Schweiz
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Ein Polizeiauto patrouilliert am Seeuferweg von Ascona, am Sonntag, 12. April 2020. Bundesrat und Tessiner Regierung hatten schon fuer das vergangene Wochenende explizit dazu aufgerufen, nicht ins Tessin zu fahren. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari

Noch im April bat der Bundesrat die Deutschschweizer, nicht über die Feiertage ins Tessin zu fahren. Nun ist auch im Südkanton etwas Normalität eingekehrt. Bild: TI-PRESS

Wie das Tessin die Schweiz im Kampf gegen Corona gerettet hat

Der Südkanton pochte auf schärfere Massnahmen zur Eindämmung des Virus – und fühlte sich unverstanden. Eine Aufarbeitung.

kari kälin / schweiz am wochenende



Wer sich maskenfrei durch die Regale in Coop und Migros schlängelt, riskiert böse Blicke. Manche Tessiner wundern sich deshalb, wie wenige Deutschschweizer eine Schutzmaske tragen. Und kommen sich wie Exoten vor, wenn sie in die Deutschschweiz reisen und eine montieren. Die Ergebnisse der aktuellen Sotomo-Umfrage passen zum Bild: In der italienischsprachigen Schweiz stösst eine generelle Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖV auf viel mehr Akzeptanz als im Rest des Landes. Die Tessiner taxieren auch die Lockerungsmassnahmen eher als überhastet.

>>> Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Live-Ticker

Der Coronagraben kommt nicht von ungefähr. Einzig im Kanton Genf hat die Seuche bis jetzt stärker gewütet als im Tessin. Der allererste Schweizer Fall trat 25. Februar im Südkanton auf. Bis am Freitag zählte er insgesamt 350 Coronatote und 3324 Coronafälle. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der europäische Coronahotspot schlechthin, die Lombardei. Bilder von überlasteten Spitälern und zahlreichen Toten drangen in die Tessiner Fernsehstuben und schärften ein Gefahrenbewusstsein, als der Bund die Lage noch unter Kontrolle wähnte. Das Tessin fühlte sich denn auch unverstanden. So sehr, dass Gesundheitsdirektor Raffaele De Rosa (CVP) Mitte März sagte: «In Bern haben sie uns ins Gesicht gelacht.»

Fabio Regazzi, CVP-Nationalrat, möchte Präsident des SGV werden.

Tessiner Nationalrat Fabio Regazzi. Bild: KEYSTONE

Pionier in der Bekämpfung des Virus

Auf welches Treffen mit welchen Teilnehmern sich De Rosa bezieht, mag er nicht verraten. Ende Februar und Anfang März sei es schwierig gewesen, die Lage im Tessin verständlich zu machen. «Aufgrund unserer Nähe zum Virenherd Lombardei hatten wir eine ganz andere Wahrnehmung», sagt er.

Nationalrat Lorenzo Quadri (Lega dei Ticinesi) schrieb später, De Rosa sei bei Bundesrat Berset mit der Forderung nach einer Grenzschliessung und Fiebermessung an der Grenze abgeblitzt. De Rosa erklärt, der Bund habe das Tessin später verstanden. «Schlussendlich hat er fast alle von uns vorgeschlagenen Massnahmen übernommen: zum Beispiel das Versammlungsverbot, die Grenzkontrolle und die Schliessung einiger Übergänge oder die Überarbeitung einiger Schutzmassnahmen.»

Das Tessin erwies sich in der Tat als Pionier der Coronabekämpfung. Ob Ausrufen des Notstands, Schulschliessungen oder Geisterspiele im Eishockey: Stets marschierte der Kanton voran. Im Nachhinein segnete der Bund im März auch die Baustellenschliessung ab, welche das Bundesamt für Justiz zunächst für illegal erklärte. Man gewährte den Kantonen sogenannte «Krisenfenster».

«Koch ist nicht bekannt für seinen Sprung in die Aare, sondern für die verspäteten Massnahmen.»

