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Crans-Montana: 36 Verletzte aus der Schweiz werden im Ausland behandelt

Noch 36 Verletzte von Crans-Montana mit Schweizer Wohnsitz in ausländischen Spitälern

17.02.2026, 14:4917.02.2026, 16:13

Erste Patienten der Brandkatastrophe von Crans-Montana haben aufgrund ihres verbesserten Zustandes aus ausländischen Brandzentren in die Rehabilitation in der Schweiz überführt werden können. Derzeit werden noch 36 Patienten mit Wohnsitz in der Schweiz im Ausland behandelt.

Eine brandverletzte Person liegt auf der Intensivstation.
In der Schweiz selbst werden derzeit laut den neusten Angaben 31 Patienten behandelt. (Symbolbild)Bild: Keystone

Unter diesen 36 Personen sind 16 Personen Schweizer und fünf Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität mit Wohnsitz in der Schweiz, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) am Dienstag weiter mitteilte. 16 davon werden in Frankreich, fünf in Deutschland, 12 in Italien und drei in Belgien behandelt.

Vor einer Woche waren noch 39 Opfer der Brandkatastrophe in Spitalpflege im Ausland gewesen. Unter den Verletzten im Ausland gibt es aber weiterhin Personen, die in einem kritischen Zustand sind.

In der Schweiz selber werden derzeit laut den neusten Angaben 31 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. 22 Patientinnen und Patienten befinden sich in Spitälern und neun in Rehabilitationskliniken.

Doctors prepare a narcotized patient with burns before a surgical intervention, photographed at the intensive care unit of the University Hospital of Zurich, Switzerland, on January 17, 2017. (KEYSTON ...
Die Verletzten wurden ins Ausland verlegt, da die Schweizer Spitäler nicht genügend Kapazität haben, um so viele schwer verletzte Brandopfer zu behandeln. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Fünf Schweizer Patienten oder in der Schweiz wohnhafte Patienten seien bereits zwischen dem 22. Januar und Montag, 16. Februar, zurückgeführt worden, hiess es auf Anfrage bei der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Neben den Rückverlegungen aus dem Ausland wird auch die Verlegung aus Schweizer Akutspitälern in die Rehabilitation geplant. Die auf die Rehabilitation von Personen mit Brandverletzungen spezialisierten Suva-Kliniken in Bellikon AG und Sitten bauten ihre Kapazitäten aktuell aus, heisst es in der Medienmitteilung.

Reha für alle Patienten mit Schweizer Wohnsitz in der Schweiz

«Es zeichnet sich ab, dass alle Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Wohnsitz in der Schweiz auch in einer Rehaklinik in der Schweiz behandelt werden können», schreibt das Babs weiter. Bei der medizinischen Behandlung gelte es auch, die psychosoziale Begleitung sicherzustellen.

Die strategische und politische Koordination der Reha-Kapazitäten übernimmt die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren unter Beteiligung von Kantonen, Bundesstellen und Rehakliniken.

Operativ koordiniert wird die Rückverlegung aus dem Ausland durch ein Medical Board von Expertinnen und Experten aus Schweizer Verbrennungszentren, Rehakliniken und weiteren Fachpersonen. Das Medical Board stellt dabei den Kontakt zu den europäischen Verbrennungszentren sicher und koordiniert den Transport und die Aufnahme in die Schweizer Einrichtungen. (sda)

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