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Dieses Plastikproblem ist gut sichtbar: Abfall auf einer Wiese in Genf. bild: keystone

14'000 Tonnen Plastik landen pro Jahr in der Schweizer Natur – Verkehr ist grösster Sünder

Kleinste Plastikteilchen finden sich selbst im Zürichsee in 30 Metern Tiefe. Nun zeigt eine neue Studie: Plastik gelangt vor allem durch den Verkehr in die Umwelt – durch den Abrieb der Pneus. Erst an zweiter Stelle folgt das Littering.

Maja Briner / ch media



Plastiksäckli, Verpackungen, Trinkröhrli: Sie stehen häufig im Fokus, wenn es um Umweltschäden durch Kunststoffe geht. Doch der grösste Sünder ist ein anderer – der Verkehr. Das zeigt der neue Bericht «Plastik in der Schweizer Umwelt», den das Bundesamt für Umwelt am Donnerstag veröffentlichte. Fünf Befunde daraus:

Die grössten Verschmutzungsquellen

Gegen 8000 Tonnen Kunststoffe gelangen gemäss Schätzungen jedes Jahr als Reifenabrieb in die Umwelt. Das Profil an den Auto-, Lastwagen oder Töffpneus wird langsam kleiner – und ein grosser Teil des Abriebs landet in Gewässern und Böden. Immerhin: Etwa ein Viertel wird durch Massnahmen wie die Reinigung des Strassenabwassers abgefangen. Sonst wäre die Belastung mit über 10'000 Tonnen Abrieb noch höher.

Die Neuimmatrikulationen von Personenwagen sind im April in der Schweiz um zwei Drittel zurückgegangen. (Archivbild)

Die Blechlawine sorgt nicht nur mit Abgasen für Probleme. Bild: KEYSTONE

Erst an zweiter Stelle kommt das viel diskutierte Littering – mit schätzungsweise 2700 Tonnen Plastik, das in die Umwelt gelangt. Weggeworfen werden laut Bundesamt für Umwelt vor allem Zigarettenstummel und Verpackungsreste, wie eine Untersuchung von See- und Flussufern zeigte.

Teils überraschend sind die weiteren Verschmutzungsquellen. Laut dem Bericht gelangen unter anderem auch vom Abrieb von Schuhsohlen, von Kunstrasenplätzen und von Baustellen grössere Mengen Plastik in die Umwelt.

Wo Plastikteilchen überall zu finden sind

Insgesamt landet laut dem Bericht rund 14'000 Tonnen in den Böden und Gewässern. Zum Vergleich: In der Schweiz kommen jährlich rund 1 Million Tonnen Kunststoffe zum Einsatz, 780'000 Tonnen werden entsorgt. Heruntergerechnet heisst dies konkret: Von einem Kilogramm Plastik, das wir brauchen, landen im Schnitt 14 Gramm in der Umwelt.

Bis Kunststoffe abgebaut sind, dauert es lange. In der Schweiz wurden kleinste Partikel – sogenannter Mikroplastik – in der Luft, in Seen und Flüssen und in Böden nachgewiesen. Im Zürichsee wurde selbst in 30 Metern Tiefe noch Mikroplastik entdeckt.

Plastiksack plastic sea mikroplastik micro meer

Mikroplastik findet sich nicht nur in den Weltmeeren, sondern auch in den Schweizer Seen. Bild: noaa

Plastik oder Kunststoffe - was ist das genau?

Kunststoffe - umgangssprachlich auch Plastik genannt - bestehen aus sogenannten Polymeren. Meist werden die Rohstoffe dafür aus Erdöl gewonnen. Auch Gummi und Kunstkautschuk in Autoreifen sind Kunststoffe.

Das grosse Fragezeichen

Welche Folgen dies hat für Menschen und Tiere: Diese wichtige Frage beantwortet der Bericht nicht. Bekannt ist, dass grosse Plastikteile für Tiere gefährlich sein können – Bilder von Fischen und Vögeln, die sich in Plastik verheddern und verenden, gingen längst um die Welt.

Unklar sind laut dem Bericht aber die Auswirkungen von Mikroplastik auf Menschen und Tiere. Diese könnten noch nicht abgeschätzt werden, heisst es im Bericht. In verschiedenen Nahrungsmitteln – Muscheln und Fischen zum Beispiel, aber auch Salz und Bier – seien Partikel nachgewiesen worden. Ob dies Auswirkungen hat, sei unbekannt.