Fabio Regazzi

Mit wem man auch spricht, sei es mit Politikern, Bürgerinnen oder genesenen Covid-Patienten, der Tenor ist einhellig: Der Bund hat den Ernst der Lage zu spät erkannt. Fehlende Testkapazitäten für Personen mit Symptomen, die erratische Kommunikation zur Maskenfrage, die Kontroverse um das Enkelhüten lösten im Tessin vielleicht noch mehr Unbehagen aus, weil der Nachbar Italien mit der Ausgangssperre viel schärfer reagierte. Eine kohärente Strategie schien nicht greifbar.

Doch hat das Tessin mit seinem Vorpreschen den Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit um den Coronadelegierten Daniel Koch noch rechtzeitig geweckt und damit die Schweiz vor einer grösseren Coronawelle bewahrt? Christian Vitta (FDP), bis Anfang Mai Regierungspräsident, glaubt zumindest, dass sich das Virus dank dem Tessin in der Schweiz langsamer verbreitet hat (siehe Interview).

An warnenden Stimmen mangelte es nicht. SVP-Kantonsrat Tiziano Galeazzi brachte schon am Wochenende des 22./23. Februar, als Italien erste Todesfälle und eine steigende Anzahl neuer Infektionen meldete, Versammlungsverbote, Schulschliessungen oder verstärkte Grenzkontrollen ins Spiel. Letzteres tat auch Lega-Nationalrat Lorenzo Quadri mit obligater Breitseite gegen die Grenzgänger und die Personenfreizügigkeit.

Der Ruf nach verschärften Grenzkontrollen schien so sehr politisch motiviert, dass der Bundesrat deren sanitären Nutzen offenbar verkannte und sie erst am 13. März verhängte, als die Fallzahlen in die Höhe schnellten. Dabei hätte, wie Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor an der ETH Lausanne, in der «NZZ am Sonntag» sagte, «eine frühere Schliessung der Grenze, insbesondere zu Italien, geholfen».

Koch ist bekannt für verspätete Massnahmen

Anders als in der Deutschschweiz geniesst Daniel Koch im Tessin keinen Kultstatus. In Anlehnung an den kahlköpfigen Onkel Fester der US-Fernsehserie «Adams Family» trägt er den Spitznamen «zio Fester». «Koch ist nicht bekannt für seinen Sprung in die Aare, sondern für die verspäteten Massnahmen», sagt Fabio Regazzi. Der Tessiner CVP-Nationalrat attestiert «Mister Corona» und Gesundheitsminister Alain Berset ein gutes Krisenmanagement; die beiden Hauptgesichter der Coronakrise würden aber in seinem Kanton weniger positiv beurteilt als im Rest des Landes.

Daniel Koch, Delegierter des Bundesamt fuer Gesundheit, BAG, fuer die Coronavirus Pandemie Covid-19, verabschiedet sich von den Medien und wird pensioniert, am Donnerstag, 28. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Im Südkanton geniesst «Mr. Corona» Daniel Koch weniger Ansehen als im Rest der Schweiz. Bild: keystone

Berset und Koch reisten erst nach Mitte März ins Tessin. «Zu spät», findet Paolo Beltraminelli. Der ehemalige CVP-Regierungsrat kontaktierte schon Anfang März die Bundesbehörden, um sie auf die angespannte Lage in seinem Heimatkanton aufmerksam zu machen. «Am Anfang hatten viele Tessiner das Gefühl, in Bern würden ihre Sorgen nicht wahrgenommen», sagt Beltraminelli. Er glaubt, sein Kanton habe einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus geleistet, weil er permanent auf seine dramatische Lage hingewiesen habe.

Das Virus hat auch Beltraminelli erwischt und im März zu einem zweiwöchigen Spitalaufenthalt gezwungen. Beide Lungenflügel und das Herz waren entzündet. Unterdessen hat sich der 58-Jährige erholt, steigt wieder aufs Rennvelo und joggt durch Wälder.

