Schweiz
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Das Restaurant Loewen in Kaltbrunn in dem die Pnos (Partei national orientierter Schweizer) die Gruendung von fuenf Pnos-Sektionen feiert, am Samstag, 22. Oktober 2016. (KEYSTONE/Benjamin Manser)

Hier feierte die PNOS zu den Klängen einer Rechtsrock-Band. Bild: KEYSTONE

«Nicht glücklich» über die PNOS-Party: Jetzt redet der Gemeindepräsident

Der Gemeindepräsident von Kaltbrunn SG, Markus Schwizer, ist «nicht glücklich» über den rechten Anlass im Dorf. Er kündigt eine Untersuchung an.



Eigentlich klang es im Vorfeld harmlos. Die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS), eine legale Schweizer Partei, plante in Kaltbrunn SG eine Feier zur Gründung von fünf neuen Sektionen. PNOS-Präsident Dominic Lüthard spielte den Anlass gegenüber der Aargauer Zeitung herunter: «Es handelt sich nicht um ein Rockkonzert, sondern um einen Balladeabend.»

Markus Schwizer, Gemeindepräsi Kaltbrunn. Foto: St. Galler Tagblatt

Gemeindepräsident Markus Schwizer nimmt Stellung. foto: st.galler tagblatt

«Wenn ein Anlass weder verboten noch bewilligungspflichtig ist, so sind den Behörden die Hände gebunden.»

Markus Schwizer, Gemeindepräsident von Kaltbrunn

Diesen Balladeabend meldete die PNOS der Gemeinde als private Veranstaltung und reichte dementsprechend kein Bewilligungsgesuch ein. Jetzt kündigt der Gemeindepräsident Markus Schwizer im «St.Galler Tagblatt» an, dass Kaltbrunn prüfen will, ob für den Anlass tatsächlich keine Bewilligung vonnöten gewesen wäre. Er sagt aber auch: Die PNOS sei eine legale Schweizer Partei. Wenn ein Anlass weder verboten noch bewilligungspflichtig sei, so seien den Behörden die Hände gebunden.

PNOS betrieb Geheimniskrämerei

Er stellt auch klar: «Wir sind nicht glücklich, dass ein solcher Anlass in unserer Gemeinde stattfindet»

Offenbar war der Gemeinde nicht bewusst, wer da bei ihnen im Dorf feiert. Die PNOS hielt sich lange bedeckt. Selbst die Gäste des Anlasses erfuhren erst am Samstagnachmittag über eine Handynummer den Veranstaltungsort.

Gleiches gilt für das Ehepaar Vreni und Andreas Bachmann. Es wusste nicht, wer da bei ihnen einkehren sollte. Sie hatten erst am Freitagabend erfahren, wer den Raum nutzen wollte. «Ein junger Mann hatte den Raum gemietet. Wir haben ihn nicht gefragt, was er darin tun wolle», sagt Vreni Bachmann gegenüber dem «St.Galler Tagblatt».

Rechtlich wird der Abend wohl kein Nachspiel haben. Weder für die PNOS, noch für die Antifa, die dagegen demonstrierte. «Die Lage blieb ruhig, es ergaben sich keine polizeilichen Einsätze», schreibt denn auch die St.Galler Kantonspolizei in einer Mitteilung.

(rwy)

