Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
IM HINBLICK AUF DEN SCHULJAHRESBEGINN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VON DER PRIMARSCHULE DER SCHULE SUHR ZUR VERFUEGUNG --- Pupils of primary school class 1c pictured during a double science and reading lesson at the schoolhouse Vinci, Public School Suhr, Canton of Aargau, Switzerland, on June 25, 2018. The Public School Suhr consists of kindergartens, primary schools and senior classes. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Schüler der Primarschule Wil beugten sich kürzlich über ein umstrittenes Leseheft. Bild: KEYSTONE

«Neger» in Wiler Schulbuch – «Rassistische Stereotype gehören nicht in den Unterricht»

Fünftklässler einer Primarschule in Wil verbessern ihre Lesefertigkeiten mit der Geschichte über einen «Negerhäuptling». Politisch korrekte Sprache im Unterricht ist für Schulen und Verlage ein Dauerthema.

Noemi Heule / ch media



Krauses Haar, schwarze Haut. Das ist Grosser Löwe. Grosser Löwe ist ein Negerhäuptling. Richtig gelesen: ein Negerhäuptling. So will es ein Heft, mit dem Fünftklässler der Schule Kirchplatz in Wil ihre Lesefertigkeiten verbessern sollten. Die Zeichnung in Schwarz-Weiss zeigt das stereotype Bild eines Wilden, analog alten Abenteuerromanen. Abenteuerlich und veraltet ist auch die Geschichte: Es geht um Frauenraub und eine heldenhafte Rettung. Der Leser schlüpft in die Rolle von Grosser Löwe, um Kleine Blume zu retten.

«Lehrmittel, die rassistische Stereotype reproduzieren, gehören selbstverständlich nicht in den Unterricht», sagt Alma Wiecken, Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus. Zusammen mit Mohr oder Mohrenkopf steht der Begriff Neger im Glossar belasteter Wörter der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus. Im Duden wird der Begriff seit 1999 als abwertend eingestuft.

«Verunglimpfungen werden nicht toleriert»

Viel älter ist das grüne Heft, das die Wiler Schüler kürzlich in der Hand hielten, nicht. Es wurde nicht etwa Mitte des letzten Jahrhunderts geschrieben, als dem Begriff bestenfalls etwas Exotisch-Kühnes anhaftete und der Mitteleuropäer von wilden Abenteuer inmitten der afrikanischen Wildnis träumte. Vielmehr wurde das Büchlein 1991 herausgegeben und 1995 überarbeitet – im gleichen Jahr, in dem das Antirassismusgesetz in Kraft trat.

Das Heft habe «ein gewisses Alter erreicht», schreibt die Schulleitung. «Es ist möglich, dass ältere und heute nicht mehr passende Ausdrücke verwendet werden.» Das Heft der Serie Lesespur sei eine von 40 Geschichten zu verschiedenen Themen und aus allen Kontinenten.

Und weiter: «An unserer Schule leben wir das gegenseitige Sorgetragen. Im Schulalltag werden weder Verunglimpfungen noch Diskriminierungen toleriert.» Es sei geplant, im neuen Schuljahr alle Lehrmittel zu prüfen. «Dabei wird entschieden, welche noch zeitgemäss und Lehrplan-konform sind.» Die Schule betont, dass es sich nicht um ein obligatorisches Lehrmittel handelt.

«Aber es gehört eben auch eine politisch korrekte Sprache dazu, und dass Menschen nicht mit Vorurteilen überzeichnet dargestellt werden.»

Rabea Huber, Lehrmittelverlag St.Gallen

Das Heft habe im Kanton keinen offiziellen Lehrmittel-Status und stamme nicht vom Lehrmittelverlag St.Gallen, bestätigt Geschäftsführerin Rabea Huber. Dennoch beschäftigt das Thema den Verlag, der ebenfalls regelmässig prüft, ob ältere Lehrmittel den Anforderungen noch entsprechen.

«Lehrmittel nehmen in gesellschaftlichen Fragestellungen eine Vorbildrolle ein, weshalb mit der Thematik sehr sensibel umgegangen wird.» Auf Themen wie Diversität werde grossen Wert gelegt: Dass Mädchen und Buben abgebildet oder Menschen mit verschiedenen Hautfarben oder Handicaps dargestellt werden. «Aber es gehört eben auch eine politisch korrekte Sprache dazu, und dass Menschen nicht mit Vorurteilen überzeichnet dargestellt werden.»