Regierungspräsident ist beunruhigt

Entspannt hat sich die Lage für den ganzen Kanton Tessin. Die Spitäler kamen trotz Befürchtungen nie an den Anschlag. An den meisten Tagen vermeldet er keine Neuansteckungen und keine weiteren Toten mehr. Anders als an Ostern («Bleibt zu Hause!») sind Deutschschweizer Touristen wieder willkommen. Schockplakate mit Bildern von Personen auf Intensivstationen («Möchtest du so enden?») sind abmontiert. Doch alle Sorgen haben sich nicht verflüchtigt. Noch immer verzeichnet die Lombardei täglich gegen 300 neue Coronafälle.

Dass die Grenzen seit Montag auch zu Italien wieder offen sind, bezeichnet Norman Gobbi, seit Mai Regierungspräsident, als «nicht ideal». Die epidemiologische Lage sei in Norditalien nicht unter Kontrolle. «Persönlich bin ich beunruhigt. Allen, die sich nach Italien begeben, rate ich zu Vorsicht», sagt der Lega-Regierungsrat. Zudem habe man dank der verstärkten Grenzkontrollen im Tessin weniger Kriminalität, weniger Schwarzarbeit und weniger italienische Handwerker registriert. Ganz unverblümt geisselt Nationalrat Lorenzo Quadri den Öffnungsschritt: «Hat der Bundesrat schon vergessen, dass das Tessin wegen der offenen Grenzen zum Seuchenherd Lombardei verpestet wurde?»

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 21.06.2020 05:37
    Highlight Highlight Es hätte schon beim Ausbruch der Coronaepidemie in China erkannt werden können, dass eine Übertragung des Virus in andere Länder - hauptsächlich via Flugverkehr - in Betracht gezogen werden muss. Spätestens mit der Einschleppung des Virus von China nach Norditalien (mit seinen vielen chinesischen Arbeitskräften!) hätten die Alarmglocken auch beim Bundesrat läuten sollen. Selbst Warnungen von Tessiner Politikern wurden anfangs in den Wind geschlagen. Hier haben Bundesrat, Verwaltung, Parlamentarier*innen und Medien kollektiv versagt.
  • madu 20.06.2020 17:36
    Highlight Highlight Die auf Druck der Kantone TI, GR, VD und GE erfolgte Lockdown Light hat keine nachweislich tiefere Fallzahlen gebracht. Entscheidend war das Versammlungsverbot und die allgemeinen Hygieneregeln und die bilder aus der Lombardei . Diese Massnahmen und auch die die Einschränkung des Grenzvekehrs hätten 1 - 2 Wochen früher erfolgen sollen, dann hätten wir eine bessere Bilanz gehabt als Österrereich, auch ohne Lockdown.
  • ThePower 20.06.2020 16:26
    Highlight Highlight Das ist auch geil, ein Lega und ein SVP-Politiker fordern berechtigterweise eine Grenzschliessung und niemand nimmt sie ernst.


