Schweiz
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Der Uetliberg, Hausberg von Zuerich, in der Abendstimmung mit Kondensstreifen am Himmel, kurz nach Sonnenuntergang am Freitag, 30. September 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Dominik Baur)

Kondensstreifen über dem Üetliberg in Zürich. Bild: KEYSTONE

Die 5 drängendsten Fragen zur CO2-Kompensation

Wer ohne Gewissensbisse ins Flugzeug steigen will, kann die verbrauchten CO2-Emissionen mittels Spende kompensieren. Doch was bringt das?

17.07.18, 16:47 18.07.18, 04:07


Beim Fliegen brechen die Schweizer Rekorde. Jährlich legt hierzulande jede Person 9000 Kilometer mit dem Flugzeug zurück. Das entspricht ungefähr der Luftlinie nach Thailand. Verglichen mit unseren Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien fliegen die Schweizer doppelt so häufig – und belasten dabei das Klima entsprechend mehr.

Die Folgen: Immer mehr Treibhausgas gerät in die Atmosphäre, es wird wärmer, die Pole schmelzen, Küsten versinken im Meer. Wer nun trotzdem ins Flugzeug steigen und der Umwelt etwas Gutes tun will, kann den CO2-Ausstoss mittels einer Spende kompensieren. Dafür gibt es inzwischen diverse Kompensationsagenturen, die den CO2-Verbrauch des Fluges errechnen und einen zu bezahlenden Betrag festlegen, der in ein nachhaltiges Projekt investiert werden kann. Doch wie wirkungsvoll sind diese Reduktionsbeiträge wirklich?

Wie funktioniert die Kompensation?

Einer der grössten Schweizer Anbieter von solchen Kompensationsmassnahmen ist die Stiftung «Myclimate». Über deren Webseite lässt sich errechnen, dass beispielsweise bei einem Flug von Zürich nach Mallorca und wieder zurück pro Person 452 Kilogramm CO2 ausgestossen werden.

Mit einer Spende von 13 Franken kann dieser Ausstoss kompensiert werden, indem dieselbe Menge an CO2 auf einem anderen Teil der Welt reduziert wird.

Wie viel wird kompensiert?

Laut Kai Landwehr, Mediensprecher von «Myclimate», steigt die Nachfrage nach Kompensationsmöglichkeiten kontinuierlich. Im Jahr 2017 hätten mehr Privatpersonen den Umrechner auf der Webseite genutzt als noch im Vorjahr. Insgesamt konnten so 19'000 Tonnen CO2-Emissionen kompensiert werden. Im Jahr 2016 waren es noch 14'000 Tonnen und im Jahr 2015 11'000 Tonnen. 

Auch finanziell verzeichnet «Myclimate» ein Wachstum. Landwehr sagt, 2017 seien über den Webrechner gut eine Million Franken Spendengelder zusammengekommen. Im Vorjahr seien es etwas mehr als 800'000 Franken gewesen und 2015 noch 600'000 Franken. 

Trotzdem: Die allerwenigsten Schweizer investieren in solche Kompensationsmassnahmen. Die SRF-Sendung 10vor10 berechnete kürzlich, dass gerade einmal ein Prozent aller Schweizer Flugpassagiere ihre CO2-Emissionen über Spendengelder ausgleichen.

Wohin fliesst das Geld?

Laut Landwehr fliessen mindestens 80 Prozent der Spenden in Projekte, welche vor Ort die CO2-Emissionen reduzieren. Unter anderem wird in die Herstellung und Verbreitung von klimafreundlichen Solarkocher auf Madagaskar investiert oder in Aufforstungsprojekte in Nicaragua.

Konkret heisst das: Mit dem verbreiteten Einsatz von Solarkochern wird der Abholzung entgegengewirkt. Denn diese benötigen kein Feuerholz, um eingeheizt zu werden. Die lokale Bevölkerung profitiert doppelt, da sie das Geld für Feuerholz einsparen können und nicht mehr dem schädlichen Rauch von der Kochstelle ausgesetzt sind. Ausserdem werden pro verkauftem Kocher zwei Baumsetzlinge gepflanzt. Jährlich werden laut «Myclimate» mit dem Projekt 269'621 Tonnen CO2 eingespart.