Die Qualität des Pet-Recyclings ist durch Fehlwürfe bei der Sammlung gefährdet. Der Bund will nun die Bevölkerung für das Problem sensibilisieren. (Themenbild)

Alles plastik oder was? Bild: KEYSTONE

Und nun?

Trotz dieser Unsicherheiten: Die Belastungen müssten reduziert werden, schreiben die Studienautoren. Weil die Kunststoffe sich nur sehr langsam abbauen, reichern sie sich in der Umwelt an. Dadurch werde das «Risiko für Menschen und Tiere mit der Zeit zunehmen», mahnen sie.

Das Problem hat auch das Parlament erkannt. Es hat den Bund im September beauftragt, mit den betroffenen Branchen Massnahmen zu prüfen und zu ergreifen. Das will das Bundesamt für Umwelt nun tun. Weitere Vorstösse sind hängig. Unter anderem verlangt die Präsidentin von Pro Natura, SP-Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel, einen Bericht zum Thema Reifenabrieb.

Mögliche Massnahmen dagegen zählt das Bundesamt für Umwelt in einem Faktenblatt auf. Einige davon würden die Autofahrer direkt treffen - tiefere Fahrgeschwindigkeiten etwa. Auch abriebarme Reifen sowie die Reinigung des verschmutzten Strassenabwassers könnten die Umweltbelastung minimieren. Laut Behörde sieht die Gewässerschutzpolitik vor, dass Abwasser bei vielbefahrenen Strassen behandelt werden muss. Allerdings fehle innerorts oft der Platz für solche Anlagen.

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Leider auch in der Schweiz ein gewohntes Bild. bild: Shutterstock

Öko-Geschirr ist doch nicht öko

Keine Lösung im Kampf gegen Littering und gegen zu viel Plastikabfälle sind übrigens Kunststoffe, die als biologisch abbaubar gelten – etwa Öko-Teller oder Kompostierungssäcke. Denn diese halten ihr Versprechen laut dem Bericht nicht: In der freien Natur würden die Bedingungen, die für einen raschen und vollständigen Abbau notwendig wären, oft nicht erreicht. Sprich: Auch der kompostierbare Sack gehört in den Kehricht – sonst landet unter Umständen mit dem Kompost auch Plastik im Garten.

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Öko-Geschirr hält leider nicht, was es verspricht. bild: shutterstock

Über die Studie

Der Bericht «Plastik in der Schweizer Umwelt» fasst bereits erstellte Studien zusammen und bietet so einen Überblick zum Wissensstand zu Umweltwirkungen. Er wurde im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt von der Beratungsfirma Ernst Basler + Partner erstellt.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 14.05.2020 13:51
    Highlight Highlight Wie wäre es mal mit einigen Kampagnen und harten Bussen gegen Littering?

    Gerade Raucher dürften sich oft nicht bewusst sein, was sie mit ihren Zigarettenstummel anrichten...
  • Serge Künzli 14.05.2020 12:49
    Highlight Highlight Plastik ist sehr wahrscheinlich die grössere Seuche als Corona. Es gibt auch keine Impfung dagegen. Aber man kann sein Verhalten ändern. Plastic Distancing! Wenn ich mit meinen Kumpels in Natur Grillieren gehe, so wird am Schluss aller Abfall verbrannt! Papierverpackungen. Plastikteller. Essensreste – alles wird dem Feuer übergeben. (Abfall wird schliesslich eh verbrannt) Wir schleppen Tonnenweise Zeugs zum Feiern ran und verlassen mit reinem Gewissen und leeren Autos den Ort.
  • Corahund 14.05.2020 12:07
    Highlight Highlight Härter Durchgreifen bei Littering, mit Konsequenzen, die weh tun.
    Wenn die Klimajugend dafür begeistert werden kann, ihren Abfall selbst zu entsorgen, ist schon viel erreicht. Ich will damit nicht sagen, dass nur Jugendliche Abfall wegschmeissen. Auch die Erwachsenen tun das.
    Hohe Bussen und praktische Einsätze zur Abfallentsorgung würden sicher helfen.
  • Emma Jones 14.05.2020 11:24
    Highlight Highlight Seit in Spreitenbach letzten Oktober Sackgebühren eingeführt wurden, ist der Grünabfall viel mehr mit Plastik usw. belastet. Mitarbeiter der Kompostierungsanlage müssen die Grünabfälle von Hand sortieren. Manchmal sind die Kompostabfälle auch so belastet, dass die Ladung an die Kehrichtverbrennung weitergegeben wird.
    Ich weiss, dass wird hier nicht gern gehört, aber dass Litteringproblem muss vor allem in Migrationskreisen angegangen werden.
    • troop5444 15.05.2020 19:14
      Highlight Highlight Das finde ich auch. Bei 90% aus meinem Umfeld kann ich mir nicht vorstellen, dass sie jemals auf die Idee kommen, Redbull Dösli etc. aus dem Fenster zu werfen.

