligung ist, dürfte klar sein. Ich habe selber zugehört, wie eine Angestellte, die im Konkubinat lebt, gesagt hat. Ich kann nicht mehr arbeiten, sonst bekomme ich keine Prämienverbilligung mehr. Diese Prämienverbilligungen sollten nur Familien mit Kindern erhalten. Dass unser Bundesgericht solche politische Fragen entscheiden kann, ist ein Skandal und eine Frechheit. Verbilligungen der Krankenprämien müssen in den Parlamenten oder vom Volk entschieden werden und sicher nicht von Richtern.
    • äti 30.01.2019 15:32
      Highlight Highlight @chäsli, wie funktioniert das Giesskannenprinzip genau? Ist das Trichterprinzip vorzuziehen?
  • Herr Ole 30.01.2019 10:05
    Highlight Highlight Die Grafik bei Punkt 3 widerspiegelt einfach die Einwohnerzahl der Kantone und ist nicht wirklich aussagekräftig.
  • Hockey-Fan 30.01.2019 09:45
    Highlight Highlight 2017 erhielten 26,4 Prozent aller Versicherten eine Prämienverbilligung. Also rund ein Viertel der Bevölkerung, um es salopp auszudrücken. Gemäss der Mehrheit der Leserkommentare und der SP ist das zu wenig. Wenn ich mir aber auf der Strasse die Klamotten, die Handys, die Autos usw. anschaue, wirft das für mich Fragen auf. Ein Zalando-Paket weniger pro Monat - und die Prämie ist bezahlt. Wer wirklich Unterstützung braucht, soll die erhalten, keine Frage, aber dem Bürger die Eigenverantwortung noch mehr abzunehmen, wird uns in absehbarer Zukunft ruinieren!
  • wolge 30.01.2019 08:52
    Highlight Highlight Lieber Kanton Zürich nehmt euch ein Beispiel bei den Kantonen um uns rum und senkt die Prämienvetbilligung... sowie auch die Steuern durch welche duese Verbilligungen subventioniert werden.
  • pamayer 30.01.2019 08:41
    Highlight Highlight danke, SP Schweiz!
  • Fairness 30.01.2019 08:11
    Highlight Highlight Es darf doch einfach nicht sein, dass man nur noch reich oder arm sein kann, um sich Krankenkasse und Wohnen leisten zu können und noch twas zum einigermassen gut leben hat.
  • Skip Bo 30.01.2019 08:02
    Highlight Highlight Prämienverbilligungen sollten den effektiv Bedürftigen zukommen. Das Ziel sollte sein, diesen einen möglichst hohen Beitrag zu geben, anstatt möglichst vielen einen tiefen Beitrag zu geben. Mit einem EK von 86'000 (Median) gehört man definitiv nicht zu den Bedürftigen.
    Im Kt. Graubünden würde unser Haushalt (4 Personen) von Prämienverbilligungen profitieren, obwohl wir absolut kein Problem haben die Prämien zu bezahlen.
    • Fairness 30.01.2019 08:13
      Highlight Highlight Aha, die ganzen Beteiligten in der Gesundheitsindustrie dürfen also mehr undmehr verdienen bis noch mehr, auch du, die Prämie nich mehr zahlen können?
    • mogad 30.01.2019 08:59
      Highlight Highlight Ihre Argumentation heisst: der Mittelstand soll ausbluten damit es nur noch Reiche und Bedürftige gibt.
    • Skip Bo 30.01.2019 09:04
      Highlight Highlight Fairness, nein ich will der Gesundheitsindustrie keinen Freipass geben. Die Prämienverbilligung an möglichst viele stoppt die Prämienerhöhungen auch nicht.
      Wenn ein Haushalt von 86'000 nicht in der Lage ist KK Prämien zu bezahlen, sind nicht Verbilligungen die Lösung, sondern Kostensenkungen im Gesundheitswesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Swissbex 30.01.2019 07:51
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck dass es besser wäre Prämienverbilligung auf Nationaler Ebene zu regeln. Aber vielleicht kann mich hier jemand mit mehr Kentnissen erleuchten?
    • Alterssturheit 30.01.2019 09:02
      Highlight Highlight Bin zwar nicht der Experte, aber mal so: nationale Regelung würde bedeuten, selber Betrag, egal ob jemand z.B. in der Stadt ZH wohnt,im Bleniotal oder im hintersten Jura. Da sind grosse Unterschiede in den Lebenshaltungskosten. Nur schon Wohnungsmieten. Daher aus meiner Sicht: national eher nein.
    • mogad 30.01.2019 09:31
      Highlight Highlight @Alterssturheit. Es braucht auch eine nationale Spitalplanung. Aber die Kantone entscheiden halt. Und jetzt greife ich eine Fehlentwicklung heraus, die ich aus eigener Erfahrung kenne: Die Hausärzte müssen wieder mehr selber machen und die Patienten nicht wegen jedem Püggeli zum Spezialisten überweisen. Die Häusärzte brauchen wieder mehr Werschätzung aber auch einen klar definierten Leistungskatalog.
    • Dominik Treier (1) 30.01.2019 09:32
      Highlight Highlight Das müsste es nicht zwingend... Man könnte es am Medianeinkommen des jeweiligen Gebietes ausrichten und den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten. Es ginge bei einer Vereinheitlichung eher darum, dass die Kantone aufhören auf dem Buckel der Ämsten und des Mittelstandes zu sparen, weil es da einfach ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoppla! 30.01.2019 07:46
    Highlight Highlight Und der prozentuale Anteil der Empfänger der Prämienverbilligung sagt was genau aus? Dass in Zürich mehr gutverdienende Wohnen? Dass Schaffhausen mit Geld um sich schmeisst? Dass in Waadt mehr schlechtverdienende zugezogen sind?