Kasperli, Jim Knopf und Pippi Langstrumpf

Teilweise seien ältere Unterrichtsmaterialien allerdings Zeitzeugen mit politischem Wert, sagt Rabea Huber und nennt als Beispiel Mani Matters Lied «Eskimo». Tatsächlich ist Grosser Löwe in guter Gesellschaft: Bei Kasperli heisst der Negerkönig Krambambuli, Pippi Langstrumpfs Vater ist Negerkönig in Taka-Tuka-Land und bei Jim Knopf sagt der Postbote von Lummerland: «Das scheint mir ein kleiner Neger zu sein.» Auch bei Ottfried Preussler oder Mark Twain taucht das N-Wort auf.

Voraussetzung sei, dass die Wortwahl kommentiert werde, sagt Huber. Gleicher Meinung ist man bei der Stiftung zur Erziehung zur Toleranz. Andernfalls liessen sich belastete Begriffe auch ersetzen, sagt Geschäftsführer Urs Urech, «da ist mitunter Kreativität gefragt». Die Herausgeber von Pippi Langstrumpf machen’s vor: Der Vater der Efraimstochter ist dort kurzerhand zum «Südseekönig» umbenannt worden. Getreu dem Motto Pippis. «Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.»

Darf sich die Tradition alles erlauben?

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

17
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

66
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

28
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

26
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

13
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

118
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

17
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

66
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

28
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

26
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

13
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

118
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

49
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 18.02.2019 18:36
    Highlight Highlight Ein Freund von mir kommt aus dem Senegal, ist schwarz wie die Nacht bei Neumond, betitelt sich selbst als Neger und hat für unsere p.c. nur ein ungläubiges Kopfschütteln übrig.
    Als hätte die Welt keine anderen Probleme?
  • no-Name 18.02.2019 15:32
    Highlight Highlight Dem Titel widerspreche ich klar! Sie gehören zur sensibilisierung und Aufklärung klar in den Unterricht!

  • B-Arche 18.02.2019 15:30
    Highlight Highlight Das stammt halt noch aus der Zeit als die "Neger" nach Afrika gehörten und "die Weissen" nach Europa und bitte ohne Durchmischung, und wenn dann nur als Seltenheit "der Neger in town oder im Zirkus" bzw absolute Ausnahme.

    Also dorthin wo SVP und Identitäre Bewegung wieder hinwollen.
  • borinod 18.02.2019 14:18
    Highlight Highlight Jawohl! Verbrennt alle Bücher!
    Wie damals die Nazis, oder die Kirche im Mittelalter.
    *Kopfschüttel*
  • fidget 18.02.2019 14:11
    Highlight Highlight Dass dieses Leseheft im Unterricht Verwendung fand ist etwas unsensibel. Deswegen sollte aber nicht gleich eine Hysterie losbrechen. Ich finde auch schlimm, dass jahrzehntealte Bücher und Geschichten überarbeitet, ja gar gesäubert werden von diesen Wörtern. Sie kommen aus einer anderen Zeit, als solche Wörter unproblematisch waren. Von daher sollten sie auch als Zeitdokument angesehen werden und den Kindern kann der Kontext erklärt werden. Durch Totschweigen wird etwas nicht ungeschehen werden.
  • pamayer 18.02.2019 13:46
    Highlight Highlight Wenn schon, dann thematisieren, dass Ausdrücke verwendet wurden, als solche normal waren. Aus einem kolonialistischem Selbstverständnis heraus.
    Als das Ausbeuten anderer Landstriche genau so "in Ordnung" war, wie es heutzutage ebenfalls selbstverständlich ist.
    "Nette" Sprache kann Ausbeutung jeglicher Art nicht wegreden.

  • Glenn Quagmire 18.02.2019 13:42
    Highlight Highlight Man sollte achten, dass man nicht vor lauter Bämen den Wald nicht mehr sieht.

