Schweiz
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Rauchwolke über Basel – keine Gefahr für die Gesundheit



Im Basler Rheinhafen ist am Freitag ein Altholzlager in Flammen aufgegangen. Kurz nach 14 Uhr fiel der Brand ausrangierter Bahnschwellen auf, die am Westquai unweit des Dreiländerecks unter freiem Himmel gestapelt waren. Eine Rauchsäule war weit herum zu sehen.

Eine Sprecherin des Logistikunternehmens Rhenus Alpina, deren Tochter Rhenus Port Logistics die Schwellen dort lagerte, bestätigte Angaben des Lokalradios Basilisk zum Brandort. Die Ursache sei noch nicht bekannt. Verletzt worden sei niemand. In der Folge war stundenlang in weiten Teilen der Stadt Brandgeruch wahrnehmbar.

Im Basler Rheinhafen ist ein Holzlager in Brand geraten. Das betroffene Unternehmen bestätigte entsprechende Angaben des Lokalradios Basilisk. Um etwa 14 Uhr waren offen gestapelte Bahnschwellen am Westquai unweit des Dreiländerecks in Flammen aufgegangen; Rauch stieg 30 Meter hoch auf. Bild: Userinput basel

Bild: Userinput

Gebrannt hatten laut der Sprecherin rund 2000 Tonnen Bahnschwellen sowie eine etwa gleiche Menge nebenan gelagerter Schrott. Am Westquai hat es diverse Firmen, auch ein Containerterminal; am Dreiländereck liegt zudem eine im Sommer sehr beliebte Bar. Wer in der Nähe arbeitete sowie die Bargänger wurden sicherheitshalber weggeführt.

Feuerlöschboot

Die Feuerwehr setzte stundenlang Wasser ein, um das Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Einen Steinwurf vom Brandort entfernt stehen zwei Silos, wo unter anderem Getreide gelagert wird.

Einen seiner raren Löscheinsätze hatte bei diesem Brand das Basler Feuerlöschboot «Christophorus». Von seinem Grossbasler Anlegeplatz nahe der Mittleren Brücke sind es nur gut zwei Kilometer zum Hafen. Vom Hafenbecken eins aus - das den Westquai zur Halbinsel macht - leisteten seine Wasserkanonen ihren Beitrag zur Brandbekämpfung.Neben der Berufs- und der Milizfeuerwehr aus Basel war auch die Feuerwehr der deutschen Nachbarstadt Weil am Rhein mit im Einsatz. So war das Feuer rasch unter Kontrolle, wie die Staatsanwaltschaft nach halb sechs Uhr am Nachmittag mitteilte.

Mitte Nachmittag empfahl die Polizei via Medien und per Twitter der Quartierbevölkerung, die Fenster zu schliessen. Man solle das Gebiet wegen des Rauchs umfahren. Laut Staatsanwaltschaft bestand gemäss ersten Messungen keine Gefahr für die Bevölkerung.

Alte Holz-Bahnschwellen waren früher unter anderem als Garten-Einfriedung beliebt. Seit 2001 darf man in der Schweiz solche Schwellen mit einer lange üblichen Teeröl-Imprägnierung wegen teils krebserregenden Schadstoffen nicht mehr im Siedlungsgebiet verbauen. Sie sind in einer KVA oder einem Zementwerk zu verbrennen.

Gemäss früheren Angaben des Bundes verwenden die SBB seit 1998 nur noch Holzschwellen mit einer weniger belastenden Imprägnierung. Alte Schwellen fallen indes bei Umbauten nach wie vor an. Die Lebensdauer von Holzschwellen wird auf rund 25 Jahre geschätzt, womit bis etwa 2023 noch alte giftige Schwellen im Umlauf seien.Vor Jahresfrist hatte die Basler «TagesWoche» Kritik von Nachbarn an jenem Schwellenlager publik gemacht. Im Fokus standen dabei nicht nur die belasteten Schwellen an sich, sondern der staubige Umgang damit.