    Und das, liebe Kinder, ist auch der Grund, warum man im Freibad nie zum Spass "Hilfe, ich ertrinke" schreien soll...
  • landre 20.06.2020 15:17
    Highlight Highlight Solange Tessin de jure und/ oder de facto zur Schweiz gehört, sprachlich, geografisch und geo-politisch, bleibt es höheren Kräften wegen auch weiterhin vorreitend in so manchen Schweizer Sachlagen. Ein Virus, ein Gesichtsverhüllungsverbot usw ändern nichts daran.
    (PS. Frühling 2020 hat der Regierungsrat und die gesamte Bevölkerung des Kanton Tessin nicht nur sachbezogenes Rückgrat gewährleistet, sondern auch die Schweizer Kohäsion mitgestemmt...)
  • soulpower 20.06.2020 09:40
    Highlight Highlight Kann es sein, dass vor allem die Wirtschaft am Anfang der Pandemie die Personenfreizügigkeit nicht tangieren wollte? Man hat aber später die Grenzen im Tessin und dann im Endeffekt überall trotzdem schliessen müssen. Dem Tessin hätte eine frühere Schliessung der Grenze geholfen, und auch dem Rest der Schweiz, wegen Norditalien. Ich bin persönlich für die Personenfreizügigkeit, nur sollte mal klar definiert werden, wie diese bei Ausbruch einer weltweiten Pandemie koordiniert aussehen soll. Genau dies schien bei Ausbruch der Pandemie niemand so recht zu wissen, auch im Rest von Europa nicht.
    • Selbstverantwortin 20.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Es war nicht ‚die Wirtschaft‘ (weil das sind du und ich), sondern Duckmäusertum vor der EU.
  • aglaf 20.06.2020 08:53
    Highlight Highlight Und was wir auch wissen ist, dass wir im Nachhinein immer alles besser wissen.
    • Selbstverantwortin 20.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Und was wir auch wissen ist, dass man nichts lernt, wenn man nicht zu Fehler stehen und ausmerzen will.
    • aglaf 20.06.2020 13:38
      Highlight Highlight @Selbstverantwortin ja schon, aber es sind nur Mutmassungen, wie es hätte sein können, wenn man anders gehandelt hätte. Man kann nicht sagen, wie es wiklich gekommen wäre. Setze dich in die Situation zurück und urteile mit dem Wissen, mit dem damals entschieden wurde. Hätte eine andere Entscheidung unter diesen Voraussetzungen zum Erfolg und der breiten Unterstützung der Bevölkerung geführt? Hätte es heute dafür Kritik gehagelt, dass man überreagiert hatte, weil weniger passiert wäre? Relativiert man die ganze Entwicklung, war dies einer von vielen möglichen Wegen, und nicht der schlimmste.
  • Peter R. 20.06.2020 08:50
    Highlight Highlight Das ist eines der weniger positiven Aspekte dieser Pandemie. Da wurde immer wieder von Solidarität geplaudert - das Tessin wurde von der Regierung und dem Rest der Schweiz wenig unterstützt, im Gegenteil man hat sich mindestens anfangs über die Einwände der Tessiner hinweg gesetzt. Auch sind die Deutschschweizer an Auffahrt und Pfingsten nach dem Süden gereist und wollten in den Läden und Restaurants den Tessinern zeigen, dass ja Masken keinen Schutz bieten, indem sie demonstrativ keine trugen.
    • Ohniznachtisbett 20.06.2020 10:37
      Highlight Highlight Im Resti wird das mit der Maske auch schwierig.
    • Peter R. 20.06.2020 11:46
      Highlight Highlight Ohniznacht@
      Ja da haben Sie Recht, ich meinte in den Läden und in den Bahnen.
    • Calvin Whatison 20.06.2020 11:47
      Highlight Highlight Also ich mag mich gut erinnern, dass an Auffahrt und Pfingsten die grosse Mehrheit der „DEUTSCHSCHWEIZER“ eben nicht in den Tessin gereist sind.🤦🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 20.06.2020 08:49
    Highlight Highlight Pflegende und Detailhandelpersonal haben den Applaus verdient.

    Der Personenkult um Koch ist auch in der Deutschschweiz nicht angebracht.
    • Domimar 20.06.2020 09:40
      Highlight Highlight @snowy ich behaupte immer noch, der Personenkult ist ausschliesslich von den Medien inszeniert. Der durchschnittsschweizer macht sowas nicht. Vielleicht auch einfach eine Twitter-erscheinung, die ja in der heutigen Zeit das Maas der Dinge zu sein scheinen.
    • Yella 20.06.2020 10:00
      Highlight Highlight @Snowy - Pflegende und Detailshandelangestellte und viele mehr haben sicher unsere Wertschätzung verdient und zwar immer und nicht nur in diesen Zeiten.

      Trotzdem darf man durchaus Herr Koch zu gestehen, dass er seine Rolle in der Krise gut gemeistert hat und bei der Bevölkerung die nötige Aufmerksamkeit erreicht hat.