    Man dürfte hier schon etwas mehr Fleisch an den Knochen bringen als Journalist.
  • Dr Barista 30.01.2019 07:25
    Highlight Highlight Ein System in dem der Staat eine obligatorische Zahlung subventionieren muss, damit alle sich diese mehr oder weniger leisten können, kann nicht gesund sein...
    • mogad 30.01.2019 08:55
      Highlight Highlight Was auch nicht gesund ist, ist die Halbierung der Unternehmenssteuern um 50%, wenn man nachher aus Spargründen Schulen vorübergehend schliessen und den Steuersatz für natürliche Personen erhöhen will. Und nachdem das abgelehnt wurde fordert man widerrechtlich Prämienverbilligungen zurück.
    • wolge 30.01.2019 08:56
      Highlight Highlight Wir sollten unsere Systeme generell überarbeiten.

      Sozialsysteme funktionieren nur wenn jeder seine Verantwortung war nimmt, sich persönlich absichert, weise Wntscheidungen trifft und das System nicht ausnutzt.

      Die Sozialsysteme von früher oassrn micht zur heutigen „ich will alles jetzt“ Gesellschaft die Schulden macht und über den Verhältnissen lebt... Selbstversntwortung... Ein Fremdwort
    • Dominik Treier (1) 30.01.2019 09:38
      Highlight Highlight Eine obligatorische Zahlung an private Unternehmen vielleicht nicht... Man sieht es schön im privaten Gesundheitswesen der USA; je mehr Private die Hände in etwas waschen wollen, desto teurer wird es... Wenn es obligatorisch ist noch mehr, da man nicht nein sagen kann... Nur wollen wir jetzt das Obligatorium abschaffen, damit es sich kein Armer oder unterer Mittelständler mehr leisten kann oder doch lieber das Händewaschen der Lobbyisten unterbinden?
  • Goon 30.01.2019 07:14
    Highlight Highlight Der Kanton SG hat dieses Jahr den Selbstbehalt erhöht und den Kinderabzug verringert. Dies hat die Folge das wir bei fast gleichem Lohn wie im Vorjahr nicht mal mehr halb so viel Prämienverbilligung bekommen.

    Finde es unhaltbar das die Prämien immer weiter steigen aber die Verbilligung immer weiter gesenkt wird.
    • mogad 30.01.2019 10:34
      Highlight Highlight Das nennt man Sozialabbau. Der findet überall schleichend statt-bei der IV; bei der AHV, bei der Sozialhilfe, bei den Ergänzungsleisten usw.. Die Neoliberalen wollen die sozialen Errungenschaften der letzten 70 Jahre rückgängig machen. Sie empfinden diese als eine Kränkung ihres Egos, als eine Einbusse an Macht und Verfügungsgewalt über andere Menschen.
    • B-Arche 30.01.2019 15:41
      Highlight Highlight Goon,
      Die Schweiz hängt am Tropf des ständigen Kapitalzuflusses aus dem Ausland inklusive Firmenverlagerungen in die Schweiz (aber bitte nur die Zentralen, bitte nicht den Rest sonst kommen zuviele Ausländer!) welche nur dann weiterhin fliessen wenn Unternehmenssteuern immer weiter gesenkt werden.
      Daher hat man keine Wahl und man muss auch mal Schulen für zwei Wochen schliessen.
      Dieses Geschäftsmodell der Schweiz wird von SVP und FDP täglich ausgebaut durch immer neue Vorschläge zur Sozialkürzung und IV.

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