 (whr/sda/kün)

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Video: srf

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34
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    Alle Leser-Kommentare
  • KXXY 28.07.2018 04:25
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • 1779prost 28.07.2018 02:47
    Highlight Highlight Rauchen gefährdet die Gesundheit...
  • mänu49 27.07.2018 22:54
    Highlight Highlight Das Getreide im naheliegenden Silo wird dann zu Holzofenbrotmehl verarbeitet😋
  • Hinkypunk 27.07.2018 22:53
    Highlight Highlight Sobald der Rauch weiss wird hat der FCB einen neuen Trainer.
  • Der Tom 27.07.2018 22:52
    Highlight Highlight Sehe grad ein gewaltiges Feuerwerk hier bei Locarno. Trotz extremer Waldbrandgefahr und Feuerwerksverbot. Könnte vielleicht bald los gehen.....
  • Pasch 27.07.2018 22:08
    Highlight Highlight Keine Gefahr für die Gesundheit nennt man das also wenn es einem in der Stadt die Atemwege zuschnürt?
  • azoui 27.07.2018 21:06
    Highlight Highlight "keine Gefahr für die Gesundheit"

    Alles andere hätte mich verwundert!
  • nödganz.klar #161 27.07.2018 19:25
    Highlight Highlight In nem kleinen Tal in der Innerschweiz nannte man diese Entsorgungstechnik auch „warm Abbrechen“.

    Will ja niemandem was unterstellen... 🤷🏾‍♀️😅
  • R. Peter 27.07.2018 18:59
    Highlight Highlight Verbrennung nur in Spezialkehrichtverbrennungsanlagen erlaubt aber das unkontrollierte abfackeln draussen ohne Filter soll ungefährlich sein? Was gilt denn nun?
    • El Vals del Obrero 27.07.2018 20:15
      Highlight Highlight Wahrscheinlich waren Menge des verbrannten Materials, Dauer des Brandes und Windverhältnisse einfach so, dass genug wenig Gift freigesetzt wurde, dass sich keine unmittelbare Gesundheitsgefahr ergab.

      Würde man aber ständig alle Bahnschwellen offen verbrennen und es solche Feuer weiter verbreitet und ständig geben, wäre dem wohl nicht mehr so.
    • lilas 27.07.2018 20:52
      Highlight Highlight Ja stell Dir vor es wäre gefährlich, dann hätten sie das Tatoo heutabend absagen müssen! 😉
  • ThePower 27.07.2018 18:00
    Highlight Highlight Ach, das ist doch nur der Baum vom FCB, der da brennt😂
  • HockeyTime 27.07.2018 17:54
    Highlight Highlight Warum wurde der Kommentar mit der FCB Geschäftsstelle entfernt? Solange es "nur" um einen Sachschaden handelt, ist bisschen Humor sicherlich angebracht..
  • lilas 27.07.2018 17:40
    Highlight Highlight Es bestehe keine Gefahr, alles easy..
    Aber
    .."es ist verboten, Bahnschwellen oder andere behandelte Hölzer in Holzöfen, Cheminées oder im Freien zu verbrennen. Bahnschwellen sollen auch nicht durch Privatpersonen zerkleinert werden. In beiden Fällen würden Schadstoffe freigesetzt." Quelle: www.admin.ch