      Auch hat sich das ganze schnell geändert. In meiner Kindheit in den 90ern war Abfall neben der Strasse (auf dem Land) absolut kein Thema.


  • Jeremy Liquidpsy 14.05.2020 11:18
    Highlight Highlight Auch ein sehr interessanter Artikel.

    "Beim Kohlenstoff der Omega-3 Fettsäuren ist nachgewiesen worden, dass er teilweise vom Mikroplastik kommt", sagt Kainz.

    "Diese Omega-3 Fettsäuren sind sehr wichtig für weitere Glieder in der Nahrungskette einschließlich des Menschen."




    https://www.derstandard.at/story/2000113957768/in-seen-lebende-bakterien-koennen-mikroplastik-verwerten
  • Posersalami 14.05.2020 10:38
    Highlight Highlight Es ist nun wirklich keine Neuigkeit, das Reifenabrieb der grösste Verursacher von Mikroplastik ist. Ich weiss davon seit Jahren.

    Aber besser noch eine Studie in Auftrag geben, dann muss man sich die nächsten 5 Jahre nicht mit dem Thema beschäftigen! Es muss nämlich ganz einfach der Autoverkehr reduziert werden. Der verursacht neben Mikroplastik noch viele weitere Emissionen, Schäden und Kosten. Anstatt Pflästerli zu kleben brauchts jetzt einfach eine Therapie und die kann nur lauten, weniger Verkehr zu haben - viel weniger Verkehr.
  • Dave1974 14.05.2020 09:40
    Highlight Highlight Bezüglich Reifenabrieb ist noch ein Postulat hängig und Studien wurden in Auftrag gegeben.
    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193559
    Geforscht wird.

    Was das Littering betrifft - macht das in den Schulen wieder eindringlicher zu einem Thema. Vor rund 7-8 Jahren wurde das noch umgesetzt, gelobt und gelebt und heute scheint mir, als seien die Abfallkübel für einige wieder ein Fremdkörper. Anders kann ich mir nicht erklären, warum diese übersehen werden, wenn sie 3m entfernt stehen.
    Und nein - "cool" ist es nicht.
    Was Hänschen nicht lernt...
    • Dave1974 14.05.2020 13:03
      Highlight Highlight @WID
      Es gäbe schon Bussenkataloge dafür (kantonal geregelt).
      Nur - wer verteilt diese Bussen ohne Polizeischutz?

      In Bern wurde getestet, wie sich das auswirkt wenn man unmittelbar büsst und gegen Schluss brauchte es eben den Polizeischutz und man brach ab. Jetzt ist es nur noch die Polizei, die direkte Bussen austeilt - aber die haben noch anderes zu tun.
      Hausmüll wurde dann nicht mehr im Kübel vor dem Haus entsorgt sondern an z.B. den Waldrändern.
      Jetzt wird er wenigstens wieder in die Kübel gestopft und man hat eine Chance Verursacher "sicher" zu ermitteln ohne die Umwelt zu belasten.
    • troop5444 15.05.2020 19:17
      Highlight Highlight Bussen können ein gesellschaftliches Problem nicht lösen.

      Erziehung könnte es, aber leider unterscheiden sich die Werte.
  • Spüdlifalt 14.05.2020 09:18
    Highlight Highlight «Nun zeigt eine neue Studie…» 
    Hier liegt bereits ein Teil des Problems. Die Erkenntnis, dass z.B. der Verkehr der grösste Verursacher von Mikroplastik ist, ist nicht neu.
    Umweltwissenschaftler*innen verweisen seit längerem darauf – wir schenken dem nur zu wenig Beachtung… Lieber wird darüber berichtet, wie Politiker*innen und Regierungen an der Klimakrise scheitern, anstatt die Menschen zu informieren und zu sensibilisieren um sie so zum Handeln zu motivieren/ermächtigen. So lange nicht ausreichend informiert wird, wird das Argument «ich kann eh nichts bewirken» immer wieder kommen…
  • anonymer analphabet 14.05.2020 09:04
    Highlight Highlight Baut wieder weniger Kunstrasenplätze, bitte! Ein kleiner Kunstrasen zum trainieren reicht doch. Aber all die schönen Naturrasenfelder, welche durch Kunstrasen ersetzt werden, lassen mein Herz bluten...
  • [CH-Bürger] 14.05.2020 08:55
    Highlight Highlight saftige Littering-Gebühren einführen!
  • Lupe 14.05.2020 08:23
    Highlight Highlight Ich bin ab und zu erlaubterweise mit einem Metalldetektor auch im Wald unterwegs und neben Metall ( Löffel, Messer, Alufolie, Zigarettenboxpapier, Bierdeckel, Aludosen, Campiggaskartouchen, Reste von Einweggrills und &&&&&& ) finde ich so nebenbei auch alle Arten von Plastik und Pet, es ist sehr erschreckend was da alles an die unmöglichsten Orte unserer Wälder kommt und schnell vom Laub und Fallholz verdeckt wird, aus den Augen, aus dem Sinn......BITTE nehmt euren Abfall mit, das lernte ich von den Eltern, in der Schule und den Pfadfindern !!!
  • ELMatador 14.05.2020 08:01
    Highlight Highlight Littering wäre ja theoretisch schon verboten. Wenn jeder aufpassen würde und seinen Abfall inkl Zigarettenstummel einpacken würde wäre schon eine grosse Beihilfe geleistet. Ohne dass sich jemand einschränken muss.
  • FACTS 14.05.2020 07:55
    Highlight Highlight Pneuabrieb lässt sich mangels Ersatzmaterialien derzeit (noch) schwer vermeiden (ausser wir verzichten - auch aus anderen Gründen - der Umwelt zuliebe auf unnötige Autofahrten), Littering hingegen ist schlicht unnötig und sollte geächtet und bestraft werden. Mit am schlimmsten sind die Hundehalter, die die Hinterlassenschaft ihrer Haustiere zuerst vorschriftsgemäss in ein Plasticksäcklein stecken und dieses dann vor Ort im Wald etc. deponieren.
  • leu84 14.05.2020 07:55
    Highlight Highlight Hier wo ich wohne kann man zwischen der Autobahn und Tankstellenshop kann oft ein ganzes Mittagessen zusammenstellen. Schlimm ist, dass der Abfall im Feld landet. Oft landet es zerstückelt im Heu, wo Alu-Dosen-Schnippsel die Verdauungsorgane verletzt, wenn die Kuh frisst. Es sind nicht immer junge Menschen. Hier sind es oft auch Transporteure, die kurz bevor sie daheim sind, noch kurz die Überresten loswerden wollen.
  • Kronrod 14.05.2020 07:42
    Highlight Highlight Sollte man nicht zuerst mal versuchen herauszufinden, ob und wie gefährlich das Ganze ist? Sonst ist es ja unmöglich, abzuwägen, welche Massnahmen verhältnismässig sind und ob man mit dem gleichen Aufwand woanders mehr bewirken könnte?
    • ELMatador 14.05.2020 08:04
      Highlight Highlight Es ist unlängst bewiesen dass Mikroplastiken Körperfunktionen verändern und zwar zu Dysfunktionen führen. Die frage nicht ob es schädlich ist sondern wie schädlich. Und dann wären da ja noch Medikamentenreste und Schwermetalle in der Umwelt die wir auch nur schwer wenn überhaupt rausfiltern können.
    • Kronrod 14.05.2020 08:18
      Highlight Highlight PS: hier ein konkretes Beispiel, damit die Blitzer sich besser vorstellen können, was ich meine. Wenn man zum Beispiel auf ein härteres Gummi umstellen würde bei den Autoreifen, gäbe es weniger Abrieb, dafür aber auch mehr Lärm beim Fahren. Wäre es das wert? Das können wir nur entscheiden, wenn wir eine Vorstellung davon haben, wie schädlich der Abrieb ist. Gemäss Artikel haben wir das aber nicht.
    • Mutzli 14.05.2020 08:41
      Highlight Highlight @Kronrod

      Direkt aus dem Artikel:"Die Belastungen müssten reduziert werden, schreiben die Studienautoren. Weil die Kunststoffe sich nur sehr langsam abbauen, reichern sie sich in der Umwelt an. Dadurch werde das «Risiko für Menschen und Tiere mit der Zeit zunehmen»"

      Die Belastung nimmt stetig zu, d.h. selbst wenn man da sehr grosszügig eine unbedenkliche Menge definieren würde, sind Massnahmen nötig, da sich das Zeug schlicht nicht auflöst.

      Was konkrete Gefahren angeht: Bei Menschen ist die Lage unklar, aber für die ohnehin strapazierte Biosphäre stellt Mikroplastik eine weiteres Problem dar
    Weitere Antworten anzeigen
  • ch.vogel 14.05.2020 07:40
    Highlight Highlight Gibt es Vergleichszahlen aus anderen Ländern?

    Wenn 2/3 alleine von Reifenabrieb entsteht, wo man nicht wirklich viel dagegen unternehmen kann, scheinen wir evtl. nicht allzu schlecht dazustehen.

    Auch dass 98.6% nicht in der Natur landet sondern entsorgt/eingesammelt wird hört sich eigentlich nach einer recht guten Bilanz an?

    Klar ist jedes Gramm zuviel, aber es fehlt bisschen ein Vergleich um die Zahlen einordnen zu können.
    • Nutshell 14.05.2020 14:03
      Highlight Highlight Wenn ich mir vorstelle, dass ich jede Woche 1,4% meines Abfalls aus dem Abfallsack fischen würde und irgendwo in meinem Garten verteile, fänd ich das aber deutlich zu viel. Das häuft sich ja alles an.
  • Bruno Meier (1) 14.05.2020 07:35
    Highlight Highlight Ein paar Ueberlegungen dazu. Langlebigere Reifen verursachen einen längeren Bremsweg. somit mehr Unfälle. E-Autos sind schwerer als Konventionelle, somit höherer Reifenverschleiss, E-Motoren haben mehr Drehmoment, vor allem im Anfahrbereich bedeutet dies mehr Reifenverschleiss. Abrieb wird auf Autobahnen, vielen Landstrassen und Innerorts bereits jetzt mit der Kanalisation aufgefangen, die Biker bringen ihren Abrieb aber meist direkt in der Natur aus.
    Wenn Autos weniger verursachen sollen, ganz einfach, das Gewicht runter! Bringt überall etwas, passt aber nicht zu unserem Lifstyle.
  • fools garden 14.05.2020 07:17
    Highlight Highlight ...und ich befürchte das die Produktion von Plastik mit Covid eher wieder zunimmt.
    • P. Meier 14.05.2020 08:06
      Highlight Highlight Eine der Schlussfolgerungen: korrekt entsorgtes Plastikgeschirr ust besser als falsch entsorgtes Ökogeschirr
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 14.05.2020 08:36
      Highlight Highlight Während der Pandemie kaufe ich auch nur abgepackte Äpfel. Das liegt aber daran, dass viele Kunden meinen, alles antatschen zu müssen. Ein Graus, eigentlich nicht nur währen der Pandemie.
    • 7immi 14.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Es ist ja auch nicht so, dass Hersteller einfach um alles in Kunststoff einpacken, weil sie es geil finden. Dies bedeutet immer Kosten. Es sind Hygienevorschriften, bessere Transportstabilität, längere Haltbarkeit, weniger Foodwaste, etc., die die Hersteller dazu bewegen. Die Verteuflung des Kunststoffs kann ich nicht verstehen, man sieht derzeit, wie wichtig das ist. Was natürlich nicht heisst, dass man nicht auch sparen sollte. Dies tun die Hersteller aber ohnehin schon (Preis). Der wichtigste Aspekt bleibt das richtige Entsorgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 14.05.2020 07:04
    Highlight Highlight Wieso wirft man Zigarettenstummel einfach weg? Wieso wirft man die Aludose einfach aus dem fahrenden Auto? Und wieso sind wir gegenüber den Verschmutzern und Litterer so tolerant?

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