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Quelle und Infografik: AXA Winterthur. Untersucht wurden die Kollisionsfrequenzen der letzten fünf Jahre von Autolenkerinnen und -lenkern in allen Schweizer Kantonen.

Untersucht wurden die Kollisionsfrequenzen der letzten fünf Jahre von Autolenkerinnen und -lenkern in allen Schweizer Kantonen. Quelle und Infografik: Axa Winterthur.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die besten Autofahrer im Land?



Die Frage spaltet die Bevölkerung: Woher kommen die besten Autofahrer der Schweiz? In einer Strassenumfrage am Zürcher Bellevue tippen viele auf ihren eigenen Wohnkanton, während den Aargauern die Fähigkeiten am Steuer abgesprochen werden.

Die Realität sieht anders aus. Am wenigsten Kollisionsschäden verursachen Lenkerinnen und Lenker aus dem Kanton Uri. Ihre Kollisionsfrequenz liegt rund 25 Prozent unter dem Durchschnitt. Am Ende der Rangliste findet sich das Tessin – dort werden rund 20 Prozent mehr Kollisionsschäden gemeldet als im Schweizer Schnitt, wie ein Ranking der AXA Winterthur zeigt.

Aargauer besser als Zürcher

Im Vergleich zum Schweizer Schnitt werden von Lenkerinnen und Lenkern mit Urner Kontrollschild rund ein Viertel weniger Kollisionsschäden gemeldet. Es folgen Nidwaldner, Luzerner und Thurgauer mit rund einem Sechstel weniger Schäden als im Durchschnitt.

An siebter Stelle liegt – für Zürcher gemäss der Strassenumfrage überraschend – der Kanton Aargau. Mit einer Kollisionsfrequenz rund 10 Prozent unter dem Schweizer Schnitt liegt dieser noch vor dem Kanton Zürich, welcher knapp über dem Schnitt rangiert.

Am Ende der Rangliste findet sich das Tessin. Die Kollisionsfrequenz im südlichsten Schweizer Kanton liegt rund einen Fünftel über dem Schnitt. Auch die Kantone Basel Stadt, Genf, Wallis und Waadt sind mit Frequenzen von 10 bis 20 Prozent über dem Durchschnitt am unteren Ende des Rankings zu finden.

Einfluss äusserer Faktoren

Haben Innerschweizer ihr Auto also schlicht viel besser im Griff als Tessiner? Nicht unbedingt, denn auch äussere Faktoren haben einen Einfluss auf die Kollisionsfrequenz – beispielsweise die Verkehrsdichte.

«Bei erhöhtem Verkehrsaufkommen, beispielsweise in grösseren Städten, passieren natürlich auch mehr Kollisionen. Das erklärt teilweise das gute Abschneiden der weniger dicht besiedelten Innerschweizer Kantone – und das schlechtere Abschneiden von Basel Stadt oder auch dem Tessin», erklärt AXA-Experte Thomas Lang.

Im Tessin und den schlecht platzierten Westschweizer Kantonen kommt hinzu, dass die Leasingquote im Vergleich zur restlichen Schweiz gemäss AXA Daten höher ist. «Bei geleasten Autos ist die Kollisionsfrequenz gewöhnlich höher, weil auch kleine Schäden stets gemeldet werden».

70'000 Kollisionschäden untersucht

Doch alle Unterschiede erklären äussere Faktoren nicht. «Das Fahrverhalten hat selbstverständlich ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Kollisionshäufigkeit. Gerade im Tessin und im Wallis stellen viele schmale und unübersichtliche Strassen Lenkerinnen und Lenker vor besondere Herausforderungen», erklärt Lang.

Die AXA Winterthur hat die Frequenz aller jährlich rund 70'000 Kollisionsschäden in der Schweiz untersucht und diese mit der Durchschnittsfrequenz aller Schweizer Kantone verglichen. (whr)

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