Um beim Beispiel mit dem Hin- und Rückflug nach Mallorca zu bleiben: 452 Kilogramm CO2 gelangen dabei pro Person in die Luft. Mit einer 13-Franken-Spende werden in Madagaskar dann so viele Solarkocher finanziert, die es braucht, um genau diese 452 Kilogramm CO2-Emissionen wieder einzusparen.

Was bringt die Kompensation?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Christoph Meili, Projektleiter bei ESU-Services, ein auf Ökobilanzen spezialisiertes Unternehmen, findet: «Es ist ein Tropfen auf den heissen Stein.» Viel besser seien Ferien in der Schweiz oder, ohne Flugreise, im nahen Ausland. So müsste der CO2-Ausstoss nicht kompensiert werden, sondern würde gleich ganz eingespart.

Probleme würden mit solchen Kompensations-Abgaben nicht gelöst, so Meili. Im Gegenteil. Es könne sogar zu einem Rebound-Effekt führen. «Wer denkt, die CO2-Emissionen lassen sich einfach kompensieren, der fliegt vielleicht umso mehr», sagt er. Ein Stück weit empfinde er solche Kompensations-Abgaben als eine Art Ablasshandel, um das schlechte Gewissen zu erleichtern.

43 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass sich die Erde verändert hat

Auch dass mit den Reduktionsbeiträgen günstige, einfach umsetzbare Projekte in der dritten Welt unterstützt werden, empfindet er als etwas zynisch. Meili sagt: «Anstatt dass dort kompensiert wird, wo die Emissionen verursacht werden, nämlich in der Schweiz, wird das in jene Länder ausgelagert, die ausgerechnet am meisten unter unserem hohen Konsum leiden.» Dass diese Länder finanziell unterstützt würden, sei zwar nichts als gerecht. «Aber dass sich unsere Politik, Wirtschaft und Bevölkerung mittels solcher Kompensationsmöglichkeiten aus der Verantwortung stehlen möchte, führt nur zu einer Problemverlagerung und verzögertem Handeln.»

«Myclimate»-Sprecher Landwehr kennt diese Zweifel. Allerdings werde ja gerade hier in der Schweiz viel geflogen. Die Kompensation sei darum aktuell das einzige Instrument, um den entstehenden Umweltschaden aufzufangen. «Wer aus beruflichen oder privaten Gründen nicht aufs Fliegen verzichten will, kann mit Hilfe einer Kompensation Verantwortung für diesen Entscheid übernehmen». 

Müsste die Kompensation bei Flügen obligatorisch werden?

Darüber diskutiert die Schweizer Politik immer wieder. In den meisten anderen europäischen Ländern ist dies längst die Praxis. Beim Kauf eines Flugtickets wird eine staatliche Steuer auf den Preis gepackt.

In der Schweiz ist aktuell eine Motion von GLP-Präsident Jürg Grossen im Parlament hängig. Er will Lenkungsabgaben oder Gebühren auf die Flugtickets erheben, welche dann für Massnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes verwendet würden. 

Auch Meili von ESU-Services findet die Freiwilligkeit bei Projekten wie «Myclimate» schwierig: «Mit 50 Franken an den Kauf eines Solarkochers auf Madagaskar zu spenden, liegt noch drin. Für den dreifachen Betrag in die Förderung von Wasserkraft investieren, wollen die wenigsten freiwillig.» Darum befürwortet auch er die Einführung einer fixen Lenkungsabgabe, die der gesamten Bevölkerung in Form von einer Steuererleichterung zurückbezahlt wird oder in konkrete Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel, in der Schweiz investiert wird.

