DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rechtsextreme PNOS kritisiert Polizei, weil sie sich nicht mit Linken prügeln durfte

06.11.2017, 10:1106.11.2017, 16:36

In Bellach, Solothurn, war am Samstagabend die Hölle los. Im Restaurant Rössli hielt die rechtsextreme Partei «PNOS» ihren jährlichen Parteitag ab. Zu Gast waren rund 120 Teilnehmer und Redner aus der internationalen rechten Szene, darunter auch aus der deutschen AfD

Kurz nach 20 Uhr erhielt die Solothurner Polizei die Meldung, dass sich der Parteiversammlung im Rössli eine Gegengruppierung nähere: Antifaschistische Aktivisten. Innert weniger Minuten seien die ersten Polizisten vor Ort gewesen, schreiben die Solothurner Behörden. Ein Aufeinandertreffen der Gruppierungen habe verhindert werden können, so der Mediensprecher der Kantonspolizei, Thomas Kummer.  

Zwar entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken aufgrund einer kaputten Scheibe und mehreren beschädigten Autos, das Schlimmste konnte allerdings verhindert werden. Nicht in den Augen der PNOS. Die «Partei National Orientierter Schweizer» beklagte sich nämlich im Nachhinein in einem Facebookpost über den Einsatz der Polizei. 

Den Eidgenossen sei es gelungen, die Bande zu verfolgen. «Es fehlten schliesslich nur noch wenige Meter, damit die Linksextremisten hätten gestellt werden können», heisst es im Post. Doch dann habe ihnen die Polizei den den Weg versperrt.

«Doch ausgerechnet diese Polizei versperrte den Eidgenossen den Weg und hielt die wehrhaften Patrioten auf. Und wie könnte es auch anders sein: Einmal mehr liess man die Linksextremisten ziehen!»
PNOS auf Facebook

Die Polizei widerspricht den Vorwürfen der PNOS. Laut Mediensprecher Kummer war die Polizei vorbereitet. «Von unserer Seite her hiess das Ziel, die direkte Konfrontation zu verhindern. Das haben wir erreicht», sagte Kummer gegenüber der Solothurner Zeitung. (ohe)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

65 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ujay
06.11.2017 10:38registriert Mai 2016
Oh, die PNOS wurde an Selbstjustiz gehindert. Böse böse Polizei. Mir kommen gleich die Tränen.....hahahaha
38567
Melden
Zum Kommentar
avatar
saukaibli
06.11.2017 10:43registriert Februar 2014
Liebe PNOS-Mitglieder, ihr seid keine Eidgenossen, die sind alle seit Jahrhunderten tot. Und Patrioten seid ihr auch nicht, höchstens Idioten. Bei diesem rechtsextremen, pathetischen Geschwafel kommt mir fast das Kotzen.
38476
Melden
Zum Kommentar
avatar
FrancoL
06.11.2017 10:35registriert November 2015
“Zu Gast waren rund 120 Teilnehmer und Redner aus der internationalen rechten Szene, darunter auch aus der deutschen AfD"
Dachte es gehe der PNOS um die Schweiz? Was soll denn der Aufmarsch von Redner aus der INTERNATIONALEN rechten Szene? Will die PNOS nun plötzlich sich für den Beitritt in ein Rechtsnationales Europa bewerben?
32560
Melden
Zum Kommentar
65
UBS-Topbankerin Westerfeld über die junge Generation: «Salär steht nicht an erster Stelle»
Simone Westerfeld leitet das Retailbanking der UBS und ist zugleich Professorin an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht sie über den Ruf der Banken, die junge Generation und erklärt, warum die Digitalisierung nicht das Ende der Geschäftsstellen bedeutet.

Als uns Simone Westerfeld in einem Sitzungszimmer unweit des Zürcher Paradeplatzes empfängt, reden wir erst gar nicht über die UBS. Wir sprechen sie auf einen LinkedIn-Post an, in dem sie von Begegnungen mit Studierenden am Erstsemestertag der Universität St. Gallen schwärmte. Westerfeld ist Titularprofessorin für Banking und Finance an der HSG. Es sei zwar nur ein kleines Pensum, sagt sie, aber es sei ihr sehr wichtig: «Ich komme raus aus der operativen Hektik und kann mit Distanz aufs Geschäft schauen.»

Zur Story