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So viel Neuschnee gab es am Wochenende in den Schweizer Bergen

Ein tief verschneiter Parkplatz in Bosco Gurin TI.
Ein tief verschneiter Parkplatz in Bosco Gurin TI.bild: x.com/meteoschweiz

So viel Neuschnee gab es am Wochenende in den Schweizer Bergen

16.03.2026, 13:3616.03.2026, 16:45

Am Wochenende wurde die Schweiz noch einmal so richtig eingeschneit. Am Samstag und in der Nacht auf Sonntag gab es vor allem südlich des Alpenkamms enorme Neuschneemengen. Am meisten der weissen Pracht fiel gemäss SRF Meteo in Bosco Gurin im Kanton Tessin: 116 cm Neuschnee wurden dort gemessen. Und auch das Wallis zeigt sich zu Beginn der zweiten März-Hälfte tief verschneit. In Saas Fee gab es 88 cm Neuschnee, in Zermatt 47 cm und in Binn 63 cm.

Etwas weniger kräftig schneite es im Kanton Graubünden. In San Bernardino gab es aber dennoch 45 cm Neuschnee, in Arosa waren es 19 cm. Auch das Glarnerland, Urnerland, Sarganserland und das Berner Oberland wurden nochmals weiss. In Andermatt lagen am Sonntagmorgen 38 cm Neuschnee, in Wengen 32 cm und Braunwald 29 cm.

Neuschnee in der Schweiz

Neuschnee in cm; letzte 72 Stunden

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40
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Zuletzt aktualisiert am 16.03.2026

Grafik: watson • Quelle: WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF, OpenStreetMap

In der Zentralschweiz war es sogar im Flachland am Sonntagmorgen teils etwas weiss, vielerorts war der Schnee spätestens am Nachmittag am bereits wieder weg. Schnee Mitte März bis in tiefe Lagen ist langfristig gesehen allerdings keine Seltenheit und kam in der Vergangenheit immer mal wieder vor.

Am meisten Schnee liegt in der Schweiz gemäss Messdaten von White Risk derzeit am Bortelsee im Kanton Wallis. Westlich des Simplonpasses wurde eine Schneedecke von 346 cm gemessen.

Schnee in der Schweiz

Aktuelle Schneehöhe in cm

20
50
80
120
200
300
400

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2026

Grafik: watson • Quelle: WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF, OpenStreetMap

Besonders gefährliche Nasslawinen möglich

Zum Wochenstart wird es im gesamten Alpenraum aber bereits wieder deutlich milder. Wegen der Sonneneinstrahlung und steigender Temperaturen im Verlaufe des Tages können sich zahlreiche «nasse Lawinen» lösen, die auch gross werden können.

Nasse Lawinen können entstehen, wenn Wasser in die Schneedecke eindringt. Das kann zu einem Bruch der vorhandenen Schneeschicht führen. Diese Lawinen seien besonders gefährlich, da sie oft schneller und mit höherer Geschwindigkeit auftreten, teilte das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF mit.

Lawinenunfälle in der Schweiz 2025/26

Lawinenstufe

1

2

3

4

5

Anzahl Tote

Gemeldete Lawinenunfälle 2025/26

Aufgrund der grossen Schneemengen herrschte laut SLF am Alpensüdhang zunächst grosse Lawinengefahr, Stufe 4 von 5. Das Risiko wurde bis zum späten Sonntagnachmittag auf die Stufe 3 («erheblich») herabgestuft. Diese gilt auch in den restlichen Alpen weiterhin. Die Lawinengefahr soll bis Mittwoch verbreitet abnehmen.

Wintersportlerinnen und Wintersportler könnten sehr leicht auch grosse Lawinen auslösen, so das SLF. Die Verhältnisse für Skitouren seien daher kritisch. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke können auf Lawinengefahr hinweisen. (pre)

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