Wenn uns die Erde so behandeln würde wie wir sie

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mguli 18.07.2018 11:32
    Highlight Unsere Gesellschaft ist eben krank, einen solchen Artikel schreiben, aber gleichzeitig weiss jeder das die Vielflieger noch günstiger Fliegen!! Und der kleine Mann soll dan noch ein schlechtes Gewissen haben. Denken sie bei einer Preiserhöhung wird es besser!?!? nein, diese würden sofort weiterverrechnet über die Produkte und Steuern!!!! Eben von diesen Vielfliegern!!!
    2 6 Melden
  • luckyrene 18.07.2018 10:04
    Highlight So ein Bild habe ich auch noch und es wird einem fast übel.. dies war am 27. April und nicht mal im Sommer!!
    5 8 Melden
  • Lami23 18.07.2018 09:16
    Highlight Nützt nur dann etwas, wenn es so hoch ist, dass die Leute weniger fliegen. Und dann muss man es auch nicht Kompensation nennen, sondern das hat es dann einfach zu kosten, wenn man die Umwelt für seinen persöhnlichen Luxus verpestet. Sollte mit allem so sein, dass so einen grossen Einfluss auf den Umweltschutz hat.
    7 5 Melden
  • Paraflüger 17.07.2018 23:09
    5 2 Melden
  • eysd 17.07.2018 22:46
    Highlight Ich behaupte ein riesen Anteil sind die businessflüge. Firmen könnten die onlinekommunikation stärken.
    5 8 Melden
    • peeti 18.07.2018 09:40
      Highlight Ich behaupte genau das Gegenteil, wie beim MIV macht der Freizeitverkehr den grössten Anteil aus. Weil aber nur Behaupten selten was bringt, habe ich mir kurz die Studie zum Verkehrverhalten der CH-Bevölkerung angeschaut: 2015 machten Business- resp. Geschäftsflüge 15% aus.

      Natürlich sollte die Onlinekommunikation trotzdem gestärkt (und v.a. auch genutzt) werden. Aber jeder soll zuerst bei sich anfangen und weniger Fliegen. Punkt.
      8 3 Melden
  • Regenmaker 17.07.2018 21:24
    Highlight Ich bin für exponentiell steigende Ticketpreise für Individuen* . Erstes Ticket 300.- , zweites 600, drittes 1200, etc. Es sind die Vielflieger die sich durch das Globale CO2-budget fressen, welches uns noch bleibt um unter 2°C globaler Erwärmung zu bleiben. Und das bei 50% Wahrscheinlichkeit, dass wir unter 2° bleiben. Wer von euch würde in einen Flieger steigen der nur zu 50% ankommt? CO2-abgaben sind nur selbstlügen und wischiwaschi. *Und Kerosinsteuer sowieso, gopf!
    20 7 Melden
  • Theor 17.07.2018 19:59
    Highlight Schwieriges und emotionales Thema. Den Aufruf ganz auf Ferien in fernen Landen zu verzichten, will ich nicht befolgen. Dafür gibt es viel zu fantastische Dinge auf unserer Welt, die sich lohnen, entdeckt zu werden. Aber das heisst nicht, dass ich jedes Jahr um die Welt reise.

    Ich bin beispielsweise letztes Jahr nach Südasien geflogen um dort 3 Monate zu backpacken. Das war die bisher beste Erfahrung meines Lebens. Vorallem weil ich aus der Schweiz und ihrer Engstirnigkeit rausmusste, hätte ich niemals den gleichen Effekt in den Schweizer Alpen haben können. Aber das war auch die erste Reise
    11 6 Melden
    • Theor 18.07.2018 06:12
      Highlight der letzten vier Jahre und wird auch die Einzige in den nächsten drei Jahren bleiben.

      Ich denke, man solltest bewusst werden, was man will. Gehts um einen Strandurlaub, kann man den auch ortsnah in Italien oder Spanien machen. Braucht man wirklich einen Flug ans andere Ende der Welt, dann sind solche Kompensationsprojekte zumindest eine kleine Erleichterung.
      7 4 Melden
  • San Doro 17.07.2018 19:56
    Highlight Die Abgabe bringt nicht viel, wir müssen weniger fliegen lernen.
    14 3 Melden
  • lilie 17.07.2018 19:43
    Highlight Ich finde das irgendwie einen Kuhhandel.

    Damit ich hier im reichen Europa so viel CO2 produzieren kann, wie ich will, bringe ich Menschen in Afrika dazu, weniger CO2 zu erzeugen.

    So nach dem Motto: Jemand anders übernimmt die Pflicht, das richtige zu tun, damit ich weiterhin ein armes Opfer der Konsumgesellschaft bleiben kann.

    Ist mir schon klar, dass es nicht so einfach ist, und Kompensation ist sicher besser als gar nichts tun. Aber so ganz richtig scheint mir das nicht zu sein.

    (Übrigens: Ich fliege nicht; aber ich erwache jeden Morgen von jenen, die es tun).
    15 2 Melden
  • Gregor Hast 17.07.2018 19:05
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • DerTanzendeColline 18.07.2018 00:35
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Posersalami 17.07.2018 18:54
    Highlight Solarkocher gegen den Klimawandel, ich schneiss mich weg 😂 Weiter hab ichs nicht geachafft.