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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Electric Elephant 24.10.2016 11:45
    Highlight Highlight Beängstigend, wie Leute sich bemüssigt fühlen, dieses braune Pack zu verteidigen... Und immer mit dem Verweis, dass die linksextremen auch ganz ganz böse sind. Hallo? Hier geht es nicht um die Reitschule, sondern um eine Versammlung einer klar rechtsextremen Partei. Aber das wollt ihr offenbar nicht checken! Die Veranstaltung der PNOS war wahrscheinlich legal und obwohl ich diesen braunen Nazi-Verein zum Kotzen finde, bin ich aus rechtsstaatlichen Gründen dafür, dass die das durchführen können, solange die Partei nicht verboten ist. Aber dieses Nazi-Pack so verharmlosen! Widerlich!
    • Watson - die Weltwoche der SP 24.10.2016 14:18
      Highlight Highlight Mir ist die extrem linke Juso auch zu wieder, trotzdem bin ich nicht für ein Verbot. Parteien verbieten hat den faden Beigeschmack vom DDR oder Naziregime in Deutschland.
    • Electric Elephant 24.10.2016 14:43
      Highlight Highlight @RoterRiese: Und gleich nochmal dümmliches ablenken - weder geht es um die Juso noch habe ich gefordert oder geschrieben man soll irgendeine Partei verbieten... Warum nur habe ich Dich im Verdacht, dass dich "der fade Beigeschmack" der DDR wahrscheinlich mehr stört, als der des Naziregimes? Liegt wohl an mir... Und gleich mal präventiv - nein ich fand die DDR nicht gut. Aber wer zwischen diesem Unrechtsstaat und Nazideutschland offenbar keinen großen Unterschied macht, disqualifiziert sich selbst... Ein Riese in Geschichte scheinst ja nicht grad zu sein!
    • herschweizer 24.10.2016 16:32
      Highlight Highlight Wo waren denn in der DDR die einEurojobber die Minijobber und die Leiharbeiter sowie die anderen WorkingPoors sowie die Studenten die sich ihre Ausbildung nur auf Pump leisten konnten? Klar... sie hatten kein RTL2 und keine 🍌 und kein BugattiPoster im Schlafzimmer. Die Stasi hatte auch weit weniger Datensätze in petto als Facebook Google und Konsorten.
      Ich mag die DDR auch nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grundi72 24.10.2016 06:52
    Highlight Highlight Wenn sich Linksradikale täglich, von der Stadt Bern subventioniert, in der Reithalle versammeln dürfen (inkl. Radau am Wochenende), wenn 'Lies' an der Bahnhofstr in Zürich ihre absurden Auftritte haben darf oder Terroristen sich in der Winterthurer Moschee treffen dürfen, dann sollte es für einige rechte Idioten genau so legal sein sich versammeln zu dürfen.

    Die Medien scheinen hier nicht sehr ausgewogen zu berichten wie mir scheint. Überspielter Aufschrei..
    • herschweizer 24.10.2016 07:24
      Highlight Highlight Diesen pnos Menschen sollte noch die Interpretation von "Nationalstolz" überlassen werden. Es können ja auch linke grüne liberale sozialistische oder weiss der Geier was für Prägungen gerne in der Schweiz leben und sich damit identifizieren. Diese Leute sind zu wütend und extrem und in einer Demokratie nicht mehrheitsfähig
    • Anam.Cara 24.10.2016 07:30
      Highlight Highlight Grundi: In der Reithalle verkehren auch ganz normale Leute, nicht nur linksradikale. Sogar SVP-Hess war schon da...
    • Fabio74 24.10.2016 10:28
      Highlight Highlight Verharmlose das Nazigesindel nur...
  • Watson - die Weltwoche der SP 24.10.2016 06:47
    Highlight Highlight Die einzigen die sich wirklich strafbar gemacht haben, waren die Antifanten mit ihrer unbewilligten Demo.
    • schörtel 24.10.2016 08:11
      Highlight Highlight Ja, da haben sich die pösen Linken wirklich hart strafbar gemacht...

      "Rechtlich wird der Abend wohl keib Nachspiel haben. Weder für die PNOS, noch die Antifa, die dagegen demonstrierte."
    • Gigle 24.10.2016 09:43
      Highlight Highlight Deinem Vokalbular nach ist ja alles klar.
    • Watson - die Weltwoche der SP 24.10.2016 10:25
      Highlight Highlight @schörtel "Rechtlich wird der Abend wohl keib Nachspiel haben. Weder für die PNOS, noch die Antifa, die dagegen demonstrierte", das nennt sich Opportunitätsprinzip, ändert aber nichts daran, dass es trotzdem grundsätzlich strafbar ist.
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