    Wegen Kleinigkeiten immer empört zu sein führt dazu, dass man schlussendlich zu sehr abgestumpft und bemerkt die wirklich schlimmen Sachen nicht mehr. Egal ob es sich um rassistische, sexistische oder sonst was auch immer für fragwürdige Themen handelt.
    • Randy Orton 18.02.2019 16:39
      Highlight Highlight Darf ich raten, du bist weiss und womöglich männlich?
    • Füdlifingerfritz 18.02.2019 17:06
      Highlight Highlight @Randy Orton
      Darf ich raten, Sie sind komplett besessen von Geschlecht und Hautfarbe, wenn es um andere Menschen geht?
    • Randy Orton 18.02.2019 18:12
      Highlight Highlight Klugmann mein Kommentar war eine Antwort auf Feldwebels Kommentar, nicht auf deine Antwort.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le_Raclette 18.02.2019 12:58
    Highlight Highlight Dieser Kolonoiaismus im Kopf. Neger hat als Wort zu viel Macht, gerade weil jede Verwendung davon von manchen als Verbrechen gegen die Menschheit eingestuft wird.
    Ist wie mit allen anderen "schlimmen" Worten. Wollte ich vor 20 Jahren noch keine mongolide Kinder. Vor 10 Jahren keine mit downsyndrom. Und inzwischen keine mit triso-23. Egal wie man es nennt die grundaussage bleibt gleich.
    Sofern dass Buch rassistisch ist, dann keine Ecke mehr als der Film black-panther
  • Knety 18.02.2019 12:39
    Highlight Highlight Neger heisst eben nicht Nigger, klingt aber ähnlich. Das ist mMn der Zwist bei der Sache. Das Wort Negroe (Neger auf englisch) ist hingegen völlig unproblematisch.
  • WID 18.02.2019 12:35
    Highlight Highlight Da das Büchlein aus dem Jahr 1991 stammt und damit sicher kein besonderes Kulturgut darstellt gehört es vernichtet. Bei älteren Kinderbüchern sehe ich das komplett anders, diese sollten in der Originalform weiterverwendet werden. Das ist dann jeweils ein sehr guter Anlass über rassistische oder sexistische Begriffe und Rollenbilder zu reden.
    • Sauäschnörrli 18.02.2019 13:15
      Highlight Highlight Wenn man immer alles vernichtet, dass noch kein Kulturgut ist, dann werden die Kulturgüter aber immer sehr rar sein. 😜

      Ausserdem ist Kulturgut doch nicht an ein Alter gebunden. Nothing Else Matters ist zum Beispiel auch von 91. Wie alt müsste das Lied sein um Kulturgut zu werden?
    • Neruda 18.02.2019 13:40
      Highlight Highlight Jaaaa lasst uns alle bösen Bücher verbrennen!!
    • WID 18.02.2019 14:16
      Highlight Highlight @Sauäschnörrli: das stimmt natürlich. Was ist Dein Vorschlag?
  • Gawayn 18.02.2019 12:22
    Highlight Highlight Das Eine sind literarische Werke, aus der Vergangenheit
    Was Anderes sind heutige Lehrmittel.

    Das Eine sollte man mit dem Anderen nicht verwechseln.

    Alte Werke sollen so erhalten sein wie sie einst geschrieben wurden.

    In heutigen Lermitteln, vor allem für Primarschüler, gehören Werke mit solchen Begriffen nicht hin. Da braucht es Anpassungen.

