Schweiz
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Arena 13. März 2020

Die «Arena» wurde wegen der Coronavirus-Massnahmen zur Elefantenrunde. Bild: srf

«Arena» zu Coronavirus-Massnahmen – und ein 13-Jähriger erklärt's den Partei-Chefs

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde in der SRF-«Arena» über das Coronavirus debattiert – diesmal ohne Publikum. Die Parteichefs diskutierten über die neusten Massnahmen des Bundes.



Es ist nun auf den Tag genau zwei Wochen her, seit dem der Bund die Führung in der Bewältigung der Coronavirus-Krise übernommen hat. Viel ist seither passiert: Der Druck auf die Politik stieg von Tag zu Tag an, nicht zuletzt auch weil sich die Krise im Nachbarland Italien zuspitzte und Herr und Frau Schweizer zusehen konnten, wie andere Länder eine Massnahme nach der anderen ergriffen.

Das änderte sich 4,5 Stunden vor der Aufzeichnung der Parteipräsidenten-«Arena» am Freitag. Der Bundesrat griff durch und verschärfte seine Massnahmen: Die Schweiz wird heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Genügt das?

Um diese Frage drehte sich die dritte «Arena» zum Coronavirus. Sie wurde erstmals ohne Publikum durchgeführt. Neben den sechs Parteipräsidentinnen und Parteipräsidenten der grossen Parteien durften einzig drei weitere Expertinnen und Experten, drei Gäste sowie Moderator Sandro Brotz mit ins Studio 8 im Zürcher Leutschenbach.

SVP-Rösti wollte nicht Opposition sein

Unter dieser Voraussetzung war die Vermutung berechtigt, dass sich die Diskussion für den Zuschauer zuhause ungewöhnlich anfühlen wird: Es fehlte das Publikum, das applaudiert, wenn gute Statements abgegeben werden.

Brotz wollte etwa am Anfang wissen, ob der Bundesrat in der Coronavirus-Krise alles richtig gemacht habe. FDP-Präsidentin Petra Gössi, SVP-Präsident Albert Rösti und CVP-Präsident Gerhard Pfister präsentierten Einigkeit und lobten die Coronavirus-Massnahmen des Bundesrats – und das obwohl mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset gleich zwei Regierungsmitglieder ein SP-Parteibuch haben.

Nicht mal dem abtretende SVP-Chef Albert Rösti bereitete es Mühe, die Rolle der Oppositionspartei abzulegen: «Das fällt mir nicht schwer.» Der Schutz der Bevölkerung und der betroffenen Gruppen sei in seinem Interesse. Er wolle aber auch betonen, dass das Tessin andere Massnahmen wie die Schliessung der Grenzen fordere.

Video: srf

Je länger die Diskussion lief, desto glaubhafter wurde die kollektiv präsentierte Einigkeit. Grünen-Chefin Regula Rytz lieferte einen Erklärungsansatz dafür, als sie gefragt wurde, ob die Schweiz zu langsam handle: «Es ist sicher nicht an der Politik zu beurteilen, was die Fachleute in der Direktion von Herrn Berset abschätzen.» Auch für sie gehe es nun um den Schutz der Bevölkerung – die Suche nach irgendwelchen Fehlern, Sündenböcken oder dem Haar in der Suppe bringe «überhaupt nichts».

Angst vor herumlungernden Schülern

Diese Marschrichtung anerkannte auch der 13-jährige Schüler Raphael Fink, der als Gast in die «Arena» eingeladen wurde. Er erzählte von seiner Verunsicherung und von der Überraschung, wie schnell der Unterricht abgesagt wurde. «Ich finde aber, dass diese Massnahme begreiflich ist. So kann man die Fallzahlen eindämmen. Wir sind eine Schule mit über 1700 Schülern, und wenn es dort jemanden hat, dann wird schnell jemand krank.»

Video: srf

Das beeindruckte auch den «Arena»-Moderator Sandro Brotz. Es wäre ein Moment gewesen, in dem das Publikum applaudiert hätte. Der Beifall konnte aber von den leeren Sitzplätzen nicht erwartet werden. Und so eilte die Diskussion weiter und lieferte Grund für kritische Voten.