    Wer glaubt so etwas gutes zu tun irrt gewaltig. Wer etwas gutes tun will kann das nur tun, indem er auf den Flug verzichtet.
    32 6 Melden
  • glointhegreat 17.07.2018 18:35
    Highlight Da auch die fluggesellschaften an flugzeugen intressiert sind die weniger treibstoff brauchen und diese geld benötigen um es umzusetzen sollte man so viel wie möglich fliegen. Zudem bringen kompensationen rein gar nichts. Der wandel der zeit lässt sich nicht aufhalten. Die mobilität steigt und der fortschritt kommt von alleine. Umso mehr leute fliegen desto schneller.
    6 37 Melden
  • derlange 17.07.2018 18:35
    Highlight Heucheleien - schlechtes Gewissen mit Geld kompensieren. BRAVO
    Wasser predigen und Wein trinken.
    Das einzige was ihr für die Nachhaltigkeit tun könnt ist Lokal (zu Fuss!) „sein“.
    18 6 Melden
    • DichterLenz 17.07.2018 22:03
      Highlight Ablasshandel. Ist schon lange ein Riesengeschäft.
      8 0 Melden
    • Paraflüger 17.07.2018 23:05
      Highlight Velo wäre auch eine Option.
      7 1 Melden
  • 2sel 17.07.2018 18:29
    Highlight Eigentlich wäre eine obligatorische CO2 Abgabe auf Flugtickets eine sinvolle und sicher auch finanziell verkraftbare Sache. Es ist ja heute so, dass teilweise die Steuern / Gebühren schon über 70% des Ticketpreises ausmachen.
    Beispiel:
    Zürich - Bangkok retour mit Emirates Economy Class
    Total Ticketpreis: 684 CHF
    Reiner Beförderungspreis: 193 CHF
    Steuern / Gebühren: 491 CHF
    17 5 Melden
  • Nathanael II 17.07.2018 18:29
    Highlight Wirklich zynisch ist es, zuerst die Kompensation schlecht zu reden - und dann doch fliegen gehen, einfach ohne zu bezahlen. Wer nicht kompensiert soll wirklich konsequent nicht fliegen!!
    28 9 Melden
    • Mguli 17.07.2018 22:18
      Highlight Ja wenn bezahlt ist, hast du ein gutes Gewissen gäu!!!???
      7 7 Melden
  • Mguli 17.07.2018 18:28
    Highlight Es ist schon so einander anlügen und sich ein gutes Gewissen erkaufen, so krank ist unsere Gesellschaft! Hauptsache die, die etwas verändern könnten Fliegen am meisten obschon es das nicht mehr braucht, denke wir sind vernetzt genug!! Dem kleinen Mann auf der Strasse ein schlechtes Gewissen anhängen und selber zig tausend Kilometer fliegen so funktionieren unsere Regierungen und Unternehmungen, spielt aber keine Rolle man kann ja alles Kaufen!!!!!!!!!
    12 8 Melden
  • Paternoster 17.07.2018 18:18
    Highlight Einfach nur Respekt für solche Artikel. Sehr abgeklärt, differenziert betrachtet, gut lesbar.
    21 4 Melden
  • Maya Eldorado 17.07.2018 17:58
    Highlight Ich hatte bisher keine Chance zu kompensieren, weil ich noch nie geflogen bin, ausser vom Sprungturm in der Badi.

    Oder meine Tochter, die grad selber kompensiert hat. Sie ist mit dem Velo nach Laos gefahren. Und zurück mit dem Flugi.
    5 6 Melden
  • Menel 17.07.2018 17:54
    Highlight Ich frag mich gerade, wie viel CO2 bei einer Herstellung eines Wasserkochers anfällt und ob das schlauer ist, als CO2 neutrales Holz zu verbrennen. Sollte man nicht lieber das Geld nur in die Aufforstung stecken?
    11 10 Melden
    • peeti 18.07.2018 10:03
      Highlight Natürlich ist Auffortstung wichtig. Aber zuallererst ist Holz nur dann CO2-neutral, wenn gleich viele Bäume wiederaufgeforstet werden und der Kreislauf funktioniert.

