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Wahlen in Zürich: Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident

Raphael Golta (SP) ist Zürichs neuer Stadtpräsident

10.05.2026, 15:1010.05.2026, 16:22
Die abtretende Stadtpraesidentin Corine Mauch (SP), links, gratuliert dem einzige Kandidat Raphael Golta (SP) ueber die Wahl anlaesslich des zweiten Wahlgangs fuer das Stadtpraesidium im Stadthaus in  ...
Raphael Golta und die abtretende Corine Mauch.Bild: keystone

Raphael Golta ist neuer Stadtpräsident von Zürich. Er ist am Sonntag als einziger Kandidat im zweiten Wahlgang angetreten. Spannung dürfte noch die Departementverteilung im Stadtrat bieten.

Golta erhielt 41'098 Stimmen. 9481 weitere Stimmen gingen an Vereinzelte. Die Wahlbeteiligung lag bei tiefen 23,5 Prozent, was angesichts der spannungslosen Ausgangslage nicht überraschte.

Trotz nur einer offiziellen Kandidatur gingen in gewissen Kreisen einige Stimmen an andere Personen. Im bürgerlich geprägten Wahlkreis 7 und 8 waren es 25 Prozent, im Kreis 1 und 2 noch 22 Prozent.

Das Stadtpräsidium bleibt somit in sozialdemokratischer Hand. Golta folgt auf Corine Mauch, die 17 Jahre lang Stadtpräsidentin war. Zuvor standen Elmar Ledergerber und Josef Estermann an der Spitze des Zürcher Stadtrats. Der letzte Nicht-SPler war bis 1990 Thomas Wagner.

Andere Stadträte verzichteten

Im ersten Wahlgang am 8. März setzte sich der 50-Jährige deutlich von der Konkurrenz ab. Er erzielte 54'832 Stimmen, verfehlte das absolute Mehr von 57'562 Stimmen jedoch um 2'730 Stimmen.

Sein stärkster Herausforderer, FDP-Kandidat Përparim Avdili, erreichte nur 28'053 Stimmen. Da er den Einzug in die Stadtregierung verpasste, konnte er im zweiten Wahlgang aber nicht mehr antreten.

Andere gewählte Stadtratsmitglieder, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, verzichteten auf eine Kandidatur. Damit blieb Golta der einzige offizielle Kandidat. Abgegebene Stimmen zählten nur, wenn die Stimmberechtigten den Namen eines gewählten Stadtratmitglieds aufschrieben.

Offen ist in Zürich noch die Departementsverteilung im Stadtrat. Diese erfolgt am 27. Mai. Linke Politikerinnen und Politiker haben bereits gefordert, Baumer das Departement der Industriellen Betriebe wegzunehmen. Vier Stadträtinnen und Stadträte gehören der SP an, drei den Grünen, einer der GLP und einer der FDP. (sda)

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79 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bert Stein
10.05.2026 16:06registriert November 2020
Das war jetzt überraschend - dazu noch in dieser Deutlichkeit!
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Jacob Crossfield
10.05.2026 17:14registriert Dezember 2014
Raphael Golta, Gratulation zur Wahl! Er wird manchmal als langweilig beschrieben, sprich kein Selbstdarsteller und dossierfest. In diesen Zeiten wünsche ich mir mehr solche Politikerinnen und Politiker. Showmen hat es mehr als genügend und sie schaden der Welt und den Menschen.
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