Das dicke Massnahmenpaket des Bundesrates lieferte aus Sicht der Parteichefs nämlich viele offene Fragen. Beim eingestellten Schulbetrieb etwa herrsche Unsicherheit, was mit Schülern passiere, die nun zuhause wegen arbeitenden Eltern nicht betreut werden könnten.

Video: srf

In diesem Punkt kam Regierungsrätin und oberste Schweizer Erziehungsdirektorin Silvia Steiner (CVP/ZH) zu Wort. Sie führte aus, dass in ihrem Kanton die Schulen nicht geschlossen seien und sie weiterhin offen stehen für jene Eltern, die ihre Kinder wegen des Berufs nicht selbst betreuen können. «Ich möchte kein einziges Kind unbetreut und kein einziges Kind auf der Strasse herumlungern sehen, nur weil es nicht weiss, wo es sich aufhalten soll.» Für jedes Kind müsse man nun individuell eine Lösung finden.

«Ich möchte kein einziges Kind unbetreut und kein einziges Kind auf der Strasse herumlungern sehen, nur weil es nicht weiss, wo es sich aufhalten soll.»

Zürcher CVP-Regierungsrätin Silvia Steiner

Angst vor der wirtschaftlichen Krise

Unsicherheit herrschte nicht nur wegen den Kindern – auch die Wirtschaft war ein Thema. Zu Wort meldete sich der Gewerbler Peter Hug, der sein Geld mit einer mobilen Gelaterie verdient. «Seit zehn Tagen steht alles still.» Die Situation sei für ihn enorm schwierig, weil ihm Einkommensausfall für die nächsten zwei, drei Monate drohe.

Die neusten Massnahmen des Bundes könne er schon verstehen. Jedoch kritisiert er: «Wenn der Bundesrat sowas entscheidet, dann muss er auch für das Kleingewerbe schauen.»

Video: srf

Grund für seine Verunsicherung ist die Tatsache, dass selbstständige Gewerbler in Notsituationen nicht auf die Kurzarbeit zurückgreifen können. In der «Arena» waren sich alle einig, dass diese Gruppe von Unternehmerinnen und Unternehmern nun auch eine Lösung brauche, nachdem der Bundesrat zehn Milliarden Franken Soforthilfe für die Wirtschaft versprochen hat.

Ein Vorschlag lag auch schon zum Beginn der Sendung auf dem Tisch: Politikerinnen und Politiker von CVP, SVP und SP fordern im Bundeshaus die Schaffung eines Fonds, mit dem 500 Millionen Franken für solche Gewerblerinnen und Gewerbler gesprochen werden soll. Nicht dabei ist die FDP. Ihre Parteichefin Petra Gössi kritisierte, dass es zu lange dauere, einen solchen Fonds zu schaffen. Ihrem Argument, dass andere Lösungen schneller umgesetzt werden könnten, stimmte SP-Präsident Levrat zu.

SP-Levrat gibt Fehler zu

Video: srf

Einsichtig zeigte sich der abtretende SP-Chef auch, als Brotz ihn im Direktgespräch in die Mangel nahm. Der Moderator fragte ihn provokativ, was denn die dümmste Idee sei, die die SP im Zusammenhang mit dem Coronavirus geliefert habe.