      Zudem ersetzt der Wasserkocher nicht ein Hightech-Holzofen sondern ganz einfach das Kochen auf offenem Feuer. Hier entstehen neben klimaschädlichen Treibhausgasen auch andere, gesundheitsschädigende Abgase wie Feinstaub. Und von den Folgeschäden durch Abholzung (Bodenerosion, Desertifikation etc) sowie Zeitaufwand fürs Holzsammeln ganz zu schweigen.
      4 1 Melden
  • grumpy_af 17.07.2018 17:46
    Highlight Zufall?
    12 2 Melden
  • Idrisi 17.07.2018 17:39
    Highlight Die Sache ist doch recht einfach:
    Kompensation ist besser als keine Kompensation und gar kein CO2 mit fossilen Brennstoffen erzeugen ist besser als Kompensation. Bei mir bleiben jedoch immer ein paar Tausend km mit dem Flugi&Auto plus Heizen in der Bilanz hängen. Deshalb unterstütze ich NewTree (https://newtree.org/) die in Afrika mit lokalen Partnern über Baumpflanzungen die Produktionsbedingungen für Bauern verbessert. Das ist eine Alternative zu Myclimat ohne das ich direkt Zertifikate kaufe. Myclimat macht jedoch auch gute Arbeit. Es gibt für mich kein Grund CO2 nicht zu kompensieren.
    79 27 Melden
    • Mguli 17.07.2018 18:18
      Highlight Genau so funktioniert unsere kranke Gesellschaft!! Geschäftlich braucht man nirgends mehr hinzufliegen! Wir sind vernetzt genug! Sie meinen mit dem Kauf eines Zertifikats können sie sich freikaufen, wie krank ist eigentlich unsere Gesellschaft, sich dan noch zu loben wo und bei welchen Organisationen das sie aktiv sind, finde ich das allerletzte!!!! Wichtig ist ja dss sie ein gutes Gewissen haben!
      9 11 Melden
    • derlange 17.07.2018 18:37
      Highlight Schön wenn du soviel Geld verdienest.
      Eine fünfköpfige Familie mit einem tiefen Einkommen ist froh, wenn Sie überhaupt einmal im Jahr Ferien machen kann...
      Denn nicht nur an dich und dein schlechtes Gewissen.
      5 13 Melden
    • Idrisi 18.07.2018 10:54
      Highlight @Huaw:
      1.) Ich habe deutlich zum Ausdruck gebracht das ich CO2 vermeiden für die bessere Alternative halte als Zertifikate kaufen.
      2.) Ich kenne persönlich niemand der es schafft wirklich CO2 neutral zu leben. Die Gesellschaft deswegen als krank zu bezeichnen hilft keinen Schritt weiter.
      1 1 Melden
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  • Binnennomade 17.07.2018 17:33
    Highlight Eine Abgabe auf Flugttickets ist überfällig. Der Preis für jemanden, der schnell übers Wochenende nach Barcelona jettet ist viel zu gering im Vergleich zum Preis, der die Umwelt dafür zahlt. Und für solche, die selten mal irgendwohin in die Ferien fliegen, wäre es ein verhätnismässig geringer Aufpreis auf die ganzen Ferien gerechnet.
    209 24 Melden
  • MyPersonalSenf 17.07.2018 17:31
    Highlight Es gibt von myclimate sogar eine Kreditkarte, wo jede bezahlung die man damit macht vom Kartenherausgeber in einer kleinen Spende endet. Die Karte kostet zwar etwas (nicht viel) aber die Idee dahinter ist eigentlich ganz cool
    25 18 Melden
    • Posersalami 17.07.2018 18:57
      Highlight Nein, die Idee ist beschissen. Das Problem ist unser Lebensstil an sich. Ob man den mit einer normalen oder einer Myclimate KK bezahlt spielt absolut keine Rolle. Der Preis ist und belibt die Zerstörung des Planeten. Ein paar km2 aufgeforsteter Wald ändert nichts.
      10 5 Melden
  • Yippie 17.07.2018 17:29
    Highlight Ich habe die Kompensation bei den letzten beiden Flügen bezahlt. Aber nur für Aktionen im Ausland. Myclimate bietet auch die Möglichkeit in der Schweiz zu kompensieren, das ist dann aber um ca. Faktor 3 teurer, was mir dann doch zu kostenintensiv war. *Schandeübermich*
    30 15 Melden
  • Alterssturheit 17.07.2018 16:59
    Highlight Zwischenzeitlich glaube ich, dass nur Massnahmen übers eigene Portemonnaie was bringen - wie überall.
    119 22 Melden
    • Mguli 17.07.2018 18:35
      Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.

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