    • pamayer 27.07.2018 20:47
      Highlight Highlight Alles bestens.
  • iNDone 27.07.2018 17:14
    Highlight Highlight 30m im Ernst?
    • Dynamischer-Muzzi 27.07.2018 20:48
      Highlight Highlight Nee im Rainer
    • dumdidumdidum 27.07.2018 23:31
      Highlight Highlight Es sollte wohl 30m hohe Flammen heissen
  • Hessmex 27.07.2018 16:58
    Highlight Highlight Man muss sie in einer KVA oder einem Zementwerk verbrennen lassen.
    ......oder nach Deutschland ausführen!
    • tschussa 27.07.2018 21:50
      Highlight Highlight wie recht du hast!!! eisenbahnschwellen gelten als sonderabfälle und die ch-behörden erlauben den export von diesen sonderabfällen, obschon die ordentlich in einer ch-kva verbrannt werden könnten!!!
    • Christian Mueller (1) 28.07.2018 01:39
      Highlight Highlight windrichtung stimmte nicht...
  • 2r music 27.07.2018 16:10
    Highlight Highlight Wer hat schon bei 35 Grad die Fenster offen?
    • Löbarrasche 27.07.2018 16:31
      Highlight Highlight Jemand, der in der basler Altstadt arbeitet, keine Klimaanlage und keinen Ventilator hat und sich durch Durchzug etwas „abkühlen“ möchte.
    • welefant 27.07.2018 21:13
      Highlight Highlight ich, arbeite bis 2 uhr nachts! hab gedacht es kühlt ein wenig ab. jetzt wirds stinken!
  • rik 27.07.2018 15:52
    Highlight Highlight on fire!
    Benutzer Bild
  • balzbe 27.07.2018 15:51
    Highlight Highlight Rhenus Alpina hat vor einem Jahr versprochen die Bahnschwellen zu entsorgen und jetzt das Versprechen wohl unkonventionell eingelöst.

    https://tageswoche.ch/stadtleben/tausende-belastete-bahnschwellen-lagern-im-hafen-und-keiner-fuehlt-sich-zustaendig/
    Benutzer Bild
    • Pasch 27.07.2018 17:25
      Highlight Highlight Na toll die ganze Stadt stinkt bestialisch nach "Bahnhof" wegen so einem Pfennigfuchser Saftladenbetrieb...
  • metzma 27.07.2018 15:28
    Highlight Highlight Ich bin da gestern vorbeigefahren. Dieser Haufen schien mir suspekt... es waren nicht nur bahnschwellen, sondern auch massenweise altglas gemischt. Ein Schelm wer böses denkt...
    • EvilBetty 27.07.2018 18:20
      Highlight Highlight «Wer konnte auch wissen, dass sich Flaschenböden wie Lupen verhalten? Das ist doch verrückt!?»

      Etwa so?
  • clarazi 27.07.2018 15:11
    Highlight Highlight Auch vom Dreispitz aus 'schön' zu sehen.
    Benutzer Bild
  • Madmessie 27.07.2018 15:04
    Highlight Highlight In Basel brennts auch überall...
    • El Vals del Obrero 27.07.2018 17:01
      Highlight Highlight Möglich, aber Luzern ist da noch viel begabter.
    • kärli 27.07.2018 17:32
      Highlight Highlight War sicher der Strelli, um von seinen eigenen Problemen abzulenken 🤭🤫
    • kettcar #lina4weindoch 27.07.2018 18:14
      Highlight Highlight Sollte das eine Anspielung an den FCB sein, haben sie wohl nicht alle verstanden...

Siebenjähriger Schüler in Basel auf dem Heimweg erstochen – 75-jährige Frau stellt sich

Ein siebenjähriger Schüler ist am Donnerstag in Basel auf dem Heimweg niedergestochen worden und kurze Zeit später verstorben. Mutmassliche Täterin ist eine 75-jährige Schweizerin. Sie wurde festgenommen.

Ereignet hat sich die Bluttat um zirka 12.45 Uhr auf einem Trottoir 200 bis 300 Meter vom Basler Gotthelf-Schulhaus entfernt. Dort ging der verstorbene Schüler in die erste Primarklasse, wie es bei der Staatsanwaltschaft hiess.

Der Schulbub war nach dem Schulschluss alleine unterwegs, als er unvermittelt niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde. Entdeckt wurde er am Boden liegend von seiner Klassenlehrerin, die sich eben mit dem Velo auf den Heimweg gemacht hatte.

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