Auf Levrats Bitte, ihm das zu sagen, erwähnte Brotz die umstrittene SP-Kampagne, bei der die Partei das offizielle Coronavirus-Plakat des Bundes manipulierte, um politische Forderungen zu bewerben. «Blöde Idee gewesen, oder?», fragte Brotz. Der Sozialdemokrat zeigte sich widerstandslos demütig und stimmte ihm zu. Die Kampagne sei gestoppt worden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • TZL 15.03.2020 10:08
    Highlight Highlight Armee, Landwirtschaft, Grenzschutz. Frau Rytz war etwas isoliert mit ihrer Nicht-Lösungs-Haltung. Ansonsten wurde der Knall gehört von SP bis SVP.
  • Vollkornzwieback 14.03.2020 15:42
    Highlight Highlight Der Titel klingt als hätte der 13-Jährige den Parteichefs irgendwas erklärt, was sie vorher nicht wussten, aber sowas geht aus dem Text überhaupt nicht hervor. Für was also diese Formulierung?
    • Acacia 15.03.2020 10:20
      Highlight Highlight Das Ganze sah allgemein ein bischen gestaged aus. Aber lieber ein 13-Jähriger, der Dinge erklärt, als die Leute, die "Nightlife wollen" auf der Zürcher Langstrasse.;-)
    • Vollkornzwieback 15.03.2020 14:12
      Highlight Highlight Der 13-Jährige hat mich auch nicht gestört. Mich stört eher dieser sinnlose Titel hier... :-)
  • Lowend 14.03.2020 13:47
    Highlight Highlight Die erstaunliche Ruhe und Gelassenheit und der Wille zur konstruktiven Zusammenarbeit des scheidenden SVP-Präsidenten scheint sich noch nicht bis zu den Kampfschreibern der SVP durchgedrungen zu sein, denn die sind selbst in Zeiten, wo es Pflicht wäre, mit 2 Metren Abstand zusammenzustehen, daran, aus der Krise politischen Kapital schlagen zu wollen. Irgendwie nur erbärmlich!
  • Tschowanni 14.03.2020 13:32
    Highlight Highlight Ich möchte mich bedanken. Ein grosses Dankeschön an alle jene die trotz der Krise tagtäglich an der Front arbeiten und uns eine Grundversorgung ermöglichen. Ich denke dabei an die Angestellten des Detailhandels, ÖV's, Medien, Pflegepersonal, Ärzte, Stadtwerke, Handwerker, all jene ohne die es nicht geht. Ihr habt meinen vollen Respekt. Es ist Zeit Zusammenstehen, auf einander zu schauen und gemeinsam Lösungen zu finden. Gemeinsam schaffen wir auch diese Krise und gemeinsam ist es einfacher. Gebt auf euch acht und bleibt gesund. 💚
    Ich muss Montag auch wieder ran.
  • Eseltritt 14.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Wer übrigens die Wissenschaftliche Seite des Corona Virus hören will, sollte sich anstatt der Arena lieber die Puls Sendung darüber anschauen.
  • Tschowanni 14.03.2020 11:00
    Highlight Highlight Es ist Zeit zum Zusammenstehen und einander zu helfen. Die letzte Bastion vor dem Zerafll
  • Restrealität 14.03.2020 10:47
    Highlight Highlight FDP - einmal mehr wieder der Beweis, dass FDP nichts anders heisst als Freude Durch Profitgier - und damit meint die Partei vor allem Konzerne.
    • BoomBap 14.03.2020 13:03
      Highlight Highlight FDP-Für das Portmonnaie 😉
  • _Lucky Luke_ 14.03.2020 09:36
    Highlight Highlight Verrückte Idee:
    Wir kaufen keine Kampfjets und verwenden die dafür vorgesehenen 6 mia für einen Kapazitätsausbau in Spitälern, bedrohte Kleinunternehmen sowie Betreungsangebote für arbeitende Eltern
    Aber wie gesagt..eine verrückte Idee..
    • ostpol76 14.03.2020 13:01
      Highlight Highlight Dann aber auch die Kohäsionsmilliarden streichen bitte.
  • Car_Driver 14.03.2020 09:28
    Highlight Highlight Ich hoffe der Staat zeigt sich auch solidarisch wenn ich meine Steuern nicht zahlen kann! Wegen dem Theater habe ich ein Einkommenverlust von jetzt dann 5000 chf!!!
    • fidget 14.03.2020 15:51
      Highlight Highlight Gut dass die Steuern einkommensabhängig sind. Und wer kein finanzielles Polster hat, der lebt sowieso hart am Limit und pokert damit, dass nie etwas ausserordentliches geschieht.
  • offgrid 14.03.2020 09:17
    Highlight Highlight Es ist mir nicht verständlich wieso unsere Testkapazität immer noch erst bei 2000 pro Tag liegt, obwohl wir einige der besten Laborautomationsfirmen der Welt in der Schweiz haben. Ausserdem sehe ich keinen Aufbau von Intensivpflegeplätzen a la chinoise, obwohl wir ja die ganzen unterirdischen Spitäler schon haben und nun also irgendwie mit Beatmungsmöglichkeit ausrüsten müssen. Medizinisches Personal, Ärzte in Ausbildung etc könnte auch zu 100% zwangsverpflichtet werden. UK lässt Schulen bewusst offen um schneller "herd immunity" zu erreichen und Angestellte nicht zusätzlich zu stressen.
    • Sir Lanzelot 15.03.2020 06:55
      Highlight Highlight Egal was getan wird. Es wird sich immer ein Plauderi finden der es besser weiss!
  • dorfne 14.03.2020 09:07
    Highlight Highlight 10 Milliarden für die Wirtschaft, bei einem Bundesbudget von 72 Milliarden. Und was sagt der Präsident des Arbeitgeberverbandes? Viel zu wenig. Wir brauchen mehr. Und wenn dann die Krise vorbei ist, verlangt der gleiche Arbeitgeberverband sofort wieder eine Senkung der Unternehmenssteuern. Einmal mehr: der Staat als nützlicher Idiot, der sich mit dem Arbeitsplatz-Argument beliebig erpressen lässt. Nur leider wird niemand Unternehmer um Arbeitsplätze zu schaffen. Die sind nur notwendiges Übel und möglichst zu eliminieren, oder in Tieflohnländer zu exportieren.

    • Streuner 14.03.2020 12:03
      Highlight Highlight So ein völliger Quatsch. Nicht alle Arbeitgeber sind asozial, im Gegenteil. Der grösste Teil der Schweizer Firmen sind KMU und vorallem die kleineren sind oft sehr wohl sozial.
    • xHascox 15.03.2020 21:41
      Highlight Highlight Die Schweiz hat ein BIP von ca 13 Mrd pro Woche - da finde ich die 10 Mrd nicht übertrieben. Ich hoffe aber sehr, dass auch KMUs etwas von diesem Geld sehen und nicht nur Grosskonzerne.
  • dorfne 14.03.2020 09:00
    Highlight Highlight Ich bin Herrn Hug dankbar für seinen Appell. Es gibt sehr viele Mikro-Unternehmen, d.h. 1- bis 5- Personen-Unternehmen. Die werden von den Arbeitgeberverbänden gerne vergessen. Die Bürgerin muss ja den Eindruck haben, die Schweiz bestehe nur aus den börsenkotierten Globalplayern, aus Pharma und Finanzindustrie. Wirtschaft ist nicht nur Glamour, Steuersenkungsbegehren und Abzockerskandale, sondern auch sehr harte Arbeit für wenig Geld.
  • Randen 14.03.2020 08:50
    Highlight Highlight Kitas sollen offen bleiben und müssen den Betreuungsschlüssel nicht mehr einhalten. Das bedeutet man darf mehr Kinder mit weniger Personal betreuen. Ist das so weil sich KiTa Kinder und KiTaAngestellte nicht anstecken können? Wo kann man die erforderlichen Desinfektionsmittel bestellen?
    • Papedipupi 14.03.2020 10:00
      Highlight Highlight Nein, das ist, damit die Kinder nicht zu den Grosseltern müssen. Was ist daran so schwer zu verstehen?

      Woher hast du die Info betr. Betreuungsschlüssel?
    • Selbstverantwortin 14.03.2020 11:17
      Highlight Highlight Hast du eine bessere Lösung?
      Die Kinder können nicht alleine gelassen werden und die Eltern müssen vielleicht für unser Gesundheitswesen oder Lebensmittelversorgung arbeiten.
    • Randen 14.03.2020 12:07
      Highlight Highlight https://bi.zh.ch/internet/bildungsdirektion/de/themen/coronavirus-informationen-fuer-die-schulen/_jcr_content/contentPar/downloadlist/downloaditems/1124_1584117966831.spooler.download.0.pdf/Coronavirus_Empfehlungen_Krippen_zHd_Gemeinden.pdf
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonne 14.03.2020 08:44
    Highlight Highlight Die SVP kann sich zurücklehnen und wohlwollend Einigkeit demonstrieren, im Moment macht Fingerpointing keinen Sinn, Corona arbeitet autonom und zuverlässig für die Schweizer Bevölkerungsschutzpartei. Sie war die einzige Partei, die dieses Chaos hätte verhindern können. Nun machen sich alle Nationalräte in die Hosen, die Anfang Woche noch eine Abbruch der Session abgelehnt hatten. Politik und Parteibuch sind in Krisenfällen untauglich, da sie notwendigen Lösungen im Wege stehen. Niemand gönnt dem Gegner etwas. Im Sommer wird es nur noch die SVP und die Grünen geben.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.03.2020 12:25
      Highlight Highlight Ach endlich mal ein echt witziger Kommentar 🤣🤣🤣
    • Beat_ 14.03.2020 12:38
      Highlight Highlight Ich kann DIr nicht ganz folgen. Wie hätte diese Partei ein Chaos (eigentlich habe ich nicht das Gefühl , dass wir ein Chaos haben...) verhindern können. Mit Nein sagen und Panik machen wohl kaum, und etwas anderes können die immer noch nicht.
    • Lowend 14.03.2020 13:42
      Highlight Highlight Wie wahr, wie wahr. Wenn es nach der SVP ginge, würden die sich alle im Bunker des Chefs in Herrliberg zurücklehen und die Schweiz ihrem Schicksal überlassen. Treffend erkannt, Wutbürgerin! 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sherlock_Holmes 14.03.2020 08:17
    Highlight Highlight Für einmal eine wahrhaftig besondere, wohltuende Arena mit Seltenheitswert.

    Man glaubt es kaum, alle Parteien vereint zu sehen in Einmütigkeit und – so scheint es – auch in Demut.

    Die Reihen werden hinter den Experten und der Wissenschaft geschlossen gegenüber der gemeinsamen Bedrohung.

    Es zeigt auch, was möglich ist und welche Kräfte in einer solchen Situation mobilisiert werden können.

    Dies weckt die Hoffnung, dass nach dieser Krise vielleicht etwas übrig bleibt von diesem Geist, um mindestens so grosse, langfristige Herausforderungen anzugehen, bevor uns das Wasser bis zum Hals steht.

    • Tschowanni 14.03.2020 11:00
      Highlight Highlight Wenn es nur mehr so wäre käme die Politik, somit wir alle, einiges weiter
    • Platon 14.03.2020 19:29
      Highlight Highlight @sherlock
      Ja man glaubt wirklich kaum! Leider wird davon rein gar nichts übrig bleiben. Schon nach der nächsten Fridays for Future-Demo wird nichts davon übrig bleiben. Das Primat der Politik vergessen, eine Illusion, ein Traum verrückter Jugendlicher und Wissenschaftler werden als besserwisserische Diktatoren blossgestellt. Hauptsache keiner muss sich einschränken und jeder darf weiterhin seinen SUV fahren.
  • Bavaria 14.03.2020 07:16
    Highlight Highlight Die Kinder nicht mehr in die Schule zu schicken, finde ich ebenfalls riskant, dass da einfach unkontrolliert herumgelungert wird und somit die Krankeitsausbreitung darunter negativ beeinflusst wird - vor allem jetzt gerade erst recht, wenn im ÖV weniger Kontrollen durchgeführt werden und schwarz gefahren wird. Bildung zu streichen ist immer schlecht, zudem es bei der Risikogruppe mit dem tiefsten Risiko gemacht wird...
    • Blitzesammler 14.03.2020 08:37
      Highlight Highlight Erklärung: Es geht ja darum, dass es Kindern schwer fällt sich von anderen Kindern zu distanzieren. Sie können nicht, nicht miteinander spielen wenn sie sich begegnen. Da sie keine Symptome zeigen, jedoch den Virus übertragen ist es genau die Gruppe, die am gefährlichsten ist, den Virus am einfachsten verbreiten können. Es ist einfacher sich von jemandem zu distanzieren, der Fieber hat und rum hustet als von jemandem, bei dem sich keine Symptome zeigen, aber genauso ansteckend ist.
    • JuliSaflor 14.03.2020 08:46
      Highlight Highlight Es ist aber die Gruppe, die sich am schnellsten ansteckt. Besonders die Kindergartenkinder. Und dann bringen sie es nach Hause und stecken den Rest der Familie an. Natürlich kann man nicht ausschliessen, dass sich Kinder auf dem Spielplatz o.ä. treffen und sich auch so anstecken, da sind dann aber nicht hunderte Schüler auf engem Raum zusammen. Ich habe auch ein Kindergartenkind und werde die nächsten Wochen mit vielen Ausflügen in die Natur Kontakt zu anderen Menschen meiden und hoffentlich trotzdem der Langeweile entgehen. Man muss sich eben anpassen, wenn es möglich ist, auch wenn es nervt.
    • Dani S 14.03.2020 09:48
      Highlight Highlight Sie haben Nichts begriffen! Es geht darum, Verbreitungsketten zu unterbrechen, ob ihm Klassenraum, auf dem Pausenplatz, oder beim "Herumlungern" der Erwachsenen vor Stadien, Nachtclubs, Restaurants, Messen usw. Bildung wird nicht gestrichen, sondern ausgesetzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 14.03.2020 05:33
    Highlight Highlight Es ist halt so: Wachsende Städte tragen dazu bei, dass sich Viren schneller vermehren und mutieren. Und irgendwann kommt halt ein richtig deftiges Virus, das dann wirklich Ernst macht. Es wird sich ungemein freuen, auf so beengte Lebensräume zu treffen.
    • AdiB 14.03.2020 08:29
      Highlight Highlight Städte sind kein phänomen der neuzeit. In der schweiz gabs städte vor der eidgenossenschaft.
      Ich verstehe deswegen nicht auf was du hinaus bist?
    • Corpus Delicti 14.03.2020 08:44
      Highlight Highlight Und was hat diese, für dich offenbar neue Realisierung, nun für einen Wert? Richtig, keinen. Es geht nur darum, dein "Image" als Misanthrop zu festigen.

