Schweiz
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Ein Schwimmer schwimmt im Freibad Marzili mit dem Bundeshaus im Hintergrund, am Montag, 8. Juni 2020 in Bern. Der Schwimmbad wurde am vergangenen Samstag nach der Coronavirus-Krise eroeffnet. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Das Marzilibad in Bern dürfte sich diese Woche noch etwas mehr füllen. Es stehen Temperaturen von bis zu 30 Grad an. Bild: keystone

Der Sommer kommt: Diese Regeln erwarten dich in den Schweizer Badis

Diese Woche beginnt der Corona-Badisommer. Hier erfährst du, welche Regeln jetzt in deinem Lieblingsfreibad gelten.



Diese Woche wird es so richtig heiss! Einige Badis sind bereits seit Ende Mai wieder offen, doch seit dem Ende des Lockdowns spielte das Wetter noch nicht wirklich mit für einen schönen Tag am Wasser. Das ändern die kommenden Tage. Ab Dienstag steigen die Temperaturen in der ganzen Schweiz bis auf sommerliche 30 Grad.

Doch auch wenn die Aare «bebadbar» ist, wie es Daniel Koch sagen würde, ist dieses Jahr alles ein wenig anders. Im Überblick erfährst du, worauf du dich im Corona-Sommer in den Badis achten musst.

Badis sind offen – mit einer Platzbeschränkung

Zuerst waren die Hallen- und Freibäder nur für Sportschwimmende geöffnet, spätestens seit dem 8. Juni werden die Freibäder wieder regulär betrieben – wenn auch mit Einschränkungen. So gilt in jeder Badi eine Platzbeschränkung von zehn Quadratmetern pro Person.

Allerdings könnte diese Richtgrösse nun nochmals angepasst werden. Denn seit den neusten Lockerungs-Massnahmen von vergangenem Freitag beträgt die Abstandsregel nicht mehr zwei, sondern nur noch 1,5 Meter. Für die Bäder würde dies heissen, dass sie anstatt mit zehn nur mit sieben Quadratmeter pro Person rechnen müssten. Für jede Badi ist folglich eine Kapazitätsobergrenze definiert. Ist diese erreicht, werden keine weiteren Besucherinnen und Besucher reingelassen. Selbst dann nicht, wenn sie im Besitz eines Abos sind.

Wie viele Personen in deiner Lieblingsbadi zugelassen sind, erfährst du in den meisten Fällen über deren Webseite. In der Stadt Zürich sind die Kapazitäten hier aufgelistet, in Bern hier und in Basel hier. Um lange Warteschlangen vor den Badis zu verhindern, hat ein Start-up-Unternehmen aus dem Zürcher Oberland ein Online-Tool entwickelt, das in Echtzeit anzeigt, wie viel Platz es in den Freibädern noch hat. Im Badi-Monitor sind derzeit aber erst die Bäder in Zürich und St. Gallen erfasst.

Die Abstandsregelung gilt auch im Wasser

Nach wie vor empfiehlt der Bundesrat, einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Das gilt auch in der Badi. Egal ob in der Garderobe, beim Anstehen für das Glacé oder beim Sonnen auf dem Badetuch; die Abstandsempfehlung gilt immer.

Obwohl beim Baden nach aktuellen Kenntnissen keine Ansteckungsgefahr besteht, wird geraten, das Social Distancing von 1,5 Metern auch im Wasser einzuhalten. Gerade beim Brustschwimmen kann es zu kleinem Abstand zwischen den Badenden kommen und eine Übertragung über die Atemwege stattfinden.

Das gilt auch für Sportschwimmende. Wer in der Badi beim Crawling seine Runden über die Bahnen ziehen will, muss darauf achten, dass die Distanz eingehalten wird.

Wie wird das kontrolliert?

Der Verband der Hallen- und Freibäder schreibt vor, dass die Anzahl der Personen in der Badi stetig überwacht wird. Dazu gibt es Eintritts- und Austrittskontrollen. Ähnlich wie man es bereits vom Einkauf bei den Grossverteilern kennt, ist also ein Angestellter dafür zuständig, die Besucherinnen zu zählen.

Bei Freibädern mit mehreren Zugängen kann es sein, dass diese gesperrt werden, so dass sämtliche Besucher durch denselben Eingang müssen.

Die Distanzregel mit 1,5 Metern Abstand wird nicht kontrolliert. Die Badis appellieren da an die Eigenverantwortung der Gäste.

Eintrittspreise

Weil aufgrund des Coronavirus die Badis später öffnen konnten als üblich, gibt es zum Teil Preisreduktionen für die Saison-Abos. So für die Freibäder in Zürich. Erwachsene bezahlen für das Abo noch 80 Franken. Wer ein Jahresabo besitzt, erhält dieses um 86 Tage verlängert.

(sar)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 11:17
    Highlight Highlight Wird man eigentlich alt wenn man öffentliche (typische) Badis nicht wirklich mag?