      Ein Lob von mir aus gesehen, hat er definitiv verdient.
    • Silent_Revolution 20.06.2020 14:06
      Highlight Highlight Pflege- und Dienstleistungspersonal gibt einen feuchten ..... auf euren Applaus.

      Die Bedingungen sind immer noch gleich prekär wie vor dem Lockdown. Komischerweise wird von allen Solidarität erzwungen, nicht aber von den Superreichen. Deren Lobbys kriegen gerade alles, was sie sich erträumen und weder Berset noch Sommaruga setzen sich für bessere Bedingungen ein. Auch sie sind schon wieder voll im Lobbymodus, wie man bei den Spezialregeln für Casinos gesehen hat, zu welchen die SP einen besonderen Draht hat.

      Soziale Politik ist tot in diesem Land.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Quacksalber 20.06.2020 08:39
    Highlight Highlight Die Rechten wollen immer nur die Grenzen schliessen und der Gewerbeverband fordert neue Strassen. So kocht jeder sein Süppchen mit Corona.
  • Der Bademeister 20.06.2020 08:34
    Highlight Highlight Was wir aber auch gelernt haben ist das der Kanton Tessin ohne Grenzgänger gar nicht funktioniert. Grenzschliessungen wie es sich die Lega vorstellt (wir lassen nur die rein welche uns passen) funktioniert halt nicht. Die Diskussion um die Personenfreizügigkeit ist längst nicht nur bei der Lega eine Frage der Politik und hat mit Corona nichts zu tun.
  • Nekomana 20.06.2020 08:21
    Highlight Highlight Ich sages es nur ungern, aber: Bei uns in der Deutschschweiz war es zu wenig heftig! Ansonsten würden wir uns wie die Tessiner verhalten. Im Tessin gibt es, so viel mir bekannt ist, keine BLM Demos, bei denen viele keine Masken trugen, tragen Masken, halten sich an Abstände. Naja, evt. kommt ja wieder eine 2. Welle, vielleicht erwischt es uns da heftiger, so das wir auch dazu lernen. Vielleicht ist es uns dann nicht mehr egal und es gibt dann wirklich keine grossen Versammlungen mehr...
    Aber der Kanton hat nun das Sagen. Und da hoffe ich das es die Tessiner schaffen, keinen Anstieg zu haben.
    • Kruk 20.06.2020 14:16
      Highlight Highlight Ich hoffe aber schon, dass du dies trotzdem nicht nur für die Tessiner hoffst.
  • Fairness 20.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Ich wünschte mir oft, dass Dummheit weh tut. Auch den Corona-Ignoranten, die das Virus unbedingt noch möglichst lange behalten wollen. Und denjenigen beim Bund, die alles verschlafen. Von der Digitalisierung (täglich aktuellenZahlen zB auch nach x Monaten noch nicht verfügbar) über Maskenpflicht bei engen Verhältnissen usw. usw.
  • Lucaffe 20.06.2020 08:03
    Highlight Highlight Das Tessin wurde „verpestet“... Werden da auch Tessiner Animositäten gegenüber Italien zum Ausdruck gebracht?
  • lilie 20.06.2020 07:51
    Highlight Highlight Die späte Grenzschliessung halte ich auch für einen Fehler. Da hätte man früher reagieren müssen.

    Dass der Tessin in einigen Punkten gegen die Weisungen des Bundes vorgeprescht ist, ist unter den Umständen verständlich. Dadurch wurde auch die Dringlichkeit im Tessin klarer, die in Bern, wo man wohl eher die Gesamtlage der Schweiz im Blick hatte, zu wenig klar war.

    Was aber immer noch offen ist: Das Tessin ist zwar nicht der am stärksten betroffene Kanton, jedoch starben doppelt so viele positiv Getestete als in jedem anderen Kanton (nämlich 10% statt nur 5%).

    Das sollte ergründet werden.
  • Peter Vogel 20.06.2020 07:36
    Highlight Highlight Ich mag mich nur noch daran erinnern, dass gewisse Kreise die Grenzschliessungen als lächerlich und nicht durchsetzbar bezeichneten.

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