      Das witzige an Menschen mit deinen Charaktereigenschaften ist, dass sie meistens mehr am Leben hängen als alle anderen.
    • AdiB 14.03.2020 14:00
      Highlight Highlight 25 millionen menschen zu der zeit? Krass wusste ich nicht. Vorallem ist das krass da e damals gerade mal 2 milliarden menschen auf der erde gab.
    Weitere Antworten anzeigen
  • milkdefeater 14.03.2020 03:41
    Highlight Highlight Ist ja auch schön, bei jeder "Krise" holt man den betreffenden Bundesrat hinzu. Diese haben jetzt aber alle Hände voll zu tun. Die einzigen, die die Podien besetzen, sind die, die selbst zugeben, keine Ahnung/Kompetenz zu haben und die Arena entlarvt sich selbst als Plattform für Selbstdarsteller und "Schnorris".
    • Blitzesammler 14.03.2020 08:29
      Highlight Highlight Bin voll und ganz Ihrer Meinung. Die haben nicht mehr Ahnung als irgend jemand von uns. Für mich wäre es interessant gewesen Fachpersonen wie Virologen, Spitalpersonal, Ärzte und ähnliches zu hören. Ihre Eindrücke, Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen zu hören.
  • Spooky 14.03.2020 03:14
    Highlight Highlight Sehr schön! Da kommt mir der Rütlischwur in den Sinn:

    Bei diesem Licht, das uns zuerst begrüsst
    Von allen Völkern, die tief unter uns
    Schwer atmend wohnen in dem Qualm der Städte,
    Lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören:

    "Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern
    In keiner Not uns trennen und Gefahr."

    (Alle sprechen es nach mit erhobenen drei Fingern.)
    • Nachteule 14.03.2020 10:37
      Highlight Highlight dumm gelaufen für die Schwestern. Die braucht keiner. Weg damit.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 14.03.2020 13:05
      Highlight Highlight Warum blöd für die schwestern? Heute darf sich jeder als bruder bezeichnen wenn er/sie will 😉
  • Luca Regnipuzz 14.03.2020 02:46
    Highlight Highlight SRF hat die Chance verpasst, die Arena für einmal mit Wissenschaftlern anstatt Politikern zu bestücken. Wir brauchen fachliche Infos.
    • Blitzesammler 14.03.2020 08:38
      Highlight Highlight 👍👍👍👍👍👍👍
    • victoriaaaaa 14.03.2020 09:07
      Highlight Highlight aber das wäre dann keine Arena, es gibt ja andere Sendungen beim SRF die dieses Thema mit Wissenschaftlern besprechen könnte
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.03.2020 11:11
      Highlight Highlight Die Kommentare bei Blick und 20min sähen gleich aus, egal ob Wissenschaftler oder Politiker etwas sagen. Auch Wissenschaftler gehören nach Meinung vieler zur Elite und die Elite ist an allem Schuld.
      Da sind wohl 75% der Schweizer lernresistent.
    Weitere Antworten anzeigen

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