    Für Deutschaufgaben in der Oberstufe, oder Gymmi, warum nicht ein Klassiker verwenden?
    Da kann man auch das Original nutzen
  • Tschüse Üse 18.02.2019 12:21
    Highlight Highlight Solange die Kinder wissen das man im realen Leben anders miteinander umgeht, seh ich in dem Buch kein Problem.
    • Bruno S.1988 18.02.2019 12:40
      Highlight Highlight wie sollen sie das wissen, wenn in einem Schulbuch das Wort so "easy" verwendet wird?
    • Steven86 18.02.2019 13:08
      Highlight Highlight @Bruno Weil die Elter die Kinder Erziehen und nicht ein Buch.
    • Bruno S.1988 18.02.2019 13:47
      Highlight Highlight @Steven
      Aha...Also alles was in der Schule passiert, gelesen wird, darüber gesprochen wird etc. hat keinen Einfluss auf das Kind! Weil das Kind immer nur das macht, was er von den Eltern beigebracht bekommen hat!
      Und natürlich sprechen alle Eltern mit ihren Kindern über die Verwendung solcher Wörter wie "Neger". Das kommt direkt auf der Checkliste nach der Sexualkunde! Auch so ein Thema dass vorbildlich durch die Eltern abgedeckt wird!
      ...wie naiv und realitätsfern muss man eigentlich sein, um das zu glauben?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ramy 18.02.2019 12:14
    Highlight Highlight Hab ich da den Negerhäuptling Krambambuli gehört mit seiner kleinen Tochter dem Negermeitli Susu? :O :D
    • Nömi the strange aka Wizard of Whispers 18.02.2019 13:49
      Highlight Highlight Chum mir gönd uf Afrika und lueged det all Neger ah XD Sali Chruselnegerliiii
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 19.02.2019 00:11
      Highlight Highlight Oder "dGschicht vom dumme Negerli" von Trudi Gerster xD
    • Nömi the strange aka Wizard of Whispers 19.02.2019 07:50
      Highlight Highlight Die hab ich leider nie gehört, nur andere Geschichten von Frau Gerster :( ist die lustig? xD Hoffe, das kann man vielleicht iwo im Internet finden.
  • Angelo C. 18.02.2019 12:12
    Highlight Highlight Lest die Interessensbekundungszahl, sowie vor Allem die Umfrageergebnisse, am Ende des Artikels - das sagt alles 🥴😉!

    https://m.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/-negerhaeuptling--ruft-schulleitung-auf-den-plan-20805506

    • Bits_and_More 18.02.2019 13:18
      Highlight Highlight Naja, ich bin doch schon froh, dass die "Meinungen" auf 20min nicht repräsentativ sind.
    • crocoo 18.02.2019 13:33
      Highlight Highlight @Bits_and_More: warum sollen diese 20min-umfrageergebnisse nicht repräsentativ sein??
    • Bits_and_More 18.02.2019 15:07
      Highlight Highlight Weil es sich um eine einfach Umfrage handelt, bei dem nur die Personen antworten, welche den Artikel angeklickt haben. Im Unterschied zu einer repräsentativen Umfrage wird nicht geprüft, ob alle Altersschichten / Bildungsstand / Geschlecht etc. anteilig korrekt vertreten sind.
      Zudem zeigen die 20min Umfrage bei prüfbaren Themen, wie zum Beispiel Abstimmung, häufig sehr grosse Unterschied zum Resultat an der Urne. Z.B. bei der NoBillag Debatte kamen auf 20min auf 1 Kommentar für die Beibehalten, etwa 4-5 für die Abschaffung (ca. 80% Pro NoBillag). Die Initiative wurde mit fast 75% abgelehnt.
  • RETO1 18.02.2019 11:55
    Highlight Highlight Neger kommt von negro und negro heisst schwarz, was soll hier an "schwarz" rassistisch sein?
    Ich lasse mir doch nicht vorschreiben wie ich mich auszudrücken habe
    • TTZ 18.02.2019 12:50
      Highlight Highlight Es geht mehr darum, wie der Begriff früher verwendet wurde.
    • JoJodeli 18.02.2019 12:55
      Highlight Highlight Es geht nicht nur um die Etymologie, sondern dass das Wort auch bewusst abwertend angewendet wurde.
    • RETO1 18.02.2019 13:04
      Highlight Highlight von mir wurde "Neger" nie abwertend empfunden, also habe ich auch keinen Grund auf diesen Ausdruck zu verzichten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neruda 18.02.2019 11:35
    Highlight Highlight Ach liebe Rabea Huber, wenn du ein bisschen aufmerksamer durch die Welt gehen würdest, wüsstest du auch, dass der Begriff Eskimo nicht in die Kategorie Neger gehört! Inuit ist KEIN Ersatz für Eskimo, sondern nur eine Untergruppe der Eskimos! Es gibt sogar Eskimos die ausdrücklich verlangen nicht Inuit sondern eben Eskimo genannt zu werden, weil sie schlicht keine Inuit sind!
    "Die frühere Herleitung aus der Sprache der Anishinabe ashkipok, „Rohfleischesser“ und ähnlichen Wörtern verwandter Indianersprachen gilt heute als widerlegt." ~>siehe Wiki
    • Amateurschreiber 18.02.2019 12:52
      Highlight Highlight Ich wette, das mit dem "Eskimo = rassistisch ist ein Hoax, den jemand mal erfunden hat. Und alle haben es nachgeplappert, ohne es zu prüfen.
    • Natürlich 18.02.2019 13:32
      Highlight Highlight @Neruda
      Oh, vielen Dank, das wusste ich gar nicht.
      Ich dachte Eskimo gehört in die selbe Kategorie.
  • MBär 18.02.2019 11:22
    Highlight Highlight Solange die Umstände klar vermittelt werden und denk Kindern auch beigebracht wird, dass es sich hier um überzeichnete Stereotypen handelt, sehe ich kein Problem. Ich bin mit Chasperli & Co aufgewachsen und weiss trotzdem, dass man nicht unbedingt “Negermeiteli aus dem Pfefferland" sagen sollte.
  • wonderwhy 18.02.2019 11:17
    Highlight Highlight Habe meinen Kindern Jim Knopf und Pippi Langstrumpf vorgelesen. Das N Wort habe ich einfach ausgelassen oder ersetzt. Die Geschichten sind auch so gut. Das Wort trägt keinerlei Mehrwert bei.
    • Froggr 18.02.2019 11:34
      Highlight Highlight Aber es schaded ja eigentlich auch nicht, wenn man damit nichts böses meint.
  • JoJodeli 18.02.2019 11:10
    Highlight Highlight Schön, dass sich die Schulleitung 25 Jahre nach Veröfffentlichung nächstes Jahr damit auseinandersetzt, aber welche Lehrperson hat das denn erst an die Klasse verteilt, dieser schien das ja in erster Linie egal zu sein sonst hätte sie es nicht ausgehändigt sondern eine Alternative in Unterricht gebracht... kann nur meinen Kopf schütteln
    • MSpeaker 18.02.2019 11:22
      Highlight Highlight Es geht hier um Kinderbücher mit dem Prädikat Wertvoll die einfach alt sind und somit Wörter beinhalten die heute einfach ein NoGo sind.

