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Jeder dritte Lastwagen hat Mängel: Über 10'000 Menschen fordern mehr kontrollen

Schaffhausen, 1. Juli 2015: Schwerverkehrskontrolle. Bei einem deutschen
Sattelanhänger waren die Bremsen der zweiten Achse funktionslos. Eine Bremsscheibe fehlte (Bild), die andere war nur noch zur H ...
Schaffhausen, 1. Juli 2015: Schwerverkehrskontrolle. Bei einem deutschen Sattelanhänger waren die Bremsen der zweiten Achse funktionslos. Eine Bremsscheibe fehlte, die andere war nur noch zur Hälfte vorhanden. (Bild: Kapo Schaffhausen)

Jeder dritte Lastwagen hat Mängel: Über 10'000 Menschen fordern mehr Kontrollen

15.08.2017, 10:0015.08.2017, 10:00

10'398 Menschen haben den Aufruf der Alpen-Initiative für mehr Lastwagenkontrollen im Transitverkehr unterzeichnet. Die Unterschriften sind am Dienstagmorgen zu Handen von Bundespräsidentin Doris Leuthard bei der Bundeskanzlei eingereicht worden.

Im Kanton Uri sei im vergangenen Jahr fast ein Drittel der kontrollierten Lastwagen wegen technischer Mängel, Überlast oder Verstössen gegen Arbeits- und Ruhezeiten durchgefallen. Trotzdem würden immer noch weniger als vier Prozent aller alpenquerenden Gütertransporte auf der Strasse überprüft, begründet die Alpen-Initiative ihre Forderung in einer Mitteilung.

Manipulierte Abgasanlagen

Im Februar 2017 sei aufgedeckt worden, dass viele ausländische Lastwagen mit manipulierter Abgasanlage unterwegs seien. Seither habe die Polizei über 100 Lastwagen mit sabotierter AdBlue-Zufuhr angehalten. Dieser Skandal habe allen vor Augen geführt, mit welchen Methoden die Strassenlogistik heute Vorteile für sich herausholen wolle, schreibt die Alpen-Initiative.

Neben verstärkten AdBlue-Kontrollen fordern die Unterzeichnenden des Aufrufs den Ausbau der Kontrollstellen und insbesondere die rasche Realisierung eines grossen Schwerverkehrszentrums südlich des Gotthards. Sie verlangen zudem, dass die Kontrollresultate jährlich veröffentlicht werden. (whr/sda)

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