    Sprungturm mit 'hellem' Beckenwasser ist irgendwie noch das einzig interessante, in Seebadis hats nicht mal das, dafür kein Chlor und Bisi :-)...

    Ist doch viel schöner an einem lauschigen Plätzchen an einem Fluss/See (leider auch nicht so einfach, vieles ist besucht oder (mind. halbwegs) bewirtschaftet/'kultiviert' etc.), als sich wörtlich wie crème-geölte Sardinen 'Tuch an Tuch' zu legen.

    Unvergessen, wie in der noch besten Seebadi hier mal "Pumper-Kiddos" 'pumpten' sich einölten und dann posierten... :'-)
  • Felix Meyer 23.06.2020 09:47
    Highlight Highlight Viel Spass beim Durchsetzen der Obergrenze im Marzili, wo viele Leute von der Aare her reinschwimmen XD
  • MeinAluhutBrennt 23.06.2020 08:58
    Highlight Highlight Meine Oma lässt Fragen:

    Was wen ein Coronaerkrankter ins Becken Pipi macht?
  • Triumvir 23.06.2020 08:19
    Highlight Highlight Da sich viele Schweizer nicht informieren und schon gar nicht an die Regeln halten, wird das kein einfacher Sommer für die Bademeister/innen. Für mich spielen die Regeln aber auch keine Rolle, denn ich meide Badis und bevorzuge öffentliche Gewässer. Lieber Bach ich komme! :-)
  • Zark 23.06.2020 07:56
    Highlight Highlight Badi ist ja sonst schon ungemütlich und diesen Sommer erst recht. Have Fun.
  • Lienat 23.06.2020 07:43
    Highlight Highlight "Für die Bäder würde dies heissen, dass sie anstatt mit zehn nur mit sieben Quadratmeter pro Person rechnen müssten."

    @Watson: Nur so aus Interesse: Wie kommt Ihr auf sieben Quadratmeteter?
    • huck 23.06.2020 10:45
      Highlight Highlight Fast noch interessanter ist, wie sie auf die zehn Quadratmeter kommen ...
      (ich komme auf vier (oder etwas mehr als drei bei einem Kreis statt einem Quadrat), und ich muss es ja wissen, ich kann rechnen.)
    • Brothamster 23.06.2020 10:52
      Highlight Highlight 1.5m^2 * π = 7.07m^2

      Ich vermute mal so.
    • Zingarro96 23.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Wenn du 1,5m als Radius nimmst kommst du ziemlich genau auf 7 quadratmeter
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 23.06.2020 07:22
    Highlight Highlight Volksaufläufe in der Badi, am See und auf unseren Strassen. Kennt jemand Gewässer, wo man ungestört die Seele baumeln lassen kann?
    • das Otzelot 23.06.2020 10:15
      Highlight Highlight Falls es das noch gibt, wird dir das wohl niemand verraten.
      Den solche "Geheimtipps" sind wohl nicht mehr lange geheim.
    • Grubinho 23.06.2020 13:26
      Highlight Highlight @Otzelot
      Dem stimme ich zu. An meinem Liebligsort am Bielersee sind regelmässig alle öffentlichen Parkplätze (ca. 4-5 Stück) regelmässig von Ausserkantonalen besetzt; letztens erst sogar SZ und ZG
  • plaga versus 23.06.2020 06:38
    Highlight Highlight Was ist mit Gruppen? Schullager, Pfadi etc? Weiss da jemand etwas?
    • bokl 23.06.2020 06:43
      Highlight Highlight Am besten bei deiner Schule, Pfadi direkt fragen. Im Kt. ZH zumindest beides wieder erlaubt.
    • plaga versus 23.06.2020 08:26
      Highlight Highlight Haha! Merci für all die Blitze! Ich fühle mich gerade wie Trump! 😃
    • Bolly 23.06.2020 08:57
      Highlight Highlight Man fragt sich echt, vertippen die sich alle?? Echt unnötig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fools garden 23.06.2020 06:21
    Highlight Highlight Die armen Bademeister werden sich aber beliebt machen heuer, beim Durchpauken der Abstandsregeln.
    • elco 23.06.2020 06:53
      Highlight Highlight "Die Distanzregel mit 1,5 Metern Abstand wird nicht kontrolliert. Die Badis appellieren da an die Eigenverantwortung der Gäste."

      Was so auch richtig ist.
    • Bee89 23.06.2020 07:14
      Highlight Highlight Nein, die Leute sollen einfach Verständnis hätten, dass diese Menschen auch nur ihren Job machen und die vom Bund auferlegten Regeln durchsetzen.
    • Saraina 23.06.2020 07:25
      Highlight Highlight Das machen sie ja eben nicht. Steht oben im Artikel:


      „Die Distanzregel mit 1,5 Metern Abstand wird nicht kontrolliert. Die Badis appellieren da an die Eigenverantwortung der Gäste.“
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