      Wenn die Lehrperson bei den Wörtern kurz einschiebt, das man das heute nicht mehr sagen sollte (kann ja gleich eine Geschichtsstunde daraus machen) dann ist das doch kein Problem.

      Aber selbst wenn nicht, ich habe als Kind Tim im Kongo und anderes gelesen wo Neger drinnen stand und bin heute keineswegs ein Rassist. Mir wurde damals gesagt, das sei ein Wort das die Leute beleidigt und damit war das für mich abgehakt.
    • JoJodeli 18.02.2019 12:51
      Highlight Highlight Es geht hier eben nicht um ein Kinderbuch sondern um ein Lehrmittel welches offiziell in der Schule gebraucht wird. Und zwar zur Lesefertigkeit. Aus den 90er. Betreffend Kinderbücher stimme ich dir zu, siehe mein Post weiter unten.
  • marcy 18.02.2019 11:07
    Highlight Highlight ...es gibt schlimmeres.....

St.Galler Lehrerin verbreitet Anti-Abtreibungsparolen im Unterricht

Schüler einer St.Galler Sekundarschule sollten zum Thema Abtreibung aufgeklärt werden. Stattdessen wird ihnen der Schwangerschaftsabbruch als Verbrechen präsentiert.

Es gebe nichts zu beschönigen, schreibt das Schulamt der Stadt St.Gallen auf erneutes Nachhaken zu einem umstrittenen Arbeitsblatt. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Blumenau sollten mit dem Papier zum Thema Abtreibung aufgeklärt werden. Stattdessen wird ihnen der Schwangerschaftsabbruch als Verbrechen grösser noch als das Morden der Nazis präsentiert. Ein fiktiver Fötus bettelt in einem Brief ums Überleben.

Derlei Lehrmittel seien an einer öffentlichen Schule weder erwünscht noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel