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ARCHIV - ZU DEN FLANKIERENDEN MASSNAHMEN UND DER SCHWARZARBEITSBEKAEMPFUNG DURCH DIE SECO AM DIENSTAG, 12. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Marek harvests Braeburn apples during the apple harvest at Josef Maeder's fruit plantation in Goldach in the Canton of St. Gallen, Switzerland, on October 15, 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Marek erntet Braeburn-Aepfel, waehrend der Tafelobsternte auf dem Obstbaubetrieb von Josef Maeder, am Dienstag, 15. Oktober 2014, in Goldach. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die diesjährigen Äpfel hängen noch an den Bäumen, während die Lagerbestände stetig kleiner werden. Bild: KEYSTONE

Das sind die Gründe für die Schweizer Apfelkrise

Schweizer Detailhändlern gehen die inländischen Äpfel aus. Die Migros berichtet von den «tiefsten Lagerbeständen seit Jahrzehnten». 



Ein verärgerter User meldete sich per Mail bei watson. «In der Migros in Luzern sucht man vergeblich nach Schweizer Äpfel oder Birnen», berichtet er. Eine Anfrage bei der Migros zeigt: Der Detailhändler kämpft derzeit tatsächlich mit einem inländischen Kernobst-Engpass. 

«Ohne Importe hätten die Schweizer Äpfel über Monate aus den Verkaufsregalen verschwinden können.»

Roger Maeder, Bereichsleiter Produkte

«Durch die Frostnächte im Frühjahr 2017 war die Ernte des Schweizer Kernobsts klein und diverse Sorten gingen in der Schweiz bedeutend früher zu Ende als in vergangenen Jahren», heisst es von Patrick Stöpper, Mediensprecher des Migros-Genossenschafts-Bunds. Doch das ist laut Stöpper noch nicht alles. «Kombiniert mit den guten Abverkäufen im Herbst kam es zu den tiefsten Lagerbeständen im Kernobst seit Jahrzehnten.»

Laut Roger Maeder, Bereichsleiter Produkte von Swisscofel (Verband des Schweizerischen Fürchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels) fiel vergangenes Jahr praktisch die Hälfte der Apfel-Ernte aus. Wegen den Spätfolgen der Frostwelle im April 2017 wurde ein Sonderkontingent aus dem Ausland von 10'000 Tonnen Tafeläpfeln vom Bundesamt für Landwirtschaft bewilligt. «Dank des Imports konnte der Verkauf von Schweizer Äpfeln hinausgezögert werden. Ohne Importe hätten die Schweizer Äpfel über Monate aus den Verkaufsregalen verschwinden können», so Maeder. Derzeit befinden sich noch 1'380 Tonnen Schweizer Tafeläpfel in den Lagern. Monatlich gebraucht werden aber 6'000 Tonnen.

Äpfel aus Neuseeland

Bei Coop wird derzeit nur noch die inländische Apfelsorte Schweizer Golden verkauft. «Die restlichen Sorten kommen aus Europa und Übersee», informiert Mediensprecherin Andrea Bergmann. 

Apfel

Für die diesjährige Ernte sieht es laut dem Bereichsleiter von Swisscofel besser aus.  bild: shutterstock

Und auch beim Detailhändler Migros muss man derzeit auf ausländisches Kernobst ausweichen. Grundsätzlich würden Schweizer Produkte priorisiert, im Falle der Äpfel und Birnen stammen die meisten jedoch aus Deutschland, Frankreich oder Italien, so Mediensprecher Stöpper. Seit Anfang Mai verkauft die Migros zudem Ernten aus Neuseeland, Südafrika oder Chile

Warten bis im September

Für die diesjährige Ernte sieht es laut dem Bereichsleiter von Swisscofel besser aus. «Die neue Ernte verspricht gut zu werden. Die ersten Schweizer Frühsorten werden bereits auf Mitte bis Ende Juli erwartet.» Reichen wird das aber noch nicht, so Roger Maeder. «Das Tafeläpfel-Sortiment wird mit Importen ergänzt werden müssen, bis im September immer mehr Schweizer Apfelsorten dazu kommen.» 

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Video: srf

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